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In den letzten Tagen musste ich ein paar Mal zur weinenden Schlafemaus hineingehen und ich hatte eine gehörige Portion Muffe davor – was würde ich tun, wenn sie aus Leibeskräften schreien und nach Milch verlangen würde? Würde ich es aushalten, würde ich stark bleiben können?

Alle Sorgen waren jedoch umsonst. Die Maus kuschelte sich an mich, beruhigte sich schnell und schlief gleich wieder ein. Jedes Mal. Oft langte es auch, sie einfach nur ein wenig am Rücken zu streicheln. So ein Glück! Ich bin so froh, dass sie es jetzt gelernt hat, ohne Br.ust zu schlafen und vor allem einzuschlafen! Heute Nacht z.B. war sie einmal für ca. 20 Minuten wach, hat superniedlich vor sich hin erzählt und ist dann mittendrin sang- und klanglos wieder ins Land der Träume geruscht. Sowas gab es “vorher” nie. Da musste immer die Mama herhalten und den Weg in den Schlaf weisen.

Ich habe sie auch schon einmal ins Bett gebracht und auch in diesem Falle klappte es, ohne, dass die Maus den Bu.sen vermisst hätte.

Halleluja, ich bin so froh! Morgen muss mein Mann wieder für 5 Tage in den Außendienst, aber ich sehe dem – zumindest was den Mausschlaf angeht – recht gelassen entgegen! Uff!

Eigentlich wollte ich die Kleine schon im März nachts abstillen. Denn ich bin inzwischen einfach ausgelaugt von den unruhigen Nächten und sehne mich danach, einfach auch mal nicht mehr zuständig sein zu dürfen. Für die ersten anstrengenden Nächte, bis sich die Maus an die neue Tatsache gewöhnt hat, dass die Milchbar nicht mehr 24h geöffnet hat, brauche ich aber die Hilfe meines Mannes. Und der kann nur helfen, wenn er Urlaub hat, denn er ist wirklich zu nichts zu gebrauchen, wenn er sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt. Der letzte Urlaub war, wie eingangs schon erwähnt, im März. Einen Strich durch die Rechnung machte uns damals ein Magen-Darm-Virus, der die Maus in der fraglichen Zeit komplett schachmatt setzte und vor allem dafür sorgte, dass die Milchbar (wieder) zur ausschließlichen Nahrungsquelle mutierte. Alles andere wurde von der Maus instinktiv abgelehnt, um den kleinen geschundenen Verdauungstrakt zu schonen.

Nun steht ein neuer Urlaub ins Haus. Ab morgen ist der Göttergatte 14 Tage lang daheim. Dann könnten wir ja….

Hm. Aaaaber….

  • wenn, dann müssen wir gleich morgen loslegen, denn ab kommenden Mi sind wir wirklich weg, was heißt, dass es bis dahin erledigt sein sollte, denn neue Riten plus neue Umgebung wollten wir der Maus dann doch nicht antun.
  • sie ist nicht ganz fit. Die Nase läuft, sie zahnt und ist quengelig. Schläft zur Zeit eh schlecht deswegen. Hat seit ein paar Wochen einen (nicht ansteckenden) Hautausschlag, von dem ich mir nicht immer sicher bin, ob er tatsächlich nicht juckt.
  • sie nimmt IMMER noch keinen Schnuller
…und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob wir morgen wirklich loslegen sollen. Wenigstens trinkt sie inzwischen auch Wasser aus einem Fläschchen. Das hat sie bis vor ein paar Tagen auch nicht getan, und dann hätte ich ihr rein gar nichts als Ersatz anbieten können….
Die nächste Chance kommt erst wieder Mitte August!
Was meint ihr?

Eines macht mich zur Zeit wieder mal so richtig fertig: so viele Tage, Stunden, Augenblicke, in denen ich schimpfe, drohe, ermahne, maßregle, strafe, einschränke…. und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Liebe, die Verantwortung, die Zuneigung, der Beschützerinstinkt und die Zärtlichkeit, die eigentlich dahinterstecken, nicht mehr durchkommen, kaum wahrgenommen werden können in all dem Geschrei und Gejammer, das unsere Tage durchzieht.

Ausgerechnet ich, die es ja “gelernt” haben sollte, schaffe es nur so selten, mit meinen Kindern geduldig, tolerant, aufbauend, liebevoll umzugehen.

