YAY! und: Shit…

Ich bin an meine Favoritenschule versetzt worden! 😀 Eine, die ganz neu und innovativ ist, sich gerade im Aufbau befindet und Kunst als Wahlpflichtfach (d.h. als mögliches Hauptfach ab Kl. 7) anbietet.

Ich freu‘ mich so!

Jetzt muss ich „nur“ noch das leidige Betreuungsproblem lösen…. 😦 Hatte ich davon überhaupt schon erzählt? Ich bin mir gerade nicht sicher…

Als mein Großer zur Schule kam, lief es mit der Betreuung so, dass beim Eltern-Info-Abend in der Schule sich der Hort und die Mittagsbetreuung vorstellten und man dann entweder beim Hort direkt oder bei der Schuleinschreibung die Anmeldung zur Mittagsbetreuung erledigen konnte.

Auch beim Größten meiner besten Freundin vor drei Jahren war das noch so gelaufen. Deshalb machte ich mir auch gar keine Gedanken darüber, zumal auf keinem Infozettel und an keinem Schwarzen Brett im Kindergarten irgendeine anderslautende Aussage zum Thema gemacht wurde.

Beim Info-Abend selber hatte ich gar nicht bemerkt, dass das Thema wieder nicht angesprochen wurde, so sehr war ich mit anderen Details beschäftigt. Und bei der Schuleinschreibung ratschte ich viel mit einer anderen Freundin, so dass ich mich hinterher nicht mehr genau erinnern konnte, ob ich denn nun eine Anmeldung ausgefüllt hatte oder nicht. Ok, selber schuld, könnte man da jetzt sagen…. wobei es zu diesem Zeitpunkt eh schon zu spät gewesen wäre, wie ich daraufhin erfahren musste:

Ein paar Wochen später rief ich, weil dieses „Erinnerungsloch“ in meinem Hirn mich plagte, in der Mittagsbetreuung an, um noch mal nachzufragen, ob denn alles ok wäre. Woraufhin ich lapidar mitgeteilt bekam, dass ich da wohl etwas spät dran sei, denn die Anmeldetage hätten schon im März stattgefunden und alle Plätze seien längst vergeben. Ich könne mich aber auf Wartelistenplatz NEUNZEHN vormerken lassen…. :-O

Nun steh ich da und habe keinen Betreuungsplatz für unser Mittelkind, aber einen Job ab September…

Abgesehen davon, dass ich es eine unglaubliche Frechheit finde, wegen Platzmangels bewusst keine Werbung zu machen bzw. kaum Infos weiterzugeben (es stand scheinbar gerade einmal in einem kleinen Hinweis im Januar im Gemeindeblatt….) und so gerade bei den Eltern der Schuleinsteiger drauf zu hoffen, dass es einfach an ihnen vorbeigeht, weiß ich jetzt nicht wirklich, was ich machen soll.

Ich habe mich an den Gemeinderat und an den Bürgermeister gewandt, und ich werde wohl auch noch versuchen, die anderen achzehn Eltern, die ja genauso blöd dastehen wie ich, zu mobilisieren, aber viel Chance sehe ich nicht auf einen geregelten Ablauf für mein Kind.

In manchen Wochen ist mein Mann im Homeoffice, da ist es kein Problem, wenn er nach Hause kommt, bevor ich da bin. Aber in den anderen Wochen??? Ich bin ganz verzweifelt, weil es auch nicht viele Mütter gibt, die zuhause sind, sehr viele arbeiten selbst und ihre Kinder sind entsprechend untergebracht. So wie es aussieht, wird mir wohl nichts weiter übrigbleiben, als zum einen auf einen sehr verständnisvollen Vorgesetzten zu hoffen, der damit leben kann, dass ich meine 6-8 Wochenstunden (zum Glück nur so wenig!) für den Anfang nur zwischen der 2. und 4. Schulstunde leisten können werde – und dann eben an 3-4 Tagen zur Schule gondeln muss, anstatt an 2-3 – oder ich muss bei den paar Müttern, die daheim sind, mit meinem Kind hausieren gehen, damit sie ihn 2 mal die Woche für die 1-2 Stunden bei sich beherbergen zu den Zeiten, in denen mein Mann ebenfalls außer Haus ist.

