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Seit ein paar Tagen treibt mich eine Frage um, die unseren nahenden Urlaub betrifft. Wir haben Anfang des Jahres eine Woche Kinderhotel mit “all inclusive”-Verpflegung gebucht, ohne groß drüber nachzudenken. Als wir das letzte Mal in so einem Hotel waren, gab es die Maus noch nicht und der Kurze konnte noch alles essen. Der Große hatte zwar seine Farbstoff-Unveträglichkeit, aber ihn von den regenbogenfarbigen Limonaden wegzuhalten, war eigentlich kein größeres Problem.
Nun sieht aber alles anders aus:
1. Die Maus
Weizenunverträglicheit. Und zwar so richtig. Kleinste Mengen, z.B. in einer Soße, reichen aus, um ihre Haut rauh und juckig zu machen. Sie beginnt dann, zu kratzen und nach kurzer Zeit ist alles von blutigen Kratzspuren übersät und sie ist extrem jammerig und schläft schlecht. Kein Wunder, wenn einen alles juckt!
2. Der Kurze
Fruktoseintoleranz. Und zwar zur Zeit sehr akut, weil er im Kindergarten ohne mein Wissen viel zu viel Obst gegessen hat. Was faktisch bedeutet, dass ich ihn ernährungstechnisch für ca. 4-6 Wochen komplett von Fruktose runterfahren muss, um die Bauch- und Kopfschmerzen, die er zur Zeit quasi ständig hat, sowie die ebenfalls daraus resultierenden starken Stimmungsschwankungen wieder wegzubekommen.
Und das ist sehr einschränkend. Es ist nicht nur mit Obst weglassen getan, nein auch fast kein Gemüse geht, kein Vollkorn, kein Roggen, keine Gerste, kein Soja, kein Haushaltszucker, Honig, Marmelade, folglich auch kein Keks, kein Stück Kuchen, kein Eis, absolut nichts Süßes, das es im Allgemeinen auf “all inclusive-Buffets” so gibt.
3. Der Große
Die unkomplizierteste Person hier im Haus. Er muss nur künstliche Farbstoffe und Kohlensäure meiden. Das ist übersichtlich und wenig problematisch. Außerdem war er immer schon ein sehr kooperatives Kind.
4. Ich
Weizenunverträglichkeit. Aber nicht soo wild. Ich bekomm ne unreine, fleckige Haut davon und Blähungen. Das wars. Ob ich mir das gebe oder nicht, kann ich spontan entscheiden.
Absolut keinen Zuckerkonsum. Und zwar auch kaum Obst. Denn ich streife am Diabetes entlang und wenn ich vermeiden will, dass das so richtig ausbricht, muss ich mich wirklich daran halten. Wenn ich sündige, straft mich mein Körper mit einem hohen Blutzuckerspiegel, der mich extrem müde und schlapp werden lässt.
5. Der Göttergatte
Aus gesundheitlichen Gründen kein Zucker. Es passiert nicht viel, wenn er sündig, außer dass er zunimmt und folglich schlechte Laune bekommt.
Aber er ist seit Monaten wahnsinnig standhaft und hat kein Fitzelchen Süßes zu sich genommen, was ich sehr beeindruckend finde. Er sitzt stoisch an einer Kaffeetafel und guckt den anderen beim Kuchenessen zu. Sehr cool! Ich bin so stolz auf ihn!
So sieht das also aus. Am schlimmsten hat es definitiv den Kurzen getroffen. Und ausgerechnet er ist auch der, dem solche Dinge am schwersten fallen. Er liebt Süßes und er hasst Einschränkungen aller Art.
Und ich sehe uns also dort vor diesen Riesenbuffets stehen und Dreiviertel der Nahrungsmittel gehen für irgendeinen am Tisch nicht. Ich fürchte Heularien vom Kurzen und von der Maus, wenn Dinge am Tisch gegessen werden, die sie nicht dürfen. Wir können aber auch nicht verlangen, dass alle nur noch essen, was für alle geht, denn dann bleibt nicht mehr viel übrig.
