Oje…

Ich schreib irgendwie nix mehr… die Wochen sind so voll, ich bin langsam einfach „schreibmüde“ geworden, kam gar nicht mehr hinterher vor lauter Action. Und dann hatte sich irgendwann so viel angestaut, dass ich das Blog lieber ignoriert habe, als mich dran zu machen.

Aber jetzt möcht ich doch wieder weiterberichten.

Mir geht’s erstaunlich gut dafür, dass ich spätestens in guten vier Wochen entbinden werde. Ich schlafe noch ganz gut, der Rücken ziept nur ganz wenig und Haushalt und Kinder bekomm ich noch relativ gut auf die Reihe. Klar wirds schwieriger, klar lass ich alles etwas langsamer und lockerer angehen, aber im Großen und Ganzen passt es doch, darüber bin ich echt froh!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das in meinem Alter noch so wuppe. Eigentlich sogar besser als in den ersten zwei Schwangerschaften. Die Akupunktur-Fähigkeiten meiner Hebamme tragen da massiv dazu bei. Meine Wassereinlagerungen halten sich absolut in Grenzen und Sodbrennen bekomm ich nur, wenn ich mal einen Termin sausen lassen muss. Echt spitze!

Vorgestern hatte ich zum ersten Mal regelmäßige und auch schmerzhafte Wehen, ich dachte schon, die Maus will jetzt schon raus. Zum Glück waren es aber wohl nur Senkwehen, denn in der Badewanne waren sie dann wie weggeblasen. Zum Glück, denn noch wäre die Kleine ein Frühchen. Noch ein paar Tage, dann komm ich in die 37. Woche, dann schaut es auch wieder anders aus. Allerdings ist dann mein Mann für drei Wochen jeweils von Mo-Fr weg auf Dienstreise und das liegt mir doch sehr im Magen! Hoffentlich bleibt die Maus noch drin bis zur 39. Woche! Ich fände es sehr, sehr schade, wenn er bei der Geburt seiner Tochter nicht dabei sein könnte!

Auf jeden Fall habe ich einen Notfallplan, kann auf gute Freundinnen zurückgreifen und packe gerade die Kliniktasche. Nur zur Sicherheit!

Ansonsten freu ich mich jetzt schon wie irre auf unser Mäuschen! Sie ist schon so groß, manchmal ist der Bauch ganz schief und sie beult ein Knie raus, das ist immer noch genauso beeindruckend wie in den beiden anderen Schwangerschaften, es „menschelt“ einfach schon so sehr da drin in meinem Bauch! Das Zimmer ist auch so gut wie fertig, demnächst mach ich dann noch mal Fotos.

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Ein Hammertag

Mann. Ich bin echt fertisch, ey!

Heute morgen ging es schon damit los, dass unser Großer, der heute mit dem Zug zum Papa fahren sollte, weil der mit ihm zur DTM auf den Hockenheimring möchte, seine Schulter nicht mehr rühren konnte. „Aua!“, jammerte er, als ich ihm ratlos Beinwell draufschmierte und dann stellte sich raus, dass er nicht mal den Schulranzen schultern konnte.

Also schwang ich mich kurzerhand im Schlafanzug ins Auto, betete, mir möge keine Panne dazwischenkommen, und fuhr den Invaliden zur Schule. Wir hatten ausgemacht, dass er sich abholen lässt, sollte es nicht besser werden, dass er in diesem Falle aber auch nicht wegfahren kann.

Zum Glück sind zur Zeit meine Schwiegereltern anwesend, die mir helfen, das Mausezimmer vorzubereiten. So musste ich wenigstens nicht auch noch den Kurzen mitschleppen. Wieder zurück hängte ich mich erst mal ans Telefon, um sowohl den Vater des Kindes als auch meinen Mann (der auch direkt von der Dienstreise aus sich an den Wochenendtrip anschließen wollte) darüber zu informieren, dass das ganze womöglich ins Wasser fällt…

Fünf oder sechs Telefonate später stand dann fest, dass der Große auf jeden Fall fahren sollte und die drei Männer dann bei meinen Eltern noch einen Zwischenstopp einlegen. Mein Vater ist nämlich Orthopäde und Osteopath, also folglich die beste Adresse bei verhakten Schultern… 🙂

Der Vormittag ging wie nix rum mit Packen, Wochenendeinkauf und Koch-Orgie. Kurz vor Eins dann den Kochlöffel an die Schwiegerma übergeben, wieder ins Auto, den Großen von der Schule geholt und mittaggegessen. Die Schulter  knarzte nur noch wenig und die Reise konnte losgehen.

