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Heute Nachmittag sind wir alle Mann hoch auf eine Geburtstagsparty eingeladen und wenn es gilt, etwas zum Buffet beizusteuern, werde ich in den meisten Fällen um mein Tiramisu gebeten. Es ist ein Rezept von einem Koch aus meinem Bekanntenkreis und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ohne rohes Ei und mit der Hälfte der Kalorien eines klassischen Tiramisu auskommt.
LEICHTE TIRAMISU
Rezept für eine große flache Auflaufform: (ca. 20x30x5 cm)
Zutaten: Für den Pudding
- 1,2 l Milch (1,5%)
- 4 Pckg. Vanillepuddingpulver
- 160g Zucker
- 800g Magerquark
- 320g Zucker
- 8cl Cognac (oder anderen Weinbrand)
- 400g Sahne
- 6-8 Tässchen abgekühlten Espresso
- viiieeele Löffelbisquits (ca. 80 Stck.) –> normale Größe, nicht die extragroßen
- Kakaopulver
Zuerst aus den angegebenen Zutaten einen dicken Pudding kochen und abkühlen lassen, dabei immer wieder durchrühren, damit keine Haut entsteht. Er soll gar nicht ganz eiskalt werden, denn sonst wird er zu fest und lässt sich nicht mehr so gut in die Creme einrühren.
Quark, Zucker und Cognac mit einem Handrührer ca. 5 Minuten lang in einer großen Backschüssel (!) gut durchrühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht und die Zuckerkristalle aufgelöst sind. Den lauwarmen Pudding löffelweise unterrühren, bis eine glatte Creme entstanden ist.Jetzt die Sahne steif schlagen und mit einem Teigschaber unterheben.
In die flache Form zuerst eine Schicht Creme geben, dann in Espresso getunkte Löffelbisquits dicht an dicht auflegen. Den Espresso dazu am besten in einen Suppenteller schütten. Weiter abwechselnd schichten (gibt in meiner 5cm-Form 2 Löbi- und 3 Creme Schichten). Mit einer Schicht Creme abschließen, flach streichen, mit Frischhaltefolie bedecken und mind. 15 Std. im Kühlschrank durchziehen lassen.
Vor dem Servieren dick mit gesiebtem Kakaopulver bestäuben.
Mir bleibt immer ein kleiner Rest Creme übrig, den ich dann in zwei Schälchen verteile und mit getränkten Löbis und Kakao meinem Mann und mir sofort zum Verzehr reiche
Schmeckt definitiv etwas anders als eine klassische Tiramisu, aber nach Aussage viiiiieeeler Konsumenten sehr sehr lecker und eben lange nicht so “Klotz-im-Magen”-mäßig wie die schwere Mascarponecreme.
SCHOKO-MANDARINEN-KINDERTIRAMISU
Da ich dieses Rezept gestern zum ersten Mal erdacht und ausprobiert habe, kann ich Euch noch keine genauen Angaben darüber machen, welche Schüsselgröße am besten passt. Es ist vom Prinzip her ca. die halbe Menge des obigen Rezepts, kann aber natürlich auch entsprechend gedoppelt werden.
Zutaten: Für den Pudding:
- 600ml Milch
- 80g Zucker
- 2 Pckg. Vanillepuddingpulver
Für die Cremegrundlage:
- 400g Magerquark
- ca. 1/4 Fläschchen Orangenaroma, ggf. einige Tropfen Rumaroma
- 150g Zucker
- 40 ml Milch
- 200g Sahne
Zum Schichten:
- Löbis
- Orangensaft
- Kakaopulver
- ein Schuss Schlagsahne
- Schokostreusel
- 2-3 Mandarinen
Den Pudding und Cremegrundlage wie im oberen Rezept beschrieben zubereiten, dann ebenso mischen und zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben.
Die Mandarinen mitsamt der dünnen weißen Haut schälen, dann filetieren, die Filets nochmal hälfteln, dabei den Saft auffangen. (Geht bestimmt stattdessen auch mit “Dosenmandarinen”, wenn es schnell gehen soll bzw. man das mag.)
Den Mandarinensaft mit etwas Orangensaft mischen, einen Schuss Sahne zugeben und mit einem Schneebesen ca. 1 EL Kakao unterrühren. Das dauert ein Weilchen, aber die Sahne fungiert als Emulgator und nach und nach wird es. Von der Menge her etwa einen Suppenteller voll.
Nun gehts ans Schichten: Eine Schicht Creme, darauf die in die Kakao-Saft-Mischung gut eingetunkte Löbis schichten, dann wieder Creme. Darauf die Mandarinenspalten verteilen, nach Gusto Schokostreusel drüberstreuen und mit der nächsten Schicht Löbis weitermachen. Mit einer weiteren Schicht Creme abschließen und ebenfalls mind. 15 Std. zum Durchziehen kaltstellen. Vor dem Servieren mit Kakao überstäuben.
