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Nach meinem letzten Artikel wurde noch der Trickfilm fertiggedreht (und ein zweiter folgte). Außerdem hatte ich eine spontane Bastelidee, die ich zuerst mit der Maus und dann auf Wunsch des Kurzen auch mit ihm realisierte: Sockentiere!
Der Kurze und die Maus haben begeistert damit gespielt – vor allem Mutter und Kind.
Und ich fühl mich irgendwie viel fröhlicher und nicht mehr so muffelig wie heute vormittag.
Ach ja, und was ich eigentlich vorher noch erzählen wollte: Das allerschönste Muttertagsgeschenk war von meinem Göttergatten: er schickte mich schon um Zehn ins Bett und behielt das Babyfon. Dann schlief er mitsamt dem Fon im zur Zeit mal wieder verwaisten Bett des Kurzen und so konnte ich heute morgen um viertel nach fünf (da wachte die Maus auf) erstaunt geschlagene sieben Stunden tiefsten, lückenlosen Schlaf verbuchen! Das war soooooo toll, 1000 Dank, Liebster!
Nachdem ich dann um halbsechs den Mega-Montezuma vom Kleinkind entfernt hatte und mit selbigem (also dem Kind, nicht dem Sch.ss) ins Wohnzimmer kam, war bereits der Frühstückstisch eingedeckt und es lagen Herzchenservietten auf. Hach! So mussten wir später nur noch die Lebensmittel zufügen und konnten in Ruhe unser Frühstück einnehmen. Naja, “in Ruhe” stimmt so nicht.
Siehe letzter Artikel.
Trotzdem kann ich sagen, dass dieser Muttertag vielleicht kein “Bilderbuchtag”, aber sicher einer war, der uns in Erinnerung bleiben wird!
Also hier hält sich die subjektive Qualität dieses “Feiertags” reichlich in Grenzen.
Eigentlich wollten wir heute Oma und Opa besuchen fahren und Muttertag und Opas Geburtstag feiern, uns einen launigen Tag machen mit Essen gehen und vielleicht einem Tierparkbesuch o.ä.
Nun aber Kontrastprogramm:
Die Maus ist seit Dienstag krank – Magen-Darm-Infekt vom feinsten mit Fieber zu Beginn, jetzt Flitzkacke und ein entsprechend “gut” gelauntes Kind. Die Nächte seit Beginn waren grauenhaft. Der Infekt streifte auch mich, meinen Mann und den Großen, mit zwei Tagen massiven Kopfschmerzen, Bauchgrummeln und leicht fragwürdiger Stuhlqualität.
Heute hat schon eine ausgelaufene Windel einem Sofakissen das Leben gekostet und ich darf diesen Tag zur Schadensbegrenzung abwechselnd im Waschkeller und am Wickeltisch verbringen.
Wir sind alle übermüdet und haben Lagerkoller. Die Stimmung ist so ziemlich am Boden. Die Maus jammert, der Kurze schreit wegen allem und jedem und der Große möchte jede Ansage intensiv hinterfragen und ausdiskutieren. Und wir Großen hängen matt und mit Augenringen herum und schicken Stoßgebete in den Himmel und ab und an einen Fluch in die Hölle.
Seit ca. 5 Minuten herrscht unglaublicherweise Ruhe. Der Große macht mit dem Papa einen Stop Motion Film von der Holzeisenbahn, der Kurze spielt LE.GO in seinem Zimmer und die Maus ist mit Gummistiefeln und Fleecejacke in den Garten entfleucht. Möge sie noch ein klitzekleines Weilchen währen! (Schon wieder ein Stoßgebet!)
Aber heute Vormittag wars echt grausig. Wir Großen haben einiges probiert von Spielangeboten über Ausflugsideen für den weniger maladen Teil, fröhlicher Tanzmusik zum Stimmungheben oder Vorleseversuche, bis hin zu spontan gebackenen Schokomuffins, aber rein gar nichts konnte die Laune heben.
