Schlaft, Kindlein schlaft….schlaft jetzt, verflixt nochmal!

Gerade neulich habe ich mal wieder einen Blogbeitrag über Kinderschlaf gelesen. Diejenige Mama welche hatte so gar keine Probleme mit dem Schlaf ihrer Kinder. Zumindest keine dramatischen. Das übliche halt.

Bei uns herrscht hingegen im Moment wieder ziemliches Drama, leider. Wir hatten schon Phasen, in denen hier recht gut und friedlich ein- und durchgeschlafen wurde. Aber diese scheinen mir endlose Nächte her zu sein….

Und so hatte alles begonnen: Irgendwann letzten Herbst hatte sich der Göttergatte aus Krankheitsgründen ins Arbeitszimmer in Quarantäne begeben. Die Kinder hatten das Ehebett schneller okkupiert, als wir „Husch!“ sagen konnten. Und so lagen sie da, jede Nacht. Entweder gleich von Anfang an oder eben ab „irgendwann zwischendrin“.

An Durchschlafen meinerseits war nicht mehr zu denken. Wanderungen von Bett zu Bett, Pipi, Durst, Träume, etc. hielten mich wach.  Der Göttergatte schnarchte derweil friedlich im Arbeitszimmer.

Was hingegen gut lief, zumindest aus Kindersicht, war das Einschlafen. Naja, relativ gut. Die Maus macht uns ja, seit sie zwei wurde, jeden Abend Stress, weil sie nicht schlafen gehen will. Das Ritual wurde immer weiter ausgedehnt, bis wir schließlich bei Lesen, Kuscheln, Singen und dann am Bett sitzen, bis sie eingeschlafen ist, angekommen waren, was durchaus eine volle Stunde in Anspruch nehmen konnte. Ein volle Stunde, die ich mir weder täglich Zeit nehmen kann, noch will. Ich habe drei Kinder. Ich kann nicht für eines alleine eine Stunde Abendritual einplanen.

Genauso aufwändig war die Einschlaferei beim Kurzen. Zum besseren Verständnis verweise ich mal auf diesen Artikel.

Nunja, das Ende vom Lied: Der Göttergatte verkündete neulich, die Ära „Papa ist ausgewandert“ sei nun beendet, er wolle wieder in seinem eigenen Bett schlafen und die Kinder sollen, bitteschön, wieder in ihren eigenen Betten nächtigen.

Alleine im eigenen Zimmer ein- und durchschlafen – diese Aussicht fanden die Kleinen nicht toll, deshalb baten sie sich aus, wenigstens gemeinsam im Zimmer des Kurzen schlafen zu dürfen. Kein Problem, unters Hochbett wurde wieder die kleine Matratze gelegt und beide hatten Platz genug.

Leider ging das nur am allerersten Abend wirklich gut. Denn im gleichen Zuge kürzten wir auch das Abendritual für die Maus deutlich ab – mit der Begründung, sie sei ja nun nicht mehr alleine, also müssten wir Großen auch nicht mehr ewig daneben sitzen bleiben.

Der Maus passt das aber gar nicht. Sie jammert und lamentiert jeden Abend mindestens ca. 15-20 Minuten, manchmal auch eine halbe Stunde lang, herum und zieht sämtliche Register, um nicht schlafen zu müssen. Hunger, Durst, Pipi, Angst – alles wird herangezogen, was dazu taugt, noch mal aus dem Bett zu flüchten.

Ehrlich gesagt, ich habe jeden Abend ein schlechtes Gewissen, fühle mich als Rabenmutter, weshalb das Geschrei mich auch mehr stresst, als es objektiv müsste.

Trotzdem will ich nicht in alte Muster zurückfallen. Mit meinen Kindern kann man sowas schlecht ausdiskutieren. Die wollen am liebsten alles. Am liebsten soll Mama die ganze Nacht mit im Bett liegen. Und im Idealfall noch in doppelter Ausführung, damit nur ja keiner teilen muss.

Das kann und will ich aber nicht leisten. Meine Kräfte sind nach jetzt fast 13 Jahren Muttersein wirklich aufgezehrt und ich brauche auch mal Abstand und vor allem ruhigen Schlaf. Das alles mögen für mich Argumente sein, für die Kinder sind sie das natürlich nicht.

