Fuhr Elvis einen BMW?

Am Muttertag waren wir mit unseren Kindern in der BMW-Welt München unterwegs und es war wirklich einiges geboten!

Wir traktierten Rennsimulatoren mit unseren eher unterirdischen Fahrkünsten, die Kids krabbelten in sämtliche ausgestellte Autos und hüpften auf einer “Energiematte” rum, die von ihr registrierte Tritte vor den Augen der Kinder in ein (Werbe)Bild verwandelte.

Meine Güte - die armen Autos sind dem Untergang geweiht....

Meine Güte – die armen Autos sind dem Untergang geweiht….

Sowas sollten wir Zuhause haben - und nur wer hüpft, sieht den TV-Bildschirm - oder so

Sowas sollten wir Zuhause haben – und nur wer hüpft, sieht den TV-Bildschirm – oder so

Im Museum nebenan gibt es jeden letzten Sonntag im Monat eine Bastelaktion. Unsere Kids haben wirklich alles begeistert gebastelt, was im Angebot war – wir hatten quasi eine Stunde lang “frei” :-D

Der Große beklebt einen Schlüsselanhänger aus Filz

Der Große beklebt einen Schlüsselanhänger aus Filz

Was das alles mit Elvis zu tun hat? ganz einfach: Direkt am Eingang zum BMW-Museum stand eine Garderobe voll mit Seventies-Klamotten, Perücken, Hüten, Brillen, Bling-Bling etc. Man konnte sich nach Lust und Laune verkleiden und wurde dann vor einem alten BMW fotografiert. Und das kam bei uns dabei raus: :-D

Elvis lebt... und er hat 'ne coole Familie! :D

Elvis lebt… und er hat ‘ne coole Familie!

Diesmal ein Familienfoto ohne Passwort – es erkennt uns eh keiner! :D

Geschenktipp – Nicht nur für Weihnachten

Da wir bereits am vierten Adventssonntag bei Oma und Opa ankamen und aufgrund des von allen schon sehnsüchtig erwarteten Christkind-Besuchs dieses Mal nicht viel Spielzeug mitgeschleppt eingepackt hatten, beschloss selbiges, bereits am Weihnachtsmorgen eine Kleinigkeit für die Kinder unter den Baum zu legen, damit die Warterei nicht gar zu langweilig wird.

Die erwähnte Kleinigkeit nennt sich “Makedo” (englisch, gesprochen “Mejk-Duh”)  und ist eines der genialsten Spielzeuge, die ich seit langem entdeckt habe:

Makedo - nicht umsonst mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet

Makedo – nicht umsonst mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet

Ein Makedo-Kit besteht immer aus folgenden drei Komponenten:

  • Kartonsäge / Locher
  • wieder lösbare Verbindungsstecker
  • arretierbare Scharniere

Je nach Kit-Größe sind eine oder mehrere Sägen enthalten und entsprechend mehr oder weniger Steckelemente und Scharniere.

Und was man damit macht?

Ganz einfach: Kinder durchs Haus / in die Garage / wo auch immer hin schicken, um alte Kartonverpackungen zusammenzusuchen – alles vom Eierkarton bis zur Waschmaschinenverpackung ist möglich. Auch alte CD-ROM’s und dergleichen können Verwendung finden.

Und dann wird gebastelt! Mit der Säge können Kartonteile zu- oder Löcher (wie z.B. Fenster) ausgeschnitten werden und deren hinteres Ende stanzt passende Löchlein für die Verbindungselemente, die dann einfach hindurchgesteckt und befestigt werden. So entstehen schnell und unkompliziert tolle Bauten aus Karton – und zwar ganz ohne rollenweise Paketband oder stangenweise Heißkleber.

Hier seht ihr, was unsere Jungs am 24. Dezember gebaut haben:

Kartonvilla und Roboterkostüm

Kartonvilla und Roboterkostüm

Netterweise war die Garage zu diesem Zeitpunkt quasi randvoll mit alten Kartons in allen erdenklichen Größen (Warum nur??! ;-) )

Die türkisfarbenen Punkte auf dem Foto sind die erwähnten Verbindungsstücke. Sie bestehen aus einer Art “Nagel” und einem runden Gegenstück, das sich auf den (übrigens weichen!) Dorn des “Nagels” in der Art eines Kabelbinders aufschieben, aber eben mit sanfter Gewalt auch wieder abziehen lässt. Die Verbindungen halten gut, das Lösen war etwas nervig, ging aber letztendlich doch bei den allermeisten gut und schneller als gedacht vonstatten.

Aufpassen muss man ein wenig, dass man nicht beim Basteln auf herumliegende “Nägel” tritt, denn dann bricht der Dorn ab und man hat zwei Teile für den Mülleimer. Also besser in ein Schälchen packen.

Der Große kann komplett selbständig damit bauen, der Kleine braucht Unterstützung und für die Maus besteht die Beteiligung hauptsächlich im Bespielen der neu entstandenen Dinge.

Alles in allem waren die Kinder und auch wir sehr begeistert von dieser tollen Bastelidee, die auch noch die Abfälle von einer Geschenkeorgie nutzbar macht, wie sie an Weihnachten, aber auch gerne mal an Geburtstagen von Kindern stattfindet. Zudem ist das Kit selber platzsparend, man kann es überall hin mitnehmen – und alte Kartons finden sich an vielen Orten.

Ein meiner Meinung nach absolut zu empfehlendes Spielzeug!

