iOrnament – eine coole Kreativ-App für die ganze Familie

Letzte Woche bin ich per Zufall über eine tolle App für iPhone / iPad gestolpert. Sie ist nicht mehr wirklich neu, deshalb entschuldigt, wenn ihr sie schon kennen solltet, aber ich bin so begeistert von ihr, dass ich sie hier kurz vorstellen möchte: iOrnament

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Das Grundprinzip: Erstellen von ornamentalen Mustern auf der Grundlage verschiedener Raster. Die App ist unglaublich variabel, da man Pinselarten, -dicke, Deckkraft, Helligkeit , Schärfe, sogar den Zoomfaktor und die Ausrichtung und natürlich auch Farben recht frei wählen kann. Zudem lassen sich auch nach dem Erstellen noch die Rasterarten wechseln und so entstehen oft ungeahnte Muster, die man sich selber so nie ausgedacht hätte.

Ein paar Anfänger-Beispiele von mir:

Sieht fast aus wie Wachsbatik...

Sieht fast aus wie Wachsbatik…

Es gibt auch runde Grundraster

Es gibt auch runde Grundraster…

...und eine Art "Leuchteffekt"

…und eine Art “Leuchteffekt”

Sechseckiges Grundraster

Sechseckiges Grundraster

Das Schöne daran: Jeder bekommt tolle Ergebnisse – vom Kleinkind bis zum Künstler hat jeder seine Aha-Erlebnisse und Freude an der Kreativität. Als unser Kurzer noch kein Jahr alt war, gab es eine ähnliche, nur viel einfachere Software mal online – und auch er hatte schon viel Spaß an den bunten Linien, die da vor ihm erschienen, wenn er auf die Maus haute! ;-)

Hier gehts zum App-Trailer.

Wenn ihr oder eure Kinder gerne malt, dann schaut doch mal rein! Es lohnt sich! :-)

Ich überlege auch schon, die App für unsere Schul-iPads anzuschaffen, teuer ist sie nicht und es gibt auch eine abgespeckte Gratisversion. Zusätzlich zum Malerlebnis gibt es nämlich sogar noch Theorie dazu – ein bisschen Mathematik, die hinter dem Ganzen steckt, optisch schön aufbereitet und ansprechend zu lesen.

Scotland Yard LIVE in München

Bei den Geburtstagsfeiern meiner Kinder, die ich ja bekannterweise sehr gerne vorbereite, achte ich im Vorfeld schon immer auf aktuelle Vorlieben und streue entsprechende Vorschläge ein. So auch geschehen vor zwei Monaten im Bezug auf den Geburtstag des Großen:

Wir spielten mal wieder Scotland Yard, ein bekanntes Brettspiel, das beide Jungs sehr gerne mögen. Da kam mir der zündende Gedanke: Das Spiel lässt sich nämlich auch im “Reallife” in der Art einer Schnitzeljagd spielen.

Der Große war gleich begeistert und so begannen wir mit Netz-Recherchen zum Thema, stellten To Do-Listen auf und werkelten vor uns hin.

Unsere Variante lief folgendermaßen ab:

Vier Agententeams (je 2 Leute) jagen Mr. X (das Geburtstagskind) durch die Münchner Innenstadt. Genutzt werden durften ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus. Den Radius beschränkten wir aufgrund der wenigen Agenten-gruppen auf die inneren drei Ringe des Münchner MVV-Innenrings:

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Jede Gruppe und Mr.X hatten ein voll geladenes Smartfon mit Internetflat und installiertem WhatsApp. Die Agenten mussten jeden Ein- und Ausstieg und ggf. Zwischenstationen posten, Mr. X meldete seine Position nur alle 20 Minuten.

