Gedankenkreiselei

Seit ein paar Tagen kreise ich. Nicht wirklich, sondern meine Gedanken kreisen. Um die Geburt. Eigentlich hatte ich vor, einen geplanten Kaiserschnitt machen zu lassen. Aus mehreren Gründen:

  • Ich hatte bereits zwei Kaiserschnitte, jedes Mal deswegen, weil die Geburt einfach nicht weiterging. Die Kinder drehten sich partout nicht in den Geburtskanal ein, wahrscheinlich liegt es an der Form meines Beckens.
  • Ich brauche nach der Geburt unbedingt bestimmte Vorkehrungen, damit es mir mit meinem kaputten Rückgrat (angeborene Fehlbildung knapp überm Kreuzbein) nicht total besch…en geht. Als da wären: Babybay und elektrisch verstellbares Krankenbett, Hochlagerung der Beine.

Da es in der Klinik, in der ich auch den Kleinen bekommen habe, nur sehr wenige elektrische Betten gibt, ich aber ansonsten sehr zufrieden war, kam ich auf die Idee: Wenn es eh ein Kaiserschnitt sein muss, dann plane ich ihn eben und habe dann alles, was ich brauche, denn ich muss ja auch nach mir gucken. Womit wir übrigens wieder beim Thema „Kompromisse“ wären..

Nun, was soll ich sagen? Je näher der Termin rückt, desto klarer wird mir, dass ich mit der Vorstellung null leben kann, das Knöpfelchen auch nur einen Tag vor dem Zeitpunkt, den es selber bestimmt hätte, einfach aus seiner Höhle „herauszurupfen“.

Mir ist das zutiefst suspekt und ich weiß auch, dass der Start viel besser gelingt, wenn das Baby selber bereit ist – mein Großer wurde 2 1/2 Wochen zu früh geboren, weil ich einen Blasensprung hatte und er hatte viel größere Startschwierigkeiten (wenn sie auch nicht „schlimm“ waren) als der Kleine, der fast termingenau auf die Welt kam.

Und nun soll ich mich hinstellen und von vornherein festlegen, dann und dann kommst du raus da, basta. Ein Graus! Ich kann das nicht! Eine gute Freundin von mir meinte, ich solle auf jeden Fall den Arzt des KH darauf ansprechen und wenn er nicht mitmacht, was ich will (nämlich warten, bis es wirklich losgeht, ruhig noch ein paar Wehen durchmachen und dann ins KH und Kaiserschnitt), dann soll ich mir doch einfach ein anderes KH suchen. Recht hat sie. Aber ich weiß auch nicht, wie ich eines finden soll. Ich kann ja jetzt schlecht anfangen, jede Münchner Entbindungsklinik abzutelefonieren, ob sie genügend elektrisch verstellbare Betten haben, oder??? Ich hab auch keinen Nerv, deswegen alle Infoabende abzuklappern (denn das meiste dort betrifft mich ja eh nicht). Meint ihr, die Hebamme könnte über sowas Bescheid wissen? Ich bin so unschlüssig, was ich tun soll. Hat jemand einen Tipp für mich?

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4 Gedanken zu „Gedankenkreiselei

  1. Welche Klinik hattest Du denn in Erwägung gezogen?
    Ich weiss nur, dass sie in Großhadern Babybays haben. Über elektrische Betten weiss ich nichts, aber die Wochenstation ist sehr groß und damit vielleicht eher für so was gerüstet. Ruf doch dort mal an… (da gibt es eine Schwangeren-Ambulanz, die können bestimmt auf die Wochenstation verbinden…)

    Von den anderen Kliniken weiss ich wenig, leider – war zwar auf Infoabenden, aber darüber wurde nichts gesagt, verständlicherweise.

    • Ich war beim letzten Mal in der Geisenhoferklinik. Die sind halt „mini“ und haben deswegen wenig Ressourcen, hab auch schon überlegt, dass ich mit meinem Anliegen wahrscheinlich in einer großen Klinik besser aufgehoben bin. 🙂 Das Babybay wär nicht mal das Problem, das könnt ich sogar selber mitbringen, wenns sein muss (und sein darf, wer weiß). Dank Dir für den Tipp!

  2. Ich habe keinen blassen Schimmer. Frau Schussels Idee ist gut. Ich stelle es mir wirklich schwer vor, sich gegen die ganzen Ärzte durch zu setzen, anstatt auf die Zeichen des Kindes zu lauschen. Damit täte ich mich sicherlich auch schwer, wenn eine Schnittentbindung nötig werden würde. Ich hoffe, du findest einen Ort wo du dich wohlfühlen kannst!

  3. Ich kann nun von mir berichten, das mein 2.Sohn am 19. per geplanten Kaiserschnitt zur Welt kommen wird. Der erste war ein Notkaiserschnitt, ähnlich wie bei Ihnen. Der Kleine wird nun 9 Tage vor Termin geholt – später wollte der Arzt nicht. Er meinte aber beim Vorgespräch, das wenn ich normal entbinden würde (also versuchen) dann wären die eh im Hinterkopf auf einen Kaiserschnitt eingestellt, eben durch die Vorgeschichte. Ich habe mich für den Kaiserschnitt entschieden, weil mir meine Frauenärztin nach der Geburt des 1. mitteilte, das man in so einem Fall froh ist, das dass Kind noch lebendig auf die Welt kam – die Ärzte haben einfach zu lange gewartet, anstatt zu handeln und dem Risiko will ich mich und dem Kind nicht noch mal aussetzten.

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