Maus in der Villa

Maus in der Villa

Roboteraction

Makedo gibt's auch im Netz

Makedo gibt’s auch im Netz

Übrigens: Ich habe diesen Artikel aus freiem Antrieb geschrieben und habe dafür weder Sachleistungen noch finanzielle Aufwendungen vom Hersteller erhalten. :-)

Frau Kugelhochs Tipps für junge Eltern – Tipp #18

Der letzte Elterntipp ist schon wieder viel zu lange her, hier kommt Nachschub:

Wer ein Kind hat, das mit jeglicher Creme auf Kriegsfuß steht, der wird sich über diesen Tipp vielleicht besonders freuen, aber auch allen anderen Kindern macht dieses kleine Ritual sicher viel Spaß:

Nach dem Baden oder Duschen Eincremen ohne Stress

…läuft in unserer Familie zur großen Freude unserer kleineren Kinder folgendermaßen ab:

Badespaß... doch was folgt danach?

Badespaß… doch was folgt danach?

Wir wickeln unseren frisch gesäuberten, aber noch nassen Delinquenten in ein groooßes Badtuch, je mehr Körper bedeckt ist, desto besser. Wer keine so großen Tücher hat, kann auch zu einer List greifen und den Kopf zusätzlich mit einem kleinen Handtuch abdecken.

Dann geht es samt geschultertem Bündel irgendwohin, wo es warm ist und man das Kind schön bequem hinlegen kann (Wickeltisch, Teppich, Bett…). Dabei skandieren wir bereits lauthals: “Guck mal, ich hab ein Paket bekommen!” (oder: “Ui, ein Paket, was da wohl drin ist?”)

Liegt das “Paket” dann auf seinem Platz (und die Creme steht bereit!), wird es erst einmal verwundert und gründlich durchs Handtuch durch “abgetastet” (dabei kann man den kleinen Knopf wunderbar abtrocknen). Natürlich immer garniert mit vielen Kommentaren wie: “Hmmm… was ist das nur?? Da sind so Stöcke drin, und ein Ball… Hmmm… da ist es ganz weich, und hier ganz hart….” *grübel*

Unsere Kinder kichern sich an dieser Stelle bereits halbtot… ;-)

Ist der Inhalt ausreichend trocken (nicht nachgucken!, vertrauen…), macht man sich daran, das Paket zu öffnen. Aaaber natürlich Stück für Stück:

“Sooo, jetzt guck ich aber mal rein!” (von den Füßen her aufklappen, schnell Creme auf die Hände und dann “fühlen” (eincremen!) und gucken:

“Uiii, da sind ja Füüüße drin!!! Na sowas!……. uuund Knie auch noch…. hmm… das hab ich doch gar nicht bestellt!!”

So wir der ganze Körper von unten nach oben aufgedeckt, bewundert, massiert und dabei unauffällig eingecremt. Die Kinder lachen sich immer halb schief, besonders bei den Zonen “Popo” und “Bauchnabel”, sowie wenn ich immer wieder verwundert rufe: “Sag mal, Papa, hast duuuu einen Popo bestellt??? Hier ist ein Popo im Paket!” usw…

Ab und an sage ich auch: “Alsoo, wenn da Füße drin waren, dann sind vielleicht auch Hände drin. Da muss ich jetzt gleich mal nachgucken… aber der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ihr spürt selber am besten, was Euren Kindern gefällt. Wichtig ist nur, viel dabei zu erzählen, damit sie der Story folgen und nicht den cremenden Händen…

Ganz zum Schluss decke ich das Gesicht ab und rufe: “Hey! Da ist ja der/die …. drin!” Na sooo was!” oder so ähnlich. Dann wird das entsprechende Kind noch mal geherzt, die Haare trocken gerubbelt – und fertig!

Das Schöne dran ist, dass die Kiddies sich so auf die Geschichte konzentrieren, dass sie gar keine Zeit haben, sich über die klebrige Creme aufzuregen…. ;-)

Tipp: Ausflug auf den Waldspielplatz

Wir waren gestern ganz spontan wieder einmal auf dem wunderschönen Waldspielplatz in Pöring und haben das spätsommerliche Traumwetter ausgenutzt, um ihn aufs Neue unsicher zu machen – wahrscheinlich wohl das letzte Mal in diesem Jahr.

Es wurde viel auf dem tollen Kletterparcours geklettert….

…und während sich die beiden Jungs das Gitter selber erkletten mussten…

…setzte ich die Maus einfach rein…

…und sie genoss die Aussicht…

…genau wie ihr großer Bruder bei der Brotzeit.

Wir waren fast drei Stunden dort und es kam so gut wie keine  Langeweile auf.

Der Platz ist unheimlich weitläufig…

…und bietet neben dem schon erwähnten und gezeigten Klettergrüst noch viele viele tolle Spielgeräte: Reifenschaukeln, normale Schaulkeln, eine Kleinkinder-Schiffsschaukel, ein Karussell, eine Rutsche, eine Rohrrutsche, eine Seilbahn und noch so einiges mehr. Das ganze in einem lichtdurchfluteten Laubwaldstück, das einfach eine wunderschöne Atmosphäre auf den ganzen Platz zaubert:

Spätsommerfeeling auf dem Waldspielplatz

Es gibt übrigens viele Tische und Bänke zum Picknicken, sogar eine Hütte und einen überdachten Sitzplatz, falls es mal tröpfeln sollte, sowie eine Grillstelle. Auch ein Dixiklo findet sich dort, so dass man nicht Gefahr läuft, über unerwünschte Häufchen zu stolpern.

