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Fast zwei Wochen Stille – es ist nichts Dramatisches passiert, aber es war auch irgendwie so viel los, dass ich einfach keine Zeit gefunden habe (und mir vor allem die Energie dazu fehlte), Neues zu berichten.
Mir selber ging es jetzt eine ganze Weile lang ziemlich schlecht. Ich fühlte mich nur noch schlapp, müde, kraftlos, deprimiert. Richtig krank war ich nicht, aber “gesund” fühlt sich definitiv anders an. Ich grübelte herum, wo die Gründe dafür liegen konnten. Und kam auf den Verdacht, dass sich mal wieder zu viel “Candida Albicans” in meinem Körper herumtreibt. Dafür bin ich anfällig und der macht genau das mit mir – ich fühle mich elend. Also beschloss ich Anfang der vergangenen Woche, die Reißleine zu ziehen und verzichte seitdem fast völlig auf Zucker. Ich mache zwar keine “klassische” Candida-Diät, d.h. ich esse weiterhin Brot mit Hefe und auch ab und an Obst, aber ich verzichte auf die totalen Zuckerbomben wie Marmelade, Süßigkeiten aller Art, Kekse, Kuchen, Fruchtjoghurts und vor allem auch Saftschorlen. Am Dienstag habe ich damit begonnen und fühlte mich bereits am zweiten Tag schon deutlich besser. Positiver Nebeneffekt des Ganzen – eine leichte Gewichtsabnahme. Ich muss nicht wirklich hungern, aber unterm Strich spare ich doch eine deutliche Menge an Kalorien ein. Und leider hatte sich die Völlerei der Advents- und Weihnachtszeit mal wieder mit ein paar weiteren Kilos an meinen Hüften festgesetzt. Als ich im Januar feststellen musste, dass nun auch die zweitgrößten Jeans meiner Kollektion, die von 42 bis 48 reicht (also die 46er) knapp wurden, wurde mir ganz angst und bange….
Also gehe ich nun dagegen an und es tut mir sehr gut. Ich hoffe nur, dass ich es dieses Mal etwas disziplinierter durchhalte als letztes Jahr, als ich schon mal versuchte, von diesem grässlichen Gewicht herunterzukommen.
Seit drei bis vier Tagen fühle ich mich nun wie schon erwähnt wieder viel energetischer und bekomme auch wieder viel mehr erledigt. Ich hoffe, dass sich das ab sofort auch wieder in der Menge der Blogartikel niederschlagen wird…
Da der Große ja gerade unterwegs ist und dieser Fisch regelrecht verabscheut (leider!), haben wir uns heute mal wieder eines unserer Leibgerichte gegönnt: Wildlachsfilets, mariniert in Limettensaft, gewürzt mit Salz und Pfeffer, angebraten in der Pfanne mit Bandnudeln, Brokkoliröschen und leichter Sauce Hollandaise. Soooo lecker!
Für mich gab’s allerdings nur wenig Nudeln wegen der Sache mit den Kohlehydraten. Es ging mir dann auch wie vermutet relativ gut nach diesem Essen. Nachmittags habe ich dann noch Melone satt für alle serviert. Die war ebenfalls sehr lecker, ich habe sie aber tatsächlich “gemerkt” – wohl wegen der vielen Fruktose.
Mist, also doch wieder am Abgrund zum Diabetes.
Leider habe ich nämlich all die Kilos, die ich im Frühjahr abgespeckt habe, wieder drauf. Ich bin mir sicher, wenn ich die wieder weghätte, würde es mir wieder gut gehen. Ich schwanke einfach grad so an der “Gesund-oder-Krank”-Grenze rum. Also doch wieder disziplinierter sein. Na gut. Wohler fühl ich mich ja doch ohne die Pfunde. Ich war schon ganz schön gefrustet, als die Waage wieder da stand, wo ich angefangen hatte…
Heute früh 89,2 kg. Hach, das tut so gut, endlich diese böse Neun wegzuhaben!
Ick freu mir so!
