Grün-weiße, sehr bruchstückhafte Ostern

Das letzte Weihnachtsfest war das grauenhafteste, das ich je erlebt habe – alle waren krank, ich hatte weder Plätzchen gebacken, noch ein Lebkuchenhaus gemacht, alles lief auf Sparflamme und mir ging es einfach nur sehr sehr besch..eiden. Es ist wie verhext, aber auch das diesjährige Osterfest war das un-osterhafteste seit ich denken kann. Wieder alle krank, naja, fast alle. Wieder kam ich im Vorfeld zu nichts. Seit der Große auf der Welt ist, haben wir jedes Jahr Ostereier gefärbt und bemalt. Jedes Jahr. Außer in diesem. Wir haben keinen Osterstrauß, die Osterdeko hat nur zu einem kleinen Teil an ihren Platz gefunden und ich habe auch nichts gebacken. *seufz*

Zum Glück habe ich meine „Osterhasenpflichten“ schon lange im Voraus erfüllt und konnte deshalb wenigstens am Samstagabend einfach an den Schrank gehen, alles herausholen, in die Osterteller sortieren und dann am Ostersonntag in aller Hergottsfrüh den Braunbefellten mimen.

Eigentlich wollten meine Schwiegereltern von Samstag bis Montag zu Besuch kommen, aber aufgrund des Virenaufkommens haben wir den Aufenthalt per gemeinsamem Beschluss auf Sonntagmorgen bis -abend reduziert. Trotzdem hätte ich am Ostermorgen einfach nur heulen wollen, denn obwohl ich dann ca. 1 1/2 Stunden lang ununterbrochen geackert habe, sah es in Küche und Wohnzimmer immer noch zum Fürchten aus und ich hatte noch nicht mal den Tisch fertig herrichten können, als sie in der Tür standen. Ich habe trotzdem mein Möglichstes getan, um wenigstens einen schönen Ostertisch zu zaubern – und meine Schwiegerma hat einen Berg leckere, in der Osternacht im Gottesdienst geweihte Nahrungsmittel mitgebracht: Eier, Schinken, Vollkornbrot, ein Osterlamm, Geräuchertes und Äpfel. Außerdem brachte sie ihren sehr leckeren, selber gebackenen Erdbeerkuchen mit für den Nachmittagskaffee. So kam zum Schluss doch noch ein wenig Feiertagsstimmung auf.

Die Kinder hatten ihren Spaß beim Suchen, freuten sich darüber, dass der Osterhase eine „Stabilo Woody“-Spur zu neuen Malbüchern gelegt hatte, und lachten sich scheckig darüber, dass der Papa alle Verstecke schon vor ihnen entdeckt hatte, nur sein eigenes Ostergeschenk einfach ewig nicht finden konnte. 🙂

Mittags wurde gegrillt und Oma und Opa kümmerten sich ausufernd um die Kleinen, was dem Göttergatten und mir die Möglichkeit bescherte, uns am hellichten Tag zum Schlafen hinzulegen – das war das beste Ostergeschenk ever! So ging der Tag vorüber und das Krankenchaos leider weiter – der Kurze schlief um 17:15 Uhr auf dem Wohnzimmerteppich ein – wieder mit Fieber – die Maus hingegen wurde und wurde einfach nicht müde und bekam dann gegen neun Bauchweh, was sie letztendlich bis halbelf wachhielt, natürlich auf unseren Armen. Und wir mussten laufen. Sitzen war verboten. *seufz*

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2 Gedanken zu „Grün-weiße, sehr bruchstückhafte Ostern

  1. Ich hoffe, es geht euch allen inzwischen wieder besser! Wir hatten im letzten Jahr ein ähnliches Phänomen: Noro zu Weihnachten und Noro zu Ostern, ich habe darum an diese Feiertage auch nur bruchstückhafte Erinnerungen …
    (weiß auch nicht, warum sich die Viren immer gezielt die schönsten Tage des Jahres aussuchen 😦 …) weiterhin viel Gesundheit!

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