Somit ist er auch wunderbar geeignet, um dort Kindergeburtstage zu feiern – gestern waren mindestens zwei Geburtstagsgesellschaften und eine Pfadfindergruppe (oder so ähnlich) da, was aber durch die Größe des Spielplatzes überhaupt nicht störte.

Der gesamte Spielplatz ist mit einer Holzbarriere eingezäunt, die für kleinere Kinder zwar kein Hindernis darstellt, aber trotzdem einen guten Orientierungspunkt für die Kids darstellt. Bei uns lautet die Regel: Nie hinter den Zaun!, was eigentlich recht gut klappt.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Location für Familien mit Kindern von 0 bis mindestens 11 1/2 Jahre. ;-)

“Grüffelooooo!”

Gestern um 15:00 Uhr startete unser heiß herbeigesehnter Grüffelo-Kindergeburtstag. Eingeladen waren fünf Jungs aus dem Kindergarten, also mit dem Geburtstagskind und unserem Großen sieben Gäste. Die Maus wurde für den Großteil der Party von Oma und Opa bespaßt und kam dann kurz vor Ende mit dazu, um auch noch ein wenig dabei zu sein, denn gestern fragte sie mich ganz freudig: “Maus auch mitfeiern, ja, Mama?” und da konnte ich einfach nicht Nein sagen. Während der Lauf-Spiele-Phase aber wollte ich sie einfach nicht dabei haben, da wäre sie nur über den Haufen gerannt worden und es hätte Tränen gegeben.

Die Tischdeko – ein Kuschelgrüffelo, ein paar andere Waldtiere, viele Äste, Rinden und Zweige, Nüsse, Kastanien, Beeren und Fliegenpilze, dazu Fruchtgummischlangen, Grüffeloservietten und Zuckerschaum-Mäuse

Mein “Eule mit Zucker(äh…Schoko..)guss”-Kuchen:

Hu-huuu! 

Die Eule ist eine Donauwelle mit Heidelbeeren statt Kirschen, gebacken in einer Springform. Ich habe links und rechts je einen schmalen, halbmondförmigen Streifen abgeschnitten. Aus den Resten sind Öhrchen und Krallen geschnitten und mit der Donauwellen-Buttercreme an den Körper “geklebt”. Augen, Schnabel und Krallen sind aus gefärbtem Marzipan hergestellt, die Flügel bestehen aus Mandelblättchen und die Eule liegt im herbstlich-bunten Smarties-Bett, so konnte ich auch die vielen Schokoguss-Patzer auf der Kuchenplatte gut verstecken! Ach ja, und die Pupillen sind aus zwei Heidelbeeren generiert.

Die Maus ist eine aus unserem Bestand (vom Möbelschweden), die Fliegenpilze wurden am Ende in die Mitgebseltüten gesteckt – es sind Spitzer mit Radiergummi

Die Mitgebseltüten – Fertigprodukte vom Partybedarf , hübsch anzusehen, aber leider in sehr windiger Qualität

Einer meiner Schmetterlinge in Aktion

Und nun zum Ablauf des Nachmittags:

  • Ankommen der Gäste
  • Auspacken und gebührendes Bewundern der Geschenke:

  • Vorlesegeschichte “Der Grüffelo”:

Wir nennen zwar “nur” die kleinere Pappausgabe unser eigen, aber bei der kleinen Zuhörerschaft war das kein Problem, alle konnten die Bilder gut sehen

  • Geburtstagskaffee: Eistee (Roibusch, Zitrone, Stevia) und Eulenkuchen (und viiiiele Smarties und natürlich auch die Gummischlangen vom Tisch
  • “Such den Grüffelo” (Topfschlagen): Unterm Topf befand sich eine Schale mit verschiedenen Grüffelo-Badges und Schokolädchen

Weil wir wunderbares Spätsommerwetter hatten, konnten wir alle Spiele und Bastelaktionen in den Garten verlegen

  • Bemalen und Ausschneiden einer Grüffelomaske

Im “Grüffelo-Mitmachbuch” finden sich Ausmalbilder, Rätsel und viele viele Sticker, sowie der Kopierbogen für die Grüffelomaske

Das “Grüffelo-Mitmachbuch” kostet ca. 10.- Euro, dafür gibt es oben genannten Inhalt. Leider sind es insgesamt nur eher wenige Seiten, wer also nicht so scharf auf die Sticker ist, der wird enttäuscht sein. Die wichtigsten Features daraus gibt es auf der deutschen Grüffeloseite zum Download, auch die Maske, es geht also auch gut ohne das Buch.

Jeder gestaltete seinen Grüffelo ganz individuell

Auch das Geburtstagskind war ganz konzentriert und mit Hingabe bei der Sache

Sieben wilde Grüffelos

Laufspiel: “Der Grüffelo kommt!”

Beim Erklären der Spielregeln

Einen großen Kreis aufmalen oder anderweitig markieren. In der Mitte steht der Grüffelo und schläft, die anderen Kinder sind Mäuse und stehen im Kreis um den schlafenden Grüffelo herum. Plötzlich schreit dieser: ” Der Grüffelo kommt!” und rennt los, um eine Maus zu fangen. Die Mäuse müssen versuchen, sich hinter der Kreismarkierung in Sicherheit zu bringen. Wer gefangen wurde, wird neuer Grüffelo (mit eigener Maske), wenn kein Kind gefangen wurde, darf der Grüffelo aussuchen, wer als nächster dran ist.