Was ich mir schon komplett abgeschminkt habe, ist die Teilnahme an der “Nachmittagsjause”. Den Anblick all der Kuchen und Torten kann ich mir sparen, da außer dem Großen sowieso keiner davon essen darf. Der kann ja zum Glück schon alleine hingehen und es sich gut gehen lassen…
Und weiterhin? Ich werde wohl die Küche vorwarnen müssen, vor allem für die Abendgerichte und vor allem wegen der Weizengeschichte. In Hauptgerichten ist per se nicht viel Zucker enthalten, deshalb bedeuten sie für meinen Mann und mich kein Problem, und für den Kurzen können wir die Dinge aussuchen, die gehen.
Außerdem habe ich mir überlegt, ob ich die Kinder irgendwie anderweitig belohnen kann, wenn sie auf ihre Unverträglichkeiten achten und nicht rumtoben, weil es eben kein Eis gibt. Mit Bonuspunkten, für die sie sich am Ende vom Urlaub was aussuchen dürfen oder so.
Und wir werden natürlich auch eigene Nahrungsmittel mitnehmen. Süßigkeiten, die der Kurze essen darf (alles nur mit Traubenzucker Gesüßte geht), Getränke, die er verträgt. Kekse aus Dinkel für die Maus. Stevia zum Süßen, denn das vertragen zum Glück alle!
Trotzdem habe ich Bauchgrummeln bezüglich des Urlaubs. Es ist so schade, dass man nicht einfach unbeschwert drauflos essen kann, einfach Spaß haben und genießen. Hätten wir das vor ein paar Monaten schon gewusst bzw. uns bewusster gemacht, hätten wir wohl einen anderen Urlaub gebucht. Einen mit Selbstverpflegung…. denn ich bin mir noch nicht sicher, was stressiger ist – selber kochen (zur Zeit sehr aufwändig und mit viel Sonderregeln verbunden) oder Spießrutenlaufen im Pradies der verbotenen Dinge….
Wenn jemand noch eine gute Idee hat, wie wir diese Woche einigermaßen ungestresst durchstehen können, dann immer her damit! Ich bin für jeden Gedankenanstoß dankbar!
Heute Nachmittag sind wir alle Mann hoch auf eine Geburtstagsparty eingeladen und wenn es gilt, etwas zum Buffet beizusteuern, werde ich in den meisten Fällen um mein Tiramisu gebeten. Es ist ein Rezept von einem Koch aus meinem Bekanntenkreis und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ohne rohes Ei und mit der Hälfte der Kalorien eines klassischen Tiramisu auskommt.
LEICHTE TIRAMISU
Rezept für eine große flache Auflaufform: (ca. 20x30x5 cm)
Zutaten: Für den Pudding
- 1,2 l Milch (1,5%)
- 4 Pckg. Vanillepuddingpulver
- 160g Zucker
- 800g Magerquark
- 320g Zucker
- 8cl Cognac (oder anderen Weinbrand)
- 400g Sahne
- 6-8 Tässchen abgekühlten Espresso
- viiieeele Löffelbisquits (ca. 80 Stck.) –> normale Größe, nicht die extragroßen
- Kakaopulver
Zuerst aus den angegebenen Zutaten einen dicken Pudding kochen und abkühlen lassen, dabei immer wieder durchrühren, damit keine Haut entsteht. Er soll gar nicht ganz eiskalt werden, denn sonst wird er zu fest und lässt sich nicht mehr so gut in die Creme einrühren.
Quark, Zucker und Cognac mit einem Handrührer ca. 5 Minuten lang in einer großen Backschüssel (!) gut durchrühren, bis eine cremige Konsistenz entsteht und die Zuckerkristalle aufgelöst sind. Den lauwarmen Pudding löffelweise unterrühren, bis eine glatte Creme entstanden ist.Jetzt die Sahne steif schlagen und mit einem Teigschaber unterheben.
