Weniger ist nicht mehr

Ich lebe noch! Aber Freizeit ist ein Fremdwort geworden und somit liegt auch der Blog im Moment komplett auf Eis. Es gäbe sooo viel zu erzählen, aber ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll. Da wären Artikel über

  • die Neugestaltung des Kinderzimmers vom Kurzen
  • seinen 6. Geburtstag
  • seine Einschulung
  • meinen Wiedereinstieg in den Job
  • endlich mal wieder ein Update über meine Slow Carb Ernährung

…die nebst all so anderem netten Kleinkram alle anstünden. Aber wo beginnen?

Da heute Wiege- und Pausentag ist, werde ich einfach mal mit Letzterem loslegen, da ich zur Zeit wieder ganz große Erfolge zu verbuchen habe!

Zur Erinnerung – Anfang des Jahres habe ich grauenvolle 96,7 kg auf die Waage gebracht und stand schon vor den Pforten der Dreistelligkeit. Also musste was passieren. Mitte Januar habe ich dann meine Ernährung auf Slow Carb umgestellt -wer darüber mehr erfahren möchte, der klicke rechts in der Cloud bitte auf „slow carb“ und findet alle meine bisherigen Artikel darüber – es sind doch einige, die kann ich nicht alle direkt hier verlinken.

Seitdem ernähre ich mich nach diesem wunderbaren Prinzip, es geht mir gesundheitlich blendend, ich bin voller Kraft und Energie; Haut, Haare und Nägel sind schön wie selten und die Pfunde purzeln nur so. Bis auf wenige Tage im Jahr, wie z.B. im Urlaub, habe ich mich immer ans Konzept gehalten und kann Euch heute folgende Gewichtskurve präsentieren:

Achterbahn mit deutlichem Trend nach unten

Achterbahn mit deutlichem Trend nach unten

Mit Stolz verkünde ich, dass ich heute die Acht geknackt und mit 79,6 kg gute 17 kg in acht Monaten verloren habe. Noch nie hat etwas so gut und unproblematisch und vor allem ohne Hungern oder Heißhungerattacken funktioniert! Auch die kleinen Pausen (Ostern, Pfingsurlaub etc.), die die Linie nach oben haben abknicken lassen, hatte ich, wie ihr sehen könnt, meistens sehr schnell wieder kompensiert.

Der rote Strich bei der 75 ist mein nächstes Zwischenziel – das habe ich heute von der Achtzig heruntergesetzt.

In Kleidergrößen sieht der Erfolg so aus:

Oben: Januar 2013 - Unten: September 2013

Oben: Januar 2013 – Unten: September 2013

Im Januar trug ich eine 48, letzte Woche Montag schlüpfte ich beim Shoppen probehalber in die 42 und siehe da: Sie passte! Hurra! 😀 Also wanderte sie gleich in die Tüte und heute möchte ich mir noch eine zweite gönnen, da die noch nicht sehr alten 44er Hosen inzwischen doch arg schlabbern.

Sehr gerne würde ich Euch auch schöne, vergleichende Ganzkörperaufnahmen von mir zeigen – aber da ich das Blog ja anonym führe, wird es bei folgendem Anblick bleiben müssen:

Fotor0921115033

Oben: Januar – Unten: Jetzt (bitte nicht aufs Chaos im Hintergrund achten, hust!)

Es ist wirklich unglaublich, aber ich habe es in acht Monaten von der deutlichen Fettleibigkeit in den oberen Normalbereich geschafft! Jetzt noch 5-10 kg weniger und ich habe ein Ziel erreicht, von dem ich Anfang des Jahres nicht mal zu träumen gewagt habe!

Soviel dazu. Die anderen Themen werde ich hoffentlich in den kommenden Wochen irgendwann auch noch nachholen können und ich hoffe, dass ihr trotzdem alle noch ab und an bei mir vorbei schaut! Ein schönes Wochenende wünscht Euch aleXXblume!

 

 

Advertisements

Meine Kräfte schwinden…

So lange die Tage mein Mann im Homeoffice war und ich für ihn mitkochen musste, habe ich es noch einigermaßen durchgehalten, aber heute ist er wieder im Büro und ich habe kapituliert.

Konnte kein Fleisch, keine Paprika und keine Eier mehr sehen, war den ewigen Kohlenhydratmangel satt. Habe gerade eine Portion Nudelauflauf von den Kindern verdrückt und dann noch drei Weißbrote mit Reissirup hinterhergeschoben. 😦

Ich möchte heulen angesichts dieses Gesundheits-Desasters. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich mich einigermaßen sinnvoll ernähren soll, wenn ich gleichzeitig nickelarm und slow-carb-konform essen möchte. Und alles andere funktioniert nicht. Ich schaffe es nicht, diese miesen, schnellen Kohlenhydrate (Milchprodukte, Weißmehlprodukte) in meinen Ernährungsplan einzubauen und dabei noch abzunehmen. Davon bekomme ich solche Heißhungerattacken, dass ich nur unter enormen Qualen Gewicht verlieren könnte. Für solche Kämpfe fehlt mir aber die Kraft. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mich diese blutzckerspiegel-bedingten Hungergefühle so aggressiv und schlecht gelaunt machen, dass ich sicherlich keine gute Mutter, keine nette Ehefrau und auch kein fröhliches Spiegelbild mehr abgeben würde, wenn ich das versuchen sollte.