Zum Glück (!!!) ließ sich der Kleine dazu überreden, Zuhause zu bleiben und eine Runde „Pingu“ anzuschauen, während ich mit dem Großen gen Bahnhof aufbrach. Nach der S-Bahnfahrt dort angekommen stellte sich raus, dass der Zug von einem anderen Gleis fahren sollte – so ungefähr das, das am weitesten von der S-Bahn entfernt liegt. Aber zum Glück hatten wir genügend Zeit eingeplant.

Da wir aufgrund der Gleisänderung nicht wussten, wo der reservierte Sitzplatz zum Stehen kommen würde, platzierten wir uns in der Mitte des Bahnsteigs und fanden dann auch gleich den betreffenden Wagen Nummer 36. Ich bugsierte den Sohnemann ins Wageninnere, wir fanden auch den Sitzplatz und nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alles stimmt, verabschiedete ich mich und ging vor dem Aussteigen noch schnell auf die Zugtoilette.

Als ich dann wirklich aussteigen wollte, fiel mir ein, dass ich noch vergessen hatte, meinem Sprössling einen Notgroschen einzustecken und lief noch einmal zum Platz zurück. Inzwischen waren es nur noch ca. 3 Minuten bis zur Abfahrt.

Und mein Sohn war WEG! Eine unsägliche Person, die mir kurz zuvor schon negativ aufgefallen war, weil sie sich in dem komplett vollen Zug darüber beschwert hatte, dass ihr jemand im Weg stand, sagte mir ins Gesicht, dass sie ihn aus dem Wagen herauskomplimentiert habe, weil er im falschen Wagen säße. Das sei 26, nicht 36.

Ich war fassungslos! Auch wenn es stimmte – die Irren von der Bahn hatten kurz nach unserem Einstieg die Wagennummerierungen verändert – man kann doch einen alleinreisenden Neunjährigen nicht kurz vor der Abfahrt aus dem Zug scheuchen, nur weil er auf dem  falschen Platz sitzt!!!!!!!!

Wäre mir nicht mein Sohn so viel wichtiger gewesen, ich glaube, ich hätte die Frau schier umgebracht…. Aber so lief ich panisch wieder zum Ausgang, rief laut nach meinem Sohn und rannte so schnell ich konnte Richtung Bahnhofshalle zurück, um ihn zu finden. Da klingelte mein Handy und mein Großer war dran – komplett panisch! Ich versuchte, ihn zu beruhigen und schrie ihm dann durch sein panisches Geschrei hindurch zu, er solle sofort wieder einsteigen. Während des Ganzen rannte ich weiter. Ein Zugbegleiter, den ich um Hilfe bat, meinte nur hoheitsvoll, der Zug würde um „acht nach“ losfahren.  (egal, was bis dahin mit meinem Sohn wäre…) Zum Glück fand ich ihn kurz darauf, beruhigte ihn und bugsierte ihn schnell in den richtigen Wagen. Kiene Minute später fuhr der Zug los.

Die ganze Aktion war die reine Hölle gewesen! Und mir gings so richtig dreckig. Ich sank auf eine Wartebank nieder, rang nach Luft und mein Bauch tat höllisch weh. Auch nach ein paar Minuten Ruhe blieb die Kugel bretthart und drin herrschte Grabesstille.

Ich hatte so eine Angst! Komplett neben mir wankte ich zur S-Bahn und rief dann meinen Mann an, weil es einfach nicht besser wurde. Der dirigierte mich von Ferne sofort zum nächsten Taxistand und befahl mir, mich umgehend in die nächste Frauenklinik zu begeben.

Im Taxi wurde ich endlich ruhiger, entspannte etwas und endlich spürte ich auch die Maus wieder. Gott sei Dank!  Ein weiterer Schock war dann die Nachricht, dass inzwischen mein Großer Zuhause angerufen hatte und meine Schwiegerma in ihrer eigenen Panik den kopflosen Fehler gemacht hatte, ihm brühwarm zu erzählen, dass ich fürchterliche Bauchschmerzen hätte und auf dem Weg in die Klinik sei. Einem Neunjährigen, der gerade eine zweieinhalbstündige Bahnfahrt vor sich hat! Aaaah! Ich legte sofort auf und rief den Großen an, um ihn (schon wieder!!!) zu beruhigen. Mann Mann Mann.

