Kita-Essen, Tag 3

Seit Montag koche ich nun für die beiden Kleinen das Kita- Essen. Bis jetzt gestaltet sich das Ganze doch sehr, sehr zeitaufwändig und anstrengend. Ich bin fast jeden Abend bis elf in der Küche und falle dann gegen zwanzig vor zwölf völlig erledigt, aber überdreht und angespannt ins Bett und brauche ewig, um einzuschlafen. Am nächsten Morgen bin ich dann komplett gerädert.

Und ohne die Unterstützung meines Mannes hätte ich die letzten Tage überhaupt nicht überlebt….

Naja, vielleicht muss ich es so nehmen, wie einen neuen Job. Da denkt man auch die ersten Wochen, man schafft es niemals und plötzlich gewöhnt man sich an die neue Situation, die Dinge laufen flüssiger und es passt.

Den Plan von letzter Woche habe ich dann doch noch mal komplett umgeschmissen, weil ich mir am Montag die Speisekarte der Kita kopiert habe und mich einfach wohler fühle, wenn die Kids wenigstens ungefähr das Gleiche zu essen haben, wie ihre Spielkameraden.

Diese Verfahrensweise hat Vor- und Nachteile.

Zum einen muss ich mir nicht viele Gedanken um eine ausgewogene Ernährung und genügend Abwechslung machen, das besorgt schon der Kita-Koch für mich. Außerdem ist es interessant, auch mal ein neues Rezept kinderkompatibel zu gestalten. Heute z.B. backe ich eine Donauwelle, aus Dinkelmehl, und mit Stevia und Johannisbeeren anstatt Sauerkirschen. Den Schokoguss mache ich aus fruktosefreier Schokolade. Bin echt mal gespannt, wie es schmeckt! Donauwelle gibts morgen in der Kita als Nachtisch und ich hatte einfach die fixe Idee, dass meine Kids auch in den Genuss eines Stückels Donauwelle kommen sollten….

Nachteil dieses Ansatzes ist eben, dass ich mir (wie heute mit der Donauwelle) natürlich ne Menge mehr Arbeit aufhalse, als wenn ich ihnen z.B. einfach stattdessen ein paar Stevia-Dinkel-Waffeln rausgebacken und mitgegeben hätte.

Trotzdem will ich es einfach probieren. Ich würde es gerne schaffen, ihnen ein zumindest optisch gleichwertiges Essen zu bieten.

Es kann ja auch nur besser werden. Denn ich habe in dieser Woche neben den Essen für Montag bis Mittwoch immerhin schon für weitere fünf Tage Bolognesesoße, für ebenso viele Tage Hackfleischbällchen und Bratensoße und für wenigstens noch  ein weiteres Mal Gemüseauflauf eingefroren.

Wenn sich die Rezepte also zu wiederholen beginnen, bin ich auf der sicheren Seite und muss nur immer rechtzeitig wieder für Nachschub sorgen.

Zwei weitere Vorteile hat die Sache überigens auch noch… für mein eigenes Mittagessen muss ich nur noch wenig Aufwand betreiben und weil ich mir so viele Gedanken wegen der Nachmittags-Brotzeit des Kurzen und des zweiten Frühstücks der Maus mache, profitiert auch unser Großer – der jetzt nicht immer nur ein langweiliges Pausenbrot bekommt, sondern auch etwas abwechslungsreichere Auswahl.

Trotz allem hoffe ich sehr, dass es demnächst weniger stressig werden wird. Ansonsten kann ich das so nicht durchhalten….

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Ein Gedanke zu „Kita-Essen, Tag 3

  1. Als ich anfing zu lesen, dachte ich auch gleich: Mehr kochen, dann einfrieren. Aber das machst du ja schon. Der andere Gedanke: Fast immer das optisch gleiche ist schon viel einfacher als immer das optisch gleiche. Vielleicht gibt es ja Gerichte, die deine Kinder so gerne mögen, dass es egal ist, was die anderen essen. So als eingefrorener Joker 😉
    Frohes Kochen und liebe Grüße an die fleißigste Mutter der Welt,
    Mara

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