Was soll ich denn bloß machen? Das Leben ist so unendlich gemein manchmal. 😦

Warum eigentlich immer ich?

Seit ich mit Slow Carb begonnen habe, geht es mir blendend – ich fühle mich fit, satt und zufrieden, glücklich. Bis auf eine Sache. Leider.

Meine Haut neigt zu Ekzemen und ich bin insgesamt so ein Typ Mensch, der irgendwie bei den Allergien zu laut „Hier!“ geschrien hat. 😦 Nun, leider explodierten seitdem so einige Stellen an meiner Haut – und es wurden immer mehr. Irgendwas „Nahrungsmittel-technisches“ hatte ich sowieso im Verdacht und war also gestern beim Arzt. Bei einem neuen Arzt, der mich noch nie gesehen hatte und erstmal eine ausführliche Anamnese durchführte. Tjoa, und der mich dadurch an etwas erinnerte, das ich weit, weit weggeschoben hatte. So weit, dass ich meine Ekzeme nicht damit in Zusammenhang gebracht hatte.

Ich leide seit meiner Jugend an einer sehr starken Nickelallergie. Begonnen hatte es mit dem üblichen Symptom: Hautausschlag bei Kontakt mit Jeansknöpfen, Modeschmuck etc. Die Kontaktallergie verschlimmerte sich über die Jahre so sehr, dass eine Ärztin bei einem – mal wieder – durchgeführten allgemeinen Allergietest angesichts der Reaktion meiner Haut auf Nickel die Hände über dem Kopf zusammenschlug – die Haut unter dem Nickelplättchen hatte sich nach 24 Stunden regelrecht aufgelöst – es war ein nässendes, juckendes Loch drunter entstanden, als ob mein Körper vor dem Plättchen fliehen hätte wollen… 😦

Als ich 19 Jahre alt war, verliebte ich mich in einen exzessiven Schwarzteetrinker. Ich trank den natürlich gerne mit – und wunderte mich, warum ich nach ca. einem halben Jahr so extrem drauf reagierte. Ich bekam Hitzwallungen, Herzjagen, Schweißausbrüche und mehr und machte fortan einen Riesenbogen um schwarzen Tee, wobei ich damals eigentlich noch das Teein bzw. Koffein im Verdacht hatte und somit auch das Kaffeetrinken sein ließ. Irgendwann, das war schon wieder ein paar Jahre später, klärte mich jemand darüber auf, dass auch Nahrungsmittel Nickel enthalten können und dass es durchaus Leute gibt, die darauf mit solchen und weiteren Symptomen reagieren. Schwarzer Tee ist einer der „Delinquenten“.

Daraufhin machte ich mich kundig und hielt für ein paar Jahre ein nickelarme Diät ein. Dadurch sank der Nickelspiegel im Köper und irgendwann stellte ich fest, dass ich eigentlich alles wieder essen konnte, ohne dass es mir was ausmachte. Und ich vergaß das mit dem Nickel allmählich.

In den letzten Jahren bekam ich zunehmend Ekzeme, die irgendwie mit dem Essen zusammenzuhängen schienen.Es hielt sich allerdings noch in Grenzen. Mit Sälbchen kurierte ich die paar wenigen Stellen immer mal wieder weg. Aber es wurde langsam immer schlimmer. Ich habe es lange versucht zu ignorieren, sei es aus Zeitmangel, aus Nicht-Beachtung meiner eigenen Bedürfnisse oder warum auch immer.

Naja, und seit ich Slow Carb mache, ist mein Haut geradezu explodiert. Plötzlich erschienen Stellen an den Beinen, unterm Arm, vor ein paar Wochen sogar im Gesicht. Und da hörte endgültig der Spaß für mich auf….

Man kann es sich schon denken… auf Deutsch gesagt: So ziemlich das meiste von dem, was ich gerade zu mir nehme, enthält das Spurenelement Nickel. Und vieles davon nicht gerade wenig.

Gestern war ich extrem gefrustet. Ich sah meinen wunderbaren Weg mit Slow Carb schon eiskalt den Bach runtergehen, denn ganz wesentliche Bestandteile wie Hülsenfrüchte und Nüsse sind einfach bei Nickelallergie ein absolutes No Go.

Inzwischen habe ich mich einigermaßen beruhigt, viel recherchiert, eine Nähwerttabelle mit Nickelwerten bestellt und sehe ein wenig klarer. Es wird sicher nicht einfach, aber ich möchte unbedingt an dieser Ernährungsform festhalten. Zumindest so lange, bis ich mein Gewicht auf ein im wahrsten Sinne des Wortes „erträgliches“ Maß reduziert habe. Also werde ich mich auf ein deutlich kleineres Nahrungsmittelangebot einstellen müssen, denn all die Rezepte mit Hülsenfrüchten und Nüssen, die ich so liebe (Quiche mit Kichererbsenboden, Enchiladas, Falafel, Chili con Carne, mein Notfallkuchen…) kann ich schlichtweg knicken. Die einzige Hülsenfrucht, die Nickel in nur einem einigermaßen erträglichen Maße enthält, ist die grüne Gartenbohne. Es ist zwar auch welcher drin, aber ich denke, es müsste gehen, wenn ich mich ausschließlich darauf beschränke, ansonsten auf wirkliche Vermeidung von nickelhaltigen Speisen achte und auch die Menge an Bohnen, die ich pro Tag verzehre, so klein halte, dass ich gerade so genügend satt werde davon.

