Die Maus war vor 3 Tagen 10 Monate alt

Der Monatsbericht kommt diesmal etwas verspätet – wir waren (und sind) mal wieder alle von einem perfiden, relativ allumfassenden Virus hingestreckt, der von Kopfweh über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, sowie Schnupfen, Husten und Triefaugen bis zu hohem Fieber eigentlich so gut wie nichts auslässt, was einen plagen kann. Letzten Samstag fing der Kurze an, dann zog am Montag die Maus nach. Ich selber kränkle seit Dienstag vor mich hin und seit Freitag hat es den Göttergatten erwischt. Nur der Große ist (bis dato) außen vor, der weilte ja bis gestern abend in Paris.

Nun aber trotzdem – Zeit wirds:

Die kleine Maus krabbelt nach einer wechselweisen Krabbel-Robb-Phase inzwischen ausschließlich, . Sie steht immer mal wieder kurz frei, zum Beispiel, um einen Gegenstand von der einen in die andere Hand zu wechseln und „rennt“ inzwischen an den Möbeln regelrecht entlang. Schön ist auch, dass sie jetzt wieder aus dem Stand gut nach unten kommt. Sie lässt sich auf den Po plumpsen oder bückt sich herunter, um dann auf die Knie zu gehen. Seitdem fällt sie weniger oft um, aber es passiert natürlich trotzdem immer mal wieder. Neulich ist sie mitsamt einem schweren Holzstuhl rücklings auf den harten Steinboden in der Küche geknallt – zum Glück ist nichts Schlimmes passiert!

Sie kommuniziert sehr niedlich, imitiert sehr deutlich unser „Hallo“ und winkt dabei, auch zum Abschied winkt sie, zum Beispiel, wenn jemand „Tschüss“ sagt. Sie spielt immer noch gerne „Geben und Nehmen“ und fordert das Spiel mit einem „Ke!“ (Danke!“) ein. Von dem, was wir reden, versteht sie immer mehr, man darf in ihrem Beisein zum Beispiel nicht mehr vom „Schlafen“ sprechen, sonst wird sie gleich grantig. 😉 Sie „spricht“ über Gesten, zum Beispiel klatscht sie in die Hände, wenn sie etwas haben möchte, oder sie wiegt den Oberkörper wie zum Tanz hin und her, wenn sie sich über etwas sehr freut. Wenn sie etwas Tolles gefunden hat, möchte sie es zeigen, guckt dann zu allen hin und reckt das besagte Objekt stolz in die Höhe. Überhaupt scheint es ihr immer schon wichtig, dass andere sehen, was ihr gefällt. Wenn ich z.B. mit ihr „Hoppe Reiter“ spiele, dreht sie sich nach dem Papa um, sieht ihn erwartungsvoll und stolz an und möchte, dass er das Geschehen entsprechend kommentiert.

Seit das Wetter so schön ist, darf sie aufs Bobbycar und wir schieben sie mithilfe der Schubstange durch die Gegend. Das liebt sie über alles und wird schnell sauer, wenn man jemanden trifft und zum Ratschen zu lange stehen bleibt. 🙂 Sehr gerne ist sie auch auf dem großen Spielplatz, beobachtet dort die vielen Kinder ganz genau, wühlt im Sandkasten, versucht, sich Blätter, Steine und Äste in den Mund zu stecken, jagt Ameisen und läuft an den Baumstämmen entlang, die dort zum Sitzen herumliegen. Hier im Garten liebt sie die zwei kleinen Rutschen, klettert an ihnen herum und will immer wieder draufgesetzt werden und mit der Hilfe eines Großen herunterrutschen.

Neu ist auch ihr erwachtes Interesse an Büchern. Jetzt werden sie nicht mehr nur bekaut, sondern richtig angeguckt. Alleine versucht sie schon, Seiten umzublättern, aber am liebsten guckt sie natürlich mit einem Erwachsenen. Am liebsten mag sie Bücher mit Tieren und hört aufmerksam zu, wenn wir ihr die Tiernamen erzählen und die passenden Geräusche dazu machen.

Leider haben wir durch die Magen-Darm-Grippe einen Rückschlag in Sachen Essen/Stillen einstecken müssen. Bis vor kurzem habe ich nur noch zweimal am Tag und in der Nacht gestillt. Verständlicherweise wollte die Maus aber seit dem Infekt (fast) nur noch stillen und fordert das auch jetzt, wo es ihr wieder besser geht, vehement ein, indem sie anderes Essen verweigert, dafür an meiner Hand lutscht oder sehnsüchtig zum Stillkissen guckt. :-/ Prinzipiell hab ich kein Problem damit, aber da ich selber einfach schon sehr ausgelaugt bin nach ca. 4 1/2 Jahren ununterbrochener „Fremdernährung“ (Schwangerschaft, 2 Jahre Stillen, Schwangerschaft, 1 knappes Jahr Stillen) hatte ich eigentlich vor, in der kommenden Woche nachts abzustillen (da hat der Papa Urlaub). Aber das kann ich mir jetzt leider abschminken. Naja. Ist leider nicht zu ändern. Hauptsache, der Maus gehts wieder besser!

Und jetzt gehts mit großen Schritten Richtung 1. Geburtstag – hui, nur noch 2 Monate!

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