Beides ist blöde, bei beidem komme ich mir doof, Schwierigkeiten verursachend und nervig vor, ganz abgesehen davon, dass ich meinem Kind ja auch nicht wirklich zumuten möchte, dass es mal hierhin, mal dahin hin- und hergeschoben wird…. 😦

So nah liegen Freud‘ und Leid mal wieder beieinander….

Bewertungs-Hacking?

Gestern Abend kam ich mehr oder weniger durch Zufall auf die Seite, die bei amazon die bereits von mir bewerteten Artikel anzeigt. Und was musste ich da sehen?

Eine definitiv nicht von mir geschriebene positive Bewertung eines fragwürdigen Kriegsspielzeuges!

Ich bin völlig platt! Wie geht das denn? Werde mich gleich mal dahinterhängen und mich bei amazon beschweren. Guckt mal lieber auch bei Euch nach, ob da alles korrekt ist, falls ihr ein amazon-Konto habt.

Ein mehr als unerquicklicher Arztbesuch

Gestern nachmittag hatte ich mit den zwei Kleinen einen längst überfälligen Impftermin. Erst vor 14 Tagen muste ich wieder mal einen verschieben, weil einer der beiden krank war. Und zwar auf gestern.
Die erste Ernüchterung bereits am Tresen: „Sie haben heute erst angerufen?“ Ich, erstaunt zurückfragend:“Nein, vor 14 Tagen, warum?“ Daraufhin die Sprechstundenhilfe:“Der Termin ist hier aber so reingequetscht“‚ (deutet auf das Terminbuch) , „das bedeutet, dass sie reingeschoben wurden und warten müssen!“ Ich habe nochmals darauf hingewiesen, dass ich den Termin regulär ausgemacht habe, saß dann aber trotzdem eine geschlagene Stunde im Wartezimmer, bis wir endlich dran kamen. Zum Glück waren die Kids echt gut drauf und lieb.
Aber was dann folgte, war der Hammer. Die Ärztin kam rein, guckte durch die Impfbücher der beiden, untersuchte sie, und beschloss dann, nicht die noch fehlende MMR zu impfen, da der Kurze einen leicht roten Hals hat, sondern lieber die noch fehlende Meningokokkenimpfung. So weit, so gut. Ich vertraute ihr diesbezüglich, da sie ja den Überblick hatte, was noch fehlt.
Die Kids waren beide supermutig und hielten Oberarm, bzw. -schenkel hin, jammerten kurz und gut war. Endlich wieder ein Stück weitergekommen, freute ich mich, denn seit die Maus auf der Welt und der Kurze im Kindergarten ist, war es wie schon gesagt, nicht mehr so leicht, infektfreie Zeiten fürs Impfen zu finden.
Doch plötzlich ein Räuspern neben mir am Schreibtisch. Dann, stotternd, die Beichte, dass Sie meinem Jungen wohl doch die falsche Impfung verpasst hat. Der hatte Meningokokken nämlich bereits vor zwei Jahren geimpft bekommen. Das hatte sie aber zuvor beim Durchsehen überlesen.
Ich dachte, ich höre nicht recht…..
Da sitze ich nun stundenlang rum, meinen Sohn habe ich tagelang auf den Pieks vorbereitet und er hat es auch tatsächlich geschafft, den Arm hinzuhalten, und jetzt das!
Ich bin grundsätzlich Impfungen gegenüber eher positiv eingestellt, was aber nicht bedeutet, dass ich Lust darauf habe, meinen Kindern fröhlich eine Dosis nach der anderen reinzujagen, egal ob sinnvoll oder nicht. Jede Impfung wäge ich vorher ab und nun sitze ich da und mein Sohn hat fälschlicherweise eine verpasst bekommen, nur weil die Ärztin nicht fähig ist, ein Dokument gründlich zu lesen….. Mann, ich hab echt nen Hals!
Heute habe ich dann noch mit dem Chef der Praxis telefoniert. Ich wollte gestern im Beisein der Kinder auf keinen Fall darüber diskutieren, allein schon deswegen, weil mein Sohn sonst sicher mitbekommen hätte, dass die ganze Piekserei für den A… war.
Er hat sich tausendfach entschuldigt, und ich habe darauf bestanden, dass ich für diese Fehlbehandlung auf keinen Fall eine Rechnung gestellt haben will. Dem stimmte er zu. Auf meinen Vorschlag, die Impfungen in seiner Praxis doch in Zukunft etwas sicherer und übersichtlicher zu dokumentieren, ging er nicht ein, bzw. verwies darauf, dass mit jedem System Fehler passieren würden. Mit diesem Gespräch ist die Sache nun offiziell erledigt, auch für mich. Ein blödes Gefühl bleibt trotzdem.
Klar weiß ich, dass Ärzte auch Menschen sind und dass Fehler nun mal passieren. Ich weiß auch, dass dieser Fehler mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen gesundheitlichen Schaden für meinen Sohn bedeutet. Und trotzdem fühlt es sich mies an, einem Menschen die Gesundheit der eigenen Kinder anvertraut zu haben und so ins Messer gelaufen zu sein.
Man stelle sich vor, es wäre ein fatalerer Fehler passiert….. was ja auch durchaus schon passiert ist. Immer wieder lese ich über an Behandlungsfehlern gestorbenen oder durch solche schwer behinderte Kinder. Das ist schrecklich. Einen kleinen Geschmack dieser Hilflosigkeit habe ich gestern erfahren…..

