10 Wochen Slow Carb mit 10 Weeks Body Change – Ein Fazit – Teil 2

Heute möchte ich euch zu folgenden Punkten aus meiner Liste etwas erzählen:

  1. Kurze Info zur Erinnerung oder für neue Leser: Wie funktioniert Slow Carb?
  2. Ängste und Vorurteile bezüglich Slow Carb
  3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?
  4. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür
  5. Slow Carb und Stevia
  6. Wer bietet Slow Carb an und wo liegen die Vor- und Nachteile?

3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?

Es gibt ein paar Indikationen, die Slow Carb sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich machen. Dazu zählen Unverträglichkeiten von wesentlichen Bestandteilen der Ernährung, z.B. eine Hühnerei-Unverträglichkeit und in meinen Augen auch eine vegetarische bzw. vegane Ernährungsweise. Ich kenne ein paar wenige Ausnahmen, aber es ist sicher nicht leicht, sich vegetarisch oder gar vegan und Slow Carb konform zu ernähren. Das sollte man wirklich nur versuchen, wenn man sich schon sehr gut mit Ernährung auskennt, denn die fehlenden tierischen Proteine müssen unbedingt durch andere Lebensmittel ausgeglichen werden, da es sonst zu massiven Mangelerscheinungen kommen kann.

Diabetiker hingegen können sich sehr wohl konzeptkonform ernähren, es spricht absolut nichts dagegen. Eine so einschneidende Ernährungsumstellung sollte aber auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Zu anderen Krankheitsbildern kann ich nichts sagen, am besten immer den eigenen Doc fragen, der kann sicher Auskunft geben oder einen Probeversuch entsprechend überwachen.

3. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür

So gut wie jede und jeder, der Gewicht verlieren möchte, kennt sie: die „Plateauphasen“, die sich durch eine Stagnation der Gewichtsabnahme auszeichnen und auf der aufgezeichneten Kurve dadurch optisch eine Ebene, ein Plateau bilden.

...in der Natur gerne gesehen, auf der Gewichtskurve verhasst....

…in der Natur gerne gesehen, auf der Gewichtskurve eher verhasst….

Zum einen sind sie ganz normal und sollten vor allem eines nicht tun: Demotivieren. Denn wenn man alles richtig macht, geht es grundsätzlich nach ein paar Wochen wieder weiter mit der Abnahme. Zum anderen können sie auch ganz banale Gründe haben, die man herausfinden und entsprechend gegensteuern kann.

Folgende Gründe habe ich persönlich bei Slow Carb ausmachen können:

  • Wer beginnt, Sport zu treiben, baut Muskulatur auf und Fett ab. Muskeln wiegen aber mehr, als Fettdepots. Deshalb sollte man immer neben der Waage auch das Maßband befragen. Reduzieren sich die Umfänge von Taille, Hüfte und Oberschenkeln trotzdem wöchentlich weiter, stimmt alles.
  • Ein Fehler, den viele machen (auch weil es nicht in allen Programmen deutlich gesagt wird!) ist, abends Hülsenfrüchte zu essen. Hülsenfrüchte sind Kohlenhydrate und auch wenn sie nur langsam aufgenommen werden, so schlagen sie in der nächtlichen Ruhephase doch mehr zu Buche als tagsüber, wo sie durch Bewegung und andere Aktivität des Körpers schneller wieder verbrannt werden. Achtet also darauf, abends eher proteinreich und ohne Hülsenfrüchte zu essen.
  • Ganz gemein: Alkohol am Schlemmertag! Meine drei Wochen ohne signifikante Abnahme lagen jeweils direkt nach einem Schlemmertag, an dem ich Alkohol getrunken hatte! Und es war nicht mal viel – nur jeweils eine kleine Dose Bacardi Cola. Zur Erinnerung: NicoDaVinci hat hier genau erklärt, warum das so ist.
  • Ein Grund, der auch immer wieder genannt wird: die Verwendung von künstlichen Süßstoffen, die im Verdacht stehen, Heißhunger auszulösen. Denn wer Slow Carb macht, darf zwar essen, bis er satt ist, sollte aber das Hungergefühl genau deswegen nicht künstlich ankurbeln. Deshalb empfehlen die meisten Slow Carb’ler den Verzicht auf künstliche Süßstoffe.
  • Manchmal ist es auch gut, die Mahlzeiten zu protokollieren und jemanden mit viel Erfahrung draufschauen zu lassen. Unter Umständen hat sich ein kleiner, aber bedeutsamer Fehler eingeschlichen, weil man unbemerkt doch Kohlenhydrate zu sich nimmt, die irgendwo im Essen versteckt sind. Und auch relativ kleine Mengen schnelle KH bedeuten jeweils stundenlange Umstellung des Stoffwechsels von Fett- wieder auf KH-Verbrennung – und damit natürlich eine viel geringere „Ausbeute“ an Gewichtsabnahme.
  • Damit wären wir auch schon beim letzten Punkt: Konsequenz. Es ist meines Erachtens immens wichtig, in den sechs Slow-Carb-Tagen wirklich konsequent zu sein und alle, wirklich alle Gelüste auf den Schlemmertag zu verschieben! Seid ehrlich mit Euch, falls es mit der Gewichtsreduktion nicht so klappt, wie gewünscht. Wart ihr wirklich konsequent?

Wer noch weitere Gründe kennt, darf sie gerne in den Kommentaren erwähnen! Ich freue mich über jede Ergänzung.

Und nie vergessen: auch ein echtes Plateau hat einmal ein Ende! Lasst Euch nicht vom Weg abbringen und holt Euch Motivation – von anderen MitstreiterInnen, von der Familie, vom Partner, aus dem Netz – woher auch immer! 🙂

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4 Gedanken zu „10 Wochen Slow Carb mit 10 Weeks Body Change – Ein Fazit – Teil 2

  1. Ich finde diese beiden Beiträge von Dir sind das Beste, was man im Netz über Slow Carb findet (und ich habe SEHR viel rumgestöbert). Alles was man wissen muss, klar und verständlich. Wenn jemand damit anfangen und sich gründlich informieren will, braucht nur Deinen und -auch genial- Nico’s Blog. Mehr nicht.

    Danke dafür Alex!

    LG
    Ayse

    • Vielen herzlichen Dank für das große Kompliment, Ayse! Ich habe schlicht versucht, mein bisheriges Wissen gut verständlich und strukturiert zusammenzufassen und freue mich, dass mir das anscheinend auch gelungen ist. Ich werde das Ganze morgen noch mit Teil 3 abrunden und sicher auch noch ein paar Linktipps geben.

  2. Hi, mir ist noch was zum Sport eingefallen. Direkt nach dem Sport wird mehr Wasser eingelagert. Das gilt vor allem, wenn man grad anfängt mit Sport.
    Liebe Grüße 🙂

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