Zur von uns gestellten Ausrüstung gehörten für jedes Team Snackpacks, Getränke, ein Erste-Hilfe-Kit, Netzplan, Kurzregeln, Notfallnummern und ein Stift zum Notizen machen. Mitbringen mussten alle einen Rucksack und passende Kleidung. (Gutes Schuhwerk, regenfest, etc.) Im Nachhinein würde ich jeder Gruppe noch eine Schnellbahn-Übersichtskarte mitgeben, da sie oft nicht wussten, in welche Richtung sie denn jetzt einsteigen müssen, um da oder dorthin zu gelangen.

Der Inhalt der  vom Geburtstagskind zusammengestellten Snackpacks

Der Inhalt der vom Geburtstagskind zusammengestellten Snackpacks

Die bedruckten Lanyards in allen Teamfarben...

Die bedruckten Lanyards in allen Teamfarben…

...für den schnellen Zugriff auf Plan und Regeln

…für den schnellen Zugriff auf Plan und Regeln

Jeder Mitspieler bekam ein solches bedrucktes Lanyard. Bestellt und designt hatte ich sie hier. Der Onlineshop gehört jetzt nicht zu den bedienerfreundlichsten, aber die Bänder waren einfach unschlagbar günstig, schnell geliefert und sind von der Qualität her absolut super.

Ich selber saß bei uns Zuhause und machte die Zentrale, d.h. ich stellte das aktuelle Geschehen auf einem groß ausgedruckten Netzplan mit den echten Figuren aus dem Brettspiel optisch dar und schickte immer mal wieder ein Foto davon in die WhatsApp Gruppe. Außerdem half ich unserem Mr.X, der doch nicht so ganz den Überblick hatte und sonst schon in den ersten 10 Minuten aufgeflogen wäre… ;-) Einmal war es superknapp. Er saß am Marienplatz in einer U-Bahn und wartete auf die Abfahrt, während Team Gelb meldete, sie würden gleich am Marienplatz aussteigen. (Gleichzeitiger Aufenthalt an einer Haltestelle bedeutete: Gefangen! ) Ich bibberte schon, da meldete mein Großer: “Bahn fährt los!” Nur Sekunden später meldete Team Gelb: “Angekommen!” Puuuuuuhhh…. :-D

Schnell, schnell, Mr.X! Sie sind dir auf den Fersen.....

Schnell, schnell, Mr.X! Sie sind dir auf den Fersen…..

Angesetzte Spieldauer waren 3 Stunden (für 13jährige fast ein wenig lang, ich glaube 2 Stunden würden auch reichen). Nach guten 1 1/2 Stunden hatten sie Mr. X allerdings in Giesing am Bahnhof erwischt:

Geschnappt!! Gleich von zwei Teams: Blau und Rot

Geschnappt!! Gleich von zwei Teams: Blau und Rot

Abschließend gabs noch Pizza und ein Eis, dann ging es per S-Bahn wieder nach Hause.

War absolut ok von der Länge her, es hat allen sehr viel Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wiederholen. Vom Vorbereitungsaufwand fand ich diesen Geburtstag sogar echt in Ordnung, vor allem, da sich ja alles außerhalb abspielt und wir nicht das Haus wienern mussten… ;-) Altersmäßig würde ich auf keinen Fall früher anfangen, je älter, desto besser. Es hängt auch ein wenig davon ab, wie sehr die Mitspieler das selbständige Bewegen im öffentlichen Netz gewohnt sind.  Wir hatten ein Team, in dem beide Jungs noch nie allein in M waren, das hat dann nicht gaaanz so gut geklappt. Spaß hatten sie trotzdem! ;-)

Unser Mr.X mit selbstdesigntem Cap - einer tollen Erinnerung an das Spiel!

Unser Mr.X mit selbstdesigntem Cap – einer tollen Erinnerung an das Spiel!