Übrigens ist die ruhige Phase schon wieder vorbei
Die Maus sitzt plärrend im Trampolin und will weder raus noch alleine hüpfen. Aber niemand hat Energie bzw. Lust, mit ihr zu hüpfen. Argh. [.....]
Ich hab sie jetzt wieder reingeholt und die beiden Trickfilmer führen ihr ihr neuestes Werk vor. [....]
Jetzt habe ich ihr auch eine Holzeisenbahn aufgebaut, weil sie mitspielen will. Heute kommt nichts wirklich in Gang, alles bleibt in den Anfängen stecken, weil jedem die Kraft und die Ruhe fehlt, an einer Sache dranzubleiben.
Ich muss jetzt aufhören, damit sie wenigstens nicht auch noch den Trickfilm vereitelt! Tschüß und einen schönen Muttertag Euch!
Morgen wird er elf Jahre alt, unser großer, wirklich großer Junge. Inzwischen hat er mich (fast?) eingeholt. Na gut, mit 1,62 m bin ich jetzt nicht gerade der Mensch, der auf andere herunterguckt… trotzdem irre. Letztes Jahr hatte er meine Schuhgröße, nun meine Körpergröße.
Mein Künstler, mein Träumer, mein wandelndes Hier-und-Jetzt. Immer noch schulterlanges Haar, liebt den Farbenrausch, ist chaotisch und unordentlich, gut in der Schule und sehr hilfsbereit. Ungeduldig, aufbrausend, voller vielfältiger Gefühle, immer mit dem Blick für das Besondere, sei es ein schöner Wolkenhimmel oder der Stein, der aussieht wie ein Gesicht. Vor allem aber ist er eine durch und durch ehrliche Haut. So ehrlich, dass es manchmal schon fast niedlich ist, wenn er, nachgefragt, wie lange er denn gestern noch im Bett gelesen hat, ganz bedröppelt guckt und selbstverständlich die richtige – viel zu späte – Uhrzeit verrät. Das ist schön und lässt ihn mir innerlich sehr nahe kommen. Offenheit zeugt von Vertrauen, Vertrauen zeugt von Liebe.
Vor ein, zwei Monaten kam er zu mir mit der Idee für einen LEGO-Geburtstag. Und den bekommt er nun morgen. Mit LEGO, Freunden, Spielen rund um und mit LEGO – und natürlich mit einer LEGO-Torte. Eigentlich sollte sie rot werden, das klappte aber nicht ganz so wie geplant, ist aber auch schwer so ganz ohne künstliche Farbstoffe. Trotzdem ist sie toll geworden, finde ich.
Vor genau elf Jahren lag ich in den Wehen – morgens früh um sechs (kam nicht die alte Hex, nein…) platzte mir die Fruchtblase. Dann gings in die Klinik und leider setzten keine Wehen ein, also kam ich an den Tropf. Diese Wehen waren sehr schmerzhaft und es dauerte bis abends um acht, bis der Muttermund offen war. Dann hätte unser Schatz ja eigentlich kommen können. Aber leider ging dann gar nichts mehr. Ich probierte alle Features im Kreissaal von der Schlinge bis zum Hocker aus, aber nichts half.
Letztendlich ging der 31. März vorbei und kurz vor Mitternacht wurde mir dann ein Kaiserschnitt nahegelegt, der dann um 0:20 Uhr, leider in Vollnarkose, vollzogen wurde, weil sie die PDA aus unerfindlichen Gründen nicht setzen konnten. Kurz vorher probierten sie es noch mit der Saugglocke – und diese Momente gehören mit zum Schlimmsten, was ich in meinem Leben erlebt habe. So schlimm, dass ich darüber keine weiteren Worte verlieren möchte. Es war nicht wirklich eine Geburt, wie eine Frau sie sich wünscht. Trotzdem endete auch sie mit dem größten Wunder, den Gottes Erdboden hervorbringen kann: einem niedlichen neuen, einzigartigen, höchst lebendigen Wesen. Ich liebte unseren kleinen Mann sofort abgöttisch, lief bereits am nächsten Tag freudestrahlend auf der Wöchnerinnenstation herum und erzählte jedem, dass ich umgehend noch ein weiteres Kind haben wolle.