Den Platz in der Mitte des Kreises, an dem der Grüffelo schläft, hatte ich übrigens noch mit einem großen Kreide-Grüffelogesicht verziert.

  • “Familie Maier im Wald”

Ein Spiel, bei dem auch viel gelaufen wird. Man braucht so viele Stühle wie Mitspieler, die in zwei Reihen mit den Lehnen gegeneinandergestellt werden. Jeder nimmt auf einem Stuhl Platz und bekommt eine “Rolle” zugewiesen. Hier waren es: Vater, Mutter, zwei Kinder mit unterschiedlichen Namen, Maus, Fuchs, Schlange und Eule.

Dann wird eine Geschichte vorgelesen und immer wenn eine der Personen (oder eines der Tiere) erwähnt wird, muss das betreffende Kind schnell aufspringen und einmal um den Stuhlkreis rennen, bis es wieder an seinem Platz angekommen ist.

Lustig wird es, wenn mehrere gleichzeitig rennen müssen, z.B. wenn der Erzähler “Familie Maier” sagt, und somit Vater, Mutter und beide Kinder losmüssen. Genauso müssen alle Waldtiere aufspringen, sobald das Wort “Wald” fällt.

Als besonderes Schmankerl hatte ich noch eingebaut, dass alle losrennen müssen, sobald ich das Wort “Grüffelo” sage. ;-)

Ich habe mir den Text selber ausgedacht und statt Familie Maier natürlich unsere Namen eingesetzt (aber die Rollen selbstverständlich anders verteilt, sprich zwei Gastkinder “spielten” unsere Kinder, unsere hatten andere Rollen.)

Wer ideenlos ist, kann den Text gerne von mir anfordern, einfach einen Kommentar hinterlassen, er kommt dann per Mail.

Nach den Laufspielen hatte ich eigentlich noch eine Runde Grüffelo-Memory eingeplant, aber da die Jungs sich so ausgiebig ihren Masken gewidmet hatten, war dafür gar keine Zeit mehr, also gab es dann gleich im Anschluss den Grüffelo-Film zu sehen, der ca. eine halbe Stunde dauert und sehr nett umgesetzt ist.

In dieser Zeit konnte ich gut das Abendessen vorbereiten:

Fuchsspieß und Schlangenpüree

Die Fuchsspieße bestanden aus fertig gekauften Putenhackbällchen auf Schaschlikspießen, die ich schon am Vormittag aufgespießt und im Kühlschrank deponiert hatte. Kurz vor dem Essen briet ich sie dann in einer Pfanne mit wenig Öl kurz an und hielt sie im Backofen in einer Glasreine warm.

Das Schlangenpüree ist “stinknormaler” Kartoffelbrei, den ich mit Lebensmittelfarben grün gefärbt hatte. Ich hatte nur welche mit Zucker, aber da man nicht viel dafür braucht, störte das nicht. Auch das Püree hatte ich schon am Vormittag zubereitet und abends einfach kurz in der Mikrowelle wieder warmgemacht.

Dazu gab es Fuchsblut aka Ketchup.

Alles in allem waren die kleinen Gäste und auch das Geburtstagskind sehr zufrieden mit dem Nachmittag und hatten viel Spaß.

Mir selber hat das Vorbereiten zu diesem Thema besonders viel Freude gemacht, weil ich ebenfalls ein Grüffelo- und überhaupt ein Axel-Scheffler-Fan bin .

Frau Kugelhochs Elterntipps – Tipp #17

Kampf dem Gläserdschungel!

Bei der zur Zeit vorherrschenden sommerlichen Hitze haben alle eine Meeeenge Durst und entsprechend viel wird auch getrunken. Na, wie schaut es allabendlich in Eurer Spülmaschine aus? Mir hat es neulich gestunken, dass die Hälfte der Füllung aus zig benutzten Trinkgläsern bestand, und das obwohl wir ja “nur” fünf Personen sind.

Also musste Abhilfe her. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, Trinkgefäße zu personalisieren, so dass sie über den Tag hinweg immer wiedererkannt und vor allem wieder genutzt werden: Entweder alle haben unterschiedliche Gläser oder man markiert die Gläser. Unterschiedliche Gläser haben wir nur bedingt, und neue zu kaufen schien mir keine sinnvolle Option. Also entschied ich mich für Glasmarkierungen.

Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass es vor allem Silikonmarkierer und Kunststoffmarkierer auf dem Markt gibt. Die Silikonmarkierer sind etwas teurer, aber dafür halten sie sehr gut am Glas (sie werden quasi unter Spannung festgesteckt) und sind auch stabiler, als die spröden Markierer aus Kunststoff, die nur eingehängt werden.

Fairerweise muss ich aber sagen, dass sie am besten an relativ dickwandigen Gläsern haften – an Sektkelchen oder ähnlich “feinem” Glas halten sie sicher nicht so gut.

Blümchenmarkierungen aus Silikon

Also bestellte ich ein 12er Set, je 6 mal Blümchen und 6 mal Ringe in je 6 Farben. (Außer den hier gezeigten ist noch ein Orange dabei, das aber dem Rot ziemlich ähnlich sieht.)

Die Kinder freuten sich über die kleinen Blümchen, die von nun an ihre Gläser zierten – und es gab auch (fast) keinen Streit darüber, wer welche Farbe für sich beansprucht: Mein Mann hat Blau, ich Gelb, der Große Pink, der Kurze Rot und die Maus Lila.