In die flache Form zuerst eine Schicht Creme geben, dann in Espresso getunkte Löffelbisquits dicht an dicht auflegen. Den Espresso dazu am besten in einen Suppenteller schütten. Weiter abwechselnd schichten (gibt in meiner 5cm-Form 2 Löbi- und 3 Creme Schichten). Mit einer Schicht Creme abschließen, flach streichen, mit Frischhaltefolie bedecken und mind. 15 Std. im Kühlschrank durchziehen lassen.
Vor dem Servieren dick mit gesiebtem Kakaopulver bestäuben.
Mir bleibt immer ein kleiner Rest Creme übrig, den ich dann in zwei Schälchen verteile und mit getränkten Löbis und Kakao meinem Mann und mir sofort zum Verzehr reiche
Schmeckt definitiv etwas anders als eine klassische Tiramisu, aber nach Aussage viiiiieeeler Konsumenten sehr sehr lecker und eben lange nicht so “Klotz-im-Magen”-mäßig wie die schwere Mascarponecreme.
SCHOKO-MANDARINEN-KINDERTIRAMISU
Da ich dieses Rezept gestern zum ersten Mal erdacht und ausprobiert habe, kann ich Euch noch keine genauen Angaben darüber machen, welche Schüsselgröße am besten passt. Es ist vom Prinzip her ca. die halbe Menge des obigen Rezepts, kann aber natürlich auch entsprechend gedoppelt werden.
Zutaten: Für den Pudding:
- 600ml Milch
- 80g Zucker
- 2 Pckg. Vanillepuddingpulver
Für die Cremegrundlage:
- 400g Magerquark
- ca. 1/4 Fläschchen Orangenaroma, ggf. einige Tropfen Rumaroma
- 150g Zucker
- 40 ml Milch
- 200g Sahne
Zum Schichten:
- Löbis
- Orangensaft
- Kakaopulver
- ein Schuss Schlagsahne
- Schokostreusel
- 2-3 Mandarinen
Den Pudding und Cremegrundlage wie im oberen Rezept beschrieben zubereiten, dann ebenso mischen und zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben.
Die Mandarinen mitsamt der dünnen weißen Haut schälen, dann filetieren, die Filets nochmal hälfteln, dabei den Saft auffangen. (Geht bestimmt stattdessen auch mit “Dosenmandarinen”, wenn es schnell gehen soll bzw. man das mag.)
Den Mandarinensaft mit etwas Orangensaft mischen, einen Schuss Sahne zugeben und mit einem Schneebesen ca. 1 EL Kakao unterrühren. Das dauert ein Weilchen, aber die Sahne fungiert als Emulgator und nach und nach wird es. Von der Menge her etwa einen Suppenteller voll.
Nun gehts ans Schichten: Eine Schicht Creme, darauf die in die Kakao-Saft-Mischung gut eingetunkte Löbis schichten, dann wieder Creme. Darauf die Mandarinenspalten verteilen, nach Gusto Schokostreusel drüberstreuen und mit der nächsten Schicht Löbis weitermachen. Mit einer weiteren Schicht Creme abschließen und ebenfalls mind. 15 Std. zum Durchziehen kaltstellen. Vor dem Servieren mit Kakao überstäuben.
Die Kinder waren begeistert davon. Mir schmeckts auch sehr gut.
Pizza zum Selberbelegen, yummie! Nur schade, dass bei den Jungs doch immer nur die üblichen Verdächtigen (Schinken, Salami, Käse) auf dem Teig landen, egal wie oft ich Paprikawürfel, frische Champignonscheibchen, Mais, Zwiebeln, Oliven, Cocktailtomaten usw. bereitstelle. Der Kurze jammert ja sogar, wenn die Pizzatomaten stückig sind, am liebsten wäre ihm eine ketchup-ähnliche Konsistenz.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf… und uns Großen schmeckt die Auswahl sehr gut. Außerdem gab es noch Artischockenherzen und Thunfisch. Manchmal (aber heute nicht) gibts noch Pepperoni, Ananasstückchen, Krabben, Schafskäse, Mozzarella.