So war das. Und nun wird er elf Jahre alt. Und ist (fast) so groß wie ich. Unfassbar. Ich freu mich auf morgen!
Ansprechende Tischdeko mit geringem finanziellen und körperlichen Einsatz
Einen Tisch passend zum Anlass zu decken, macht immer was her. Wenn Besuch da ist, ist es auch immer selbstverständlich, eine entsprechend herausgesuchte Serviette an jeden Platz zu legen. Servietten sind ideale Deko-Hilfsmittel, weil sie tolle Farbakzente und passende Motive zum runden Gesamteindruck beisteuern können.
Aber sind wir mal ehrlich – wenn wir nur mit der Familie alleine sind (ok, an Weihnachten, Ostern usw. mag das noch angehen) – dann ist es mir persönlich oft zu schade, die schönen Papierservietten aufzulegen. Die Kids knüllen sie zusammen, wischen einmal den Mund dran ab und – Peng! – schon hat man wieder was für den Müll.
Alternativ kann man natürlich mit Stoffservietten arbeiten – aber zum einen hat wohl kaum jemand zig Stoffservietten-Sets zu verschiedenen Anlässen und zum anderen bedeuten Stoffservietten auch immer sofort wieder erhöhtes Wäscheaufkommen. Und wer schon mal versucht hat, aus einer weißen Stoffserviette Nu.te.lla- oder K.aba-Flecken herauszuwaschen, der weiß, warum ich der Meinung bin, das auch diese Alternative in einer Familie mit Kindern nicht unbedingt praktikabel ist.
Ich habe vor ein paar Jahren eine wirklich gangbare Möglichkeit gefunden, die immer wieder für Begeisterung sorgt und zum einen den Wäscheberg kleinhält und zum anderen den Mülleimer nicht übermäßig füllt.
Besagte Papierservietten verwende ich nämlich nicht als Servietten, sonder als Platzsets. So können sie ihre Wirkung schön entfalten, werden aber so gut wie nicht verschmutzt. Klar, ab und zu wird mal eine nass oder doch beschmiert, dann kommt sie weg. Aber die meisten kann ich nach dem Essen wieder zusammenfalten und weglegen, bis sie das nächste Mal als Tischset zum Einsatz kommen. Grob geschätzte 3-4 Mal kann man so eine Serviette locker wiederverwenden.
Wenn wir alleine (also nur im Kreise der Familie) sind, verwenden wir zum Mäulchenputzen sowieso am liebsten feuchte Waschlappen und wir Großen brauchen selten eine Serviette. Wenn, verwenden wir Küchentücher. Alternativ habe ich auch eine Auswahl an einfachen, kleinen Papierservietten in meinen gängigen Lieblingsfarben im Vorrat. Eine davon passt eigentlich immer zur untergelegten Edel-Motivserviette.
Wenn wir Besuch erwarten, kommen entweder auch die kleinen unifarbenen Servietten in ihrer eigentlichen Funktion zum Einsatz oder ich decke auch auf dem Teller die “guten” großen Motivservietten. Was sich auch schön macht, sind abwechselnd gedeckte Motiv- und Uniservietten, sowohl als Platzdeckchen als auch auf dem Teller.