Eine Mitstreiterin hat mich auch auf die Idee gebracht, doch stattdessen Milchprodukte mit einzubauen. Ich bin zwar nicht wirklich begeistert davon, weil sie eben Kohlenhydrate enthalten, aber irgendwo muss ich ja einen gangbaren Kompromiss finden. Tim Ferriss, der „Begründer“ von Slow Carb, erlaubt in seinem Konzept z.B. Hüttenkäse.

Es gibt also Mittel und Wege, trotz Nickel-Desaster weiterhin am Ball zu bleiben. Was mich aber kollossal nervt, ist die Tatsache, dass ich nun schon wieder eine neue „Diät“ kochen muss, mir wieder neue Rezepte ausdenken muss, wieder einer mehr am Tisch sitzt, der dies und das nicht essen darf…. Es ist zum Mäusemelken! 

Warum eigentlich immer ich? 😦

 

Slow Carb – schlaue Ersatzgerichte

Heute möchte ich Euch mal zeigen, wie man slow carb-konforme Gerichte backen und köcheln kann, die normale Kohlenhydratbomben wirklich gut & lecker nachahmen.

Oft fehlen mir die klassischen „Sättigungsbeilagen“ (haha…) und auch das Brot zum Frühstück gar nicht, aber ab und zu ist einem eben doch mal danach – und für solche Fälle gibt’s tolle Schummelgerichte. 🙂

1. Beispiel: Brot zum Frühstück

Manchmal mag ich kein Rühr- Spiegel- oder sonstiges Ei sehen, dann mach‘ ich mir ein schnelles Brot in der Mikrowelle:

Mikrowellenbrot mit Rucola-Streich, gekochtem Schinken, Tomatenpesto und Schnittlauch

Mikrowellenbrot mit Rucola-Streich, gekochtem Schinken, Tomatenpesto und Schnittlauch

Geht ganz einfach: 2-3 EL gemahlene Mandeln, 1 Ei, 1 EL weiche Butter, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, Gewürze nach Gusto (Ich tu‘ Koriander rein,ein typisches Brotgewürz). Mit einer Gabel alles gut vermischen, auf einen flachen Teller gießen und offen in der Mikrowelle auf 750 Watt 2 Minuten “backen”.

2. Beispiel: Ein Nudelgericht zum Mittagessen

Spaghetti Bolognese-Fan? Kein Problem! Einfach die Nudeln durch Glasnudeln aus Mungbohnenstärke ersetzen. Die sind erlaubt und schmecken mit der Soße wirklich kaum anders, als normale Nudeln.

Lecker! Bolognese mit Hack, Karotten und Erbsen, dazu etwas Parmesan

Lecker! Bolognese mit Hack, Karotten und Erbsen, dazu etwas Parmesan

3. Beispiel: Lust auf Süßes? Kaffeeklatsch-Termin?

Der Schoko-Notfallkuchen, für den ich neulich schon mal das Rezept gepostet hatte, ist absolut genial. Sieht aus wie Kuchen, schmeckt wie Kuchen. Ist aber kein Kuchen. Hihi^^

Yummie!

Yummie!

Ihr seht also – die angstgeweiteten Augen angesichts der Regel „kein Zucker, kein Brot, keine Nudeln, kein Reis…etc.“ kann man getrost wieder entspannen. Alles halb so wild.

🙂

10 Wochen Slow Carb mit 10 Weeks Body Change – Ein Fazit – Teil 3

Heute erzähle ich Euch etwas zu den letzten beiden Punkten meiner Liste:

  1. Kurze Info zur Erinnerung oder für neue Leser: Wie funktioniert Slow Carb?
  2. Ängste und Vorurteile bezüglich Slow Carb
  3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?
  4. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür
  5. Slow Carb und Stevia
  6. Wer bietet Slow Carb an und wo liegen die Vor- und Nachteile?

5. Slow Carb und Stevia

Von den meisten Slow Carb – Verfechtern wird der Einsatz von Süßstoffen aller Art abgelehnt. Ich denke, dass der Grund in dem Verdacht begründet liegt, dass Süßstoffe Hungergefühle auslösen können, wie ich ja in den beiden anderen Teilen schon erwähnt habe.

Allerdings stehe ich persönlich dem ganzen Problem etwas gemäßigter gegenüber. Wer bei mir schon länger mitliest, weiß, dass Stevia, und zwar die reinen Steviosid-Kristalle, die keinen Beigschmack haben, in unserem Haushalt eine große Rolle spielen und den Haushaltszucker inzwischen fast vollständig verdrängt haben. Grund dafür war ursprünglich die Fruktoseintoleranz der beiden Kleinen. Wir anderen entdeckten schnell, wie positiv sich Stevia auf unsere Ernährung auswirkt und stiegen ebenfalls um.

Die Frage, ob der Genuss von deutlich mit Stevia gesüßten Nahrungsmitteln Hungergefühle auslösen kann, muss meiner Meinung nach jeder für sich selbst beantworten, am besten im Selbstversuch.

Ich kann Euch nur sagen, wie ich persönlich es halte: Zum einen denke ich, es stellt absolut kein Problem dar, Stevia als Gewürz zu verwenden, also in geringsten Mengen, z.B. um einer Tomatensoße den letzten Schuss Fruchtigkeit zu verleihen oder einem Salatdressing den letzten Pfiff zu geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man massenweise mehr davon isst, nur weil es ein wenig „runder“ schmeckt, als vorher.