Einen Gutteil der ggf. übriggebliebenen Reste verarbeite ich am selben Abend dann immer in einem großen Salat (wobei wir den auch meist im “Baukastensystem” auf den Tisch stellen, damit überhaupt welcher gegessen wird…. )
Wer hat noch mehr Ideen, was man alles auf eine Pizza legen kann?
Ansprechende Tischdeko mit geringem finanziellen und körperlichen Einsatz
Einen Tisch passend zum Anlass zu decken, macht immer was her. Wenn Besuch da ist, ist es auch immer selbstverständlich, eine entsprechend herausgesuchte Serviette an jeden Platz zu legen. Servietten sind ideale Deko-Hilfsmittel, weil sie tolle Farbakzente und passende Motive zum runden Gesamteindruck beisteuern können.
Aber sind wir mal ehrlich – wenn wir nur mit der Familie alleine sind (ok, an Weihnachten, Ostern usw. mag das noch angehen) – dann ist es mir persönlich oft zu schade, die schönen Papierservietten aufzulegen. Die Kids knüllen sie zusammen, wischen einmal den Mund dran ab und – Peng! – schon hat man wieder was für den Müll.
Alternativ kann man natürlich mit Stoffservietten arbeiten – aber zum einen hat wohl kaum jemand zig Stoffservietten-Sets zu verschiedenen Anlässen und zum anderen bedeuten Stoffservietten auch immer sofort wieder erhöhtes Wäscheaufkommen. Und wer schon mal versucht hat, aus einer weißen Stoffserviette Nu.te.lla- oder K.aba-Flecken herauszuwaschen, der weiß, warum ich der Meinung bin, das auch diese Alternative in einer Familie mit Kindern nicht unbedingt praktikabel ist.
Ich habe vor ein paar Jahren eine wirklich gangbare Möglichkeit gefunden, die immer wieder für Begeisterung sorgt und zum einen den Wäscheberg kleinhält und zum anderen den Mülleimer nicht übermäßig füllt.
Besagte Papierservietten verwende ich nämlich nicht als Servietten, sonder als Platzsets. So können sie ihre Wirkung schön entfalten, werden aber so gut wie nicht verschmutzt. Klar, ab und zu wird mal eine nass oder doch beschmiert, dann kommt sie weg. Aber die meisten kann ich nach dem Essen wieder zusammenfalten und weglegen, bis sie das nächste Mal als Tischset zum Einsatz kommen. Grob geschätzte 3-4 Mal kann man so eine Serviette locker wiederverwenden.
Wenn wir alleine (also nur im Kreise der Familie) sind, verwenden wir zum Mäulchenputzen sowieso am liebsten feuchte Waschlappen und wir Großen brauchen selten eine Serviette. Wenn, verwenden wir Küchentücher. Alternativ habe ich auch eine Auswahl an einfachen, kleinen Papierservietten in meinen gängigen Lieblingsfarben im Vorrat. Eine davon passt eigentlich immer zur untergelegten Edel-Motivserviette.
Wenn wir Besuch erwarten, kommen entweder auch die kleinen unifarbenen Servietten in ihrer eigentlichen Funktion zum Einsatz oder ich decke auch auf dem Teller die “guten” großen Motivservietten. Was sich auch schön macht, sind abwechselnd gedeckte Motiv- und Uniservietten, sowohl als Platzdeckchen als auch auf dem Teller.
