Mixed Movies

Heute war die ganze „Extended Family“, also sechs Leute, im Kino, allerdings in drei verschiedenen Filmen.

Der Göttergatte hat sich mit dem Kurzen zusammen „Madagascar 3“ angesehen, der Große war mit seinem Pa in „Skyfall“ (*neid*!) und ich bin mit der Maus in „Der kleine Rabe Socke“ gegangen. War irgendwie cool, dass so jedes Kind den Film zu sehen bekam, den es am liebsten sehen wollte.

Für die Maus wäre ja eh nichts anderes in Frage gekommen, der Große war vor zwei Wochen schon mit seinem besten Freund in „Madagascar 3“, also war diese Lösung die beste, die ging. Die Filme liefen auch einigermaßen parallel an, so konnten wir alle zusammen losziehen.

Der „Rabe Socke“-Film war nett. Gut zu verstehende Dialoge, genug, aber nicht zu viel Spannung. Ich würde den Film für kinoerfahrene Drei- bis Siebenjährige empfehlen, er geht aber auch durchaus als „Einsteigerfilm“ durch, wenn das Kind nicht zu ängstlich ist. Ein paar etwas spannendere Szenen kommen schon vor, aber es passiert nichts schlimmes, alles geht immer gut aus und zwischendurch wird bewusst mit witzigen Szenen und einem „Mutmach-Lied“ immer wieder Spannung rausgenommen, damit es auch für die Kleinsten erträglich bleibt.

Dass die Maus ihn schon mit knapp 2 1/2 Jahren anschauen durfte, liegt an den besonderen Umständen: Zum einen wollte sie auch unbedingt mit ihren Brüdern mit ins Kino, zum anderen ist sie schon kinoerfahren, desweiteren hat sie bereits einen großen Wort- und Sprachschatz, kann der Filmhandlung also folgen, und außerdem ist sie sehr gelassen, die spannenden Szenen machten ihr keine Probleme.

Was mir gar nicht gefiel, war der Umgang des ausgewählten Kinos mit seinen jüngsten Kunden. Da gab es einige Punkte, die mir sehr aufstießen und die mich wohl davon abhalten werden, dieses Kino nochmals mit kleinen Kindern zu besuchen:

  • Die Toiletten im Foyer waren abgeschlossen. Die einzige Möglichkeit, mit dem Kind nochmals vor der Vorstellung aufs Klo zu gehen bestand darin, entweder samt Popcorntüte und Limoflasche die Toiletten beim Kinosaal aufzusuchen oder erst mühselig seinen Platz zu finden, die Snacks dort abzustellen und dann wieder rauszustiefeln.
  • Vor dem Film liefen 20(!) Minuten Werbung. Ein kleines Kind ist schon völlig überfordert mit den Eindrücken, bevor der Film überhaupt begonnen hat. Da wir das so nicht gewohnt waren, hatten wir auch die Möglichkeit verpasst, den Kinosaal überhaupt erst danach aufzusuchen
  • Nicht genug, dass überhaupt Werbung lief, es kam auch noch vollkommen ungeeignete. Da sah man Projektile durch die Gegend schießen, es kamen Polizisten und Tatort-ähnliche Szenen vor, Panzer fuhren durch die Gegend, es schrie ein Säugling in einer sterilen Klinikumgebung, ein Junge stand traurig vor dem Grab seiner Eltern und eine Atombombe detonierte. Hallo????? Das ist to-tal daneben!

Wen es interessiert: Das Ganze fand im mathäser in München statt. Nicht zu empfehlen. Im CineMaxx am Isartor zum Beispiel läuft sowas gänzlich anders. Da gibt es gar keine Werbung vor dem Film, höchstens ein paar Trailer zu kindgerechten (!) Filmen. Und das wars. Toiletten gibt’s auch. Da kann man hingehen, bevor man sich Popcorn gekauft hat.

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8 Gedanken zu „Mixed Movies

  1. sowas geht ja mal gar nicht…. man geht mit seinen kleinen Kindern in ein kino für ein Kinderfilm und in der (viel zu langen) Werbung wird erstmal was gezeigt, was überhaupt nicht für kinderaugen bestimmt ist….man man
    hast du dich danach irgendwie beschwert ?

    nun ist man eine erfahrung reicher und man braucht dort ja nicht mehr hingehen

    wünsche einen schönen Sonntag!

    lg
    mel

  2. Wie lustig, ich war letzte Woche Dienstag mit den beiden Mädels auch im Rabe-Socke-Film! Im Dorfkino bei den Schwiegereltern um die Ecke. Erst fragte ich mich, ob der nicht zu ’seicht‘ sei, hatte aber nach dem gegoogleten Trailer ein gutes Gefühl. Und so war’s dann auch. Zwar war bei uns das Vorprogramm nur kurz, aber es kam auch eine Werbung für irgendeinen Kriegsfilm, die ich absolut unpassend fand. War aber trotzdem ein schöner ‚Mädelsausflug‘. 🙂

    • Also ich fand ihn wie gesagt auch wirklich nett. Wesentlich weniger langweilig als „Thomas und …ach, was weiß ich“ (der letzte Thomas-die-Lokomotive-Film), da bin ich drin eingeschlafen! Und trotzdem spannungstechnisch viel kindgerechter als z.B. diese miese „Verfilmung“ von „Komm, wir suchen einen Schatz“. Der ist sooo schlecht.

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