Desigual – meine Hassliebe zu dem bunten Label

Ein aktueller Vorfall in Barcelona hat mich mal wieder drauf gestoßen – mein Verhältnis zu dem spanischen Label ist und bleibt gespalten.

Als der erste Shop hier in M aufmachte, war ich fasziniert. Diese Farben! Diese Muster! Das war definitiv mein Laden. Und wie einige von Euch ja auch wissen, wurde es ganz schnell der Laden meines Großen, der inzwischen stolzer Besitzer von vier Desigual-Shirts ist, die er ständig trägt.

Von Anfang an stieß mir allerdings ein wenig die Selbstverliebtheit auf, mit der das Label seinen eigenen Namen auf jedes Kleidungsstück druckt – mal mehr, mal weniger zentral. Ich finde, das müsste gar nicht sein, denn die Teile sind so einzigartig und typisch, dass man sie sowieso erkennt.

Eine zweite Sache ist die Qualität zumindest des ersten Shirts, das wir gekauft haben. Sie ist, sagen wir mal, meines Erachtens nicht dem Preis angemessen. Ein Shirt, das 40-50 Euro kostet, sollte nicht direkt nach dem ersten Waschen schon seine Form verlieren. Die anderen sind ok.

Und nun passierte in Barcelona etwas, das mir ebenfalls aufstieß. In den Desigual-Shops herrscht nämlich ein Fotografier-Verbot. Ich war noch so dämlich und fragte höflich, anstatt einfach drauflos zu knipsen. Und wurde umgehend deutlich darauf hingewiesen, dass es nicht erlaubt sei. Es hängt sogar ein Riesenschild hinter der Kasse mit einer durchgestrichenen Kamera, das hatte ich noch gar nicht gesehen.

Für mich ergibt das keinen Sinn. Will das Label nun unbedingt, dass es von so vielen Leuten wie möglich positiv wahrgenommen wird, worauf ja das penetrante Schriftzug-Platzieren auf den Klamotten hinweisen könnte, oder will es das nicht, denn dieser Artikel über Desigual hätte sicher optisch und inhaltlich anders ausgesehen, wenn ich fotografieren hätte dürfen.

Auch mein Hinweis, dass ich ein Blog habe und darüber schreiben wollte, brachte übrigens nichts.

Trotz allem gefallen mir die Kleider und Accessoires, die Desigual herstellt, sehr gut. Ich liebe diesen Farbenrausch, die bunten Musterkombis, diese lebensbejahende und energiegeladene Ausstrahlung der Produkte.

Hassliebe eben. Naja, der Ausdruck ist zu stark. So wichtig ist mir das auch nicht. Aber ihr wisst, was ich meine. 😉

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