Scotland Yard LIVE in München

Bei den Geburtstagsfeiern meiner Kinder, die ich ja bekannterweise sehr gerne vorbereite, achte ich im Vorfeld schon immer auf aktuelle Vorlieben und streue entsprechende Vorschläge ein. So auch geschehen vor zwei Monaten im Bezug auf den Geburtstag des Großen:

Wir spielten mal wieder Scotland Yard, ein bekanntes Brettspiel, das beide Jungs sehr gerne mögen. Da kam mir der zündende Gedanke: Das Spiel lässt sich nämlich auch im „Reallife“ in der Art einer Schnitzeljagd spielen.

Der Große war gleich begeistert und so begannen wir mit Netz-Recherchen zum Thema, stellten To Do-Listen auf und werkelten vor uns hin.

Unsere Variante lief folgendermaßen ab:

Vier Agententeams (je 2 Leute) jagen Mr. X (das Geburtstagskind) durch die Münchner Innenstadt. Genutzt werden durften ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus. Den Radius beschränkten wir aufgrund der wenigen Agenten-gruppen auf die inneren drei Ringe des Münchner MVV-Innenrings:

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Jede Gruppe und Mr.X hatten ein voll geladenes Smartfon mit Internetflat und installiertem WhatsApp. Die Agenten mussten jeden Ein- und Ausstieg und ggf. Zwischenstationen posten, Mr. X meldete seine Position nur alle 20 Minuten.

Zur von uns gestellten Ausrüstung gehörten für jedes Team Snackpacks, Getränke, ein Erste-Hilfe-Kit, Netzplan, Kurzregeln, Notfallnummern und ein Stift zum Notizen machen. Mitbringen mussten alle einen Rucksack und passende Kleidung. (Gutes Schuhwerk, regenfest, etc.) Im Nachhinein würde ich jeder Gruppe noch eine Schnellbahn-Übersichtskarte mitgeben, da sie oft nicht wussten, in welche Richtung sie denn jetzt einsteigen müssen, um da oder dorthin zu gelangen.

Der Inhalt der  vom Geburtstagskind zusammengestellten Snackpacks

Der Inhalt der vom Geburtstagskind zusammengestellten Snackpacks

Die bedruckten Lanyards in allen Teamfarben...

Die bedruckten Lanyards in allen Teamfarben…

...für den schnellen Zugriff auf Plan und Regeln

…für den schnellen Zugriff auf Plan und Regeln

Jeder Mitspieler bekam ein solches bedrucktes Lanyard. Bestellt und designt hatte ich sie hier. Der Onlineshop gehört jetzt nicht zu den bedienerfreundlichsten, aber die Bänder waren einfach unschlagbar günstig, schnell geliefert und sind von der Qualität her absolut super.

Ich selber saß bei uns Zuhause und machte die Zentrale, d.h. ich stellte das aktuelle Geschehen auf einem groß ausgedruckten Netzplan mit den echten Figuren aus dem Brettspiel optisch dar und schickte immer mal wieder ein Foto davon in die WhatsApp Gruppe. Außerdem half ich unserem Mr.X, der doch nicht so ganz den Überblick hatte und sonst schon in den ersten 10 Minuten aufgeflogen wäre… 😉 Einmal war es superknapp. Er saß am Marienplatz in einer U-Bahn und wartete auf die Abfahrt, während Team Gelb meldete, sie würden gleich am Marienplatz aussteigen. (Gleichzeitiger Aufenthalt an einer Haltestelle bedeutete: Gefangen! ) Ich bibberte schon, da meldete mein Großer: „Bahn fährt los!“ Nur Sekunden später meldete Team Gelb: „Angekommen!“ Puuuuuuhhh…. 😀

Schnell, schnell, Mr.X! Sie sind dir auf den Fersen.....

Schnell, schnell, Mr.X! Sie sind dir auf den Fersen…..

Angesetzte Spieldauer waren 3 Stunden (für 13jährige fast ein wenig lang, ich glaube 2 Stunden würden auch reichen). Nach guten 1 1/2 Stunden hatten sie Mr. X allerdings in Giesing am Bahnhof erwischt:

Geschnappt!! Gleich von zwei Teams: Blau und Rot

Geschnappt!! Gleich von zwei Teams: Blau und Rot

Abschließend gabs noch Pizza und ein Eis, dann ging es per S-Bahn wieder nach Hause.