Zum anderen bin ich der Überzeugung, dass es immer noch besser ist, bei einem Anfall von Schwäche zu einem „Notfall-Schokoladenkuchen“ oder zu „Kokos-Mandel-Makronen“ (Rezepte unten) zu greifen, als wirklich ein Stück Schokolade oder sonstwas Verbotenes mit Zucker zu verspeisen.

Deshalb hat Stevia in meiner Küche seinen festen Platz – als Gewürz, für Notfälle oder wenn Besuch kommt und ich auch eine „Kuchen“ zu meinem Kaffee essen möchte.

Solltet Ihr Stevia noch nicht kennen und auprobieren wollen, ist eines ganz wichtig: Kauft auf gar keinen Fall die mit allerlei Füllstoffen und anderen Zuckerarten (!!) gepanschten Steviapulver, die es so in den Supermärkten gibt! Die sind dafür zum einen nicht für diese Ernährungsform geeignet, weil verbotene Stoffe enthalten sind, zum anderen schmecken sie einfach nur grausam.

Reine Steviosidkristalle könnt Ihr über verschiedene Quellen im Netz beziehen, googelt einfach den Begriff und ihr werdet fündig. (auch „Steviosid kristallklar“ ist ein guter Suchbegriff). Wundert Euch bitte nicht über die Preise, Steviosid ist so dermaßen sparsam im Verbrauch, dass es im Vergleich nicht teurer kommt als Haushaltszucker!

Nur so als Beispiel: Ich backe 12 Muffins (für Schlemmertage!) aus einem Teig, den ich mit einem einzigen Espressolöffelchen Stevia gesüßt habe – und keiner merkt, dass was „nicht stimmt“. 😉

Nun zu den oben erwähnten Rezepten:

Notfall-Schokokuchen A LA KUGELHOCh 3

  • 3 Eier
  • ca. 70g gemahlene Mandeln
  • ca. 10g Kokosraspeln
  • 2 EL Mandelmus (oder ein anderes reines Nussmus nach Geschmack)
  • 2 TL reiner Kakao
  • 1-2 TL Backpulver
  • wenige Steviakristalle (vorsichtig rantasten! Es ist wirklich SEHR wenig! Vielleicht eine Messerspitze oder so)

Alles in einem mikrowellengeeigneten Gefäß gut verquirlen (es sollte nur ca.  halbvoll sein, weil der Kuchen noch aufgeht) und für ca. 2-3 Minuten in die Mikrowelle. Länge hängt von der Wattzahl ab, das müsst ihr einfach ausprobieren!

Schmeckt warm und frisch am besten, aber auch in Häppchen geschnitten und in einer luftdichten Dose über Nacht im Kühlschrank gelagert ist er durchaus noch genießbar. 🙂

Kokos-Mandel-makronen (aus der Rezeptdatenbank von Kilokegeln mit NicoDaVinci)

  • 3 Eiweiß
  • 3 EL Kokosraspeln
  • 1 EL gemahlene Mandeln
  • Stevia

Die Eiweiße mit etwas Stevia steif schlagen (Menge muss man ausprobieren, ist wieder so wenig, dass ich keine Angaben machen kann). Kokosraspeln und Mandeln unterheben, mit einem Löffel Nocken abstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Im vorgeheizten Ofen (ich hatte 110°C Umluft und ca. 30 Minuten Backzeit) „trocknen“.

Sie schmecken sehr luftig, aber nicht schlecht und man hat halt auch was Süßes in der Hand, wenn die anderen in ihre bösen Kekse beißen! 😉

6. Wer bietet Slow Carb an und wo liegen die Vor- und Nachteile?

Ich habe zu Beginn meiner Umstellung sehr viel im Netz recherchiert und bin auf drei große „Ansätze“ gestoßen, um Infos und Rezepte zur Slow Carb Ernährung zu erhalten:

Das Buch habe ich nicht gelesen, deshalb kann ich Euch auch keine Auskunft über die Vor- und Nachteile geben.

Die beiden Programme hingegen kenne ich, ich bin bei beiden Mitglied und möchte Euch eine kurze Vorstellung und Auflistung der Vor- und Nachteile geben.

10 Weeks Body Change

Zu 10 Weeks Body Change habe ich in diesem Artikel schon einiges geschrieben, das ich noch durch folgende Punkte ergänzen möchte:

  • 10 WBC bietet im Gegensatz zu KK ein begleitendes Workout-Programm an, das nicht schlecht zu sein scheint. Ich selber habe zwar nur das allererste Workout-Video durchexerziert, es war aber gut anstrengend und ich hatte zwei Tage danach noch „sakrischen“ Muskelkater, wie der Bayer zu sagen pflegt. 😉 Ich denke mal, dass die anderen Videos ebenso effekiv aufgebaut sind und würde sie somit als empfehlenswert einstufen. Ich halte das für sinnvoll vor allem für Leute, die zum Beginn noch keinen regelmäßigen Sport treiben und durch die Videos jederzeit die Möglichkeit haben, ihren Körper zu trainieren, ohne gleich Mitglied in einem Fitness-Studio oder Kursteilnehmer bei der VHS werden zu müssen.
  • Zu den Koch- und Sportvideos selber möchte ich sagen, dass sie relativ unprofessionell gedreht sind, d.h. Ton und Blickwinkel sind nicht immer optimal, D! verspricht sich auch schon mal und sie wirken eher wie ein privates Heimvideo. Inhaltlich ist das aber nicht von Belang, deshalb dies nur so als „Nebenpunkt“.
  • Das Forum halte ich für eher unnütz, da man es erst mal lange suchen muss (ich ging ja schon auf die extreme Unübersichtlichkeit der Seiten ein), kaum Rückmeldung bekommt und die Rezeptausbeute auch meines Erachtens eher mager ist.
  • Ganz brauchbar wiederum ist die zugehörige Facebook-Seite, auf der man immer schnell Rückmeldung zu wichtigen Fragen bekommt und die viele motivierende und positive Postings beinhaltet. Immer wieder beeindruckend und anspornend sind auch die Erfolgsstories verschiedener Mitglieder.
  • Allerdings ist diese Facebook-Seite im Vergleich zu der unten genannten Gruppe öffentlich, was bedeutet, dass Hinz und Kunz ihren (zugegebenermaßen oft unmöglichen) Senf dazu geben können. Ich würde meine Vorher-Nachher-Bilder dort ganz sicher niemals posten wollen, weil fünf von zehn Kommentaren geschmacklos und beleidigen sind. Daran sollten die Betreiber unbedingt etwas ändern.

Kilokegeln mit NicodaVinci

Hier findet Ihr das sehr informative und umfangreiche Blog von „Nico DaVinci“, und hier die Facebook-Gruppe, die allerdings eine sogenannte „geschlossene Gruppe“ ist. Wer mitmachen möchte, schreibt eine Mail und wird – ich denke mal, in den meisten Fällen problemlos – zugelassen. Vorteil: Die Wahrscheinlichkeit, hier auf Menschen zu treffen, die nur motzen wollen, tendiert gegen Null – und das ist sehr schön!

  • Nico hat sich mit Slow Carb sehr intensiv und fundiert auseinandergesetzt und kann jedem mit wirklich guten Tipps helfen. 
  • In der facebook-Gruppe gibt es riesige Datenbanken mit Rezepten, Tipps, Links, Wissen rund um Slow Carb, Vorstellungen der Mitglieder, einer guten Einführung in Slow Carb und vielem mehr. Man kann tage- und wochenlang drin rumlesen und wird so selber immer mehr zum Profi!
  • Toll finde ich auch, dass die Seite ein super Forum darstellt. Man kann Fragen stellen, die von Nico und anderen „wissenden“ Mitgliedern meist umgehend beantwortet werden, man bekommt Rezeptideen, Motivation bei „Durchhängetagen“, Hilfe bei Problemen jeder Art – und man hat einfach noch jede Menge Spaß und lernt nette Menschen kennen.
  • In einer Ortsdatenbank kann man Mitkegler finden, die in der Nähe wohnen und ab  und an gibt es auch größere, organisierte Treffen in verschiedenen Gegenden in D.
  • In der Zusammenfassung kann ich sagen, dass das Wissen, das Nico zu Slow Carb zusammengetragen hat, sehr, sehr umfassend ist und man hier wirklich gut aufgehoben ist. Toll, dass jemand sich komplett unentgeltlich so viel Arbeit macht, um anderen Menschen zu Erfolg zu verhelfen!

Ein paar kleine Nachteile gibt es auch:

  • Begleitendes Sportprogramm gibt es keines, Nico macht aber deutlich, dass regelmäßiger Sport den Erfolg optimiert. 😉
  • Man muss facebook – Mitglied sein, um das volle Angebot nutzen zu können. Wer das aus welchen Gründen auch immer ablehnt, hat Pech gehabt.

Links zu Rezepten habe ich in einem meiner ersten Artikel bereits gepostet. Wen das interessiert, der sehe bitte hier nach.

Wenn Ihr gerne noch etwas über meine konkreten Mahlzeiten lesen (z.B. „Was gibts zum Frühstück?“) oder meine persönlichen Rezeptideen kennenlernen wollt, dann hinterlasst mir einen Kommentar, ich werde diese Infos dann ebenfalls veröffentlichen.

Im Text ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Ich erwähne sie rein informationshalber.

10 Wochen Slow Carb mit 10 Weeks Body Change – Ein Fazit – Teil 2

Heute möchte ich euch zu folgenden Punkten aus meiner Liste etwas erzählen:

  1. Kurze Info zur Erinnerung oder für neue Leser: Wie funktioniert Slow Carb?
  2. Ängste und Vorurteile bezüglich Slow Carb
  3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?
  4. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür
  5. Slow Carb und Stevia
  6. Wer bietet Slow Carb an und wo liegen die Vor- und Nachteile?

3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?

Es gibt ein paar Indikationen, die Slow Carb sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich machen. Dazu zählen Unverträglichkeiten von wesentlichen Bestandteilen der Ernährung, z.B. eine Hühnerei-Unverträglichkeit und in meinen Augen auch eine vegetarische bzw. vegane Ernährungsweise. Ich kenne ein paar wenige Ausnahmen, aber es ist sicher nicht leicht, sich vegetarisch oder gar vegan und Slow Carb konform zu ernähren. Das sollte man wirklich nur versuchen, wenn man sich schon sehr gut mit Ernährung auskennt, denn die fehlenden tierischen Proteine müssen unbedingt durch andere Lebensmittel ausgeglichen werden, da es sonst zu massiven Mangelerscheinungen kommen kann.