Hier ein paar Beispiele:

Ein "nur mal eben so" für den Besuch einer lieben Freundin zum Frühstück gedeckter Tisch - als Sets große gelbe Servietten, obenauf kleine grüne

Mein letztes Geburtstagsfrühstück - als Sets große Servietten mit Geburtstagsmotiv, obenauf kleine mit geometrischem Retromotiv

Hier die "schlichte" Variante für den kleinen Geburtstags-Kaffee innerhalb der Familie - nur große Motivservietten untendrunter

Kleiner Kinder-Ostertisch - unten einfache große mit bunten Streifen, obenauf kleine Motivservietten

Mittagessen in der Familie - zur Abwechslung mal "schön gedeckt" mit Motivservietten unten und kleinen unifarbenen obenauf
Die meisten der gezeigten Bilder sind “Anlässe”, aber das liegt schlichtweg daran, dass ich ja an “normalen” Tagen nicht unbedingt den Tisch fotografiere… Und außerdem mache ich das ja auch gar nicht jeden Tag. Meistens gibts bei uns untendrunter gar nichts und zum Abputzen die oben schon erwähnten feuchten Lappen bzw. Küchentücher.
Vielleicht inspiriert euch das Gezeigte ja aber trotzdem ein wenig…
Es gibt nur drei Dinge, die ich mir zu Weihnachten wünsche:
1. Zeit für mich alleine
2. Zeit mit meinem Mann alleine
3. Shoppingbudget
Das wars. Und ich hoffe mehr denn je, dass diese Weihnachtswünsche auch in Erfüllung gehen.
…und deshalb gibt es hier und heute auch nicht den Riesenartikel… nur soviel: die Maus ist weiterhin eine total süße, fitte kleine Nudel, die inzwischen schon so richtig ihr eigenes Köpfchen entdeckt – sie benutzt jetzt bewusst ihren Namen, sagt auch so Sachen wie “mein” und hat gemerkt, dass es interessant sein kann, eine andere Meinung als die Mama zu haben – z.B. beim Jacke anziehen.
Außerdem hat sie seit ewigen Zeiten einfach keinen neuen Zahn mehr bekommen, was ich schon langsam etwas befremdlich finde. Sie ist schon so “groß” irgendwie, ein richtiges kleines Mädchen. Das ist einfach wunderschön, ich liebe dieses kleine Wesen so sehr!
…und mein Mann hat heute einen ganz ruhigen, zweisamen Tag mit mir alleine verbracht, nachdem wir mit der ganzen Familie und seinen Eltern ausgiebig gefrühstückt hatten. Oma und Opa waren so lieb und haben sich bereit erklärt, so lange auf die Kinderbande achtzugeben, während wir es uns gut gehen lassen. Nachdem mir klar geworden war, dass eine große Überraschungsparty für meinen zur Zeit energetisch sehr ausgelaugten Mann nur Stress bedeuten würde, hatte ich einen “Entspannungstag” für ihn geplant, mit Kino, Essen gehen, Massage und Floating in einem “Paarbecken” für zwei. Es war ein sooo schöner Tag, der uns beiden und unserer Beziehung sehr, sehr gut getan hat!
Mehr erzähle ich heute nicht, keine Lust und keine Zeit!
Gerade habe ich auf dem Blog von Mara einen Artikel über Adventskalender gelesen. Da dachte ich mir, ich kann ja mal erzählen, wie das so in meinem Leben mit den Adventskalendern war und ist.
Als Kinder hatten wir zuerst so eine Art kleines Holzbäumchen, das mein Großvater für mich als Erstgeborene geschreinert hatte. Zu Beginn der Adventszeit wurde es mit Süßigkeiten behangen und jeden Tag durfte eine “abgepflückt” werden. Es gab immer diese Schokokringel mit den Zuckerperlen drauf und ähnliches, an den Adventssonntagen gab es diese Schokokugeln in Glitzerpapier, die außenrum goldene “Sonnenstrahlen” hatten – die fand ich immer am tollsten. Erinnert sich sonst noch wer an die? Gibt es die eigentlich noch? Gleichzeitig waren außen an den Enden des Baums auch noch vier Stumpenkerzen angebracht, die quasi als Adventskranz fungierten.
Irgendwann wurde der Baum (bei einer fünfköpfigen Familie…) aber zu klein, die Süßigkeitenmengen passten einfach nicht mehr drauf. Also nähte meine Mama 24 ca. postkartengroße, rot-weiß karierte Säckchen, die dann immer zusammen mit etwas Tannengrün um den Türbogen gehängt wurden.
