Adventskalender-Biographie

Gerade habe ich auf dem Blog von Mara einen Artikel über Adventskalender gelesen. Da dachte ich mir, ich kann ja mal erzählen, wie das so in meinem Leben mit den Adventskalendern war und ist.

Als Kinder hatten wir zuerst so eine Art kleines Holzbäumchen, das mein Großvater für mich als Erstgeborene geschreinert hatte. Zu Beginn der Adventszeit wurde es mit Süßigkeiten behangen und jeden Tag durfte eine „abgepflückt“ werden. Es gab immer diese Schokokringel mit den Zuckerperlen drauf und ähnliches, an den Adventssonntagen gab es diese Schokokugeln in Glitzerpapier, die außenrum goldene „Sonnenstrahlen“ hatten – die fand ich immer am tollsten. Erinnert sich sonst noch wer an die? Gibt es die eigentlich noch? Gleichzeitig waren außen an den Enden des Baums auch noch vier Stumpenkerzen angebracht, die quasi als Adventskranz fungierten.

Irgendwann wurde der Baum (bei einer fünfköpfigen Familie…) aber zu klein, die Süßigkeitenmengen passten einfach nicht mehr drauf. Also nähte meine Mama 24 ca. postkartengroße, rot-weiß karierte Säckchen, die dann immer zusammen mit etwas Tannengrün um den Türbogen gehängt wurden.

Als ich selber damit startete, Adventskalender zu gestalten, fing es mit einem Papiertütchen-Adventskalender für die WG an. Da waren auch nur Süßigkeiten drin. Meinem ersten Freund im Studium habe ich dann auch den ersten „Erwachsenen-Kalender“ gastaltet, mit vielen, vielen kleinen Dingen wie Seife, einer selber aufgenommenen Mix-Cassette, Gutscheinchen für Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt etc…

Meinem Mann habe ich auch in den ersten Jahren solche Kalender gemacht, aber er hat die Kleinigkeiten nie wirklich benutzt und dafür ist mir dann das Geld zu schade gewesen. Daraufhin habe ich es mit einem Zettelchen-Kalender versucht (Gutscheine für alles mögliche: eine Massage, ein Lieblingsessen, ein paar kinderfreie Stunden Freizeit etc.). Er hat sich zwar immer sehr darüber gefreut,  aber fast immer vergessen, sie einzulösen.

Ein Adventskalender-Vorhang mit Säckchen - hier hatte ich die Gutscheine für meinen Mann drin

Die beste Idee für diesen schwer zu beschenkenden Menschen 😉 kam mir letztes Jahr: ich habe einen Fotovorhang für 28 Fotos besorgt (sieht aus wie eine Art „Duschvorhang“ mit Fächlein zum Fotos reinschieben, natürlich kleiner als ein echter Duschvorhang) und 24 schöne Fotos aus unserer gemeinsamen Zeit abgezogen. Vornehmlich Fotos, auf denen wir zu zweit zu sehen sind, aber auch ein paar Familienfotos oder mal zwei Café Latte im Sonnenschein von einem Ausflug etc.

Latte im Sonnenschein - eine schöne zweisame Erinnerung

Die habe ich in den Hänger gepackt und mit Weihnachtsgeschenkpapier abgedeckt, auf das ich Zahlen gemalt hatte. Die restlichen vier freien Felder habe ich mit Collagen von Kerzen bestückt: erst eine, dann zwei, dann drei, dann vier. 🙂  Mein Göttergatte hat sich über diesen Adventskalender sehr sehr gefreut und er hatte auch noch den Vorteil, dass ich ihm die Fotos, die an Tagen dran waren, an denen er dienstlich verreist war, auch noch in nummerierten Briefumschlägen mitgeben konnte. Wenn er wieder Zuhause war, wurden sie einfach an ihren eigentlichen Platz gesteckt. Diese Bildergalerie hängt heute noch bei uns an der Wand und ist eine tolle Erinnerung an viele romantische Augenblicke in unserem gemeinsamen Leben.

Die Kalender für die Kinder waren nie reine Süßigkeitenkalender wie bei uns früher, denn unser Großer hat lange Zeit auf alles Süße sehr aufgedreht reagiert – das wurde bei ihm umgehend in reine Energie umgewandelt… Deshalb gab es meist selbergemachte Kalender mit Kleinigkeiten (Pixibücher, Tattoos, Sticker…)

Unser traditioneller Selfmade-Kalender - immer am gleichen Stock, den unser Großer mal irgendwo gefunden und heimgeschleppt hat

Zwischendurch wollte er auch mal selber einen Pl.aymo.bil- oder LE.GO-Kalender. Und wer die „Kleinigkeiten“ aus den selber gemachten Kalendern mal zusammenzählt, der weiß, dass die fertigen Kalender nicht unbedingt die teureren sind. Aus diesem Grund habe ich mich auch dieses Jahr für fertige Kalender entschieden. Meine Jungs wollten beide gerne den LE.GO Star Wars Kalender. Und für die Maus gibt es entsprechend LE.GO duplo, 2 Packungen mit Tieren in 24 Päckchen geteilt.

Ein weiterer Grund, warum es dieses Jahr bei uns keinen selbergemachten Kalender gibt:  nach x Jahren gehen einem einfach langsam die Ideen aus, was man denn alles in die Päckchen packen könnte – und man sieht halt als Mama auch, wie vieles von dem kleinen Kinkerlitz heute noch ungenutzt in den Zimmern rumliegt. Das ist inzwischen echt rausgeworfenes Geld, da sollen sie lieber noch ein paar Klonkrieger oder Machtblitze dazubekommen, mit denen spielen sie wenigstens…. 😉

Übrigens: zusätzlich gibt es bei uns immer mal wieder einen Geschichten-Lesekalender, bei dem jeden Tag ein Stück von einer großen Weihnachtsgeschichte vorgelesen wird.

Advertisements

2 Gedanken zu „Adventskalender-Biographie

  1. Das mit den Geschichten finde ich super! Vielleicht schreibe ich selber eine und lese dann immer weiter vor! Das mit dem Überall-liegt-Kleinkram rum ist natürlich doof. Daher suche ich Ideen von Verbrauchsmaterial (Badefarbentütchen sind eine tolle Idee). Und zwischendurch gibt es eben Gummibärchen 😉 .
    liebe Grüße

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s