Maus im Kindergarten – ein Lagebericht

Heute ist Tag 3 – erfahrungsgemäß einer der schlechteren Tage bei der Eingewöhnung.

Trotzdem kann ich nur Gutes berichten! Die Maus redet nachmittags so gut wie nicht vom Kindi, schläft abends gut ein und nachts gut durch, ist also m.E. zumindest bisher  nicht durch die neuen Erfahrungen in irgendeiner Weise belastet.

Gestern Abend hatten wir beim Wickeln ein kurzes Gespräch, als ich von mir aus den Kindi erwähnte und sie darauf hin antwortete: „Nein Kindergarten gehen! Maus weint!“ Ich erklärte ihr, wie dato schon den Jungs, dass es ganz normal wäre, das sie ab und zu weinen müsse, und dass das am Anfang mehr wäre und dann irgendwann weniger werden und verschwinden würde. Sie hörte mir aufmerksam zu und schien dadurch echt beruhigt zu sein. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, da die Kinder spüren, dass ihre Gefühle in Ordnung sind und das Vertrauen haben, dass sie sie überwinden werden.

Heute morgen dann absolut keine Probleme, wenn meinerseits der Kindergarten erwähnt wurde. Sie ließ sich brav anziehen, wir frühstückten gemeinsam, auch Gummistiefel und Jacke wurden freudig angelegt, um zur Kita loszustarten. Keine Probleme auf dem Weg dorthin, auch nicht drin. Wir gaben den Großen in seiner Gruppe ab, liefen dann hinunter zur Regenbogengruppe der Maus und sie entledigte sich ohne Zetern oder Murren ihrer Klamotten, zog die Hausschuhe an und lief freudig in die Gruppe. Erzieherin begrüßen, dann gleich mal aus dem geöffneten Fenster gucken, das so toll niedrig angebracht ist, dass auch echte Zwerge rausschauen können.

Erst, als ich mich von ihr verabschieden wollte, kamen die Tränen. Vollkommen verständlich und auch erwarteterweise. Ich brachte sie dann in die Arme der Erzieherin, sie krallte sich noch kurz an mir fest, ich versichterte ihr, dass ich sie ja nachher wieder abholen käme und – schwupps – war ich draußen. Im Augenblick des Loslassens und auch wenn sie zwischendrin mal einen Hänger hat, können die beiden Erzieherinnen sie gut und schnell wieder beruhigen. Das freut mich, denn das bedeutet, dass sie Vertrauen hat und sich grundsätzlich dort wohlfühlt.

All das zusammengenommen zeigt mir, dass  die Eingewöhnung erstaunlich gut läuft. Ich hatte mich von Anfang an dagegen entschieden, noch stundenweise mit ihr in der Gruppe zu bleiben, da sie das weder von unserem Kurzen noch von der Betreuung im Urlaub her kennt. Ich bin mir sicher, dass sie das eher verunsichert hätte, als dass es etwas nützen würde. Eher so im Sinne „Was? Die Mama bleibt da? Na, dann muss das aber eine Herausforderung sein hier…!“

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich weiß, dass auch schlechtere Tage kommen werden, aber auch das ist komplett normal. Wir Großen haben ja auch nicht jedenTag Bock auf unseren Arbeitsalltag…. 😉

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