Sorry!!!

Gerade habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass ich sieben ungenehmigte Kommentare in der Warteschleife hatte. Aus unerfindlichen Gründen bekam ich für diese Comments keine Benachrichtigungsmail. Sorry, liebe Kommentatoren, das sollte nicht den Anschein erwecken, dass ich auf eure Worte auch verzichten kann…! Im Gegenteil, ich freu mich immer sehr, wenn jemand etwas zu meinen Artikeln beiträgt. Habe sie gerade freigegeben und werde sie jetzt dann auch (zumindest teilweise) beantworten.

Dichtung und Wahrheit #1 – Bio-Kaisergemüse vom Penny

Heute Mittag musste ich schnell irgend ein Essen improvisieren, da ich aufgrund der Krankheit unserer Mauseline nicht, wie ursprünglich geplant, zum Großeinkauf starten konnte. Also kramte ich in meinen Bio-Fixen und entdeckte noch zwei Packungen „Brokkoli-Gratin“. Alles andere wäre mit Fleisch gewesen und rohes Fleisch kaufe ich grundsätzlich nicht beim Discounter, da gruselts mich.

Also flugs die Maus in den Kinderwagen gepackt und schnell rübergelaufen zum Penny um die Ecke. Der TK-Bio-Brokkoli war aus, also griff ich zum Bio-Kaisergmüse:

So schaut das Kaisergemüse auf der Packung aus

Ach, auch gut, dachte ich mir, viel Brokkoli, ein paar Karotten und dazu der Blumenkohl, das schmeckt sicher auch lecker! Denn eigentlich mag ich keine TK-Karotten, die mach ich wenn, dann immer frisch. Zuhause dann die Ernüchterung:

...und so kommt es dann aus der Packung!

Von den auf der Tüte angegebenen 750 g Gemüse waren exakt 43 g Brokkoli. Dafür 382 g Blumenkohl in zum Teil monströsen Stücken, von wegen mundgerecht, und 335 g Karotten. Die traurigen 43 g Brokkoli waren auch noch Abfallstücke – das meiste Stiele, dazwischen ein, zwei angegammelte Röschen:

Bäh... 😦

Fazit: die Tüte so zu bebildern, ist eine einzige Frechheit! Der Auflauf war aber trotzdem ganz lecker, nur eben (fast) ohne Brokkoli.

Eine schwierige Frage

Schräg gegenüber von uns wohnt eine türkische Familie. Drei Generationen in einem großen Haus, Großeltern, Kinder, Enkelkinder. Sie sind alle sehr nett, offen, hilfsbereit. Die Frauen tragen keine Kopftücher.  Sie sind sicher Muslime. So weit, so gut. Alles kein Problem. Nachbarn von der netten Sorte.

Bis auf eines. Ihr Ruhetag ist der Samstag, unserer hier in Deutschland, wie jeder weiß, der Sonntag. Und so werden wir Woche für Woche sonntags beschallt. Mit Schleifmaschinen für die Gartenmöbel, dem Rasenmäher und allerlei anderen elektrischen Gerätschaften im und ums Haus.

Ich habe noch nie was gesagt deswegen. Trotzdem stört es mich immer wieder. Und jedes Mal frage ich mich, wie ich mich verhalten würde in einem Land, in dem der Samstag der Ruhetag ist. Ich glaube nicht, dass ich mich über die örtlichen Gepflogenheiten hinwegsetzen würde.

Und trotzdem weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Eben weil sonst alles wunderbar ist.