Unsere Familien-Markierer

Die Ringe und die überzählige Blume sind für Gäste in der Schublade, die fünf Familienmarkierer wandern abends an den oberen Rand einer in der Küche stehende Dose und morgens sofort wieder an die neuen Gläser.

Seitdem hat sich die Anzahl der Gläser in der Spülmaschine sehr deutlich reduziert! Ich muss sagen, die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt und inzwischen sicher sogar schon wieder amortisiert….

Alles in allem ein Haushalts-Tipp, den ich gerne weiterempfehle!

Praktisch! …und außerdem auch noch sommerlich bunt!

Produkttest Triominos Junior

Vor einigen Wochen wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, das Spiel “Triominos” von Goliath zu testen. Ich konnte zwischen der Original- und der Junior-Variante wählen und entschied mich für letztere, da ich selber das Originalspiel schon kannte und nun gespannt war, ob es wirklich gelungen war, das Spiel auch schon für Kinder ab 5 Jahre spielbar zu machen.

So stellt die Firma Goliath ihr Spiel “Triominos Junior” vor

Meine Kinder fühlten sich alle von der bunten Aufmachung angezogen und meine zwei Jungs wollten es gleich ausprobieren. Ich ließ sie machen und sie konnten auch ohne meine Hilfe mit der Anleitung sofort etwas anfangen. Der Große erklärte dem Kleinen kurz, wie es geht (das geht wirklich sehr schnell!) und Schwupps! war die erste Partie auch schon gespielt.

Das Spielprinzip ist im Grunde sehr einfach – gleiche Zahlen werden angelegt, genau wie im klassischen Domino – allerdings sind die Plättchen dreieckig und somit gibt es Platz für gleich drei Zahlen, die zueinander passen müssen. Schön finde ich, dass es mehrere Spielvarianten gibt. Zum einen lässt sich die Dauer des Spiels variieren, je nachdem, ob man es für beendet erklärt, wenn der erste keine Täfelchen mehr hat oder erst, wenn alle Plättchen verbraucht sind, zum anderen gibt es zwei verschiedene Zählweisen für korrekt angelegte Plättchen: eine einfache für kleinere Kinder (für ein angelegtes Plättchen gibt es einen Spieltaler) und eine für größere, die schon rechnen können (die Zahlen auf dem angelegten Plättchen müssen zusammengezählt werden und werden auf einem Konto gutgeschrieben).

So sieht ein Feld mit bereits angelegten Plättchen aus – gleiche Zahlen bilden gleichfarbige Kreise. Es gibt auch einen Joker, den man überall anlegen kann.

Sogar die Maus “spielt” ab und an alleine mit den bunten Papptäfelchen und sortiert sie z.B. in die farbigen Kunststoffständer ein. Auch wenn wir “Großen” das Spiel spielen, kann sie schon mitmachen, indem sie mit einem Erwachsenen zusammenspielt. Durch die klare Farbcodierung verstehen auch schon die Kleinsten, wie ein Teil anzulegen ist, so dass es passt.

Ein Besuchskind, auch 5 Jahre alt, hatte die Regeln übrigens ebenso schnell begriffen wie unser Filius und fand das Spiel “toll”.

Beim Spielen

Fazit:

Es ist schön, auch mal wieder ein Spiel zu spielen, das ohne “aufgepfropftes” Thema auskommt und so schlichte Regeln hat. Die ganze Familie hat Spaß daran und es geht kein langwieriges und langweiliges Regelwerk-Lesen voran. Das Spielmaterial ist für Kinder ansprechend gestaltet und scheint mir auch für die Nutzung von Kindern stabil genug zu sein. Keines der Teile ist windig oder wirkt so, als sei es schnell verknickt oder abgegriffen, auch die Schachtel selber ist schön stabil. Im Netz kostet ein Spiel zwischen 18 und 25 Euro, ja nach Anbieter. Da ich selber mal Gesellschaftsspiele verkauft habe, kann ich sagen, dass ich den Preis absolut angemessen finde.

Ein empfehlenswertes Gesellschaftsspiel für Familien mit Kindern ab 5 Jahren, das Groß und Klein Spaß macht!

Besuch bei den Großeltern

Die “Sendepause” in der letzten Woche hatte einen Grund: Wir waren unterwegs! Leider ohne meinen Mann, der (noch) keinen Urlaub hat. Deshalb bin ich mit den Kindern kurzerhand zu meinen Eltern in den Schwarzwald gefahren und habe mich dort ein wenig von “Muttern” verwöhnen lassen – morgens an einen gedeckten Frühstückstisch setzen, mal kein Mittagessen kochen, die Kinder das eine oder andere Mal abgenommen bekommen – das alles und natürlich auch die schönen Gespräche mit meinen Eltern – hat  dazu beigetragen, dass ich mich wirklich ein wenig erholen konnte.

Das Wetter war gut – leicht bewölkt, nicht zu heiß – so dass wir an drei der fünf Nachmittage etwas unternommen haben. Am Mittwoch waren wir zuerst auf einem netten Waldspielplatz mit Seilbahn, Rutsche, Schaukeln und Klettertunnel.

Seilbahn für die Jungs – sogar der Kurze schund sich, um den schweren Teller wieder zum Anfang zurückzuziehen

Die Maus hingegen war fasziniert von dem kurzen “Tunnel”, durch den sie sich zuerst nicht durchtraute, dann aber kaum noch wieder herauszubekommen war

Nachdem wir den Waldspielplatz verlassen hatten, fuhren wir noch kurz bei einem anderen Spielplatz vorbei, den wir auf dem Weg zwischen den Bäumen erspäht hatten. Dieser entpuppte sich als wunderschön und großzügig angelegter Wasserspielplatz direkt an einer Flussquelle, die sich ein paar hundert Meter weiter in den riesigen Stausee “Erzgrube” ergießt.

