Wer hätte das vor einem Jahr gedacht…

So mancher wird sich noch daran erinnern können, wie sehr ich unter dem Umstand litt, dass unser Kurzer so wahnsinnig mamabezogen war, vor allem was das „Ins Bett Bringen“ anbelangte. Und an unsere mega-Cars-unterstützte Aktion „Der Kleine lernt alleine schlafen“ im März diesen Jahres, nach der ich mich (wie so oft) fragte, warum ich das eigentlich nicht schon früher durchgezogen hatte.

Die Weiterführung des Projekts bestand im letzten halben Jahr darin, dass auch andere Personen ihn zu Bett bringen dürfen. Das war zuerst der große Bruder (der nach mir immer noch die Lieblingswahl darstellt) und dann der Papa.

Und vor zwei Wochen dann plötzlich und quasi aus dem Nichts heraus folgende Ansage: „Ich bring mich heute SELBER ins Bett!“ Auf  Nachfragen begründete er seine Entscheidung mit den Worten: “ Der N. (großer Bruder) bringt sich ja auch immer selber ins Bett. Da kann ich das auch!“ Beim Zähneputzen musste ich noch ein wenig helfen, auch beim Schlafanzug-Anziehen, aber den Rest (noch ein Buch angucken, Licht aus) hat er ganz alleine erledigt. Aus Gewohnheit blieb ich wie zuvor auch immer im Schlafzimmer nebenan und legte Wäsche zusammen. Am nächsten Morgen, als wir dann alle am Frühstückstisch saßen und ich ihn daran erinnerte, dass er sich ja „ganz alleine ins Bett gebracht hatte“ und dass ich das ganz toll fände; dass der große Bruder das mit vier noch nicht gekonnt habe, da sprang er auf, riss die kleinen Fäuste in die Höhe und rief begeistert und voller Stolz: „Jaaaaaaa! Ich bin der Besteeee!!!“ 😀 Das war so nett mit anzusehen, wie unglaublich stolz und selbstzufrieden dieses Kind war, das wie eingangs erwähnt, bis vor einem dreiviertel Jahr schon Panik schob, wenn ich nur die Möglichkeit erwähnte, dass ich zur Bettzeit nicht anwesend sein würde.

Dabei blieb es nicht, er hat sich seitdem mindestens fünf Mal „selber ins Bett gebracht!. Gestern dann das Tüpfelchen auf de m“i“: Als ich ihm den vom morgendlichen Anziehen verwurschtelten Schlafanzug zum Anziehen umdrehte, meinte er: „Du kannst dann runtergehen!“ und schickte mich fort. Runter! Nix Schlafzimmer! Die mir geschenkte Zeit verbrachte ich im Wohnzimmer mit Weihnachtsvorbereitungen, die ich sonst erst ca. 30 Minuten später hätte erledigen können. Hurra!

Das wärs dann. Schlafensproblem erledigt. Bis zum letzten Punkt. Und ganz von alleine. Wow! Ich bin stolz auf diesen kleinen Mann!

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4 Gedanken zu „Wer hätte das vor einem Jahr gedacht…

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