Mein Standpunkt #1: Osteopathie – eine heiß diskutierte Therapieform

Beim Kinderdoc, den ich eigentlich sehr gerne lese, tobt gerade wieder mal eine Diskussion über das Thema Osteopathie. Leider hält der Kinderdoc davon überhaupt rein gar nichts und stellt sie mit Homöopathie und Esoterik unter einen Hut. Keine Ahnung, wie und warum er zu einer solch, doch eher fanatisch anmutenden Negativmeinung gekommen ist. Fundiert kann sie jedoch m.E. nicht sein.

Wer bei mir schon länger mitliest, weiß, dass ich sehr viele gute Erfahrungen mit der Osteopathie gemacht habe. Aus diesem Grunde konnte ich mich auch nicht zurückhalten und diskutiere mit.

Eine meiner Antworten möchte ich gerne auch Euch, meiner werten Leserschaft, zukommen lassen, da ich sie für sehr wichtig halte:

„Ob wissenschaftliche Studien glaubhaft sind oder nicht, darüber brauchen wir uns hier gar nicht den Kopf zu zerbrechen – denn dass es in allen medizinischen und auch anderen wissenschaftlichen Bereichen Studien gibt, die fragwürdig sind, das wissen wir alle.
Ich persönlich brauche keine Studie, weil zwei mir sehr vertraute Personen (eine Physiotherapeutin, ein Arzt) Osteopathie betreiben und ich deren Erfolge hautnah miterlebe. Wenn Patienten sich jahrelang mit Schmerzen von einem Arzt zum anderen geschleppt haben und dann nach zwei Sitzungen beim Osteopathen schmerzfrei ausfstehen und vor allem schmerzfrei bleiben, wenn Kinder mit Spastiken plötzlich normal gehen können und der Spasmus Stück für Stück verschwindet, wenn Kinder mit massiven Entwicklungs- und Konzentrationsstörungen plötzlich in der Schule um zwei Noten besser werden, wenn Mütter, die nach der Entbindung tage- und wochenlang rasende Kopfschmerzen hatten und die Schmerzen unter der Behandlung von jetzt auf nachher verschwinden, wenn Säuglinge wochenlang jedesmal panisch schreien, wenn man sie in den MaxiCosi packt, und sie dann nach ein, zwei Behandlungen auf einmal friedlich drin einschlafen, dann weiß ich, dass es funktioniert. Und das kann mir und diesen glücklichen Menschen kein noch so kritisch und negativ eingestellter Kritiker nehmen.
Ich finde es nur sehr, sehr schade, dass durch solche Einstellungen z.B gerade eines Kinderarztes vielen kleinen Menschen eine Möglichkeit genommen wird, die vielleicht geholfen hätte. Ich behaupte weder, dass Osteopathie immer hilft, noch dass sie gegen alles hilft, aber das kann wohl keine Therapie der Welt behaupten und trotzdem werden sie alle angewendet, in der Hoffnung, dass sie anschlagen. Gebt auch der Osteopathie diese Chance!“

Das A und O beider Sache ist allerdings der Therapeut selber. Denn wie immer und überall gibt es solche und solche. Und es gibt auch unterschiedliche Schulen und Ansätze. Sicher sind da auch schlechte dabei, keine Frage.

Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung heraus immer wieder betonen, dass die Behandlung bei einem guten Osteopathen wahre „Wunder“ bewirken kann – Wunder im Sinne von „schulmedizinisch war aber nichts nachweisbar“. Sprich, dem Patienten ging es schlecht, jetzt geht es ihm wesentlich besser oder sogar sehr gut, aber der klassische Schulmediziner hat vorher nie etwas „gefunden“. Leider steht der klassische Schulmediziner da oft auf einem sehr, sehr arroganten Podest mit der Aufschrift „Wo ich nichts finde, da ist auch nichts.“ Dass der Patient jedoch Schmerzen oder andere Unannehmlichkeiten und Beschwerden hat und für seinen eigenen Körper der kompetenteste und glaubwürdigste aller Ansprechpartner ist, das scheinen viele zu vergessen.

Wer übrigens einen guten Osteopathen sucht, der ist hier schon mal ganz gut beraten. Ich kann natürlich nichts garantieren, aber die Chancen stehen gut, Glück zu haben.

Ein wichtiges Kriterium für die Qualität ist übrigens auch der Umgang mit Terminen. Ein Osteopath, der mit dem Kunden gleich mal „drei (fünf, zehn…)Termine“ ausmachen will, ist nicht auf die Gesundheit seiner Patienten aus, sondern auf deren Geld. Ein guter Osteopath schaut sich den Patienten an und klärt, ob er in dem speziellen Falle etwas ausrichten kann oder nicht und dann gibt es erst mal einen einzigen Termin. Nach diesem wird Minimum 10 Tage abgewartet, bis ggf. ein Folgetermin ausgemacht wird.

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2 Gedanken zu „Mein Standpunkt #1: Osteopathie – eine heiß diskutierte Therapieform

  1. Könnte ich so unterschreiben. Ich habe auch schon positive Erfahrungen mit Osteopathen gemacht. Der Kommentar ist super, ich studiere Psychologie und habe dadurch natürlich auch viel mit Statistik zu tun. Wie war das? Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast….jaja…

    • Danke für Dein Kompliment. Inzwischen gibt es zum verlinkten Artikel mehr als 100 Kommentare, was zeigt, wie kontrovers dieses Thema diskutiert wird. Interessant daran ist m.E. aber auch, dass die allermeisten Gegner der Therapie nicht aus Erfahrung, sondern aus einer erdachten Überzeugung heraus argumentieren, wogegen die Befürworter allesamt eigene gute Erfahrungen gemacht haben.

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