Naja, doch nicht ganz

Öhm, das tägliche Hausaufgabendesaster hatte ich erfolgreich verdrängt bei meinem letzten Posting. Mein Großer treibt mich zur Zeit wieder mal an den Rand des Wahnsinns mit seinem unglaublich übertriebenen, dramatischen, nervenzerfetzenden Geheule und Gejammer, Lamentieren und Plärren. Er steigert sich so hinein, dass er ungelogen 20 Minuten lang wild schluchzend und sich die Haare raufend am Boden rumkriecht, weil er 15 Divisionsaufgaben erledigen soll.

Mann!!!!!!! Das nervt so!!!!!! Er schreit, als ob man ihm ohne Narkose ein Bein amputieren wollte, oder als habe man ihm gerade mitgeteilt, dass seine Mutter gestorben sei, oder als hätte man ihn zu drei Jahren Arbeitslager in einer Kohlenmine verurteilt. Herrgott nochmal, das sind schnöde Hausaufgaben! Ich werd noch irre!

Und NICHTS hilft. Ignorieren, Hilfsangebote, Drohungen, Aussicht auf Belohnung, Päuschen, Dagegengeschrei…. ich kann mich nicht entsinnen, irgendetwas noch nicht ausprobiert zu haben.

SEUFZ.

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5 Gedanken zu „Naja, doch nicht ganz

  1. Huhu,

    ist er denn schon in der 5ten Klasse?
    Zu schwierig sind die Sachen für ihn nicht?

    Wenn er einfach keine Lust hat, würd ich ihn einfach stehen lassen,
    soll er es doch mit den Lehrern ausdisskutieren, wieso er keine Hausaufgaben hat. Alt genug ist er meiner Meinung nach.
    Aber ich muss auch sagen, dass ich deinen Großen natürlich nicht kenne und nicht weiß, wie viel Unterstützung er (noch) braucht.

    Das „einfach sitzen lassen“ hat vor ein paar Jahren jedenfalls meiner Schwester recht schnell geholfen, weil ständig von ihren liebsten Lehrern angemeckert werden und „Striche“ bekommen, fand sie auch doof.
    Ich glaube aber, ihre Mama hatte vorher auch mal kurz zumindest mit der Klassenlehrerin telefoniert um die Sache abzusprechen.

    Alles liebe. 😉

    • Nö, er ist in der vierten und kann Mathe echt gut (er hat einen Zweier im Übertrittszeugnis). Er hat schlichtweg keinen Bock. Wenn er wirklich mal was nicht kapiert, ist das natürlich keine Frage, dass ich es ihm nochmal erkläre. Aber darum gehts wie gesagt nicht. Stehen lassen ist gut…. er macht die Hausaufgaben ja im Wohnzimmer. :-/ Ich bin schon ab und an nach draußen auf den Spielplatz geflüchtet mit seiner kleinen Schwester, aber auf Dauer ist das kein Zustand. Gestern hab ich ihn dann irgendwann in sein Zimmer geschickt. Da hat er noch ein, zwei Minuten rumgeschrien und dann wars plötzlich still und keine 15 Minuten später war er fertig. 😀 Das werd ich jetzt wohl immer so machen. Dann muss ich mir das nicht mehr anhören, das ist soooo nervenzerfetzend!
      Lustigerweise würde er niemals die Hausaufgaben NICHT machen. Aber er muss einfach seinem Frust über diesen „Scheiß“ lautstark Ausdruck geben, leider. Wenn er doch nur mal kapieren würde, dass er längstens fertig wäre, wenn er gleich loslegen würde, anstatt ewig lange rumzulamentieren. O_o
      Vielen lieben Dank jedenfalls für Deine Gedanken zu dem Thema!

  2. Huhu,

    bitte bitte.
    Aber wieso lässt du ihn die Hausuafgaben denn dann nicht einfach immer alleine im Zimmer machen, wenn er bei wirklichen Fragen auf dich zukommen kann?

    Das stört doch auch den sonstigen Familienalltag, wenn da immer einer rumschreit. *am Kopf kratz*

    Vielleicht bin ich jetzt auch nur verwundert, weil ich niemanden kenne,
    wo das Kind die Hausaufgaben im Wohnzimmer machen darf.

    😉

    • Das hat sich einfach so eingebürgert, weil er zu Beginn der Schulzeit einfach noch gaaanz viel Hilfe brauchte. Nicht, weil er die Inhalte nicht verstanden hätte, sondern weil er sehr leicht ablenkbar ist und sich nur schwer konzentrieren kann. Er braucht(e) mich einfach als „Taktgeber“. Das ging so bis in die 3. Klasse hinein. Und jetzt so langsam ging es besser. Bis vor kurzem. Leider. Aber wir hatten eh vor, sein Zimmer in den kommenden Sommerferien komplett umzugestalten und ihm dann auch einen schönen, möglichst „störungsfreien“ Arbeitsplatz einzurichten. Die Abmachung ab dem 5. Schuljahr lautet: Erst mal durchgucken, ob irgendwas unklar ist, ggf. klären und dann oben im Zimmer Hausaufgaben machen.
      Ich kenne viele Kinder, die in der Grundschulzeit ihre Hausaufgaben bei/mit den Eltern erledigen. Das ist nicht sooo selten, finde ich. In der weiterführenden Schule schaut das natürlich anders aus 🙂

  3. Oh, dieses Geheule kenne ich nur zu gut! Und da ich auch feststellen mußte, daß das Kind (allerdings erst in der ersten Klasse….) auch nur unlustig ist, hinzusitzen und sich noch mal kurz zu konzentrieren, muß er die Hausaufgaben nun auch in seinem Zimmer erledigen – und da sind sie dann ganz schnell fertig (und in Ordnung!) und meine Nerven werden etwas geschont…
    Grüße von Frau Q!

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