Als ich selber damit startete, Adventskalender zu gestalten, fing es mit einem Papiertütchen-Adventskalender für die WG an. Da waren auch nur Süßigkeiten drin. Meinem ersten Freund im Studium habe ich dann auch den ersten “Erwachsenen-Kalender” gastaltet, mit vielen, vielen kleinen Dingen wie Seife, einer selber aufgenommenen Mix-Cassette, Gutscheinchen für Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt etc…
Meinem Mann habe ich auch in den ersten Jahren solche Kalender gemacht, aber er hat die Kleinigkeiten nie wirklich benutzt und dafür ist mir dann das Geld zu schade gewesen. Daraufhin habe ich es mit einem Zettelchen-Kalender versucht (Gutscheine für alles mögliche: eine Massage, ein Lieblingsessen, ein paar kinderfreie Stunden Freizeit etc.). Er hat sich zwar immer sehr darüber gefreut, aber fast immer vergessen, sie einzulösen.
Die beste Idee für diesen schwer zu beschenkenden Menschen
kam mir letztes Jahr: ich habe einen Fotovorhang für 28 Fotos besorgt (sieht aus wie eine Art “Duschvorhang” mit Fächlein zum Fotos reinschieben, natürlich kleiner als ein echter Duschvorhang) und 24 schöne Fotos aus unserer gemeinsamen Zeit abgezogen. Vornehmlich Fotos, auf denen wir zu zweit zu sehen sind, aber auch ein paar Familienfotos oder mal zwei Café Latte im Sonnenschein von einem Ausflug etc.
Die habe ich in den Hänger gepackt und mit Weihnachtsgeschenkpapier abgedeckt, auf das ich Zahlen gemalt hatte. Die restlichen vier freien Felder habe ich mit Collagen von Kerzen bestückt: erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier.
Mein Göttergatte hat sich über diesen Adventskalender sehr sehr gefreut und er hatte auch noch den Vorteil, dass ich ihm die Fotos, die an Tagen dran waren, an denen er dienstlich verreist war, auch noch in nummerierten Briefumschlägen mitgeben konnte. Wenn er wieder Zuhause war, wurden sie einfach an ihren eigentlichen Platz gesteckt. Diese Bildergalerie hängt heute noch bei uns an der Wand und ist eine tolle Erinnerung an viele romantische Augenblicke in unserem gemeinsamen Leben.
Die Kalender für die Kinder waren nie reine Süßigkeitenkalender wie bei uns früher, denn unser Großer hat lange Zeit auf alles Süße sehr aufgedreht reagiert – das wurde bei ihm umgehend in reine Energie umgewandelt… Deshalb gab es meist selbergemachte Kalender mit Kleinigkeiten (Pixibücher, Tattoos, Sticker…)

Unser traditioneller Selfmade-Kalender - immer am gleichen Stock, den unser Großer mal irgendwo gefunden und heimgeschleppt hat
Zwischendurch wollte er auch mal selber einen Pl.aymo.bil- oder LE.GO-Kalender. Und wer die “Kleinigkeiten” aus den selber gemachten Kalendern mal zusammenzählt, der weiß, dass die fertigen Kalender nicht unbedingt die teureren sind. Aus diesem Grund habe ich mich auch dieses Jahr für fertige Kalender entschieden. Meine Jungs wollten beide gerne den LE.GO Star Wars Kalender. Und für die Maus gibt es entsprechend LE.GO duplo, 2 Packungen mit Tieren in 24 Päckchen geteilt.
Ein weiterer Grund, warum es dieses Jahr bei uns keinen selbergemachten Kalender gibt: nach x Jahren gehen einem einfach langsam die Ideen aus, was man denn alles in die Päckchen packen könnte – und man sieht halt als Mama auch, wie vieles von dem kleinen Kinkerlitz heute noch ungenutzt in den Zimmern rumliegt. Das ist inzwischen echt rausgeworfenes Geld, da sollen sie lieber noch ein paar Klonkrieger oder Machtblitze dazubekommen, mit denen spielen sie wenigstens….
