Kreativer Umgang mit Wut

Neulich abends hatte ich dem Kurzen untersagt, kurz vor dem Zubettgehen noch an der Konsole oder am iPad zu daddeln, was ihn gelinde gesagt stocksauer machte. Als ich ihm  anbot, er könne ja stattdessen gerne noch ans Malprogramm, willigte er grummelnd ein und fabrizierte in der ihm verbleibenden Viertelstunde unter anderem folgende Kunstwerke:

Das erste Werk spricht für sich....

Das erste Werk spricht für sich….

Mama fällt ein Eimer Farbe auf den Kopf

Mama fällt ein Eimer Farbe auf den Kopf

Mama fällt in Gift rein

Mama fällt in Gift rein

Mama fällt ein Haus auf den Kopf

Mama fällt ein Haus auf den Kopf

Ein Hund beisst dich, mama

Ein Hund beisst Mama

Ein Vogel kackt auf Mamas Kopf

Ein Vogel kackt auf Mamas Kopf

Ganz abgesehen davon, dass seine Wut sehr schnell verraucht war, hatten wir alle einen Riesenspaß und warteten immer schon begierig auf das nächste Bild…

Wir fanden sie sehr witzig, und wer sich darüber aufregen will, dass diese Bilder brutal seien, dem sei gesagt: Lieber so als wirklich handgreiflich werden. Irgendwohin muss man ja mit seinem Frust. 🙂

Ich für meine Person werde meinem HB-Männchen auf jeden Fall gerne wieder das iPad mit dem Malprogramm in die Hand drücken, sollte es nötig werden….

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5 Gedanken zu „Kreativer Umgang mit Wut

  1. Sehr gut! Ich halte es für eines der wichtigsten Dinge, die wir unseren Kindern beibringen: Wie umgehen mit Gefühlen? Es ist ja so, wie du schreibst: Die Wut muss irgendwohin. Und wenn sich das Ganze dann noch auflöst in allgemeiner Heiterkeit – was kann es besseres geben?

      • Gestern haben wir das Buch mit dem Fauchdrachen gelesen und aus aktuellem Anlass (Mütterchen ist ausgeflippt) besprochen, was man machen kann, um die Wut abzulassen. Meine Kinder waren der Meinung, dass ein-Glas-auf-den-Boden-werfen nicht zulässig ist. *seufz* Ich kann furchtbar fauchen.

      • Oh ja, ich auch… 😉 Ich glaube aber, dass es für Kinder entlastend ist, zu sehen, dass Eltern auch nicht immer gut mit ihren negativen Gefühlen umgehen können – und dass sie Anstrengungen unternehmen, sich zu bessern. Außerdem finde ich es wichtig, in der Familie auch solche Dinge wie sich Entschuldigen können, Vergebung und Versöhnung zu lernen und zu üben.
        Sowohl mein Mann als auch ich kommen aus Familien, in denen unsere Eltern selber (auf unterschiedliche Weisen) nicht wirklich gelernt haben, mit negativen Gefühlen umzugehen. Insofern besteht bei uns sowieso eine Menge Bedarf diesebezüglich und ich freue mich immer wieder, wenn ich eine neue Möglichkeit gefunden habe – so wie eben das mit dem Malen. 🙂

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