War absolut ok von der Länge her, es hat allen sehr viel Spaß gemacht und ich würde es jederzeit wiederholen. Vom Vorbereitungsaufwand fand ich diesen Geburtstag sogar echt in Ordnung, vor allem, da sich ja alles außerhalb abspielt und wir nicht das Haus wienern mussten… 😉 Altersmäßig würde ich auf keinen Fall früher anfangen, je älter, desto besser. Es hängt auch ein wenig davon ab, wie sehr die Mitspieler das selbständige Bewegen im öffentlichen Netz gewohnt sind.  Wir hatten ein Team, in dem beide Jungs noch nie allein in M waren, das hat dann nicht gaaanz so gut geklappt. Spaß hatten sie trotzdem! 😉

Unser Mr.X mit selbstdesigntem Cap - einer tollen Erinnerung an das Spiel!

Unser Mr.X mit selbstdesigntem Cap – einer tollen Erinnerung an das Spiel!

Auf der Wikipedia-Seite zum Spiel gibt es übrigens ganz unten einen Hinweis auf eine App namens „Mr.X mobile“ bzw. „X-mobile“, mit der man das Spiel live umsetzen kann. Von der App wusste ich nichts, wir haben sie deshalb auch nicht benutzt. Wer Erfahrungen damit hat oder sammen kann, darf in den Kommentaren gerne seine Meinung darüber kundtun! 🙂

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Der Große ist 13

Jetzt ist es schon wieder vierzehn Tage her, dass wir den Geburtstag des Großen gefeiert haben, da wird es Zeit, ein wenig Rückschau zu halten, bevor das Fest vollendes in Versenkung gerät….

Nun ist er ein „echter“ Teenager. *seufz* Das geht alles so schnell, also mal echt! Nicht, dass ich es nicht Klasse fände. Ich bin sehr stolz auf meinen Erstgeborenen. Er ist und bleibt ein ganz feiner Kerl. Hilfsbereit, nett, höflich, fair, seine Geschwister liebend. Das wiegt seine Schusseligkeit, die ihm selber in Schule und Altag genug zu schaffen macht, tausendfach auf! Gegen Schusseligkeit, die bei ihm 100%ig zur genetisch veranlagten Variante gehört (Neiiin, iiiich habs ihm NICHT vererbt!!!), gibts schließlich Klebezettel, Kalender und Co.

Da er genau an seinem Geburtstag, der dieses Jahr auf einen Dienstag fiel, die ganze Woche im Skilager war, splitteten wir die Feierlichkeiten auf: In der Familie feierten wie am Wochenende vor seinem Geburtstag, mit den Freunden ging es dann am Wochenende danach auf große Tour.

Ihr seht also, ich bin absolut nicht abergläubisch: Ich habe den 13. Geburtstag meines Kindes im Voraus gefeiert und ne Menge Spaß dabei gehabt! 😉

Ein paar Eindrücke vom Familiengeburtstag:

Ein bunter Tisch für unseren bunten Hund...

Ein bunter Tisch für unseren bunten Hund…

...mit gleich zwei Geburtstagskuchen: Möhre mit den gewünschten viiiiielen Marzipanmöhren obendrauf und Erdbeer

…mit gleich zwei Geburtstagskuchen: Möhre mit den gewünschten viiiiielen Marzipanmöhren obendrauf und Erdbeer

Der ebenfalls gewünschte neue Scooter neben dem alten, der nach sechs Jahren den Dienst quittiert

Der ebenfalls gewünschte neue Scooter neben dem alten, der nach sechs Jahren den Dienst quittiert

Und eines der Überraschungsgeschenke, das voll einschlug!

Und eines der Überraschungsgeschenke, das bei unserem Lexikonliebhaber voll einschlug!

Geburtstagsessen bei Superwetter im nahen Biergarten...

Geburtstagsessen bei Superwetter im nahen Biergarten…

...mit einem Jubilar, der hoch hinauf kletterte...

…mit einem Jubilar, der im noch kahlen Geäst hoch hinauf kletterte…

...und schließlich die fünf Kilometer nach Hause mit dem neuen Gefährt zurücklegte.

…und schließlich die fünf Kilometer nach Hause mit dem neuen Gefährt zurücklegte.

 

Steuerflucht für Einsteiger

Der Kurze hat sich mit diversen Geschmeiden meinerseits behängt und stolziert damit durch die Gegend: „Ich bin ein gaaanz Reicher! Guck!“ (hält mir seinen meinen fetten Ring unter die Nase.)