Übrigens: zusätzlich gibt es bei uns immer mal wieder einen Geschichten-Lesekalender, bei dem jeden Tag ein Stück von einer großen Weihnachtsgeschichte vorgelesen wird.
Geburtstage in der Ferienzeit haben Vor- und Nachteile. Vorteil: Mein Mann hat Urlaub, Kindergarten und Schule sind geschlossen – alle sind da und haben Zeit. Also kann ganz in Ruhe gefeiert werden, auch an einem Dienstag.
Gestern Abend habe ich noch den Tisch fertig dekoriert und meine Schwiegerma, die zu Besuch ist, hat den Geburtstagskuchen, den sie nachmittags gebacken hat, fertiggemacht. So fand ich das Ganze wirklich sehr entspannend! Und sie bäckt echt lecker, yummie! Besonders stolz bin ich auf meinen “Lightning McQueen-Geburtstagsstrauß” in rot-gelb-weiß mit Zielfähnchen:
Heute morgen um 20 vor sechs hat dann die Maus geweint, weil es ihr zu heiß war im Schlafsäckchen. Ich habe ihre Beinchen befreit und sie hat dann friedlich noch eine Stunde lang weitergeschlummert. Leider wachte aber der Kurze um fünf vor sechs auf, als ich mich wieder in sein Zimmer schleichen wollte – ich nächtige gerade bei ihm auf einer Matratze, da meine Schwiegereltern im Schlafzimmer untergebracht sind. Bis halbsieben haben wir dann noch gekuschelt, dann habe ich ihn zu meinem Mann ins Arbeitszimmer gebracht, der dort (auch auf einer Matratze) nächtigte, damit er sich um ihn kümmern kann, während ich noch alles Restliche vorbereitete. Also flugs den bzw. die Kuchen dekoriert:
Mit dem Pippi-Frühstückskuchen hat es folgendes auf sich: Der Kurze schaut sich ab und an sehr gerne die Pippi Langstrumpf Folgen an. In einer davon holt sich Pippi zum Frühstück eine riesige Sahnetorte und isst sie mit einem Suppenlöffel zum Frühstück. Das, so verriet mir unser Knirps vor einiger Zeit, sei sein absoluter Wunschtraum! Oookayy, dacht ich mir. Bekommst du! Da ich aber wusste, dass es mit dem “Ich esse einen gaaanzen Kuchen!” nicht so weit her sein würde, machte ich mir nicht viel Arbeit, sondern kaufte eine fertige Himbeercreme-Roulade, schnitt diese in dicke Scheiben und legte sie auf einem Essteller blumenförmig aus. Dann überzog ich das ganze mit geschlagener Sahne. Voila! Sieht doch echt nett aus, oder?
Die Deko werde ich bis zum Kindergeburtstag hängen lassen, denn der wird, wer hätte es gedacht, ein “Cars”-Geburtstag!
Leider können wir erst in 13 Tagen feiern, weil vorher immer irgendwer noch im Urlaub ist. Das ist einer der Nachteile, wenn man in der Ferienzeit Geburtstag hat!
Hier noch ein Detailfoto vom Gabentisch – (fast) eine einzige “Cars”-Orgie! Außerdem gab es noch von den Großeltern LEGO Star Wars, denn das liebt auch der große Bruder, aber der gibt immer nix ab von seinen Star-Wars-Teilen. Deshalb gab es jetzt eigene. Das ist das erste kleine LEGO, das wir ihm schenken, denn bisher baute er immer recht wild und ungeplant Teichen aneinander und taufte sie dann “Raumschiff” oder so. Seit ca. einem Monat jedoch baut er ganz planvoll sowohl aus den duplo-Steinen als auch aus den kleinen LEGO-Steinen richtig tolle Sachen. Er hat einen großen Entwicklungsschub gemacht in dieser Richtung, deshalb erschienen mir erste eigene Steine jetzt auch durchaus angebracht.
