Unsere Maus ist 15 Monate alt

In ihren kommenden Monat marschiert, nein, eher „kriecht“ die Maus leider krankerweise. Anfang der Woche war unser Kurzer malad – Fieber, Kopfweh, Mattigkeit – und seit gestern Abend hat es nun die kleine Madam erwischt. Aber so wie ich das sehe, ist sie schon wieder auf dem Weg der Besserung!

Motorisch gesehen sind das Rückwärtslaufen, z.B. mit Ziehtieren und erste Versuche, zu springen, zu hüpfen dazu gekommen. Sehr niedlich wie sie in die Knie geht und sich dann abstößt, aber eben noch keinen Millimeter vom Boden abhebt. 🙂 Außerdem wirft sie Bälle, vor allem Flummis, gerne durch die Gegend.

Ähem – und malen tut sie sehr gerne. Eher kritzeln, sie verstehen. Und zwar mit Vorliebe nicht auf Papier, sondern auf dem Tisch, dem Boden, der Wand… Unfassbar, wie anders jedes Kind ist! Meine zwei Jungs haben das nicht getan. Wohl aber ich, als ich so klein war… und ich kann mich sogar noch sehr gut daran erinnern, warum ich das getan habe! Ganz einfach, weil es eine tolle haptische Erfahrung war, herauszufinden, wie es sich anfühlt, mit dem Stift über diesen oder jenen Untergrund zu fahren. Auf der Rauhfasertapete wars hubbelich, auf Kissen ganz weich…

Vor ca. 4 Wochen hat sie ein neues Bett bekommen, genau so eins wie ihr kleiner großer Bruder, weil sie es ständig soooo anhimmelte. Es ist das „Minnen“-Mitwachsbett vom Möbelschweden. Unser Kleiner hat es in schwarz, die Maus in weiß. Überm Bruderbett schwebt ein orangefarbener Himmel, über ihrem einer in rosa. Nein, ich habe es nicht drauf angelegt, aber wir hatten den rosa Himmel noch vom Großen rumliegen (Sie erinnern sich, Lieblingsfarbe Pink!) und so wurde einfach dieser genutzt. Ich habe das Bett noch etwas ausgepolstert, damit sie mir in der Nacht nicht mit dem Köpfchen gegen die Metallstreben kracht. Vor den Einlass habe ich das alte Stillkissen gelegt und zur Sicherheit noch eine Matratze vors Bett, falls sie doch mal rausfallen sollte. Ein Nachbarsmädchen hat sich vor ein paar Wochen beim Aus-dem-Bett-Fallen den Arm gebrochen – und es war kein Hochbett!

In den ersten zwei Wochen hat sie grausam schlecht geschlafen, aber ich führe das nicht auf das neue Bett zurück, eher auf die schrecklichen Temperaturwechsel in diesen Tagen – ich habe sie fast jeden Abend spät noch mal um-/aus-/angezogen, weil sie entweder schwitzte oder fror…

Außerdem schieben an verschiedenen Stellen endlich wieder Zähne nach, die tun das ihrige zu miesen Nächten… zudem war da bestimmt auch wieder irgend so ein Enwicklungsdingsi am Werke, sie war nämlich auch tagsüber plötzlich extrem anhänglich und weinerlich, wollte ständig „Bu“ trinken und brach immer wieder unvermittelt in Tränen aus.

Seit das alles wieder besser ist, hat sie noch genauere Vorstellungen von allem, was sie will. Und wehe, es geht nicht so, wie sie es sich in den Kopf gesetzt hat! Leider kann sie das ja noch nicht wirklich äußeren und so gleicht so manche Interaktion mit ihr einem Trial-und-Error-Spiel.

Sie hat sich ihre Rituale selber gestaltet, vor allem das Einschlafen läuft jetzt anders ab: tagsüber im Kinderwagen redet sie kurz vorm Wegschlafen immer vor sich hin „Papa….Opa…Guguck…Oma…“ und lacht dabei auch ab und zu, so dass man das Gefühl bekommt, dass sie ihre Gedanken kommentiert und sich an lustige Begebenheiten erinnert.

Abends stille ich sie ja vorm Schlafengehen noch und auch da hat sie ihren ganz eigenen Kopf. Sie trinkt, pausiert dann und sagt „Mama!“ Wenn ich sie dann anschaue, dreht sie mein Gesicht mit ihrem Händchen wieder in die Gerade und trinkt weiter. Das geht ein paar Mal so, bis sie ruhiger und schläfriger wird, dann darf ich hingucken wo ich will. 😉 Aber wehe, mir fallen die Augen zu! Dann werde ich sofort mit einem lauten „MAMA!“ wieder hergeholt.

Neue Wörter sprudeln geradezu aus ihr heraus. Ich kann sie schon gar nicht mehr mitprotokollieren. Hier eine kleine Auswahl aus den letzten viereinhalb Wochen:

  • Gurke (sie liiiiebt Gurke!)
  • Beebi (Baby)
  • erst Bopa, dann Opa (Opa)
  • ‚ma (Oma)
  • Aus Iiiiiie wurde ‚ils (Nils)
  • ein Nachbarsjunge heißt Julius – sie sagt es und man versteht es gut, aber es ist nicht aufschreibbar!
  • Kiki (Quirin)
  • aus „Wuugo“ wurde „Fuzog“ oder so, schlecht transkribierbar (Flugzeug)
  • du (zu)
  • (da)didada (tatütata)
  • Gogo (Gogo, ein Spielzeug, nichts Verwerfliches! ;-))
  • Wooge (Vogel)
  • Iige (Igel)
  • Pupe (Puppe)
  • size (Sitzen)
  • Kuge‘ (Kugel zu kleinen Bällen etc.)
  • Deek‘ (Keks)
  • Dsiiihiiiss! (Tschüüühüüss)

All diese Worte kombiniert sie auch schon zu Zwei- und Dreiwortsätzen:

  • Mama Degge (Mama, ich will die Decke)
  • Iige‘ Aua (Der Igel hat ein Aua!)
  • Juli Papa (Da ist Julis Papa)
  • Opa Guguck Decke (Opa spielt Guguck unter der Decke)
  • Opa Chrchr ‚ma (Opa schläft bei Oma)

Und außerdem benutzt sie Artikel. Sie sagt jetzt oft „der Papa“ oder „die Mama“, auch „der Opa“ usw…

Manchmal kann ich gar nicht glauben, dass sie erst 1 1/4 ist! Sie kommt mir oft eher vor wie mindestens 1 1/2. Aber das war bei unserem Kleinen auch so – und inzwischen ist er einfach vier. So vier wie man nur sein kann. 🙂 Ich bin richtig froh, dass er nicht so ein Überflieger geblieben ist. Die haben es oft nicht leicht…

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