Ich sehe im Moment aber keine andere Lösung als die aktuelle. Denn eines muss gesagt sein: Seit sie wieder in ihren eigenen Betten und ohne „Beobachtung“ unsererseits einschlafen, schlafen sie auch wieder durch. Meistens. Und deshalb hoffe ich natürlich jeden Abend aufs Neue, dass die Maus sich irgendwann einkriegt und doch noch mal gerne oder wenigstens ohne Drama schlafen geht.

Wenn es absolut gut wäre, sobald ich mich dazulege, würde ich ja noch eher schwach werden, aber weit gefehlt – je mehr ich ihr gebe, desto mehr fordert sie ein. Und wenn ich dann beim Maximum angekommen bin (ganz nah bei ihr liegen und kuscheln, bis sie schläft), macht sie das keinen Deut ruhiger. Dann mäkelt sie eben an anderen Dingen rum. Fazit: Sie. Will. Nicht. Schlafen. Punkt.

Ist aber gleichzeitig todmüde, kreischt und schreit nur noch, wenn wir sie länger auflassen. Ist also auch keine Option.

Es ist anstrengend.

Ich hoffe, es ändert sich bald, auf welche Weise auch immer. Seufz.

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10 Gedanken zu „Schlaft, Kindlein schlaft….schlaft jetzt, verflixt nochmal!

  1. Puuuuh, das klingt wirklich anstrengend … Bei uns funktioniert die Bestechung mit dem Schokobon auch nur bei dem Großen. Und der schläft sowieso im eigenen Bett. Schicke dir eine große Mütze Schlaf – und Geduld.

  2. Habe gerade dein Bericht gelesen. Einschlafpobleme ist bei
    Unseren Kindern schon lange her Hatte damals die Entspannungs-
    CD .Hatte gut geholfen. Progressive Muskelentspannung.
    Lass sie mal in deinen Schoss mit dem Kopf liegen, lege deine
    Hände darunter und lass sie von ihren Tag erzählen, was nacheinander
    Geschehen ist. Das Kind hat die Augen geschlossen. Wirkung:
    entspannend!!!
    Hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.
    Eine gute Nacht wünscht dir
    Tabitha

    • Hallo Tabitha, das klingt schön und es ist toll, dass das bei deinen Kindern geholfen hat! meine ticken da etwas anders… Jede Ablenkung hält sie wach, egal ob Muik, Hörspiel oder was auch immer, sie können dann nicht abschalten.
      Das mit dem Kopf klingt schön, aber meine würden da einfach nicht liegen bleiben, die sind sooo wepsig! 😉
      Trotzdem vielen Dank, vielleicht hilft es ja der einen oder dem anderen, der/die das lesen!
      LG aleXXblume

  3. Oh, ich erinnere mich! Das war schrecklich!
    Bei uns hat es ewig gedauert, bis die Junx alleine schliefen und diese Quengelphasen kenne ich auch…
    Wenn ich meine Freundin so ansehe, zwei Töchter, 12 und 14!!!, die immer noch zu Mama ins Bett kommen und nachts rumjammern, würde ich sagen, bei allem Stress, denn es Dir jetzt macht, konsequent bleiben ist das Einzige, das wirklich hilft.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und starke Nerven!

  4. Sie schlafen jetzt durch schreibst du, also ist nur noch das Einschlafen das Problem? Ich habe nur ein Kind, aber kann verstehen, wie anstregend das ist. Mulle braucht auch manchmal ne Stunde zum Einschlafen und macht Theater. Ganz zu schweigen davon, dass sie oft wach wird und zu uns ins Bett kommt 😉

    • Zum Glück schlafen sie jetzt besser durch! Das alleine Einschlafen ist der Schlüssel dazu – zumindest bei uns. Dafür ist eben die Einschlafphase grottenstressig – wobei ich lieber abends um acht Stress habe, als nachts um vier! 😉

  5. Puh da bin ich ja echt froh das das bei uns kein Problem ist. Die Kids gehen problemlos ins Bett und schlafen auch alleine ein. Vielleicht liegt es auch „mit“ daran das sie ihre Betten sehr gerne mögen.
    Sie haben ihre Betten selbst mit gestaltet bzw ausgesucht und entscheiden auch immer selbst welche Bettwäsche drauf soll.
    Schicke dir gaaaanz viel Kraft und Durchhaltevermögen!

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