Die Maus ist 13 Monate alt

Huch! Zum ersten Mal hätte ich beinahe den Monatsbericht verschlafen, gestern fiel es mir beim Blick aufs Datum zufällig auf! So ein erster Geburtstag ändert einfach vieles. Sie ist schon so „groß“ irgendwie, das mit den Monaten geht da ein wenig unter. Trotzdem möchte ich es, wie auch bei meinen anderen Kindern, noch bis zum zweiten Geburtstag so weiter mitprotokollieren. Ich finde, diese Monatsberichte sind einfach eine ganz tolle Erinnerung, auch später für die Kinder selber.

Nun aber zur Maus. Die wesentlichste und wunderbarste Veränderung habe ich ja hier schon verkündet  – der Mausschlaf! Wunderbare Nächte haben wir hier, seit die kleine Dame pünktlich zum ersten Geburtstag vom Papa und vor allem ohne Stillen zu Bett gebracht wird. Inzwischen natürlich auch wieder von mir, und das klappt hervorragend. Meistens zumindest. In den letzten zwei Tagen hat sie wieder nach der Br.ust gejammert beim Einschlafen, aber ich denke, das liegt daran, weil sie mir in der letzten Woche zwei Mal tagsüber beim Stillen eingeschlafen ist und sie sich einfach wieder dran erinnert hat, wie wunderbar das ist. Leider kann und will ich ihr das nicht mehr geben, weil sie ohne dieses Ritual einfach so sehr viel besser schläft.

In der Regel jammert sie höchstens in den ein bis zwei Stunden nach dem Hinlegen noch ab und zu mal, so dass wir auch ab und an noch mal reingehen, um ihr wieder in den Schlaf zu helfen, oft schafft sie es aber auch selber. Spätestens gegen neun jedoch kehrt absolute Ruhe ein und sie schläft wie ein Murmeltier bis morgens durch. Leider steht sie inzwischen zwischen halbsechs und sechs auf, was mich dazu bewog, in der letzten Woche den Versuch zu starten, ihre abendliche Bettzeit nach hinten zu schieben, damit es morgens nicht gar so früh ist. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg! 🙂  Unruhige Nächte gibt es auch ab und an, aber die haben dann immer einen (meist) erkennbaren Grund – Zahn-Aua, zu heiß, juckender Ausschlag oder ähnliches lassen die kleine Madam dann immer wieder aufweinen, bis wir entsprechend Abhilfe schaffen, dann ist meist Ruhe.

Aber auch in anderen Bereichen gibt es Neues zu berichten. Die Maus hat Bobbycarfahren, Schaukelpferdschaukeln und Rutschen gelernt – brauchte sie dazu bisher immer noch unsere Unterstützung, managt sie diese Dinge inzwischen wunderbar selber, was natürlich ein enorme Erleichterung für uns darstellt, weil wir dadurch nicht mehr ganz so intensiv gefordert sind, wenn sie spielt. Ansonsten hat es ihr ihr Formenwürfel angetan, damit beschäftigt sie sich gerne und lange. Immer wieder holt sie die Formen heraus und stopft sie mit mehr oder weniger Erfolg in die entsprechenden Fächer. Seit ein paar Tagen probiert sie auch anderes Spielzeug aus und freut sich wie Bolle, wenn eines durch eine der Öffnungen durchpasst. Bücher liebt sie weiterhin heiß und innig („Buu“ oder „Buuk“) und kann in ihren Lieblingsbüchern auch sämtliche Details – vom Tiger über das Telefon bis hin zum Traktor – auf Nachfragen hin richtig zeigen.

Immer stärker wird ihr Wunsch, mit ihren Geschwistern mitzuspielen. So ist sie jeden Morgen höchst empört darüber, dass alle das Haus verlassen und sie dableiben muss. Zuhause ist langweilig und alleine Zuhause ist oberöde! Also am liebsten weg oder zumindest Spielkameraden dahaben. Das ist nicht immer so leicht, ich hab ja auch nicht immer Zeit, also muss sie trotzdem oft mit mir und den üblichen Haushaltsjobs vorlieb nehmen. Da ist ihr die Waschküche übrigens noch am liebsten, die mag sie recht gerne. Ich muss zur Zeit immer höllisch aufpassen, dass ich nicht ausversehen irgendwelche Bücher, Spielzeuge oder Kleiderbügel mitwasche, die die kleine Dame kurz vorher unbemerkt in der Trommel versenkt hat. Am tollsten ist für sie, die Waschmaschine und den Trockner höchstpersönlich mit ihren süßen Knubbelfingern anzuschalten und sie ist immer wieder stocksauer, wenn sie nicht an den Knöpfen drücken darf, weil z.B. gerade eine Wäsche läuft.