Diabetiker hingegen können sich sehr wohl konzeptkonform ernähren, es spricht absolut nichts dagegen. Eine so einschneidende Ernährungsumstellung sollte aber auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Zu anderen Krankheitsbildern kann ich nichts sagen, am besten immer den eigenen Doc fragen, der kann sicher Auskunft geben oder einen Probeversuch entsprechend überwachen.

3. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür

So gut wie jede und jeder, der Gewicht verlieren möchte, kennt sie: die „Plateauphasen“, die sich durch eine Stagnation der Gewichtsabnahme auszeichnen und auf der aufgezeichneten Kurve dadurch optisch eine Ebene, ein Plateau bilden.

...in der Natur gerne gesehen, auf der Gewichtskurve verhasst....

…in der Natur gerne gesehen, auf der Gewichtskurve eher verhasst….

Zum einen sind sie ganz normal und sollten vor allem eines nicht tun: Demotivieren. Denn wenn man alles richtig macht, geht es grundsätzlich nach ein paar Wochen wieder weiter mit der Abnahme. Zum anderen können sie auch ganz banale Gründe haben, die man herausfinden und entsprechend gegensteuern kann.

Folgende Gründe habe ich persönlich bei Slow Carb ausmachen können:

  • Wer beginnt, Sport zu treiben, baut Muskulatur auf und Fett ab. Muskeln wiegen aber mehr, als Fettdepots. Deshalb sollte man immer neben der Waage auch das Maßband befragen. Reduzieren sich die Umfänge von Taille, Hüfte und Oberschenkeln trotzdem wöchentlich weiter, stimmt alles.
  • Ein Fehler, den viele machen (auch weil es nicht in allen Programmen deutlich gesagt wird!) ist, abends Hülsenfrüchte zu essen. Hülsenfrüchte sind Kohlenhydrate und auch wenn sie nur langsam aufgenommen werden, so schlagen sie in der nächtlichen Ruhephase doch mehr zu Buche als tagsüber, wo sie durch Bewegung und andere Aktivität des Körpers schneller wieder verbrannt werden. Achtet also darauf, abends eher proteinreich und ohne Hülsenfrüchte zu essen.
  • Ganz gemein: Alkohol am Schlemmertag! Meine drei Wochen ohne signifikante Abnahme lagen jeweils direkt nach einem Schlemmertag, an dem ich Alkohol getrunken hatte! Und es war nicht mal viel – nur jeweils eine kleine Dose Bacardi Cola. Zur Erinnerung: NicoDaVinci hat hier genau erklärt, warum das so ist.
  • Ein Grund, der auch immer wieder genannt wird: die Verwendung von künstlichen Süßstoffen, die im Verdacht stehen, Heißhunger auszulösen. Denn wer Slow Carb macht, darf zwar essen, bis er satt ist, sollte aber das Hungergefühl genau deswegen nicht künstlich ankurbeln. Deshalb empfehlen die meisten Slow Carb’ler den Verzicht auf künstliche Süßstoffe.
  • Manchmal ist es auch gut, die Mahlzeiten zu protokollieren und jemanden mit viel Erfahrung draufschauen zu lassen. Unter Umständen hat sich ein kleiner, aber bedeutsamer Fehler eingeschlichen, weil man unbemerkt doch Kohlenhydrate zu sich nimmt, die irgendwo im Essen versteckt sind. Und auch relativ kleine Mengen schnelle KH bedeuten jeweils stundenlange Umstellung des Stoffwechsels von Fett- wieder auf KH-Verbrennung – und damit natürlich eine viel geringere „Ausbeute“ an Gewichtsabnahme.
  • Damit wären wir auch schon beim letzten Punkt: Konsequenz. Es ist meines Erachtens immens wichtig, in den sechs Slow-Carb-Tagen wirklich konsequent zu sein und alle, wirklich alle Gelüste auf den Schlemmertag zu verschieben! Seid ehrlich mit Euch, falls es mit der Gewichtsreduktion nicht so klappt, wie gewünscht. Wart ihr wirklich konsequent?

Wer noch weitere Gründe kennt, darf sie gerne in den Kommentaren erwähnen! Ich freue mich über jede Ergänzung.

Und nie vergessen: auch ein echtes Plateau hat einmal ein Ende! Lasst Euch nicht vom Weg abbringen und holt Euch Motivation – von anderen MitstreiterInnen, von der Familie, vom Partner, aus dem Netz – woher auch immer! 🙂

10 Wochen Slow Carb mit 10 Weeks Body Change – Ein Fazit – Teil 1

Gestern war offiziell mein letzter Loadday, d.h. 10 volle Wochen Slow Carb liegen hinter mir. Auch wenn ich noch lange nicht aufhören werde, möchte ich Euch deshalb heute eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit dieser Ernährungsform geben.

Die Ergebnisse sprechen erst mal für sich: Minus 10,5 kg in zehn Wochen, wobei ich drei Wochen hatte, in denen ich keine Abnahme erzielen konnte – aus verschiedenen Gründen, die ich nachher noch ansprechen werde. Ich finde diese Abnahme unglaublich toll! Es macht sehr viel Spaß, die Pfunde purzeln zu sehen, obwohl man essen darf, soviel man will, obwohl man keinen Hunger verspürt, obwohl man einmal in der Woche alles reinauen darf, was man möchte.

