Die Maus ist 11 Monate alt

Raaaaah! Nur noch EIN Monat, dann hast du Geburtstag, du kleine süße Mausebeere! Ich kann es nicht fassen, wenn ich dich so ansehe, dass du jetzt schon wieder so lange bei uns bist! Du bist noch sooo klein, aber auch schon sooo groß.

Diesen Monat ging es mit Riesenschritten kleinen Schrittchen immer weiter in Richtung „frei laufen“. An einer großen Hand läufst du schon sehr sicher und auch schnell und brauchst sie nur noch zum stabilisieren.  Seit Anfang Mai traust du dich immer wieder – so im Schnitt zwei, drei Mal am Tag, ein bis zwei Schritte ohne Hilfestellung oder Möbelkante zu machen. Du überbrückst kleine „Schluchten“ wie zum Beispiel einen halben Meter zwischen Spielzeugkiste und Tischkante oder zwischen Stuhlbein und Heizung etc. Einen deutlichen Sprung gab es dann seit vorgestern, seitdem bist du schon mindestens fünf Mal weiter gelaufen, vielleicht vier, fünf Schritte, und die „kleinen Hüpfer“ haben so zugenommen, dass man sie nicht mehr zählen kann. [EDIT]: Heute Abend bist du ZWEI Meter weit gelaufen! Vom Esstisch bis zu Couch! Wow!

Am liebsten würdest du den lieben langen Tag nur herumlaufen und vorzugsweise die Mama, aber im Notfall auch andere Personen sollen dir mit ihrer Hand die nötige Sicherheit dazu geben. In den letzten Tagen bist du öfters mal wütend geworden, weil ich dich im wahrsten Sinne des Wortes „sitzen gelassen“ habe. Schließlich kann ich nicht den ganzen Tag als Spazierstock fungieren sondern muss auch mal was anderes erledigen…. 🙂

Seit ca. einer Woche geht es nicht nur vorwärts, sondern auch nach oben – du beginnst zu klettern! Am liebsten auf Leitern und Rutschen. Zweitere hast du zuerst von der schrägen Seite aus bezwungen und jetzt steigst du schon ganz zielgerichtet die Sprossen hoch. Das macht das Leben für uns Erwachsene nicht leichter, müssen wir doch jetzt immer höllisch aufpassen, dass du unsere zwei Gartenrutschen nicht alleine bezwingst – ganz cool stehst du nämlich ganz oben auf und wackelst dort herum – viel zu gefährlich alleine!

Aufgrund deiner gesteigerten Mobilität gab es auch diesen Monat die ersten „richtigen“ Schuhe – ein Paar Sandalen und ein Paar Halbschuhe. Du trägst Größe 20/21, lebst also auf recht „großem Fuß“.

Auch im Auto gab es Veränderungen, du sitzt jetzt (endlich!) im richtigen Kindersitz, den du von deinem großen Bruder geerbt hast. Nachdem du im Maxi Cosi nur noch gejammert und gegreint hast, weil du nichts sehen konntest, war das auch dringend nötig. Jetzt fährst du wieder gerne Auto und schläfst trotzdem gut, falls du mal müde wirst. Allerdings kann ich dich jetzt nicht mehr so einfach schlafenderweise mitnehmen, was eine deutliche Umorganisation unserer Tagesabläufe nötig machte – ging ich doch bisher gerne mit schlafender Tochter zum Einkaufen.

Aus der Kleidergröße 74 bist du nun (bis auf ein paar wenige, groß ausfallende Stücke) definitiv rausgewachsen, die 80 passt gut und so das eine oder andere Stück in 86 wird auch schon getragen.

Seit Wochen plagen dich die nächsten Zähne – gleich an mehreren Stellen ist dein Kiefer hubbelig geschwollen. Die oberen Schneidezähne schimmern schon so deutlich und an einigen Stellen fast Weiß durch, dass ich glaube, dass sie noch kommende Woche durchbrechen werden. Entsprechend schlecht schläfst du immer wieder mal – am liebsten würdest du ständig Nuckeln, das scheint dir gut zu tun. Auch tagsüber bist du des öfteren mal schlecht gelaunt, sabberst viel und lutschst auf deinen Spielsachen rum. Leider nimmst du ja weiterhin keinen Schnuller – das einzige, was (außer  Mamas Bu.se.n) annähernd gerne von dir benuckelt wird, ist ein Feuerwehrschlauch von LEGO duplo. Es sieht total lustig aus, wenn du mit dem Schlauch im Mund durch die Gegend hampelst – es hat was von einer Gasmaske oder so was…. O_o  Zum Glück ist LEGO unbedenklich, ich hoffe es zumindest, dass das auch gilt, wenn man es länger im Mund hat.

Damit ich wenigstens einigermaßen brauchbare Nächte habe, gab es zu Beginn des Monats ein sanftes Selfmade-Schlafprogramm. Wir nehmen dich nicht mehr hoch, wenn du jammerst, sondern beruhigen dich im Bett mit Streicheln und Ssssshhhh-Geräuschen, ab und an auch mit „Popo-Wackeln“, wenn sonst nichts hilft. Nach dem Stillen (ich stille nicht mehr im Liegen, sondern im Sitzen), lege ich dich noch leicht wach ins Bett zurück und beruhige dich, solltest du meckern, im gleichen Stil. Inzwischen weißt du das und drehst dich, wenn du satt bist, oft schon von selber von der Brust weg, um wieder in deine bevorzugte Schlafposition zu kommen. Nuckeln ist nicht mehr erlaubt, es wird nur noch wirklich getrunken. Das hat dir zu Anfang gar nicht gepasst, aber inzwischen ist es (meistens) ok für dich. Es war aber absolut notwendig, nachdem der Magen-Darm-Grippen-Still-Rückschlag letzten Monat meine Bru.stw.arze.n doch massiv gefordet hatte und ich einfach auch mal nach mir selber gucken musste.