Die Maus am Wasser

Leider hatten wir weder Sandspielzeug noch Badesachen dabei, so blieben wir nur ca. eine gute halbe Stunde, in der der Kurze es schaffte, komplett ins Wasser zu fallen. Zum Glück war es warm und der Heimweg nicht weit. :-D

Die Kinder bekam ich nur mit dem Versprechen dort weg, gleich am nächsten Tag noch einmal herzukommen. Meine Ma hatte anderweitig zu tun, so fuhr ich also tags darauf alleine mit meinen drei Rabauken los. Zuerst hatte ich ein wenig Bedenken, dass es in Stress ausarten könnte, aber der Spielplatz ist so genial angelegt, dass es überhaupt kein Problem darstellte.

Der langgezogene Spielplatz ist in drei unterschiedliche Bereiche gegliedert, die so deutlich voneinander abgegrenzt sind, dass man seinen Kindern auch sehr gut sagen kann: “Schau, hier darfst du alleine spielen und da gehst du bitte nur mit Mama (oder mit dem großen Bruder) hin.”

Ganz oben ist ein flacher Bereich mit vielen kleinen flachen Rinnsalen, dort können die Kleinsten wunderbar spielen.

…aber auch die Großen haben Spaß daran, z.B. “Boote” dort entlangdümpeln zu lassen

Daran anschließend folgt ein Abhang, an dem das Wasser in ausgehölten Baumstämmen und kleinen Wasserfällen herunterströmt. Die Baumstämme haben kleine Wehre, so dass man das Wasser auch gut stauen kann.

Der abschüssige Bereich für die Größeren

Das Wasser sammelt sich in einem etwa knietiefen Tümpel, an dem kleine “Sprungbretter” angebracht sind und der große Äste bzw. kleine Stämme beherbergt, die man herumziehen und z.B. Brücken damit bauen kann.

Der Tümpel

Dieser Tümpel mündet in ein Bächlein, das unter einer Brücke hindurch und wieder in einen flacheren, mit vielen vielen runden Kieseln ausgelegten Bereich hineinfließt, um dann schlussendlich unter einem hölzrnen Turm hindurch sich in den großen Stausee zu ergießen.

Links im Bild die Brücke – und das ganze in einer atemberaubend idyllischen Umgebung

Ich habe mich mit der Maus die meiste Zeit im oberen, flachen Bereich aufgehalten. Zuerst kochte sie Suppe und “fütterte” mich dann damit.

Matschepampe!

Dort hat sie auch schnell einen Spielkameraden gefunden, der ein Dreivierteljahr älter war als sie, und es war quasi “Liebe auf den ersten Blick” ;-) Zuerst rannten sie wie die aufgescheuchten Hühner im Gras herum und lachten sich dabei krumm und schief, dann spielten sie “Bauchvergleich” :-D

Bauchvergleich!

Alles in allem ein wunderbarer Nachmittag an einem wunderbaren, sehr zu empfehlenden Ort. Wen es interessiert, der Wasserspielplatz befindet sich im Nordschwarzwald, und zwar  hier, am westlichen Ende des Stausees “Erzgrube”.

Am darauffolgenden Tag waren wir noch Schuhe fürs kommende Schul- und Kindergartenjahr kaufen (das ist doch wesentlich einfacher, wenn man noch jemanden, sprich meine Ma, mit dabei hat) und danach ging es nach Nagold in die Fußgängerzone zum Eisessen. Dort in der Nähe steht auch ein wunderschöner Brunnen, den Fantasietiere aus Bronze bevölkern, die extra so gestaltet sind, dass Kinder sich draufsetzen können, wie auf ein Karussell-Holzpferdchen. Leider ging mir an dieser Stelle der Akku des Fotoapparates leer, was ich sehr schade fand.

Ein halber Tag allein mit Mama

Das war das Tollste, was ich unserem Sandwichkind habe “schenken” können. Ich wusste es vorher schon und mein Gefühl hat nicht getrogen, er hatte unheimlich viel Spaß und hat die Zeit mit mir alleine sehr genossen.

Neulich hatte ich ja schon davon erzählt, dass er diesen Vormittag mit mir alleine quasi als Belohnung dafür bekommt, dass er mich beim Eingewöhnen der Maus unterstützt.

Weil er eine totale Wasserratte ist, gingen wir schwimmen – und zwar nicht einfach ins nächstbeste Bad, sondern in eines, in dem wir zuvor noch nie waren, ins Westbad.

Meine kleine Wasserratte

Dort ist es wirklich schön, es gibt ein Schwimmerbecken und eine tolle Erlebnis-Beckenlandschaft mit vielen verschiedenen Düsen und Wirbeln, einem Strömungskanal, vielen Kurven und Ecken, Stufen und Schrägen. Außerdem wären da noch ein warmes Außenbecken, ein Babybereich und ein Whirlpool. Und nicht zu vergessen eine Wasserrutsche, die für mein Empfinden gerade richtig für Familien ist – man kann sie ganz gemächlich, aber auch schnell hinuntersausen, je nachdem wie man es anstellt.