In den folgenden Tagen werde ich mich noch einmal näher mit diesem in meinen Augen hervorragenden Ernährungskonzept befassen, da dieser eine Artikel sonst ellenlang werden würde. Auf folgende Punkte möchte ich intensiver eingehen und heute gleich mit Punkt 1 und 2 loslegen:

  1. Kurze Info zur Erinnerung oder für neue Leser: Wie funktioniert Slow Carb?
  2. Ängste und Vorurteile bezüglich Slow Carb
  3. Wann ist Slow Carb wirklich nichts für mich?
  4. Stolpersteine: Das sogenannte „Plateau“ und mögliche Gründe dafür
  5. Slow Carb und Stevia
  6. Wer bietet Slow Carb an und wo liegen die Vor- und Nachteile?

1. Wie funktioniert Slow Carb?

Slow = Langsam, Carb = Kohlenhydrate. Das bedeutet konkret, dass ich nur Kohlenhydrate, die sehr langsam verstoffwechselt werden, zu mir nehme. Alle „schnellen“ Kohlenhydrate hingegen sind an sechs Tagen pro Woche verboten:

  • aller Zuckerarten (Haushaltszucker, Rohrzucker, Honig, Dicksäfte, Sirups…..)
  • alle Getreide und Getreideprodukte (wegen der enthaltenen Stärken): Weizen, Roggen, Hafer, Gerste usw. und folglich auch alle Produkte daraus: Brot, Semmeln, Nudeln, Kuchen, Kekse, Frühstückscerealien, Flocken etc.)
  • Kartoffeln und Kartoffelprodukte, Reis und Reisprodukte
  • alle Milchprodukte wegen der enthaltenen Laktose, also Milch, Quark, Joghurt, Köse etc.(auch keine laktosefeien Produkte, weil der Milchzucker darin nicht entfernt, sondern nur bereits aufgespalten wurde, d.h. er wird sogar noch schneller verstoffwechselt, als intakte Laktose
  • Alkohol

Erlaubt ist hingegen alles, was den Blutzuckerspiegel nicht oder nur gering beeinflusst:

  • die sehr langsam verstoffwechselten Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen)
  • fast alle Gemüsearten in beliebiger Menge (Mais nur in geringen Mengen)
  • Fisch und Fleisch, sowie alle Produkte daraus, soweit nicht andere verbotene Stoffe drinstecken (Zucker bis 3% , also max. 3g auf 100g, ist erlaubt)
  • Eier in beliebiger Menge
  • Fette und Öle (Butter, Olivenöl, Rapsöl…..)
  • Nüsse, Nussmehle und Nussmuse (nicht mehr als eine Hand voll pro Tag)
  • Parmesan in geringen Mengen
  • und natürlich Kräuter und Gewürze aller Art
  • dazu die sogenannten „Turbos“ – Zitrone, Chili, Senf, Ingwer, Zimt – die allesamt die Fettverbrennung zusätzlich ankurbeln

Man darf essen, bis man satt ist, braucht also weder Portionsgrößen, noch Inhaltsstoffe, Kalorien oder sonstwas abzählen und es gibt nur sehr wenige einschränkende Regeln:

  • künstliche Süßstoffe sind wegen ihrer Gefahr, Heißhunger zu erzeugen, verboten
  • Nüsse und Parmesan nur in geringer Menge
  • abends besser keine Kohlenhydrate (dann ist der Erfolg größer)

An einem Tag in der Woche, den man selbst bestimmt, der aber immer am selben Tag liegen sollte (die meisten wählen einen Tag am Wochenende), darf man alles essen, auch die  sonst verbotenen Dinge. Das hat zwei Gründe: zum einen hält man so wesentlich besser durch (was sind schon sechs Tage?!), zum anderen bekommt so der Körper auch  die Stoffe, die er z.B. für eine gute Gehirnleistung benötigt, drittens fällt der Körper dadurch nicht komplett in einen „Hungerstoffwechsel“. Man soll also sogar an diesem „Schlemmertag“ sündigen. 🙂

Das einzige, was ich persönlich (auch aus eigener Erfahrung) am Schlemmertag nicht empfehlen würde, ist Alkohol. Hier gibt es einen sehr guten Artikel über die Gründe.

Folgend zwei Beispiele für konzeptkonforme Gerichte:

Falafel mit Tomatensoße und buntem Salat
Falafel (Bratlinge aus Kichererbsenmehl) mit Tomatensoße und buntem Salat
Würstchen mit "falschem" Kartoffelsalat (aus Steckrüben) mit Mayo
Würstchen mit „falschem“ Kartoffelsalat (aus Steckrüben) mit Mayo

2. Ängste und Vorurteile bzgl. Slow Carb

Ängste vor dieser Ernährungsform, die mir Leute mitgeteilt haben und meine Antwort darauf:

„Ich kann mir nicht vorstellen, auf Nudeln, Reis und Kartoffeln zu verzichten! Da werde ich nicht satt davon!“ 

Die Erfahrung zeigt mir (und vielen, vielen weiteren MitstreiterInnen) anderes. Ganz im Gegenteil machen die schnellen Kohlenhydrate viel schneller wieder hungrig, als deren Weglassen. Nach einem „normalen“ Essen verspüre ich meistens den Drang, noch etwas Süßes hinterherzuschieben, nach einem Slow Carb Menü bin ich satt. Einfach nur satt. Und bleibe es auch für eine deutlich längere Zeit. Und rein psychologisch gesehen fehlt mir persönlich die Beilage überhaupt nicht – zum einen hat man durch viel kurzgebratenes Gemüse genug „zu beißen“, zum anderen kann man Bratkartoffeln und Co. auch ganz gut und lecker ersetzen, wenn man sie denn unbedingt haben will – durch gebratene Pastinaken, Steckrüben oder ähnliches.