Ich bin nicht ganz so begeistert davon, dass meine Ringe und Armbänder bald sicher irgendwo in einer Ecke landen, nur nicht da, wo sie eigentlich hingehören. Also fordere ich spielerisch: “ Los, gib mir den Schmuck! Du musst Steuern zahlen!“

Daraufhin der Kurze im Brustton der Überzeugung: „Nein!! Ich wohn hier nicht!!“

😀

Mein Freund Entro

Der Kurze kam grad aus der Schule heim – mit einer Überraschung. In WTG haben sie ihren „Kuschelwuschel“ mit nach Hause bekommen, ein kleines Wesen aus Wolle und Holzperlen.

Fröhlich und stolz zeigt er mir sein Machwerk und erzählt nebenbei:

„Undweißdumama, wie meiner heißt?“

„Nein, wie denn?“

Der Kurze nennt daraufhin stolz seinen eigenen vollen Namen – mit erstem und zweitem Vornamen sowie seinem Nachnamen.

„….uuund der vom Q. heißt…“ (Nennt dessen vollständigen Namen – wieder mit zweitem Vornamen.)

„….und weißt du, wie der vom Sebästschen heißt?“ (Sebästschen heißt eigentlich anders, aber sein Name wird ebenfalls englisch ausgesprochen, denn Sebästschens Papa ist Brite.)

„Nein?“

„Der heißt Sebästschen Entro Higgins!“

– – – ????

Naaaa?! Wer weiß, wie der kleine Mann wirklich mit dem zweiten Vornamen heißt?

PS: Das Ganze erinnert mich ein wenig an die Geschichte vom zweijährigen Pirschelbär, der sich dann später als „Pierre-Gilbert“ herausstellte… Gnihihihi!!! 😀

Schlimme Träume

Unsere Kinder wissen, dass sie jederzeit nachts zu uns kommen dürfen, wenn sie etwas plagt – zum Beispiel ein schlimmer Traum. In den letzten Jahren habe ich da ja schon so einige Stories mitten in der Nacht zu hören bekommen  – von Hexen, die einen verzaubern, von bösen Tieren, die einen beißen wollten und so weiter….

Aber das abgefahrenste Setting kam doch vom Kurzen neulich:

„Mama, ich war Gemüse und ein Mann hat mich in einen Topf geschmissen und den Deckel drauf gemacht. Da war die Luft so heiß drin, ich konnte gar nicht mehr atmen!“

😀

Was es alles gibt…..

PS: Im Stillen hat er mir anvertraut, dass er des öfteren nachts aufwacht und sich einfach einen Traum ausdenkt, dann rüberschleicht und ihn der neugierigen Mama präsentiert, damit er sich dann gemütlich ankuscheln und weiterschlafen kann! Tse. 😀

Seiner Aussage nach gilt as aber nicht für die oben genannte Geschichte!

Cooles Timing

Habe gerade beim Aktualisieren unseres Familienkalenders zum ersten Mal bewusst festgestellt, dass

unser Großer, der fast immer in den Osterferien Geburtstag hat,

und

unser Kleiner, der immer in den Sommerferien Geburtstag hat,

in drei Jahren Gesellschaft bekommen werden von

der Maus, die fast immer in den Pfingstferien Geburtstag hat! 😀

Bestes Timing für ’ne Familie, in der 4 von 5 in den Schulferien frei haben! 😉

Mini-Basteltipp: Glitzerringe aus Tesa

Gestern hatte unser Erstklässler eine tolle Bastelidee: aus einem Streifen Tesa und ein paar Glitzersteinen kann man ganz einfach einen edlen Glitzerring herstellen:

Und das braucht man dazu:

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Dann die Enden kürzen - an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Dann die Enden kürzen – an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Geht ganz einfach und die Kids finden die Ringe tooooll! Sogar die Maus konnte das ganz alleine basteln.

Der kurze mit Glitzerring

Der Kurze mit Glitzerring

Die beringte Maushand.

Die beringte Maushand.

Kann ich mir auch als tolle kleine Bastelei zum Beispiel für einen Prinzessinnengeburtstsag o.ä. vorstellen! Die quadratischen Glitzerkartonstücke habe ich mal irgendwo in einem Riesenbeutel bestellt…. leider weiß ich nicht mehr, wo. Ist schon ein Jahr her…. Einfach mal googlen unter Dekosteine / Dekoaufkleber oder so.