Die Maus ist 20 Monate alt!

Wow! Nun hat sie eine „2“ vorne! 😀 Obwohl Kind Nummer 3, verblüfft es mich doch immer wieder aufs Neue, wie schnell die Kiddies groß werden… Hier der aktuelle Stand der Dinge:

Die kleine Madame hat inzwischen ganz klar für sich entdeckt, was man mit im Raum herumgeschobenen Stühlen alles anstellen kann. Diesen Vorteil hat keiner meiner Jungs so klar für sich ausgenutzt wie unser Mädel. Sie holt sich aus dem Wasserhahn alleine was zu Trinken, sie schaltet Lichter ein und aus, schaut mir beim Kochen zu, füttert selbständig unsere Rennmäuse – und das alles dank flink herbeigeschobener Stühle.

Neuerungen gibt es auch (mal wieder) beim Thema Schlaf. Nachdem sie jetzt ein halbes Jahr lang wirklich gut ein- und durchschlief (ich oder ein anderer Erwachsener blieb ca. 10-15 Minuten bei ihr, bis sie weg war), waren die letzten 6-8 Wochen plötzlich sehr anstrengend geworden. Sie dachte sich immer kompliziertere Rituale aus, wollte unbedingt meine Hand halten beim Einschlafen, dann nach einer Weile meckerte sie auch daran herum, die Hand war zu kalt, ich hatte sie „falsch“ ins Bett gelegt usw… außerdem klammerte sie sich regelrecht daran, und die Angst, dass ich sie ja irgenwann wegziehen würde, ließ sie nur noch schlecht und nach langer Zeit einschlafen. Also musste sich was ändern.

Ich grübelte mindestens einen Monat lang. Dann hatte ich die Lösung: Unser Kurzer mag zur Zeit auch nicht gerne allein schlafen (Monster-Angst-Alter!). Also räumten wir vor zwei Wochen in einer Hauruck-Aktion beide Kinderzimmer so um, dass die beiden Betten im Mauszimmer direkt nebeneinander stehen und die Lücke, die das Bett des Kurzen hinterlassen hat, nun von einer großen Matratze samt vielen Kissen gefüllt und in eine gemütliche Leseecke (in der aber im Moment auch der Große nächtigt) verwandelt wurde. Bis auf weniges hat alles wieder einen guten Platz gefunden, ein paar Dinge müssen jetzt noch abschließend von der  provisorischen zur durchdachten Änderung variiert werden, aber prinzipiell passt es gut so.

Der erste Abend war grauenvoll (ich hatte vor, beide Kinder gemeinsam ins Bett zu bringen). Die Maus schrie panisch, weil alles so fremd war, der Kurze wurde ganz hektisch vom Geschrei seiner Schwester. Also trennte ich die beiden kurzerhand und brachte dann erst mal die Kleine zur Ruhe und dann zum Schlafen. Dann legte ich den Kurzen in sein Bett und konnte über unsere Infrarot-Cam beobachten, wie er ganz zart und vorsichtig seine kleine schlafende Schwester berührte und streichelte und ununterbrochen anguckte. Er brauchte eine Dreiviertelstunde, bis er endlich schlief. Es war unendlich niedlich, die beiden so zu sehen.

Ab sofort brachte ich zuerst die Maus ins Bett und der Kurze schlüpft nun später dazu. Nach bereits fünf bis sechs Tagen klappte das sehr gut. Das mit dem gemeinsam Einschlafen führen wir dann später ein, wenn sie sich an die Schlafsituation erst mal so richtig gewöhnt haben.

Aber etwas anderes habe ich noch geändert. Am 3. Tag nahm ich die Maus vor dem Schlafengehen auf den Schoß und erklärte ihr, dass wir jetzt ab sofort ohne „Han“ (Hand) schlafen gehen. Ich bleibe bei ihr, lege mich vor ihr Bett auf eine Matratze, aber sie schläft alleine ein. (Sie sieht mich auch nicht, hört nur, dass ich da bin). Am ersten Abend Protest, am zweiten kaum, am dritten Abend noch mal Aufbegehren, seitdem klappt es hervorragend. Sie kuschelt sich ein, sagt noch mal „Nach!“ (gute Nacht) und schläft dann sehr schnell ein. Uff! 🙂 Und sobald die beiden dann gemeinsam ins Bett gehen, werde ich mich ganz zurückziehen, dann hätten wir das auch geschafft. So zumindest der Plan.

Das Schönste: Es läuft bereits manchmal genau so, wie ich mir es für die Zukunft erträumt habe: Neulich wachte die Maus auf, weinte kurz, dann hörte ich durchs Babyfon ein Murmeln vom großen Bruder, ein kurzes Murmeln von der Maus und beide waren ruhig, schliefen wieder ein.

Das neue Bett-Doppel wurde von beiden vom ersten Tag an total geliebt. Neulich hat der Kurze Piratenschiff darin gespielt, die Maus wollte mitspielen und wurde kurzerhand zum Matrosen erkoren. Ich bastelte den beiden dann noch aus zwei im Sommer von draußen hereingeschleppten Ästen und einem Kissenbezug ein Segel und band es ans „Schiff“. Soviel zur Schlafsituation.

Ansonsten stehen weiterhin Rollenspiele hoch im Kurs (Mama ist das Baby, die Maus ist die Mama oder  Die Maus ist der Arzt und untersucht die ganze Familie etc.) Was sie zur Zeit sehr gerne macht, ist Putzen. Sie will ständig einen Putzlappen haben, macht ihn dann nass, wringt ihn (mehr oder minder gut 😉 ) aus und begibt sich dann an die Arbeit. Alles wird auf diese Art geputzt – von der Tischplatte bis zur Matratze. 😀 Und beim Kochen will sie auch ganz unbedingt helfen. So viel wie möglich will sie selber machen und ist auch entsprechend sauer, wenn es mal nicht geht, sei es, weil es zu gefährlich ist oder sie es einfach noch nicht kann (z.B. Socken anziehen).

Sehr niedlich: Die Maus „zaubert“ liebend gerne Dinge unter einer Decke her und wieder weg –  natürlich mit den entsprechenden Beschwörungsformeln: „Semme-lamma-lumme-lim! Kaaba-biede-bus!“ 😀

Und jetzt bewegt sie sich mit Riesenschritten auf den zweiten Geburtstag zu… noch 4 Monate. Und es ist zu merken, sie wird wirklich immer „zweijähriger“, wenn man das so sagen kann. Unglaublich. Mein Baby…. Das letzte. So schade…. Machmal bin ich so traurig, dass es nicht noch mehr sein können. 😦

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