Er hat den ganzen Tag lang hingebungsvoll mit seinen Autos gespielt und zwischendurch seine Raumschiffe aufgebaut. Fast ganz alleine! Einer von uns Großen half ihm, immer beim richtigen Bild der Bauanleitung zu gucken und nichts zu übersehen, ansonsten managte er das wunderbar selber. Vormittags spielte er hauptsächlich mit seinem großen Bruder, am Nachmittag kam dann der beste Freund und spielte (mit seinen eigenen, mitgebrachten Cars-Autos) mit. Denn am ersten Tag geht Teilen gaaanz schwer!
Wenn ich so Rückschau auf die vergangenen 365 Tage halte, wird mir erst bewusst, welch unglaublich ereignisreiches, anstrengendes, schwieriges und doch auch erfolgreiches und schönes Jahr hinter unserem kleinen Mann liegt.
Seinen 3. Geburtstag feierten wir schon zu fünft – das war die erste einschneidende Veränderung in diesem kleinen Leben. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis er seine kleine Schwester akzeptiert hat und noch mal eine Weile, bis er sie lieben gelernt hat. Inzwischen freuen sie sich jeden Morgen, wenn sie den anderen zum ersten Mal sehen, begrüßen sich lieb und spielen auch immer öfter miteinander. Ab und an nervt die kleine Schwester und wird dann aus dem Bruderzimmer hinauskomplementiert, aber das finde ich durchaus in Ordnung und auch wichtig. Privatsphäre dann und wann muss einfach sein.
Gleich nach dem 3. Geburtstag folgte ein weiterer gewaltiger Schritt: Der kleine Mann kam in den Kindergarten. Zu unserem großen Glück gemeinsam mit seinem allerbesten Freund. Denn so ist unser Mittlerer und so wird er wohl auch immer bleiben – er braucht eine enge, vertraute Bezugsperson an seiner Seite, um sich wirklich wohl und glücklich zu fühlen. Das muss inzwischen (zum Glück) nicht mehr nur die Mama sein, sondern auch der Papa, der beste Freund oder die Lieblingserzieherin. Eine der Aufgaben, die ich für mich mit diesem Kind sehe, ist, ihn Schritt für Schritt an ein selbständigeres und selbstbewussteres Leben heranzuführen. Lustigerweise wirkt er auf andere sehr selbstbewusst – er ist offen, geht schnell auf andere zu und eckt im Spiel auch dann und wann mit seiner Dominanz an – er möchte immer gerne bestimmen, wo es langgeht. Aber genau dieses Verhalten zeigt, dass er die Kontrolle behalten möchte, weil ihn eigentlich eine tiefe Unsicherheit bewegt. Sobald er das Ruder aus der Hand geben muss oder es ihm so scheint, als wehe der Wind nicht aus seiner Richtung, wird er aggressiv oder weinerlich. Diese Unsicherheit möchte ich versuchen zu stabilisieren. Auch und gerade dadurch, dass ich ihm zutraue, was er sich selber oft nicht zutraut. Dazu zählte und zählt auch heute noch immer wieder der tägliche Besuch des Kindergartens, der 50 m weiter im angrenzenden Park liegt. Oft möchte er morgens nicht weg, ich setze mich aber durch und weiß genau, wenn er erst mal da und angekommen ist, wenn ich weg bin, geht es ihm sehr gut, er hat viel Spaß und freut sich über seine Spielkameraden und die vielen Angebote. Fast jeden Tag beim Abholen, wenn ich ihn frage, wie es heute war, antwortet er im vollen Brustton der Überzeugung und mit wirklicher Begeisterung, dass es ihm guuuuut gefallen hätte. Das zeigt mir deutlich, dass dieser Weg der richtige ist.