Wie kann ich unserem Großen klar machen, dass er ganz wundervoll ist, so wie er ist, mit all seiner Fantasie, seiner Einzigartigkeit und seinem tollen eigenen Kopf? Wieso resultiert aus meinem Verhalten ihm gegenüber, dass er sich selber eher als defizitär, unfähig und eigenartig wahrnimmt?  Das heißt, ich weiß schon, wieso das so ist, aber ich hadere damit, warum es mir einfach nicht gelingt, anders zu sein, ihn mehr zu stärken, ihm Kraft zu geben, ihn selbstbewusst und fröhlich zu machen.

Wie kann ich unserem Kleinen nur genug Liebe und Zuneigung, genug Aufmerksamkeit schenken, damit er nicht mehr das Gefühl hat, zu kurz zu kommen? Ich ertappe mich dabei, wie ich ihm diese Dinge ab und zu vorenthalte, weil ich das Gefühl habe, es kann doch nie genug sein, er wird immer weiter unglücklich sein, egal wieviel ich ihm gebe. Wie kann ich nur diese tiefe innere Überzeugung in ihm zünden, dass alles gut ist, dass ich immer für ihn da bin und dass ich ihn liebe? Dass er nichts befürchten muss, dass er beruhigt und zufrieden sein kann?

Nun gut, die Maus. Die bekommt noch so gut wie alles, was sie braucht. Auch Geduld und all diese pädagogisch wertvollen Skills. Aber auch sie ist schon dabei, bekommt es doch irgendwie schon mit, wenn ich mit den anderen schreie, schimpfe, diskutiere.

Ich habe so Angst zu versagen. Als Mutter. Ich spüre, dass meine Kinder immer wieder unter mir leiden und schaffe es nicht, mich zu ändern. Ja, doch, es gibt auch immer wieder gute Phasen. Da reiß’ ich mich wieder am Riemen, setze mir Ziele, hänge Motivationszettelchen auf und versuche, positive Verhaltensweisen in mir zu verankern. Und dann stürzt plötzlich alles wieder in sich zusammen und ich spüre, dass meine Kinder oft nicht wissen, wie ist sie heute drauf, ist sie heute eine gute Mama oder flippt sie mal wieder rum. Ich bin genau das, was ich nie sein wollte: ambivalent. Meine Kinder können sich nicht auf mich verlassen. Das macht mich fertig. Denn ich weiß selber, wie dringend man als Kind Erwachsene nötig hat, auf die man sich verlassen kann. Die nicht unberechenbar sind, vor denen man sich nicht fürchten muss.

Ich habe auch immer wieder Versuche gemacht, mich in professionelle Hände zu begeben. Beratungsstellen, pipapo. Wie gehabt: gute Ansätze, es läuft ein Weilchen, und dann – peng – irgendeine Stresssituation und ich finde mich mit den Kindern im selben Hamsterrad wieder, Geschrei, Gejammer, einfach alles ungut.

Ich will es so gerne besser machen. Und ich bin es leid, immer nur Sonnenscheinartikel zu lesen in vielen (nicht allen) Blogs. Haben denn die anderen wirklich immer alles im Griff? Oder ist das ein Tabu? Spricht man da nicht drüber, dass man an (und über) seine Grenzen tritt mit den Kindern? Ach je, mir ist so düster zumute.

Seit einer Weile beschäftigt unseren Kurzen das Thema Tod und Sterben sehr. Und er hat Angst. “Mama, ich will aber nicht sterben!” sagt er immer wieder. Ich bin schon ganz ratlos, wie ich damit umgehen soll, denn ich kann ihm ja schließlich nicht sagen “Du musst nicht sterben.” Ich versuche immer, ihm klar zu machen, dass das, wenn er gut auf sich aufpasst, noch gaaanz lang kein Thema sein wird. Aber nimm ihm mal die Angst. Wie soll ich das nur machen?

Dooferweise habe ich diese Angst wohl auch noch gesät, denn ich habe ihm neulich sehr ins Gewissen geredet, als er zum wiederholten Male am offenen Fenster herumturnte, obwohl ich ihm das ganz deutlich verboten hatte. Ich sagte ihm, dass man sich sehr schlimm verletzen oder eben auch sterben könne, wenn man aus einem hohen Fenster auf den harten Boden fällt. Und nachdem auch das nichts fruchtete, erklärte ich ihm, dass Sterben eben bedeutet, dass man nie wieder essen, spielen, lachen könne und dass man auch seine Familie nicht wieder sehen würde. Irgendwie musste ich ihm doch meine eigene Angst und auch die eventuellen Konsequenzen seiner Fensterturnerei klar machen.