Auf der Wikipedia-Seite zum Spiel gibt es übrigens ganz unten einen Hinweis auf eine App namens “Mr.X mobile” bzw. “X-mobile”, mit der man das Spiel live umsetzen kann. Von der App wusste ich nichts, wir haben sie deshalb auch nicht benutzt. Wer Erfahrungen damit hat oder sammen kann, darf in den Kommentaren gerne seine Meinung darüber kundtun! :)

Mini-Basteltipp: Glitzerringe aus Tesa

Gestern hatte unser Erstklässler eine tolle Bastelidee: aus einem Streifen Tesa und ein paar Glitzersteinen kann man ganz einfach einen edlen Glitzerring herstellen:

Und das braucht man dazu:

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Dann die Enden kürzen - an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Dann die Enden kürzen – an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Geht ganz einfach und die Kids finden die Ringe tooooll! Sogar die Maus konnte das ganz alleine basteln.

Der kurze mit Glitzerring

Der Kurze mit Glitzerring

Die beringte Maushand.

Die beringte Maushand.

Kann ich mir auch als tolle kleine Bastelei zum Beispiel für einen Prinzessinnengeburtstsag o.ä. vorstellen! Die quadratischen Glitzerkartonstücke habe ich mal irgendwo in einem Riesenbeutel bestellt…. leider weiß ich nicht mehr, wo. Ist schon ein Jahr her…. Einfach mal googlen unter Dekosteine / Dekoaufkleber oder so.

Abenteuer-Tag – für uns die tollste Art des Familienausflugs!

Zu dem wunderbaren Abenteuer-Tag, den wir vorgestern miteinander verbracht haben, gibt es eine kleine Vorgeschichte: Irgendwann diese Woche war so ein Tag, an dem wir viel rumgestresst und irgendwie nichts Schönes gemacht hatten. Unzufriedenheit machte sich in mir breit und als die Kleinen dann abends genauso unzufrieden und zappelig im Wohnzimmer rumhampelten, schlug ich ihnen spontan vor, einen “Dunkelspaziergang” mit ihnen zu machen. Wir zogen uns also an, die Maus nahm zur Sicherheit noch eine Taschenlampe mit und los gings. 12957213944_acda8db46f_b

Abmachung war, dass an jeder möglichen Abzweigung abwechselnd ein anderer die Richtung angeben durfte. Diese Abmachung führte uns dann zum Discounter in der Nähe, wo sich die beiden erst mal mit zugegebenermaßen nicht sehr gesundem Wegproviant versorgten. ;-) Aber zu Abenteuern gehören eben auch nicht alltägliche Details… 12956413385_1d8308cb5b_b

Mit Hilfe unseres Erstklässlers rechneten wir aus, ob das mitgenommene Geld reichen würde und verglichen Preise und Inhaltsmengen. Nach dem eigenständigen Bezahlen ging es weiter munter und im ZickZack im Ort umher. Der Maus wurde es zwischendurch mulmig, in der Dunkelheit auf unbekannten Wegen zu wandeln, aber der Kurze und ich ermutigten sie, mit uns weiterzugehen. Später folgte auf den Hunger der Durst und ich übernahm die Führung zur nächsten Wasserquelle (=Tanke). Dort angekommen entdeckten wir bei der Freiwilligen Feuerwehr nebenan noch reges Treiben und guckten dort ein Weilchen zu. 12957317774_8875ea1387_b

Kleines Highlight am Ende unseres nächtlichen Kurztrips: Der Mann an der Tankstellenkasse hörte unseren Ausführungen über den Grund unseres Besuchs interessiert zu, verschwand kurz und kam daraufhin noch mit einigen Schätzen für meine zwei Abenteurer zurück, die er großzügig an sie verschenkte. 12957469344_5d06865be0_b

Daraufhin riefen wir dann kurzerhand das Papataxi, weil die zwei Kleinen doch inzwischen recht erschöpft schienen und zu Hause auch recht schnell und brav in ihre Betten fielen.