Hier ein paar Beispiele:

Ein "nur mal eben so" für den Besuch einer lieben Freundin zum Frühstück gedeckter Tisch - als Sets große gelbe Servietten, obenauf kleine grüne

Mein letztes Geburtstagsfrühstück - als Sets große Servietten mit Geburtstagsmotiv, obenauf kleine mit geometrischem Retromotiv

Hier die "schlichte" Variante für den kleinen Geburtstags-Kaffee innerhalb der Familie - nur große Motivservietten untendrunter

Kleiner Kinder-Ostertisch - unten einfache große mit bunten Streifen, obenauf kleine Motivservietten

Mittagessen in der Familie - zur Abwechslung mal "schön gedeckt" mit Motivservietten unten und kleinen unifarbenen obenauf
Die meisten der gezeigten Bilder sind “Anlässe”, aber das liegt schlichtweg daran, dass ich ja an “normalen” Tagen nicht unbedingt den Tisch fotografiere… Und außerdem mache ich das ja auch gar nicht jeden Tag. Meistens gibts bei uns untendrunter gar nichts und zum Abputzen die oben schon erwähnten feuchten Lappen bzw. Küchentücher.
Vielleicht inspiriert euch das Gezeigte ja aber trotzdem ein wenig…
Mein Mann und ich haben heute spontan beschlossen, am kommenden Wochenende abends mal ohne die Kinder und ganz in Ruhe ein paar Plätzchen zu backen. Und da freu ich mich jetzt schon sehr drauf! Ich stell mir das so vor, dass wir uns schöne Musik anmachen und dann zusammen werkeln – vielleicht auch mit einem Tässchen Glühwein dabei. Hach, schööön!
Der Mann und ich sollten eigentlich fett- und zuckerarm essen.
Die Maus und der Kurze vertragen beide keine Fructose – also kaum bis kein Obst.
Die Maus hat zusätzlich eine relativ neu festgestellte Weizenunverträglichkeit.
Der Große verträgt keine künstlichen Farbstoffe (das ist allerdings noch das kleinste Problem) und hat vor zwei Wochen beschlossen, dass er ab sofort vegetarisch leben möchte.
Abgesehen von diesen wirklichen Verboten isst noch der Kurze so gut wie keine Rohkost (Gurke, Tomate, Paprika, Karotte – alles bäh!)
An zubereitetem Gemüse wird von den beiden Jungs so gut wie alles verschmäht außer Karotte und Brokkoli… *seufz* …und natürlich die gute alte Tomatensoße, in die ich so gut wie jedes Gemüse schon hineingeschummelt habe…
Ich selber darf keine rohen Äpfel, keine rohen Karotten und keine Haselnüsse essen.
Mein Mann verträgt kein Ei.
…
Oh Mann!!!! Und da soll frau noch abwechslungsreich und gesund kochen / servieren??? Ich war schon bisher manchmal echt angefressen, weil mir außer den gefühlten fünf Rezepten, die sich als gangbar erwiesen haben, schon kaum noch was einfiel… und jetzt die Weizenunverträglichkeit. Dadurch fallen auch viele schnelle Gerichte wie Tortellini, Gnocchi, selbergemachte Burger etc. weg. Ich bin grad ziemlich ratlos.
Aber heute war ich mal wieder im Bioladen und hab dort rumgekramt – und bin über eine Falafel-Fertigmischung gestolpert. Ich liebe Falafel! Die habe ich in meiner Studienzeit in Freiburg soo oft und gerne gegessen. Also besorgte ich noch Ciabattasemmeln (als Fladenbrotersatz – das gibts ja nur aus Weizen) , Salat, frische Tomaten und Joghurt und fuhr fröhlich gen Heimat.
Salat rupfen, waschen und schleudern, Tomaten waschen und in Scheiben schneiden, eine Zwiebel ebenfalls in Ringe schneiden und alles in Schälchen auf den Tisch packen. Die Joghurtsoße habe ich aus Naturjoghurt, fein zeriebenen Nanaminzeteeblättern, Knoblauchpulver und Salz selber angerührt. Eigentlich wollte ich gerne noch Kardamom hineintun, hatte aber leider keine Schoten mehr. Und was soll ich sagen? Sie schmeckte super! Genau wie zu früheren Zeiten!
