Dankbarkeit

Heute ist so ein Tag, da fühle ich mich rundum wohl und glücklich. Und sehr, sehr dankbar dafür, was ich habe. Nicht dass hier alles perfekt wäre – die Maus ist immer noch angeschlagen, entsprechend sieht es hier aus, ich kam nicht zum Putzen und auch nur sehr bedingt zum Aufräumen.

Aber was ist das schon? Ich habe einen wachen Geist, zwei Beine zum Laufen, zwei Hände zum Anpacken, zwei Augen zum Sehen und das Herz am rechten Fleck. Ich habe drei Kinder und einen Mann, die all diese Gaben ebenfalls besitzen. Ich habe ein warmes Zuhause, immer genug zu Essen und ein paar wirklich gute Freunde.

Das Leben ist wunderbar!

Im Alltag vergisst man das nur leider so oft. Da plagt man sich mit Fragen wie „Passt diese Strumpfhosenfarbe zu meiner Beinform?“,  „Soll ich nun Karotten oder Rosenkohl zum Weihnachtsbraten machen?“ oder „Oh Gott, schon zehn nach acht und die Kinder sind immer noch wach…, was mach ich nur morgen früh, wenn sie nicht aufstehen wollen?“

Dabei ist das alles so unwichtig, banal und meistens recht einfach zu lösen. Oft sind es sogar Probleme, die man sich selber generiert, die gar nicht sein müssten.

Im Netz begegnen mir immer wieder Menschen, die unreflektiert betrachtet viel, viel weniger Glück im Leben hatten als ich. So zum Beispiel Stephanie Nielson oder Nick Vuijcic. Und trotzdem sind sie unglaublich positiv, sehen auch die kleinen Dinge und messen dem täglichen „Gegenwind“ nicht mehr Gewicht zu, als ihm wirklich gebührt. Und ich frage mich sogar, ob sie nicht unterm Strich oft glücklicher sind als ich, einfach weil sie ihren Blick viel durchgängiger als ich darauf richten.

Deshalb versuche ich regelmäßig, kurz innezuhalten und mir ganz bewusst zu machen, wie gut eigentlich mein eigenes Leben läuft, wie viel Schönes, Bemerkenswertes und Wunderbares um mich ist, wie banal so manche Sorge wirkt, wenn man sich klar macht, was wirklich wichtig ist.

Haltet inne, umarmt Euer Leben und spürt die Dankbarkeit für all das, was es ausmacht. Und dann widmet Euch dem täglichen Kleinkram mit dem emotionalen Einsatz, den er verdient hat – mit viel, viel Gelassenheit und ’ner guten Prise Humor!

Eine schönes zweites Adventswochenende wünsche ich Euch!

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6 Gedanken zu „Dankbarkeit

  1. Bei uns in der Gemeinde gibt es einen Mann, der gerade mal ein wenig seine Hände bewegen kann. Klar, er sagt auch, dass er seine Tiefs hat, aber insgesamt hat er eine unglaublich positive Ausstrahlung – so positiv, dass er sogar geheiratet hat. Ich finde ihn echt faszinierend.

  2. Danke! Das hast du wunderbar gesagt! Leider verliere ich im Moment viel zu oft aus den Augen, wie gut es mir geht. (Aber immerhin weiß ich, dass es weder Karotten noch Rosenkohl zu Weihnachten geben wird ;).)

    Herzlichst
    Marike

    • Ach, das war gar nicht mein Weihnachtsproblem, nur eines, das mir in den letzten Tagen über den Weg lief. 😉 Und vielen Dank fürs Kompliment. Ich finde, dieses Thema kann man gar nicht oft genug erwähnen – genau deshalb, weil es jedem hier auf Erden gut tut, immer mal wieder dran erinnert zu werden.

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