Dieser spontane Mini-Ausflug (den wir in dieser Art sicher wiederholen werden) brachte uns auf den Gedanken, einen ganzen langen Tag so ins Blaue hinein zu verbringen, was wir vorgestern mit durchschlagendem Erfolg in die Tat umgesetzt haben: Wir frühstückten, bestückten unsere Rucksäcke mit Getränken, Brotzeit und Erste-Hilfe-Täschlein (das wir natürlich nicht brauchten, WEIL wir es dabei hatten! ;-) ) , liefen zum S-Bahnhof, kauften eine Familien-Tages-Netzkarte und fuhren einfach drauflos. 13013958295_4d9a9c1ffc_b

Alle waren sehr gespannt darauf, was uns der Tag bescheren würde. Kein Laut des Unmuts kam über die Lippen der Kinder, von denen sonst immer mindestens einer schon zu Beginn eines Tagesausflugs meuterte und das anvisierte Ziel als miese Idee ablehnte. 13018157655_f34cec15ed_b

Die S-Bahnfahrt verlief komplett entspannt – kein stressiges “Auf-die-Ansagen-Hören”, damit man nur ja rechtzeitig alles wieder zusammenraffen konnte, kein unruhiges “Wann-sind-wir-da-Gezappel” seitens der Kinder, nur gespannte Vorfreude und ein lustvolles In-Sich-Hineinhören, ob man noch fahren oder schon aussteigen möchte. Den Zeitpunkt des Ausstiegs entschieden wir demokratisch – bei fünf Leuten ne tolle Sache, da es nie ein Patt geben kann. ;-) An der uns unbekannten Haltestelle orientierten wir uns erst mal und dann ging es nach dem auf dem Dunkelspaziergang erprobten Prinzip weiter – an jeder Weggabelung durfte ein anderes Familienmitglied den weiteren Weg entscheiden. 13017784745_771eefb0c1_b

Dabei achteten wir viel mehr auf unsere Umgebung als sonst, wenn wir mit einem Ziel im Hinterkopf unterwegs sind. Die Kinder bewunderten riesige Bahnanlagen… 13018060433_678959d8da_b

seltsame Schaufensterauslagen… 13017531314_7ff55c6f3d_b

die riesigen Waschmaschinen (und den Hund) in einem Waschsalon… 12993763805_f8947cfd3f_b

und die vielen verschiedenen Frühblüher, die schon überall ihre bunten Köpfchen aus der Erde strecken.

An einer anderen Ecke stiegen wir in eine Tram ein – wieder demokratisch entschieden – und viele Stationen und Blicke nach draußen später wieder aus.

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Irgendwann stellte mein Mann bei einem Blick auf GoogleMaps fest, dass wir uns ganz in der Nähe von Schloss Nymphenburg befanden. Die Mehrheit wollte hin und so gings in einem Gelenkbus (Ui!) noch näher ran, dann über den Umweg eines kleinen Spielplatzes erst mal zum Mittagessen – zu einem tollen Italiener, den wir wohl auf andere Art niemals entdeckt hätten.

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13018971054_8eecea93ea_b 13019322595_dc4b72a972_b 13019395525_808cce758e_bAuf dem Weg zum Italiener kamen wir an einem weiteren tollen Spielplatz vorbei, der gleich als nächstes Ziel nach dem Essen festgelegt wurde:

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Es wurden Bekanntschaften geschlossen, alle drei Kinder spielten sehr intensiv und hatten viel Spaß und wir Eltern konnten ein wenig in der Sonne chillen und mit anderen Eltern und Großeltern ein Pläuschchen halten. Der Große schoss von verschiedensten Stellen aus mit seinem Smartphone Fotos von uns, schickte sie uns per Whatsapp und wir mussten raten, von wo aus er fotografiert hatte – Paparazzispiel, hihi! ;-)

Stunden später enterten wir dann den Schlosspark, studierten den Lageplan, spazierten durch die weitläufige Anlage, genossen weiter die Frühlingssonne, die Kinder fanden Stöcke und stocherten in Pfützen. Hier hörten wir zum ersten (und eigentlich einzigen Mal) von den beiden Kleinen Gejammer a la “mir tun die Füüüße weeeh!” oder “Iiich kaaaannn nicht meeehr…”, dem Großen hingegen gefiel es sehr und er betonte mehrmals, dass er gerne nochmal wiederkommen wolle, wenn die Blätter an den Bäumen grün seien.