Einen weiteren Schritt in diese selbständigere Richtung hat er ebenfalls mit meiner Hilfe in diesem letzten Jahr gemeistert: das selber und alleine Ein- und Durchschlafen im eigenen Bett. Über die ersten Schritte habe ich an anderer Stelle schon ausführlich berichtet. Inzwischen ist ihm das Procedere so ins Blut übergegangen, dass es nur noch sehr selten und auch nicht grundsätzlich infrage gestellt wird. Es ist sogar so, dass er inzwischen, sollte er mal nachts aufwachen und zu uns rüberkommen, nach einem Weilchen ganz ohne Murren wieder in sein eigenes Bett verschwindet, weil er selber merkt, dass er dort besser und schneller ein- und weiterschlafen kann. Experiment geglückt, würde ich da mal sagen!
Lustigerweise hängt in meinen Augen auch ein weiterer Schritt mit dem Prinzip “Kontrolle haben und nicht so gerne loslassen wollen” zusammen. Er hat nämlich in diesem Jahr seine Windel abgelegt, sowohl tagsüber als auch ein paar Monate später nachts. Es war kein einfacher Prozess, sondern eher ein zähes Ringen, begleitet von vielen Rückschlägen und “Gebietskämpfen” (“Na guuut, Pipi mache ich ins Klo, aber den Stinki will ich in die Windel machen!”). Ganz anders als bei unserem Großen, der mit 2 1/2 Jahren innerhalb von 4 Tagen komplett sauber war, hatten wir es hier mit einem kleinen Windelrebellen zu tun, der zwar volle Kontrolle über seine Ausscheidungen hatte, was diverse Einzelerfolge bewiesen, aber einfach partout nicht aufs Klo gehen wollte. Geklappt hat es nur mit Gelassenheit unsererseits und dem Gefühl seinerseits, dass er alleine bestimmt, wo es langgeht. Nur ganz zum Schluss bezüglich des “Tagsüber-zum-Kackern-eine -Windel-Verlangens” habe ich zu einer List gegriffen und im Urlaub einfach behauptet, wir hätten nicht genug Windeln dabei, dass es für nachts und für die “Einmal-am-Tag-Windel” reichen würde. Damit war die Sache dann erledigt.
Mit seinem Entschluss, wirklich von einem Tag auf den anderen plötzlich auch nachts keine Windel mehr zu brauchen, denn schließlich sei er ja schon groß, überraschte mich der kleine Herr dann doch. Bis auf ein paar Unfälle nach abendlichen Trinkorgien, die wir nun etwas eingegrenzt haben, klappte es auch von Anfang an hervorragend.
Weitere “Zum allerersten Mal”-Erlebnisse im vergangenen Lebenjahr unseres jetzt Vierjährigen:
- beim besten Freund übernachten (im Urlaub)
- Achterbahn und Sommerrodelbahn fahren (Er ist ein richtiger kleiner Geschwindigkeitsjunkie!)
- ganz alleine Kettenkarussell fahren (er ist sooo mutig!)
- Fahrradfahren (klappt leider mangels Training immer noch nicht wirklich gut)
- an Silvester bis Mitternacht aufbleiben (war null Problem!)
- auf dem Spielplatz die Feuerwehrstange runterrutschen und richtig hoch auf Bäume klettern
- tauchen (bewusst den Kopf unter Wasser strecken – ein großer Erfolg für unsere Wassermimose!
) - Kinobesuch (Cars 2, m.E. kein wirklicher Kinderfilm, aber er hätte uns gelyncht, wären wir nicht mit ihm dorthin gegangen!) Sehr stolz ist er auch darauf, dass sein großer Bruder während des Films zum Pinkeln gehen musste, während er den gesamten Film durchgehalten hat.
Sicher gibt es noch ne Menge mehr, aber vieles fällt mir einfach nicht mehr ein. Wie gesagt, so in der Rückschau wird einem erst bewusst, wie unglaublich viel das war und vor allem, wie elendsschwer ihm ein Gutteil davon gefallen sein muss. Und er hat das alles so toll hinbekommen, er ist einfach ein ganz feiner kleiner Kerl!



