Im Krankenhaus musste ich ungefähr eine Viertelstunde warten, irgendwie genoss ich die vertraute Kreißsaalatmosphäre und schwelgte in Erinnerungen an die Geburt unseres Kleinen, die hier stattgefunden hatte. Ich entspannte weiter. Das CTG, das dann geschrieben wurde, zeigte, dass es der Madam absolut gut geht und auch keine weiteren Wehen mehr aufgetreten waren. Uff!

Gegen sechs Uhr abends war ich dann endlich wieder Zuhause. Ich bin total gerädert und wenn ich nur eine Treppe steige, wird der Bauch gleich wieder hart. Deshalb begebe ich mich jetzt umgehend in die Badewanne und dann sofort ins Bett!

Der Große ist übrigens inzwischen wohlbehalten mitsamt Stief- und leiblichem Papa bei meinen Eltern angekommen. Heieiei, was für ein Tag!!!!!

Schwangerschafts-Update

Gestern war ich mal wieder beim Doc. Alles paletti, auch der MuMu, der nun zum ersten Mal getastet wurde, ist schön hoch und geschlossen. Sonst gibt’s eigentlich nichts weltbewegend Neues zu berichten… Auf einen Ultraschall habe ich freiwillig verzichtet, hatte ja erst vor 2 1/2 Wochen den tollen beim Screening.

Heute habe ich dann noch meiner Hebamme einen Besuch abgestattet. Sie macht mir Akupunktur gegen die Wassereinlagerungen, was wirklich etwas nützt! Da die Maus sich heute so verdächtig ruhig hält, habe ich sie noch gebeten, mal eben nach den Herztönen zu horchen – und als sie so auf meiner Kugel rumsuchte, bekam sie gleich ein paar Tritte verpasst, hihi! Also, auch alles ok. Ich glaube, sie liegt nur irgendwie komisch. Es drückt so im Bauch, als ob sich ein verschluckter Zweig schräg zwischen Blase und Rippen eingekeilt hätte…. Sehr „bequem“ – und führt gleichzeitig zu Übelkeit und Blasenschwäche…. na fein. Dreh dich rum, Madämsche! BitteBitte!

Halbzeit!

Wow, heute bin ich genau 20 Wochen schwanger. 🙂 Inzwischen sieht man die Kugel doch schon so deutlich, dass ich sie auch nicht mehr unter weiten, dicken Winterklamotten „verstecken“ kann. Nicht, dass ich das wollte, aber im Winter fällt es einfach später auf. Aber wie gesagt, inzwischen kommen doch von allen Seiten die „Ach was, bist Du etwa wieder schwanger?!“-Kommentare. 😉

Gerade war ich bei der Vorsorge, alles bestens, und habe dort eine Frau gesehen, mit zwei Kindern im Alter von ca. 2 1/2 und 1 Jahr, die auch ihren Mutterpass über den Tresen schob. Sie sah blendend aus, schick gekleidet, schlank und war supergelassen mit ihren zwei Süßen. Ach nett, dachte ich mir, auch das dritte. Beim Doc drin kam dann das Gespräch zufällig auf sie, und er meinte nur lakonisch: „Das Dritte? Nönö, das ist das ZEHNTE!“ und zeigte mir ein Familienfoto der anderen neun, das bei ihm an der Babywand hing… Wow! Ich war echt geplättet und muss sagen „Hut ab!“ Beeindruckend, die Frau!

Noch ein Geburtstagsgeschenk

Was ich komplett vergessen hatte, zu erwähnen: pünktlich am 1.2. begann das Knöpfel in meinem Bauch sich deutlicher bemerkbar zu machen. Ich spüre inzwischen täglich seine Wach- bzw. Hampelphasen, das ist so schön! In den Wochen davor habe ich ganz ab und zu, manchmal tagelang gar nicht, dieses „Fisch-Schwurbel-Gefühl“ gehabt. Aber wie gesagt, seit Montag kommen ganz deutliche „Klopfzeichen“ aus der kleinen Höhle in meinem Bauch! 🙂

Tschüß, erstes Trimenon

Übermorgen komme ich in die 12. Woche und tatsächlich kommt es mir so vor, als wäre die Übelkeit in den letzten Tagen langsam aber doch inzwischen merklich zurück gegangen! Juhuu!! Und noch etwas hat sich verändert: ich spüre seit einer kurzen Weile deutlich die gewachsene Gebärmutter in meinem Bauch. Die Jeans fangen jetzt doch langsam an, ungemütlich zu werden, vor allem wenn ich sitze. Dann werd ich wohl demnächst mal die Hosen mit dem Stretchbund durchwaschen. 🙂

Das ging irgendwie jetzt alles so schnell und schon wieder ist ein Drittel fast vorbei. Wahnsinn.