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Hinter der Schlossanlage liegt das “Schlosscafe im Palmenhaus”, in dem wir einen gemütlichen Tisch ergatterten. Die Kinder ließen sich ein Eis schmecken, zu dem es sogar richtig tolle Gadgets gab, unter anderem auch so einen “Springgummi”, ein halbkugelförmiges Etwas, das man umstülpen und auf den Boden legen kann und das dann umploppt und hoch in die Luft hüpft.

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Nach dem Eis schlenderten wir ganz gemütlich bis zur nächsten Trambahnhaltestelle, fütterten unterwegs noch ein paar Gänse mit unseren Brot(zeit)resten und fuhren müde und zufrieden nach Hause.

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Die Kinder vertrieben sich die Fahrzeit mit “Schnick-Schnack-Schnuck”-Spielen und waren wirklich gut gelaunt:

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Das war ein wunderschöner, spannender, fast komplett unstressiger Tagesausflug und wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Abenteuertag! Fazit: Absolut weiterempfehlenswert! :-D

Ironman im Kinderzimmer

Letzten Samstag waren wir unterwegs und unser Kurzer zeigte sich schwerst beeindruckt von der lebensgroßen Ironman-Figur, die da im “Mars-Venus-Medien-Market” rumstand:

Sind sie nicht cooool?!

Sind sie nicht cooool?!

Auch auf dem Heimweg redete er ununterbrochen von dem Aufsteller und als wir dann daheim waren, erklärte er mir, er brauche “fünfzig Papiere”, denn er wolle “die alle zusammenkleben, und selber so eine Figur bauen. “

Ich erklärte ihm dann, dass man aus normalem Papier so eine Figur nicht bauen könne und zeigte ihm über Google, was Pappaufsteller sind – und dass wir durchaus so einen “Ironman-Pappaufsteller” in seiner Größe für sein Zimmer basteln könnten.

Gesagt, getan.

Zuerst klebten wir ne Menge DIN A 4 Papiere zusammen, dann legte sich der kleine Herr in passender Pose drauf und ich umrandete ihn. Die Einzeichnung der Details überließ er dann lieber mir… ;-) Ich zog mir also passende Illustrationen aus dem Netz und zeichnete einen knuffigen kleinen Ironman aufs Papier:

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Rechts die Hand des Kurzen zum Größenvergleich

Kaum war ich fertig, fiel der Filius mit seinen Buntstiften über das riesige Blatt her. Sein bester Freund half ihm beim Anmalen und sie waren erstaunlich flink! Die letzten Reste malte unser Sohnemann am Sonntagfrüh noch aus und schon konnte es mit dem Projekt weitergehen.

Los geht's....

Los geht’s….

...Halbzeit!...

…Halbzeit!…

...und fertig! Dann grob ausschneiden.....

…und fertig! Dann grob ausschneiden…..

…und auf einen grooooßen Pappkarton aufkleben. Ich hab das ganz banal mit Klebestift gemacht. Ging gut.

Umzugskarton. Passte gut.

Umzugskarton. Musste nur ein kleines bissi stückeln…

Danach ging’s ans genaue Zuschneiden – ich habe eine große Schneidematte untergelegt und mit einem guten Cutter gearbeitet:

Den Cutter gab es letztes Jahr mal beim Kaffeeröster.

Den Cutter gab es letztes Jahr mal beim Kaffeeröster.

Im Anschluss die ganze Chose umdrehen und die Stellen verstärken, an denen sich im Karton Falze oder Schlitze befinden:

Damit der Gutste nicht zusammenklappt...!

Damit der Gutste nicht zusammenklappt…!

Eigentlich hatte ich vor, dann noch so eine Art “Aufsteller” hinten anzubringen, kam dann aber auf die Idee, den Reaktor vorne in der Brust auszuschneiden, mit Butterbrotpapier zu hinterkleben und die Figur an dem Deckenfluter im Kinderzimmer zu befestigen, der auch noch eine bewegliche Leseleuchte integriert hat:

Die Leseleuchte lässt den Reaktor erstrahlen!