Die Falafel nach Packungsanweisung vorbereiten (ich salze meist nochetwas nach, die Biosachen sind oft sehr vorsichtig gesalzen) und dann in Olivenöl ausbacken.
Alles zusammen in eine aufgeschnittene Ciabattasemmel packen und genießen! Soooo lecker! Und das Beste: die Maus und der Große waren angetan! Wer hätte das gedacht? Uff, wieder ein neues Rezept für den Menüplan.
Wer übrigens trotz diesem Verbots-Chaos oben noch ein Rezept weiß, der schreie “Hier”!
Ich konnte übrigens den Großen inzwischen davon überzeugen, nicht ganz auf Fleisch zu verzichten, sondern hier Zuhause wenigstens die Bio-Fleisch- und Wurstwaren mitzuessen, da es ihm hauptsächlich um den schrecklichen Umgang mit den Tieren ging. Sonst wüsste ich echt langsam nicht mehr weiter…..
Letzte Woche haben wir uns einen Sandwichtoaster bestellt – als Punkteerlös von den “blauen Rabattpunkten”. Seitdem sind wir hier am Experimentieren und Rezepte raussuchen. Neueste Eigenkreation sind nun diese Apfeltaschen-Sandwiches. Sie schmecken superlecker, ein bisschen nach warmem Apfelkuchen, ein bisschen nach Winter und Weihnachtszeit. Dieser Artikel ist ohne Foto, denn von außen sehen alle Sandwiches gleich aus und ich habe vergessen, Fotos vom Herstellungsprozess zu machen.
Zutaten für einen Toast:
- 2 Scheiben Vollkorntoast
- etwas Butter
- Quark
- Zimtzucker
- ein Viertel Apfel
Den Sandwichtoaster vorheizen. Eine Toastscheibe mit Quark bestreichen, nicht zu dünn, nicht zu dick – wer öfters mal Sandwiches macht, weiß, wie ich es meine. Den Quark großzügig mit Zimtzucker bestreuen. Apfelviertel schälen und Kernhaus entfernen, dünne Spalten schneiden und auf dem Toast verteilen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit ein paar zusätzlich verteilten Rosinen lecker schmeckt. Die zweite Toastscheibe auflegen und außen dünn mit Butter bestreichen. Diese Seite nach unten in den Toaster legen und auch die Oberseite dünn mit Butter bestreichen. Toaster schließen, backen und genießen!
Dieses Rezept habe ich zum ersten Mal zur Feier unseres “echten” Zusammenzuges” gekocht – wir hatten die erste gemeinsame Wohnung zwar schon ein halbes Jahr zuvor bezogen, ich musste aber noch in Baden-Württemberg mein Schuljahr beenden und konnte so nur am Wochenende daheim sein. Als dann die Sommerferien begannen – und damit auch endlich bald mein Schuldienst in Bayern – beschloss ich, dass das gefeiert werden sollte. Es war Ende Juli und brütend heiß. Was kocht man bei solchen Temperaturen, wenn man nicht nur Eis und Longdrinks servieren will? – Hmmm… dann kocht man eben etwas aus der Küche eines “heißen” Landes, dachte ich mir, und griff zu meinem Karibik-Kochbuch.
Traditionell ist dies ein “Große Leute Essen” für uns geblieben, d.h. besonderen privaten Anlässen und erwachsenem Abendgästebesuch vorbehalten. Deshalb kann ich auch nichts dazu sagen, wie es Kindern schmeckt, aber da sind eh alle verschieden! Wir zwei lieben dieses Gericht jedenfalls und genießen es jedes Mal sehr. Was ich unglaublich klasse finde, ist die Einfachheit der Zutaten – vielleicht sind es nicht unbedingt für hier übliche, aber es kommen jedenfalls keine tausend Gewürze oder komplizierte Soßen dazu und so kann jede Geschmackskomponente schlicht und einfach für sich wirken. In ihrer Kombination – die auf jedem Gabelbissen wieder eine etwas andere ist – schmecken sie einfach himmlisch.