Am Tisch isst sie inzwischen einfach mit, was es so gibt, nur wenn sie etwas nicht mag oder nicht essen kann, weil dazu Backenzähne erforderlich wären, gibt es noch ab und an eine Fertigmahlzeit. Am liebsten isst sie weiterhin alles, was frisch ist, also Salatgurke, Tomate, Paprika, Beeren, Nektarinen, Bananen, Ananas, Mango usw. Neulich beim Schulfest des Großen habe ich einen Teller mit zwei Stück Kuchen und einer Scheibe Wassermelone vom Stand des Elternbeirats geholt und sie war nur scharf auf die Melone! 🙂 Wär ja toll, wenn das so bliebe….

Nett ist, dass sie inzwischen deutlich kundtut, wenn ihr etwas besonders schmeckt  – dann kommt ein „eka“, was ich als „lecker“ interpretiere oder einfach ein lautes, zufriedenes „Mmmmmh!“ 🙂

Das „Buu“ -Wort wird auch noch für zwei weitere Dinge eingesetzt – für dem Bu.sen und für „Muh“ bei „Wie macht die Kuh?“. Und Autos machen natürlich „brrrm“. Ansonsten sagt sie immer wieder „Wörter“, die sich deutlich nach „bewusst ausgesprochen“ anhören, wie z.B. „eg“ oder „fot“, wenn sie sich versteckt oder auch mal „gugu“, wenn sie wieder hervorkommt, sie sind aber auf Nachfragen nicht reproduzierbar. Macht ja nix. Hat halt ihren eigenen Kopf, die kleine Frau. 😉  Sie nutzt ein paar Eigenkreationen, da wäre zum einen ein „guuua!“ oer auch „guuul!“, das sie immer dann einsetzt, wenn sie von etwas angetan oder begeistert ist. Es hört sich fast an wie „cool“, hihi. Dann gibt es noch den Begriff „Dikka!“, der für vieles eingesetzt wird, das sie noch nicht bezeichnen kann, quasi ein Universalwort für Dinge. Und sie „redet“ ganz viel, es hört sich wie eine fremde Sprache an, so richtig mit Tonfall und Satzmelodie und allem, sie gestikuliert auch dazu, so dass man oft weiß, was sie eigentlich sagen möchte. Zum Beispiel so Dinge wie „Gib mir doch bitte mal das Auto da!“ oder „Oh, schau mal, da ist ein Hund!“

Wenn sie sich irgendwo wehgetan hat, ruft sie „Aua!“ und belegt die entsprechende Kante oder Ecke mit einem sehr sehr bösen Blick, außerdem reibt sie sich die schmerzende Stelle und „erzählt“ uns, was passiert ist, indem sie jammernd auf  die beiden kollidierten Bereiche deutet und uns mitleidheischend anschaut. 🙂

Sie zeigt auch ab und an, wenn sie einen Stinker in der Windel hat und will dann auch gerne, dass dieser umgehend entfernt wird. Dann geht sie zur Wohnzimmertür und will nach oben zum Wickeltisch. Auch wenn ich ihr sage:“Oh, du stinkst! Komm, lass uns eine frische Windel machen!“, macht sie sich sofort auf den Weg nach oben. Sowieso kann man inzwischen eigentlich „ganz normal“ mit ihr reden, sie versteht so gut wie alles. Ob es ein „Komm, setz dich hier hin!“ oder ein „Kannst du mir bitte die Schuhe bringen“ ist, die Tat folgt prompt.

So spontan fällt mir jetzt nichts mehr ein, außer dass sie immer noch und immer wieder einfach soooo niedlich ist und wir uns jeden Tag freuen, dass wir sie noch haben durften! Ich bin schon so gespannt, wie es weitergeht!

[Edit:] So, und jetzt hab ich gestern auch noch verschlafen, den Artikel zu veröffentlichen…. Raah! Also dann eben mit zwei Tagen Verspätung! 🙂

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