Die letzten zwei Wochen war es zäh – meine Ma war zu Besuch und brachte Kuchen mit, dann wurde ich ab und an schwach und vergriff mich an Schokolade und Gummibären der Kinder. Nie viel, aber doch nicht nur einmal. Aber jetzt ist es endlich geschafft: die 90kg-Marke ist durchbrochen und ich wiege nun 89 komma nochwas Kilo. Letzte Woche war ich schon mal so weit, aber dann ging es wieder ein wenig nach oben, um dann so ziemlich auf der Grenze zu stocken.
Ich hab mir so meine Gedanken gemacht, wie ich mich selber belohnen möchte. Ganz am Ziel (also bei 80 kg oder drunter) steht natürlich Klamottenshopping an. Darauf freu ich mich schon total, weil ich mir in den letzten 1 1/2 Jahren außer Umstandsmode und ein, zwei “schicken” Teilen für Taufe und Kommunion eigentlich nichts geleistet habe. Aber diese Teile haben eben leider Zeltcharakter und darauf hab ich nun wirklich absolut keinen Bock mehr.
Es gibt aber zwei Zwischenziele, für die ich mich gerne belohnen würde. Das eine war die schreckliche 90, die ich ja nun geschafft habe, das andere wird die Minus-1o-Kilo Grenze sein, die bei 86 kg liegt. Gerade habe ich eine Weile die Maus wieder in den Schlaf geschuckelt und mir überlegt, dass ich mir gerne eine Fußpflege leisten würde. Mann, meine Füße sehen echt verboten aus, jetzt nach dem Winter und so vernachlässigt durch all die vielen sonstigen Aufgaben. Und der Sommer naht…. so kann ich jedenfalls auf gar keinen Fall schöne Sommerschuhe tragen! *gargs*
Zum zweiten Zwischenziel könnten ja dann die passenden Schuhe folgen
Na, mal den Mann fragen, was der so dazu meint. Schließlich ist er zur Zeit der alleinige Brötchenverdiener….
Ich freu mich jedenfalls sehr über die bereits verlorenen Kilos! Und bin sehr motiviert für den zweiten Teil des Vorhabens.
Uiiii! Heute morgen (also an Tag 13): 91,6kg. Also Minus 4,4 und straight forward aufs Knacken der ersten 10er-Marke! Hurra!!!
Ich ernähre mich jetzt seit 11 Tagen nach meinen neuen, mir selbst auferlegten Regeln und muss sagen, ich fühle mich wirklich gut dabei. Bisher abgesehen von der erlaubten Sünde am Wochenende – diesesmal eine frische Vollkornsemmel mit Orangenmarmelade von der Lieblingstante – auch kein größerer Ausrutscher, nur einmal zwei Gummibären und heute ein winziges Stück Schoki. Habe aber kein schlechtes Gewissen dabei, ist ja nicht viel gewesen. Nach 8 Tagen waren 3,6 kg weg. Seitdem habe ich mich noch nicht wieder gewogen, werde das aber morgen mal tun. Bin echt gespannt.
Es tut mir alleine schon gut, mich wieder gesünder zu ernähren. Frisches Obst und Gemüse fanden in der letzten Zeit leider nur noch viel zu selten auf meinen Teller. Ich fühle mich dadurch fitter, mein Stoffwechsel ist nicht mehr so belastet durch das fettige, zuckerlastige Essen der letzten Monate.
Jetzt fehlt nur noch mehr Bewegung. Ich würde gerne wieder regelmäßig sporteln, weiß aber noch nicht, wie ich das mit all meinen Kindern bewerkstelligen soll. Mal sehen…. es soll auch wenn möglich nicht viel kosten. Sprich Fitness-Studio mit Kinderbetreuung ist nicht drin. Ich würde eh lieber raus gehen jetzt so im kommenden Frühling. Vielleicht fange ich einfach mal mit strammem Spazierengehen / leichtem Walken mit dem Kinderwagen an. Das ist ja auch schon besser als nix.