Insgesamt ist alles sehr neu, hell und sauber. Besonders gut gefiel mir ein extra Eltern-Kind-Bereich direkt neben dem Kleinkinderbecken mit Wickelplatz, Dusche und Toilette. Das ist unglaublich praktisch, weil die Kleinen ja meistens eh erst kurz vor knapp Bescheid sagen… Meiner Meinung nach ist das Westbad für Familien mit Kindern ein absolut empfehlenswertes Bad!

Huhu, Mama, siehst du meine Hände?

Mein kleiner Wirbelwind war unheimlich lieb und genoss es sehr, dass ich die vollen zwei Stunden, die wir dort verbracht haben, ihm einfach immer nur folgte, bei allem was er machen wollte. Wir spielten miteinander, wir rutschten unzählige Male, ich unterstützte ihn, wenn er ohne Schwimmflügel schwimmen wollte und passte auf, dass mir der kleine Draufgänger nicht ausversehen absoff.

Beim Tauchen

Nebenher unterhielten wir uns über dies und das und es war eine Freude anzusehen, wie er dieses Mal richtig wahrnahm, dass das Wasser ihn trägt. Er traute sich immer mehr und eigentlich fehlen ihm nur noch die korrekten Schwimmbewegungen, dann hat dieses kleine Fischlein das Wasser komplett für sich erobert.

Ach ja, und die Taucherbrille. Er liebt das Wasser, aber es soll bitteschön nicht in seine Augen kommen, Danke. ;-)

Nach dem Schwimmen waren wir gemeinsam Mittagessen und danach haben wir noch Bastelmaterial für den Nachmittag eingekauft – wir haben Ninja-Masken gebastelt (angelehnt an die L.E.G.O Ninjas).

Ich selber habe für mich wieder einmal gemerkt, dass ich einfach nicht so bei der Sache bin, wenn auch die anderen Kinder anwesend sind. Auch wenn sich mein Mann um die Maus kümmert, bin ich doch nie so ganz hundertprozentig “im Hier und Jetzt”, wie ich es heute war.

Diese Zeit alleine mit ihm möchte ich unbedingt wiederholen und überlege gerade, ob ich es nicht einfach zum Ritual machen soll, alle 14 Tage einen Vormittag mit ihm alleine zu verbringen, solange er noch nicht zur Schule geht. Das ist eh alles in einem Jahr vorbei…

Mit der Maus verbringe ich sowieso viel Zeit alleine, z.B. an den Nachmittagen, an denen der Kurze bei Spielfreunden ist, und auch mit dem Großen, weil er ja abends länger wach ist. Aber unser Mittelkind kommt einfach immer zu kurz.

Er war den Rest des Tages unglaublich ausgeglichen, auch als dann seine zwei Freunde da waren, mit denen es öfter mal Konkurrenz(kämpfe) gibt. Das sagt eigentlich schon alles. Ich sehe, dass ihm diese Zeit extrem gut getan hat.

Wünschezeit

In den letzten Wochen kreisten meine Gedanken wieder einmal um den Kurzen. Er zeigt seit einem halben Jahr zunehmend Verhaltensauffälligkeiten und ich habe versucht, Auslöser dafür dingfest zu machen. Ich habe da auch so ein paar “Baustellen” im Visier und eine davon ist, dass er zu wenig Zeit mit uns Eltern verbringt. Das hat sich in den letzten Jahren so ergeben, weil er einen sehr sehr engen Freund hat, mit dem er zeitweise täglich von morgens bis abends gespielt hat – nach dem Frühstück bis zum Nachmittag im Kindergarten und im Anschluss an diese Zeit entweder bei uns oder bei den Eltern des Freundes bis zur Abendessenzeit.

Zum einen war und ist es schön zu sehen, wie vertraut die beiden miteinander sind – fast wie Geschwister. Zum anderen wurde mir aber immer klarer, dass unser Sohn einfach noch nicht die Kraft und den Überblick hat, zu merken, wann es genug ist und dass er ja auch Zeit mit mir und dem Papa haben möchte, dafür aber auf diese Weise kaum welche übrig bleibt.

Wir haben schon wiederholt den Versuch gemacht, am Wochenende mit den Kids getrennt was zu unternehmen, aber das verlief immer wieder im Sand, vielleicht einfach auch, weil mein Mann und ich nicht auch noch am Wochenende getrennte Wege gehen wollen…

Um eine einfacher umsetzbare Lösung zu generieren, habe ich die “Wünschezeit” erfunden und Mitte letzter Woche hier eingeführt. Meine Grob-Idee war: “Anstatt zwei Mal im Monat einen halben Tag lieber zwei Mal die Woche eine halbe Stunde allein mit Mama oder Papa sein.”

Bei der Wünschezeit handelt es sich folglich um einen festesetzen Zeitrahmen innerhalb der “Leerlaufdreiviertelstunde” zwischen Abendessen und Bettgehzeit, in der unsere Kinder früher oft wild und ausgelassen miteinander herumgetobt haben, aber schon müde waren und es so schnell zu Streitigkeiten oder Verletzungen kam.

Jetzt ist diese Zeit zu einem Ritual veredelt worden, das aus diesem verlorenen Zeitfensterchen einen der Tageshöhepunkte gezaubert hat! Und so funktioniert es:

Am Montag und Mittwoch hat der Kurze Wünschezeit, am Dienstag und Donnerstag der Große. Die Maus ist noch außen vor, weil sie als Kleinste sowieso noch viel mit uns Großen spielt.