Die Leseleuchte lässt den Reaktor erstrahlen…

Der Kurze ist begeistert von seinem neuen Beschützer!

…und der Kurze ist begeistert von seinem neuen Beschützer!

 

 

 

Fazit: Hat allen Beteiligten viiiel Spaß gemacht und schaut doch Klasse aus, oder?” :-D

Ein Unterwasserkostüm für die Maus – Teil 1

Neulich wurde das diesjährige Faschingsthema in der Kita der Maus bekannt gegeben: “Unterwasserwelt”. Dazu muss man sagen, dass in unserer Kita immer gaaanz ausführlich Fasching gefeiert wird: Am Schmutzigen Donnerstag kommen alle Kinder und ErzieherInnen im Schlafanzug und “wecken” den Fasching mit einer superlauten Kreisch- Brüll- und Schepper-Polonaise durch das ganze Haus. Am Freitag und Dienstag können alle verkleidet kommen, wie sie wollen und am Montag gibt es das Mottofest mit riesigem Buffett, Gesang, Tanz und Spielen. Klar kann da ebenfalls jedes Kind kommen, wie es möchte, aber ich fand es immer schon schön, mit meinen Sprösslingen ein Kostüm eigens zu diesem Anlass anzufertigen – einfach auch, weil dann der Blick ein wenig von den allgegenwärtigen Rittern, Piraten, Feen und Prinzessinnen weggewendet wird.

Also stellte sich dieses Jahr die Frage: Als welcher Meeresbewohner geht die Maus? Ich hatte da seehr schnell eine Idee, da ich Anno Dunnemal im Studium zu einer Semester-Motto-Fete schon einmal ein ähnliches Kostüm getragen hatte und mir der Gedanke gefiel, dass die Maus nun auch – als QUALLE – gehen würde. :-D

Mit einem kurzen Klick auf Onkel Google konnte sich meine Tochter ebenfalls schnell mit dem Gedanken anfreunden, so ein schwereloses, feenhaft zartes Wesen darzustellen. Zumal ich wirklich keine Lust hatte, ihr irgend so ein Meerjungfrauen- Dingsda zu bestellen, von dem wir sicherlich in 14 Tagen diverse Varianten zu Gesicht bekommen werden.

Und so weit sind wir inzwischen mit unserem Kostüm:

Als erstes habe ich Gipsbinden besorgt und in handliche streifen geschnippelt....

Als erstes habe ich Gipsbinden besorgt und in handliche Streifen geschnippelt….

..diese habe ich in ca. 3-4 Schichten auf eine in Frischhaltefolie eingepackte Bastschale gepackt...

..diese habe ich in ca. 3-4 Schichten auf eine in Frischhaltefolie eingepackte Bastschale gepackt.

Als derGips fest wurde, habe ich die Schele entfernt, alles gut trocknen lassen und danach den unteren Rand mit einer Schere begradigt

Als der Gips fest wurde, habe ich die Schale entfernt, alles gut trocknen lassen und danach den unteren Rand mit einer Schere begradigt.

Diesen "Quallenhut" haben wir gemeinsam mit Wasserfarben bemalt...

Diesen “Quallenhut” haben wir gemeinsam mit Wasserfarben bemalt…

...bis er bunt in den verschiedensten Tönen schillerte.

…bis er bunt in den verschiedensten Tönen schillerte.

Dann ging es daran, die vorab besorgten Stoffstücke in passenden Farben zuzuschneiden:

Dann ging es daran, die vorab besorgten Stoffstücke in passenden Farben zuzuschneiden:

80 cm lange und ca 5-6 cm breite "Tentakel" entstanden...

80 cm lange und ca 5-6 cm breite “Tentakel” entstanden…

...in den verschiedensten Farben und unter tatkräftiger Mithilfe der  Maus!