Wer es genau wissen will, muss es allerdings selber ausprobieren! 🙂

„Es ist nicht gut, so viel auf einmal abzunehmen! Damit senkt man seinen Grundumsatz und dann kommt es hinterher zum Jojoeffekt!“ 

Entgegen der Annahme vieler ist Slow Carb keine Reduktionsdiät – das bedeutet, man verliert Gewicht nicht deshalb, weil der Körper Hunger leiden muss, sondern weil der Stoffwechsel vereinfacht gesagt von einem Zucker- auf einen Fettstoffwechsel „umgeschaltet“ wird. Der Körper bekommt immer genug Nahrung und holt sich die Energie, die er benötigt, aus den Fettdepots. Zudem erhält er ja einmal in der Woche seinen Schlemmertag. Folglich senkt der Körper auch seinen Grundumsatz nicht und gerät erst gar nicht in die Jojospirale. Desweiteren ist Slow Carb eigentlich keine „Diät“ im volkstümlichen Sinne, sondern ein Ernährungskonzept. Im Prinzip kann man auch dann, wenn man sein Zielgewicht erreicht hat, in einer gemäßigten Form Slow Carb bis an sein Lebensende weiteressen.

“ Wie soll ich ohne Brot auskommen?“

Wer es ausprobiert, wird feststellen, dass ihm Brot viel weniger fehlt, als erwartet. Und wer doch mal in eine  belegte Scheibe beißen möchte, sei es, weil er es vermisst, sei es, weil ihm das für unterwegs am praktikabelsten erscheint, der findet bei den verschiedenen Anbietern und frei im Netz eine große Auswahl an konzeptkonformen Rezepten für getreidefreie „Brote“.

“ So viele Eier? Ist das nicht ungesund?“

Hartnäckig hält sich im Volksglaube immer noch das Gerücht, der Genuss von Eiern würde sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken. Dieses Gerücht ist längst wissenschaftlich widerlegt. Wir haben es auch am eigenen Leibe erfahren – die Cholesterinwerte meines Mannes sind im Vergleich zum Vorjahr („normale“ Ernährung) sogar deutlich gesunken! Einen guten Artikel zum Thema findet man hier.

„Was? Kein Obst? Wo bekommst du die Vitamine her?“

Gemüse hat genauso viele Vitamine und Mineralstoffe wie Obst. Der einzige Unterschied liegt in der Menge der enthaltenen Zucker. Deshalb ist Obst nicht für eine gesunde Ernährung nötig. Wer gerne Obst isst, darf dies am Schlemmertag machen.

„Ich will nicht doppelt kochen, meine Familie macht ja nicht mit!“

Da man weder Mengen noch Kalorien zählen muss, ist es eigentlich kein Problem, die vorhandenen Rezepte zu erweitern und zu ergänzen, wenn warm gegessen wird, so dass alle satt werden und ihre geliebten Kohlenhydrate abbekommen. Zu anderen Mahlzeiten, z.B. beim Abendbrot, handhabe ich es so, dass ich zuerst den Brotzeittisch für die Kinder decke und mir dann etwas Schnelles zubereite. Entweder esse ich auch kalt (ja, das geht!), wärme mir Reste vom Mittagessen oder vom Vortag auf, oder koche etwas ohne viel Aufwand.

„Ich bin ständig unterwegs und muss mir Mahlzeiten mitnehmen oder auswärts essen, da geht das nicht!“ 

Doch, es geht. Viele Gerichte kann man gut vorbereiten und dann entweder kalt essen oder, falls vorhanden, kurz in die Mikrowelle schieben. In so gut wie jedem Restaurant findet sich außerdem etwas auf der Speisekarte, das mit kleinen Änderungen übernommen werden kann. So lasse ich z.B. bei Salaten die Brotscheiben weg, ggf. mixe ich mir mein Dressing auch selber. Oder ich bestelle bei warmen Gerichten „Bitte keine Kartoffeln dazu, dafür mehr vom Gemüse“. Geht immer. Echt. Mit der Zeit wird man immer findiger und kreativer, was solche Dinge angeht. Ich habe jedenfalls kein Problem damit, an den Slow-Carb-Tagen Essen zu gehen.

Wer noch weitere Fragen oder Bedenken anmelden möchte, darf dies in den Kommentaren gerne tun. Ich werde versuchen, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.

Alle erwähnten Inhalte habe ich mir selber angelesen und erarbeitet, sollte sich jedoch eine offensichtlich falsche Tatsache eingeschlichen haben, bitte ich um Korrektur! Ich will ja auch schließlich die richtigen Infos weitergeben! 😉

In den nächsten Tagen erfahrt ihr mehr zu den weiteren angesprochenen Punkten!