Tja und jetzt hab ich den Salat. Jetzt hat er selber totale Ängste entwickelt, klebt an mir, weint, will nicht, dass ich ihn alleine lasse und spricht ständig vom Sterben. Hätt ich das geahnt, hätte ich es nicht gesagt.

Was mache ich nur? Wie kann ich das wieder normalisieren???

Wer bisher davon ausging, dass das Gejammer, dass unser Kleiner morgens anstimmt, seit er in den Kindergarten geht, bemitleidenswert sei, der hat nicht gehört, was heute morgen hier los war, als ich ihm mitteilte, dass er nicht in den Kindi gehen könne, weil er krank sei.

Herzzerreißendes Schluchzen war die Folge. Er war untröstlich, dass sein bester Freund nun im Kindergarten spielen darf, während er “alleine” Zuhause sitzen muss. Sieh mal einer an! :)

Da relativiert sich doch sofort das “Ich will nicht in den Kindi!” und “Ich will, dass du hier bleibst!” -Gejammer, das ich sonst des öfteren zu hören bekomme. Zum Glück wird das immer seltener und es gibt auch schon Tage, an denen es wirklich gut klappt.

Ich kenne die Prozedur ja schon vom Großen und nehme das nicht so schwer, es ist klar, dass er sich erst mal umgewöhnen muss, aber er weiß schon aus dem ein mal wöchentlichen Vorkindergarten, in den er ein Jahr lang ging, dass das Weinen am Anfang schlimm ist, dann weniger wird und dann ganz verschwindet. Diese Portion Lebenserfahrung beruhigt ihn und er kann seinen eigenen Schmerz dadurch besser ertragen. Ich selber mache ebenfalls immer eine sehr zuversichtliche Miene und bestärke ihn darin, dass alles nicht so schlimm ist, wie es sich vielleicht im Augenblick anfühlt. Denn meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass Kinder immer das für besonders schlimm halten, was auch die Eltern beunruhigt. Und jeden Vormittag ein paar Stunden gemeinsam mit anderen Kindern verbringen, spielen und Spaß haben, ist definitiv nichts Beuhruhigendes! :)

Dass der kleine Mann das ganz genau so sieht, das zeigte die Episode heute morgen. Übrigens, gerade versuchte er es noch mal. “Ich bin jetzt total wieder desund, Mama!” ;-)

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Heute vormittag habe ich einen Anruf von einer der Freundinnen bekommen, die ich für kommende Woche als Notdienst eingeplant hatte, dass ihre und die Kids meiner anderen, auch eingeplanten Freundin Kontakt mit einem an Windpocken erkrankten Mädel hatten. Die anderen sind geimpft, aber ihre Kinder nicht.

Für mich selber stellen Windpocken kein Problem dar, ich bin immun, aber meine Kids sind ebenfalls nicht geimpft und ich will jetzt eigentlich nicht unbedingt zwei pustelige Kinder Zuhause haben, wenn die Mauseline auf die Welt kommt! *gnarz*

Zum einen sind Windpocken für Neugeborene nicht so das Gelbe vom Ei, zum anderen könnte dann meine Ma schlichtweg nicht zum Helfen kommen, da sie nierentransplantiert und aus diesem Grunde  immunsupprimiert ist, also auch auf keinen Fall mit windpockenkranken Kindern in Kontakt kommen sollte….

Oh Mann! Ich bete jetzt einfach, dass wir es nicht bekommen!!! Was soll ich sonst machen? Unseren Kurzen, der sich im Moment jeden Infekt einsammelt, der rumschwirrt,  lasse ich jedenfalls am Montag von seiner Spielgruppe daheim, der Große soll weiter zur Schule gehen, das kann ich eh nicht für 14 Tage verhindern.

Und für die Betreuung der Kids habe ich kurzfristigen Ersatz gefunden – mein Onkel und meine Tante haben sich bereiterklärt, im Notfall spontan anzurücken. Gott sei Dank!

Drückt uns die Daumen, dass dieser Kelch (zumindest in dieser “Runde”) an uns vorübergehen möge!!!

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