Die Kinder waren begeistert davon. Mir schmeckts auch sehr gut.
Letzte Woche haben wir uns einen Sandwichtoaster bestellt – als Punkteerlös von den “blauen Rabattpunkten”. Seitdem sind wir hier am Experimentieren und Rezepte raussuchen. Neueste Eigenkreation sind nun diese Apfeltaschen-Sandwiches. Sie schmecken superlecker, ein bisschen nach warmem Apfelkuchen, ein bisschen nach Winter und Weihnachtszeit. Dieser Artikel ist ohne Foto, denn von außen sehen alle Sandwiches gleich aus und ich habe vergessen, Fotos vom Herstellungsprozess zu machen.
Zutaten für einen Toast:
- 2 Scheiben Vollkorntoast
- etwas Butter
- Quark
- Zimtzucker
- ein Viertel Apfel
Den Sandwichtoaster vorheizen. Eine Toastscheibe mit Quark bestreichen, nicht zu dünn, nicht zu dick – wer öfters mal Sandwiches macht, weiß, wie ich es meine. Den Quark großzügig mit Zimtzucker bestreuen. Apfelviertel schälen und Kernhaus entfernen, dünne Spalten schneiden und auf dem Toast verteilen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit ein paar zusätzlich verteilten Rosinen lecker schmeckt. Die zweite Toastscheibe auflegen und außen dünn mit Butter bestreichen. Diese Seite nach unten in den Toaster legen und auch die Oberseite dünn mit Butter bestreichen. Toaster schließen, backen und genießen!
Dieses Rezept habe ich zum ersten Mal zur Feier unseres “echten” Zusammenzuges” gekocht – wir hatten die erste gemeinsame Wohnung zwar schon ein halbes Jahr zuvor bezogen, ich musste aber noch in Baden-Württemberg mein Schuljahr beenden und konnte so nur am Wochenende daheim sein. Als dann die Sommerferien begannen – und damit auch endlich bald mein Schuldienst in Bayern – beschloss ich, dass das gefeiert werden sollte. Es war Ende Juli und brütend heiß. Was kocht man bei solchen Temperaturen, wenn man nicht nur Eis und Longdrinks servieren will? – Hmmm… dann kocht man eben etwas aus der Küche eines “heißen” Landes, dachte ich mir, und griff zu meinem Karibik-Kochbuch.
Traditionell ist dies ein “Große Leute Essen” für uns geblieben, d.h. besonderen privaten Anlässen und erwachsenem Abendgästebesuch vorbehalten. Deshalb kann ich auch nichts dazu sagen, wie es Kindern schmeckt, aber da sind eh alle verschieden! Wir zwei lieben dieses Gericht jedenfalls und genießen es jedes Mal sehr. Was ich unglaublich klasse finde, ist die Einfachheit der Zutaten – vielleicht sind es nicht unbedingt für hier übliche, aber es kommen jedenfalls keine tausend Gewürze oder komplizierte Soßen dazu und so kann jede Geschmackskomponente schlicht und einfach für sich wirken. In ihrer Kombination – die auf jedem Gabelbissen wieder eine etwas andere ist – schmecken sie einfach himmlisch.
Zudem schätze ich das Rezept sehr, weil man es sehr gut vorbereiten kann, indem man den Reis vorkocht und die anderen Zutaten schon geschnippelt im Kühlschrank aufbewahrt. Eine gute halbe Stunde vor dem geplanten Essen einfach alles aufs Blech packen, mit den Gästen einen Drink zu sich nehmen – fertig!
Rezept – ergibt ca. 5-7 Portionen, je nach Hunger…
- 500g Krabben (frisch oder tiefgefroren)
- 500g mageres Kassler (ohne Knochen!)
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Zwiebeln
- 3 Zitronen unbehandelt
- 1 Bd. Frühlingszwiebeln
- 1 Bd. glatte Petersilie
- 600g Langkornreis (parboiled, damit er nicht klebt)
- Olivenöl
- 1 Liter Hühnerbrühe oder Fischfond
- 100g getrocknete Mangos
- 100g Cashewnüsse
- 1 EL rosa Pfefferkörner
- schwarzer oder bunter Pfeffer frisch aus der Mühle
Knoblauch und Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Die getrockenten Mangos in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf 2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann Reis und rosa Pfefferkörner zugeben und andünsten. Hühnerbrühe / Fischfond angießen, Mangowürfel dazugeben, alles aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Min. ausquellen lassen.
Backofen auf 240°C Ober-Unterhitze oder 210°C Umluft vorheizen.
1 Zitrone auspressen und über die Krabben träufeln. Kassler in feine Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden.