Die Wünschezeit dauert pi mal Daumen eine halbe Stunde und darf vom Kind mit völlig eigenen Wünschen gefüllt werden – die nur ein paar kleinen Regeln folgen müssen:

  • das Kind sucht sich einen Elterteil aus, mit dem es die Wünschezeit verbringen will (der andere kümmert sich derweil um die anderen Geschwister)
  • es darf frei entscheiden, was in der Wünschezeit miteinander gemacht wird.
  • Verboten sind: Mediennutzung (TV, Computer, Konsolen u.ä.) , Dinge, die (viel) Geld kosten (z.B. Los, geh mir ein teures Spielzeug kaufen!) und Unternehmungen, die einem der Teilnehmer schaden könnten. Alles andere ist nicht nur erlaubt, sondern geradezu erwünscht.

Inzwischen liegen 4 Wünschezeiten hinter unserem kleinen Mann und das hat er sich gewünscht:

  • mit der Mama in den LEGOShop fahren und vom eigenen Taschengeld ein ersehntes Objekt kaufen
  • mit der Mama Ball spielen
  • mit der Mama Spiele spielen
  • mit der Mama zur Eisdiele fahren und eine Kugel Eis essen

Man kann gut sehen, wessen Anwesenheit ihm am meisten gefehlt hat… ;-) Was mich nicht wundert, da die Maus, wenn wir alle beieinander sind, meistens an mir klebt und mich damit “für sich besetzt”. Den Wunsch mit der Kugel Eis (eine Kugel ab und zu verträgt er zum Glück!)  habe ich ihm übrigens selber “eingeflüstert”, da diese Wünschezeit eine Extra-Belohnungs-Zeit am Freitagabend war, weil er mir aus freien Stücken und sehr fleißig am Nachmittag beim Putzen geholfen hatte. Auch etwas, das es so schon seit mindestens einem Jahr nicht mehr gegeben hatte….

Der Große freute sich natürlich auch über die Option (ich habe sie bewusst beiden Kindern zugeteilt, um unseren Kleinen nicht so “herauszustellen”), aber es fällt ihm gar nicht so viel ein und ab und an nimmt er sie sich auch lieber mit seinem besten Freund, als mit einem von uns – woran deutlich zu erkennen ist, dass er kein Defizit in dieser Richtung hat. Auch das wundert mich nicht, denn er hat ja sowieso jeden Abend ca. 1 1/2 Stunden Zeit mit uns alleine, die wir zwar nicht immer aktiv miteinander verbringen, aber wir spielen schon ab und an mal ein Spiel, das für die Kleinen noch zu schwierig ist oder unterhalten uns gut miteinander. Der schönste Wunsch, den er bis jetzt geäußert hat, war folgender:

  • mit dem Kettcar eine groooße Runde ums Dorf drehen und die Mama ist auf dem Fahrrad dabei

An einem lauen Sommerabend mit dem Großen durch die Natur zu fahren und sich gut zu unterhalten, das hat wirklich großen Spaß gemacht und ich freue mich darüber, dass diese kleine Idee so großartige Momente hervorzaubert!

Die – eigentlich wenige, aber sehr intensive – Zeit, die ich mit unserem Kleinen bisher auf diese Weise verbracht habe, hat nicht nur auf ihn, sondern auch auf mich einen sehr positiven Effekt. Unsere Beziehung ist wieder viel enger geworden, wir teilen nun auch besonders schöne Momente miteinander, der Kontakt beschränkt sich nicht mehr  auf fast ausschließlich Notwendiges wie Essen, Anziehen, Körperpflege oder, noch schlimmer, die Augenblicke, in denen wir im Streit aneinandergeraten, sondern wir kuscheln uns beim Eisessen ohne Anwesenheit anderer Familienmitglieder aneinander, lassen uns gegenseitig probieren, fachsimpeln über Eissorten, lachen ein anderes Mal gemeinsam beim Ballspielen oder freuen uns an einem neuen Spielzeug und er kann mir in völliger Ruhe und ohne Unterbrechungen erzählen, was er darüber denkt. Das ist wunderschön und ich bin erstaunt, was man alles aus einer halben, ganz bewusst erlebten Stunde herausholen kann.

Es ist nicht so, dass ich nicht sonst auch mal mit ihm ein Buch lesen, ein Spiel spielen, etwas basteln oder draußen sein würde. Das tun wir schon. Aber wir sind dabei eigentlich so gut wie nie alleine. Ständig ist die Maus anwesend und macht im positiven Falle mit, im negativen stört und untergräbt sie unser Projekt, weil sie sich langweilt.

Die Maus hat übrigens auch was von der Wünschezeit – und auch mein Mann. Sie gehen nämlich seitdem mit schöner Regelmäßigkeit noch auf den Spielplatz, während ich mit dem Kleinen unterwegs bin. Zwischen sieben und acht ist so gut wie niemand mehr dort, die Luft ist lau, die Sonne brennt nicht mehr. Die Spielgeräte sind frei und sie kann sich noch auf der Schaukel anschubsen lassen, was sie so liebt, klettert x-mal die Leiter hoch und rutscht, bewegt sich viel und wird – Hurra! – müüüüde. :-)

Der Kurze und ich gesellen uns oft noch dazu, wenn unsere Extrazeit rum ist und diese Viertelstunde genießen wir dann auch alle vier sehr. Dann gehts nach Hause und ins Bad zum Zähneputzen. Das geht natürlich nur bei schönem Wetter und im Sommer. Im Winter wird das anders laufen, aber auch da wird es Wünsche geben und ebenso Alternativen für die anderen Kinder.

Alles in allem kann ich sagen: diese Idee war eine gute und alle profitieren davon! Nachmachen empfohlen! :-)