Ein wenig Scheu habe ich schon davor, meine “Gewichts-Biografie” hier zu veröffentlichen. Denn es ist eine Biografie des langsamen Scheiterns über die Jahre. Für meine “Lebens-Gewichtskurve” schäme ich mich. Ich fühle mich wie ein ziemlicher Versager in dieser Hinsicht. Trotzdem will ich es tun. Vielleicht auch um zu zeigen, wie ich zu meinem aktuellen Gewicht kam. Gewichtsänderungen waren in meinem Leben immer eng verbunden mit Lebensveränderungen, im positiven wie im negativen Sinne. Und leider bin ich ein Mensch, der zum einen schnell “ansetzt”, zum anderen gerne genießt, auch ein gutes Essen, und zuguterletzt auch ein Mensch, der mit 42 Jahren immer noch und immer wieder aus leisem Trotz “schlimme” Dinge isst, die ihm als Zehnjährige zuhause “verboten” wurden. Insbesondere Schokolade und Chips.
Hier also meine Geschichte:
Ich war ein komplett “normalgewichtiges” Kind. Dann, so mit 10, wurde ich ein weeenig pummelig. Aber nur wirklich ein winziges Bisschen. Meine Ma machte das panisch und sie begann, mir gewisse Nahrungsmittel vorzuenthalten. Ich bin nicht sauer auf sie, sie hat es ja gut gemeint. Aber das war der Beginn dessen, dass ich mich gewichtsmäßig defizitär fühlte und begann, darauf zu achten, was und wieviel ich aß.
Mit 14 machte ich meine erste Diät! Ich nahm von 64kg auf 58kg – von Kleidergröße 42 auf 38 – ab, fühlte mich damit toll, konnte das aber auf Dauer nicht halten. Lange wog ich dann so zwischen 61 und 64 kg. Aber es war ein stetiges Auf und ab, mal kam ich drüber, so bis 66 kg, mal schaffte ich es drunter. Aber unter 60 kg, das merkte ich immer wieder, war einfach kein angenehmes Leben mehr möglich. Wenn ich heute Fotos aus der damaligen Zeit sehe, finde ich mich total schön und schlank. Damals war ich immer unzufrieden und fand mich “dick”.
Diät folgte auf Diät, mal FDH, mal “Melonendiät” o.ä., mal Dinner Canceling. Auch in der Studienzeit ging das so weiter. Ich hatte kein Auto, fuhr viel mit dem Rad, war sehr aktiv und hielt mein Gewicht mal mehr, mal weniger gut.
Dann änderte sich mein Leben komplett: Ich begann mit meinem Referendariat – anderer Ort, andere Gegebenheiten, anderer Tagesablauf. Auto statt Rad, Schreibtischarbeit von früh bis spät, kaum Zeit, etwas Gescheites zu kochen. An diesem Punkt kam ich zum ersten Mal über 70 kg. Gegen Ende der Referendariatszeit nahm ich mit einer Punktediät (ähnlich wie WW) wieder auf “paar-und-60″ ab.
Die hielt ich dann die folgenden zwei Jahre auch ganz gut, ging ins Fitnessstudio und fühlte mich wohl. Dann kam meine erste Hochzeit. Ich wog 62 kg und fühlte mich schön. Und glücklich. So glücklich, dass ich im darauffolgenden halben Jahr vor lauter Wohlsein über 10 kg zunahm!
Und mit dem absoluten Spitzengewicht von 75 kg startete ich dann in meine erste Schwangerschaft. In dieser nahm ich 25 kg (!!!) zu und weitere 10 davon blieben auch nach der Geburt an mir haften. 85 kg!!! Oje! Mit einer Formuladiät schaffte ich es nach ca. 1 1/2 Jahren wieder runter auf 75 kg, fraß mir diese dann aber ein weiteres Jahr später aus Liebeskummer wieder an.
Mit 87 kg lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, nahm aber dann in der ersten Zeit (Luft und Liebe!) auf 82kg ab. Ich kann es nicht mehr beschwören, aber ich glaube sogar, ich schaffte es zeitweilig wieder unter die 80kg-Marke. Dann kam der total stressige Alltag – neuer Job in neuem Bundesland, arbeiten bis zum Umfallen – und ich landete wieder bei 87 kg. Damit wurde ich zum zweiten Mal schwanger. Ich schwor mir, dieses Mal nicht so viel zuzunehmen, schaffte es aber nicht wirklich, denn ich musste in der ersten Zeit viel liegen und diese Zeit fiel auch noch in die Weihnachtszeit – ich nahm schon in den ersten 12 Wochen 5 kg zu! Insgesamt waren es dann doch wieder 23 kg plus und wieder blieben mir ca. 10kg übrig, also wog ich nun 96kg. An denen war auch die folgenden Jahre nicht zu rütteln. Ich ließ mich aber auch gehen, hatte einfach keine Lust mehr auf das ewige Hungern und Aufpassen. Traurig war ich trotzdem, wenn ich Bilder von mir sah.