Durch das neue Verhalten hast du jetzt auch endlich längere Stillabstände bekommen  – ca. 3-4 Stunden statt vorher 1 1/2 bis 2. Abends sind sie leider im Moment wieder kürzer, aber ich bin ja schon froh, wenn ich von ca. 3:00 – 6:30 Uhr mal am Stück schlafen kann. Trotzdem peile ichdas Abstillen an. Ich hab bloß Muffe davor – ob du es akzeptieren wirst? Von 4-6 Mal die Nacht auf Null runterzufahren, ist das zu krass??? Ich bin mir nicht sicher. Deshalb zögere ich noch. Mir ist allerdings klar geworden, dass ich es entweder ganz oder gar nicht durchziehen muss. Mal Stillen, mal Verweigern führt nur zu Irritationen. Leider.

Auch tagsüber hat sich dein Schlafverhalten geändert. Du wechselst jetzt zwischen einem und zwei Tagesschläfchen. Vormittags hast du bisher so ab Zehn geschlafen, jetzt ist es eher halbelf, elf und du schläfst jetzt meistens eine ganze Stunde. Früher war es oft nur eine halbe. Wenn du am Nachmittag noch einmal schläfst, dann meistens nur eine halbe Stunde. Wenn du nicht schläfst, bist du jedes Mal um 17:15 Uhr total fertig, weinst rum und willst schlafen, was aber zu früh ist. Ich lege dich frühstens um sechs ins Bett, meistens jedoch zwischen halbsieben und sieben. Morgens schläfst du bis sechs, halbsieben. Das passt gut in unseren Familienalltag, denn so kann ich mich abends noch in Ruhe den beiden Jungs widmen (vor allem dem Kleinen!) und morgens geht ab ca. halbsieben sowieso wieder das übliche Alltagsgetue los – für Schule und Kindi fertigmachen, Brote schmieren und all so was.

Bücher magst du weiterhin sehr gerne, und du hast jetzt auch begonnen, mit dem Finger auf Dinge zu zeigen. Bisher hast du „mit den Augen gezeigt“, d.h. du hast eine Sache intensiv angeguckt, wenn du sie zeigen wolltest. Das Fingerzeigen macht jetzt einiges in der Kommunikation einfacher, denn jetzt muss dein Gegenüber nicht mehr mit Argusaugen beobachten, wo du hinguckst, sondern kann sich mit dir gemeinsam Dinge oder Bücher angucken und weiß, wenn du etwas wissen willst, dann zeigst du einfach drauf.

Du hast die Geste für „Nein-Nein“ jetzt begriffen und machst sie nach, zum Beispiel, wenn du eine Steckdose oder den Backofen betrachtest. Dann wedelt dein Händchen und du schaust uns groß an, um zu zeigen: Seht her, ich weiß, dass das verbotene Dinge sind!“ 🙂 Netterweise hörst du auf ein Nein meist recht gut, das genieße ich sehr, denn dein kleiner großer Bruder hat nie recht auf ein Verbot gehört, was doch recht anstrengend war (und ist).

Noch eine Sache, die du in der letzten Woche gelernt hast, ist das selbständige Trinken aus einer Flasche mit Sportverschluss. Neben normalen Bechern und Gläsern sind das die einzigen Flaschen aus denen du überhaupt trinken magst. Das klassische Fläschchen rührst du nicht an, ich glaube, es kommt dir zu wenig raus. Und jetzt hast du begriffen, dass man die Flasch weit hoch halten muss, damit etwas herauskommt. Das musste bis vor kurzem immer noch die Mama übernehmen, aber jetzt kannst du es selber und bist auch sehr stolz darauf. Meistens klappt es auch sehr gut, bis auf vorgestern, als ich mit dir und deinem großen Bruder beim Einkaufen war und du unbemerkt einen halben Liter Wasser aus der Sportverschlussflasche über dir ausgequetscht hast! In deinem Buggy saßt du in einer Riesenlache und warst klitschenass! Und ich hatte keine Ersatzklamotten dabei, wie sonst meistens. Wir haben dich dann mitten im Drogeriemarkt splitterfasernackt ausgezogen, mit einer Spuckwindel abgetrocknet und mit einem gerade beim Kleiderschweden im Ausverkauf erstandenen Sweat-Mäntelchen mit rot-weißen Blockstreifen bekleidet. Den Buggy trockneten wir ebenfalls mit der Spuckwindel notdürftig ab und legten die Wickelunterlage zwischen dich und die feuchte Sitzkuhle. Zum Glück waren wir eh schon in den letzten Zügen mit unserer Shoppingtour!

Was auch immer du treibst, du bist und bleibst eine total niedliche kleine Maus! Wir lieben dich abgöttisch und dein Papa und ich stellen Tag für Tag aufs Neue fest, wie froh wir darüber sind, dass wir uns zugetraut haben, dich noch zu bekommen und wie sehr du unsere Familie mit deiner kleinen Persönlichkeit bereicherst! Es ist so schön, wie du uns jetzt schon zeigst, dass auch du uns lieb hast! Du teilst haufenweise nasse Bussis aus und schäkerst sehr sehr süß mit deinem Papa – winkst ihm zu, legst den Kopf schief und schmachtest ihn grinsend an, wie nur ein Mädel das kann! Einfach herrlich!

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