Die Maus ist 9 Monate alt – ein 3/4 Jahr!

Wow, du kleine Madam, ich kann es kaum fassen – nur noch drei Monate und wir feiern deinen ersten Geburtstag! Du kleine Maus hast in den letzten Wochen wieder mordsmäßig geschubt und warst auch ca. 2 Wochen lang ziemlich anstrengend. Sehr anhänglich, schlecht schlafend, weinerlich. Zumindest tagsüber bist du aber jetzt wieder die „Alte“ – gut gelaunt, neugierig und schlichtweg cool.

Hier die Facts des Monats:

Wickeln und Umziehen ist dooooof! Die Wickelkommode war im ersten halben Jahr dein absoluter Lieblingsplatz – das ist zur Zeit komplett vorbei. Wenn ich dich nur hinlege, geht der Protest schon los. Mit Bürste, Socken, Klingelkäfer und Zahnbürste kann ich Dich jedoch meistens einigermaßen in Schach halten. Nur das Überziehen von Oberteilen nervt Dich zur Zeit so sehr, dass es dabei immer zu Geschrei kommt.

Das Aufstehen an unseren Möbeln ist zu langen Wanderungen an den Kanten entlang geworden. Im Affenzahn umrundest du so unser komplettes Wohnzimmer angefangen von der Schrankwand, über den Tisch zum Laufstall, dann weiter an der Couch entlang und wieder zurück. Du hast auch begonnen, an Stühlen aufzustehen und diese dann freudestrahlend durch den Raum zu schieben, bis du nicht mehr weiterkommst. Auf dem Weg zurück wird nicht gerobbt, sondern mutig an der Wand entlang gegangen, ganz ohne Festhalten, nur durch Abstützen.

Du wirst immer mutiger, stützt dich teilweise nur noch mit dem Oberkörper ab und spielst mit beiden Händen im Stehen. Oder hältst dich mit einer Hand fest, um dich hinunterzubeugen und etwas Heruntergefallenes vom Boden aufzuheben.

Fällst du doch mal um, rollst du dich inzwischen immer besser ab, kommst auch des öfteren schon auf dem Windelpopo zu sitzen, anstatt gänzlich umzufallen, was deinem Köpfchen sicher besser gefällt, als das baumlange Hinschlagen, das davor stattfand.

Ganz ab und zu krabbelst du ein paar „Schrittchen“, lässt dich dann aber gleich wieder in die bekannte Robb-Position fallen, in der du (noch) schneller vorankommst.

Inzwischen isst du eine Menge, am liebsten natürlich direkt vom Teller der Familienmitglieder. So hast du in den letzten Wochen schon Kartoffelknödel, Käsebrot, Spinatravioli mit Tomatensoße, Putenburger, Apfelkuchen und Spaghetti probiert. Deinen Gemüsebrei nimmst du eher gelangweilt zu dir oder verweigerst ihn ganz, den Getreide-Obstbrei magst du gerne. Gedämpftes Gemüse, Birnenschnitze, Bananenstücke, Brotscheiben, Reiswaffeln usw. hingegen vertilgst du mit Hingabe und schon sehr professionell. Am Esstisch übst du auch fleißig den Pinzettengriff, um noch die kleinsten Bröckchen aufzusammeln. Das klappt auch schon sehr gut, nur den Weg in den Mund finden sie noch nicht ganz, da du die falsche Stelle der Hand in den Mund schiebst und das Essen dann zu deinem Mißfallen oft außen runterfällt.

Schöner Nebeneffekt dieses Speiseplans: Deine Mama darf jetzt endlich wieder alles essen, denn du isst ja selber so gut wie alles und verträgst es auch, was bedeutet, dass auch etwaige Minimengen in der MuMi nicht ins Gewicht fallen. Abendliche Bauchweh-Schreiattacken gehören nun definitiv der Vergangenheit an und Mama hat schon Sate-Hühnchen und Schweinebraten mit Knödel genossen – lauter Dinge, die sie im letzten Dreivierteljahr doch etwas vermisst hat.

Ganz stark entwickelt hat sich dein Verstehen von Kommunikation und Interaktion. Du spielst jetzt aktiv, also auch von Dir selber ausgehend, „Geben-und-Nehmen“ und „Guguck“ und hast eine Riesenfreude daran, verstehst eine Menge von dem, was wir sagen und – wir sind selber platt – fängst bereits an, selber zu reden!

Das erste bewusst verwendete Wort war – wie könnte es auch anders sein – „Baba“. Zuerst waren wir uns nicht sicher, aber inzwischen ist es eindeutig, dass du das im Zusammenhang mit deinem Papa benutzt, z.B. wenn er den Raum betritt und du ihn freudestrahlend mit einem lauten „Baba!“ begrüßt.  Das zweite Wort ist „Wawa“. Ähem. Das soll definitiv „Mama“ heißen, auch wenn es sich etwas seltsam anhört. 😉 Häufig genutzt abends, wenn dein Papa dich beruhigen will, du aber lieber Mamas Br.ust haben willst und zwischen deinem lauten Gejammere immer wieder ein ganz deutliches „Wawa!!“ herauszuhören ist. Das dritte Wort, das du verwendest, ist „A-Be“, was „Lampe“ bedeutet. Immer wieder schaust du abends fasziniert an die Decke und flüsterst ehrfürchtig: „A-Be!“ und auch wenn wir auswärts sind, kommentierst du jede entdeckte Lampe stolz. Seit Sonntag ist deine Oma mit ihrem Jack-Russel-Terrier Lilly zu Besuch und schwupp gibt es ein neues Wort, nämlich „Hö-Di“ (Hundi). Wir sind ziemlich platt, kleine Maus! Du legst ja echt los….mal sehen, wann uns die Ohren dann bluten! 😉

Du wächst und wächst  – die ersten Stücke in Gr. 74 weden langsam knapp und so einiges in Gr. 80 beginnt zu passen. Und noch etwas wächst – genau heute früh habe ich das erste winzige Fitzelchen Schneidezahn in deinem Mund entdeckt! Unten links befindet sich ein kaum wahrnehmbares Löchlein im Zahnfleisch, durch das es weiß nach draußen blitzt.

Auf den Frühling freuen wir uns alle sehr, vorige Woche hast du schon zum ersten Mal selber die Außenwelt erkunden dürfen, bist zum ersten Mal durchs Gras gerobbt, hast mit Rindenmulch gespielt und im Sand gegraben. Davon bist du sehr angetan und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich richtig warm wird und du zwischen all den vielen Kindern auf dem Spielplatz so richtig mitmachen kannst.

Du bist so ein herziges kleines Mädchen, fremdelst kaum, lachst alle fröhlich an und nimmst die Welt mit großen Augen auf. Es ist eine tiefe Herzensfreude, dir beim Wachsen und Leben zuzusehen, mit dir die Welt zu entdecken und dich ganz nah herzukuscheln. Manchmal bin ich doch ein wenig wehmütig, weil du schon so „groß“ geworden bist. Bald werde ich kein Baby mehr haben und das tut mir in der Seele weh. Ach, wenn ich doch nur ein paar Jährchen jünger wäre und nicht schon drei Mal aufgeschnitten worden wäre, dann hättest du ganz bestimmt noch ein Geschwisterchen bekommen, da sind sich dein Papa und ich sicher. Wir lieben Dich so sehr, kleine Maus und wir freuen uns so darüber, wie wunderbar du dich entwickelst!

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