…in den verschiedensten Farben und unter tatkräftiger Mithilfe der Maus!

Die so entstandenen Streifen....

Die so entstandenen Streifen….

...klebten wir abwechselnd auf einen langen Streifen Gewebeband...

…klebten wir abwechselnd auf einen langen Streifen Gewebeband…

...bis sie eine Art bunten "Streifenvorhang" ergaben.

…bis sie eine Art bunten “Streifenvorhang” ergaben.

Ich klebte den Streifen nun im Hut fest (am besten noch mit Heißkleber nachfixieren!) Und ließ vorne einen Schlitz frei, damit die kleine Meeresbewohnerin auch sehen kann, wo sie hinschwimmen möchte:

Meine kleine Qualle mit ihrem bunten Hut!

Meine kleine Qualle mit ihrem bunten Hut!

In den kommenden Tagen steht noch folgendes an:

  • Hutgummi befestigen
  • aus dem restlichen Stoff ein passendes Röckchen nähen
  • passendes Shirt und Strumpfhose aus dem Schrank holen
  • ggf. noch etwas Schminke fürs Gesicht raussuchen

Ich werde auf jeden Fall berichten, wie ich weitergemacht habe und auch zeigen, wie unser keiner “Jellyfish” letztlich aussieht. Und was gibts dieses Jahr bei Euch so?

(Was bin ich froh, dass Nr. 2 heuer als “Ironman” gehen möchte – und ich das nun wirklich nicht selber machen kann! Wurde also bestellt und wird schon heftigst bespielt…. meine kreativen Kapazitäten haben schließlich auch ihre Grenzen! :-D)

Den schickt der Himmel

Letzte Woche hatte mein Mann Geburtstag und aus diesem Anlass durften wir beide von Samstag auf Sonntag für 24… nein, halt, sogar 25 Stunden! ..abhauen und Zweisamkeit genießen. Meine Schwiegereltern waren so lieb, so lange auf unsere Kinderschar aufzupassen. Wir beide sind ihnen zu tiefstem Dank verpflichtet, denn unsere unglaublich anstrengenden, Zeit und Energie fressenden Alltagsgeschäfte haben unserer Paarbeziehung in den letzten Monaten doch einiges abgefordert und das Pflänzlein Liebe wurde dann und wann schon arg mit Füßen getreten.

Aber diese unglaublich schönen gemeinsamen Stunden haben es ganz wunderbar wieder aufblühen lassen! Und einen sehr wesentlichen Anteil daran hat der Film, den wir uns am frühen Samstagabend zu Gemüte geführt haben:

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“Alles eine Frage der Zeit” - laut Wikipedia-Eintrag eine “romantische Komödie”, von der wir uns etwas leichte, unbeschwerte Unterhaltung versprachen, die uns aber beide komplett von den Beinen riss – im positiven Sinne!

Nicht nur das Setting (Mann, Frau, drei Kinder), sondern auch die Aussagen, die dieser Film macht, sind so unglaublich passend zu unserer eigenen Lebenssituation, dass ich mir nur noch dachte: “Den schickt der Himmel!”, während ich schniefend und tränenüberströmt dasaß und mir mal wieder ganz bewusst darüber klar wurde, dass wir selber ganz allein für unser Glück verantwortlich sind und dass wir mit unserer eigenen, persönlichen Perspektive aus jedem x-beliebigen Tag unseres Lebens einen schrecklichen oder einen wunderbaren machen können – wir haben die Wahl!

Es sind keine neuen Wahrheiten, die der Film transportiert, aber er schafft es, sie sehr eindringlich zu verpacken und zu präsentieren – ganz besonders für Menschen, die wie wir einen ähnlichen Lebensentwurf haben.

Nebenbei ist der Soundtrack (den ich gerade höre – mein Mann hat ihn am selben Abend noch bestellt) ganz wunderbar und die beiden Protagonisten sind einfach niedlich!

Anschaubefehl für alle vom stressigen Alltag frustrierten Eltern! :-)