Zudem schätze ich das Rezept sehr, weil man es sehr gut vorbereiten kann, indem man den Reis vorkocht und die anderen Zutaten schon geschnippelt im Kühlschrank aufbewahrt. Eine gute halbe Stunde vor dem geplanten Essen einfach alles aufs Blech packen, mit den Gästen einen Drink zu sich nehmen – fertig!
Rezept – ergibt ca. 5-7 Portionen, je nach Hunger…
- 500g Krabben (frisch oder tiefgefroren)
- 500g mageres Kassler (ohne Knochen!)
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Zwiebeln
- 3 Zitronen unbehandelt
- 1 Bd. Frühlingszwiebeln
- 1 Bd. glatte Petersilie
- 600g Langkornreis (parboiled, damit er nicht klebt)
- Olivenöl
- 1 Liter Hühnerbrühe oder Fischfond
- 100g getrocknete Mangos
- 100g Cashewnüsse
- 1 EL rosa Pfefferkörner
- schwarzer oder bunter Pfeffer frisch aus der Mühle
Knoblauch und Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Die getrockenten Mangos in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf 2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anbraten, dann Reis und rosa Pfefferkörner zugeben und andünsten. Hühnerbrühe / Fischfond angießen, Mangowürfel dazugeben, alles aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Min. ausquellen lassen.
Backofen auf 240°C Ober-Unterhitze oder 210°C Umluft vorheizen.
1 Zitrone auspressen und über die Krabben träufeln. Kassler in feine Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in dünne Ringe schneiden.
Ein Backblech mit Backpapier belegen oder/und mit 2 EL Olivenöl bepinseln, den ausgequollenen Reis darauf verteilen und mit Krabben, Kassler, Cashewnüssen und Frühlingszwiebeln bestreuen. Mit ca. 2 EL Olivenöl beträufeln (so stehts im Rezept, ich selber geh halt mit dem Finger auf der Flasche ein paar Mal drüber.)
In den heißen Backofen schieben und 25 Minuten überbacken.
Petersilie hacken, restliche Zitronen (ich nehm meistens mehr als 2) inScheiben schneiden.
Jetzt entweder die einzelnen Teller oder eine große Platte mit Petersilie bestreuen und mit Zitronenscheiben rundherum außen belegen. Den Reis in der Mitte auftürmen und mit frischem Pfeffer übermahlen.
Das Gericht schmeckt frisch und warm hervorragend, man kann es aber auch sehr gut kalt als “Salat” auf einem Buffett servieren.
Aus: Karibik, Dagmar von Cramm, Gräfe und Unzer, 1988
Wenn einen schon die Kinder fragen, wann es denn mal wieder Salat zum Mittagessen gibt, muss frau einfach schnell einen generieren, und wenns nur aus übrig gebliebenen Resten ist, weil man aus Krankheitsgründen seit 5 Tagen nicht einkaufen war….

Eisberg und Tomate mit der Lieblingssoße des Großen - Grundlagen: Balsamico, Bruno Fischer Würzl und ein Schuss Süße
Seit 9 Tagen ist hier nun ununterbrochen einer krank. Zuerst der Kurze, dann die Maus, am Samstag der Göttergatte (heute immer noch malad) und seit gestern nun auch ich. Nur den Großen hat es noch nicht erwischt…. Ach ja, es ist übrigens einer der Myriaden Virusinfekte, die so rumschwirren. Dieser hier hat Kopfweh superb und Fieber im Angebot, garniert mit Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen. *seufz*