Mit 96 kg wurde ich zum dritten Mal schwanger. Dieses Mal wirklich mit guten Vorsätzen. Bis zur 12. Woche hatte ich gerade mal 2 kg plus, was durch Wasseransammlungen bedingt war . Dann kamen Weihnachten und Ostern und es ging doch wieder steiler bergauf als gewünscht. Kurz nach Ostern erwischte mich die Breitseite: Schwangerschaftsdiabetes! Kein Wunder…. Mein Glück, kann ich aber im Nachhinein nur sagen! Ich nahm durch die Ernährungsumstellung in der Schwangerschaft 7 kg ab und hatte zum Ende hin das Gewicht, das ich bei meiner ersten SS zur Geburt hatte! Nach der Entbindung wog ich deutlich weniger als vor der SS und fühlte mich super!
Ich hatte so fest vor, die Ernährung so beizubehalten, aber der Stress kam, die Schlaflosigkeit kam, das blähungsgeplagte Kind kam und alles kam anders. Inzwischen wiege ich wieder schreckliche 96 kg. Grauenhafte 33 kg über meinem früheren Wohlfühlgewicht.
Ich weiß, dass ich dieses Gewicht nie wieder erreichen werde, aber unter 80 kg zu kommen wäre schon traumhaft. Ich will unbedingt runter davon, alleine schon aus gesundheitlichen Gründen – der Diabetes droht, meine Gelenke ächzen jeden Tag mehr und weitere Wohlstands-Krankheiten sitzen in den Startlöchern.
Seit gestern habe ich es endlich geschafft, anzufangen. Ich habe mir ein Süßigkeitenverbot auferlegt, dazu zählen neben den klassischen Dickmachern wie Schokolade, Chips und Gummibärchen auch Kuchen und Kekse, Fruchtjoghurts und Puddings, Marmelade und Honig sowie mein heißgeliebter Bio-Himbeersirup, der täglich den Weg in mein Wasserglas fand. Außerdem vesuche ich, meine Ernährung insgesamt wieder eher in Richtung blutzuckerschonend zu ändern. Also viel Vollkorn, viel Gemüse, wenige Kohlenhydrate. Nur die Milchprodukte, die bei mir in der SS leider auch immer einen deutlichen Blutzuckeranstieg verursachten, die gönne ich mir weiterhin. Ich liebe meinen morgendlichen Milchkaffee, ich liebe Quark und Co und das gönne ich mir jetzt trotzdem noch. Immerhin stille ich noch. Einmal in der Woche am Wochenende habe ich vor, mir eine kleine Sünde zu leisten, denn sonst halte ich das nicht durch, das weiß ich.
Ich hoffe sehr, dass ich nicht wieder schwach werde! Ich will eine fitte Mama sein, kein keuchendes Walross….
Am Dienstag war ich mal wieder bei einem Vorsorgetermin. Unser Großer war auch dabei, um das Knöpfelchen mal in Aktion zu erleben. Der Doc hat sich total nett Zeit genommen, um ihm die grau-in-grauen Ultraschall-Schemen genau zu erklären, bis er auch was erkannte.
Ansonsten ist alles in Butter, was ich auch nicht anders erwartet hatte. Was Schönes: in den beiden anderen Schwangerschaften hatte ich bis zur 16. Woche jeweils bereits 7 kg (!!!) zugenommen, in dieser sind es bis jetzt gerade mal vier – und das über die Weihnachtsfeiertage und mit meinen Wassereinlagerungen, die nun leider doch langsam mehr werden… Mann, bin ich froh!






