Die Qual der Wahl

Neulich mussten wir feststellen, dass unsere Couch im Wohnzimmer den Geist aufgibt – eine Feder ist gebrochen und das spitze Ende piekt unnachgiebig durch den Stoff der Sitzfläche, stets bereit, sich auf arglose Popos zu stürzen oder Löcher in Hosen zu stanzen.

Nun ist dieses Sitzmöbel ja eh nicht gerade mein Lieblingsstück. Wer mich schon länger begleitet, weiß, dass ich mit dessen Farbe, für die es keinen Namen gibt, auf Kriegsfuß stehe, weil sie sich partout weigert, mit auch nur irgendeiner anderen Farbe zu harmonieren. Mal ganz abgesehen von der Stoffqualität und der Strukturierung…. Ich muss dem Ungetüm allerdings zugute halten, dass es sich gegen fast sämtliche Sabotage- aka Beschmutzungsversuche der Kinder erfolgreich zur Wehr gesetzt hat. Aber das war es dann auch schon mit den Vorteilen.

Nun möchte man meinen, dass ich ja nun sehr froh über das traurige Dahinscheiden dieses Möbelstücks sein müsste.

Nun, zum einen mag das ja stimmen. Aber seit ich mich in jeder freien Minute (und weit darüber hinaus) mit möglichen Kandidaten für einen Neuerwerb auseinandersetze, wurde mir klar, dass dieser einzige Vorteil ein unbestritten wesentlicher Vorteil war. Vor allem, weil mir bei der Recherche zu Bewusstsein kam, dass ich unter gar. keinen. Umständen. bereit bin, auch nur einen Cent für eine Couch auszugeben, die mir nicht wirklich gefällt.

Leider gefallen mir nicht gerade die kinderfreundlichen Exemplare. Will heißen: Keine Microfaser, kein Velours. (Hässlich!)Kein Leder. (Ungemütlich!) Kein einfarbiger Stoff, zumindest kein dunkler. (Trist! Unpassend!)

Meine Traumcouch ist supergemütlich, kuschlig, trotzdem mit stabilem Sitzgefühl – und mit einem in hellen Naturtönen karierten oder gestreiften Stoff bezogen.

Ich werde mich wohl trotzdem trauen…. der Stoff muss nur soweit gemustert sein, dass man nicht gleich jeden Fleck draufprangen sieht, wie ein schwarzes Achselhaar in einer Spargelcremesuppe.

Heute habe ich in einem der hiesigen Möbelhäuser ein Exemplar gefunden, das mir sehr gut gefällt. Morgen werde ich meinen Göttergatten hinschleppen und probesitzen lassen. Dann kommt der schwierigste Teil: Die Entscheidung für einen der vielen wunderschönen Bezugsstoffe.

Ich halte Euch auf dem Laufenden! 🙂

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8 Gedanken zu „Die Qual der Wahl

  1. iiiieh! haar in der suppe, plastisch interpretiert!
    unsere couch hat einen waschbaren, abnehmbaren bezug (wir haben sie vom möbelschweden) und wurde gestern gerade zum xsten mal gewaschen… ich bin echt froh drum…

    • Oh ja, diiese Couch hatte ich auch auf dem Radar…. leider gibt es zur Zeit nur komplett öde Bezüge, die allesamt nicht in unser Wohnzimmer passen… 😦

      Ach ja, und heute musste ich an Dich denken, als ich den Kindern das Buch :“Der karierte Käfer – 14 3/3 Kurzgeschichten“ von Jens Rassmus vorlas, ein Fundstück des Kurzen aus der hiesigen Ortsbücherei. Es würde Dir ganz sicher gut gefallen!

      (Genauso, wie ich wusste, dass dir das Haar in der Suppe gefallen würde, hehe ^^)

    • Äh, es tut mir leid, dass ich mit meiner allzu bildhaften Aussage nun meinen Leserinnen das Spargelsuppenessen verleidet habe! Was habt ihr aber auch alle für ein intensives Vorstellungsvermögen! ;-D

  2. Ich wollte das Haar auch beanstanden, aber das wurde ja hier schon zur Genüge getan! 😉

    Das Problem mit der Couch kenne ich, geht mir aber mittlerweile bei sehr vielen Möbeln so. Ich bin nicht mehr bereit grosse Kompromisse einzugehen. Kollidiert zur Zeit aber häufig mit dem Geldbeutel…

    • Ja, dieses Problem kenne ich gut. Wir haben quasi Glück im Unglück, weil wir gerade einen alten Bausparer auflösen konnten. Ein Teil des Geldes war schon verplant, und eigentlich sollte was übrigbleiben. Nun gibt es halt eine neue Couch, aber wenigstens können wir uns die so ohne schlechtes Gewissen leisten, das ist echt was wert! 🙂

  3. Oh ja, wenn alles gut geht, sind wir auch bald etwas flüssiger, Wir brauchen definitiv noch Möbel, so ein Haus will ja auch eingerichtet werden! Ich habe nur leider eine Hang zu Luxus ähm Qualität … 😉 Ich glaube da werden doch wieder Kompromisse nötig sein!

    • Hihi, das kenne ich! Ich bin mal als Studentin in ein Haushaltstextiliengeschäft gestiefelt, um mir Bettwäsche zu kaufen – und die einzige, in die ich mich sofort verguckt hatte, war das teuereste Stück im ganzen Laden, irgend so eine Designerbettwäsche…. O_o

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