Ein Backblech mit Backpapier belegen oder/und mit 2 EL Olivenöl bepinseln, den ausgequollenen Reis darauf verteilen und mit Krabben, Kassler, Cashewnüssen und Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit ca. 2 EL Olivenöl beträufeln (so stehts im Rezept, ich selber geh halt mit dem Finger auf der Flasche ein paar Mal drüber.)
In den heißen Backofen schieben und 25 Minuten überbacken.
Petersilie hacken, restliche Zitronen (ich nehm meistens mehr als 2) inScheiben schneiden.
Jetzt entweder die einzelnen Teller oder eine große Platte mit Petersilie bestreuen und mit Zitronenscheiben rundherum außen belegen. Den Reis in der Mitte auftürmen und mit frischem Pfeffer übermahlen.
Das Gericht schmeckt frisch und warm hervorragend, man kann es aber auch sehr gut kalt als “Salat” auf einem Buffett servieren.
Aus: Karibik, Dagmar von Cramm, Gräfe und Unzer, 1988
Regelmäßig fordern die Kids ein, dass ich mal wieder Pfannkuchen machen soll. Am liebsten essen sie die mit Nu.te.lla bestrichen, dann aufgerollt und Apfelmus drauf. Da ich aber finde, dass das nicht wirklich sehr sättigend und auch nicht sehr vollwertig ist, mache ich – für alle außer den Kurzen, dem das nicht schmeckt – immer vorher noch eine Portion Spinatpfannkuchen.
Rezept – ergibt ca. 3-4 gefüllte Pfannkuchen, je nach “Großzügigkeit”
- 1 Packung (500g) TK-Blattspinat
- 1 Packung (180g) Schafkäse (normal oder light)
- 1 Packung (50g?? 80g??, habe die Verpackung weggeschmissen, sorry!) Pinienkerne
- 1/2 Zwiebel
- etwas Öl
- Knoblauchpulver, Muskat, etwas Koriander falls vorhanden, Salz, Pfeffer
Die Zwiebel fein hacken und mit etwas Öl kurz in einem kleinen Topf anbräunen. Im selben Topf dann den Blattspinat nach Packungsanweisung zubereiten. Wenn er aufgetaut und warm ist, nach Gusto würzen. Vorsicht, nicht zuviel Salz, der Schafskäse ist auch salzig.
Während der Spinat gart, in der Pfannkuchenpfanne die Pinienkerne ohne Zugabe von Öl kurz bei großer Hitze anrösten. Vorsicht, immer gut “schütteln”, damit sie nicht schwarz werden. Wenn sie leicht angebräunt sind, in einem kleinen Schälchen zwischenlagern, sonst schwärzen sie in der heißen Pfanne nach!
Schafskäse kleinbröseln oder in Würfelchen schneiden.
Kurz vor Garzeitende Pinienkerne und Schafskäse zugeben, unterrühren und mitgaren lassen. Fertig!
Pfannkuchen backen, füllen und genießen.
Ich habe mir überlegt, dass ich ab jetzt wöchentlich immer mittwochs eines unserer Lieblingsgerichte vorstellen werde. Mit Foto und Rezept zum Nachkochen. Vielleicht noch ein Hinweis: Ich arbeite häufig mit Gewürzmischungen aus dem Bioladen – einfach, weils schneller geht und trotzdem inhaltlich einwandfrei sein soll.
Hier kommt also Nr. 1:
Ofengemüse mit Tsatsiki
Zutaten für 4 Personen:
- 500g Kartoffeln
- 1 kg Gemüse nach Lust und Laune (z.B. Karotten, Paprika, Champignons, Auberginen, Zucchini…)
- 2 Packungen Gewürzmischung für Ofenkartoffeln (z.B. Alnatura KartoffelMix Pikant)
- gutes Speiseöl (Olivenöl etc.)
- mindestens 500g Tsatsiki, entweder selber gemacht oder, wenns schnell gehen soll, aus der Kühltheke. Da gibt es m.E. ne Menge guter Anbieter, die auch keinerlei Konservierungsstoffe oder ähnlichen Mist verwenden. (Wir brauchen 750 g pro Mahlzeit)
Ofen auf 180°C Umluft oder 200°C Ober-Unterhitze vorheizen. Das Gemüse waschen, abtrocknen und in mundgerechte Stücke schneiden. (Kartoffeln in Schnitze, Karotten in Sticks, Paprika in halbe, breite Schnitze, Zucchini und Aubergine längs vierteln und in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden…)
Alles auf ein tiefes Backblech häufeln und gut vermengen (wer will legt ein Backpapier unter). 6-8 EL Öl darauf verteilen und gut untermischen. Dann die zwei Beutel Gewürze auf dem Gemüse verteilen und unterheben.
Ca. 30 – 40 Min. im Ofen backen, nach ca. 25 Minuten einmal umschichten.
Frisch mit dem Tsatsiki servieren. Guten Appetit!








