Die Maus bei der U4

Unser Nesthäkchen ist heute 3 Monate, 2 Wochen und 6 Tage alt. Sie ist 63cm groß und wiegt 6550g. Der Kopfumfang beträgt 40cm. Mit ihrem Gewicht und der Körpergröße liegt sie dabei seit der Geburt exakt auf der 75er Perzentile, d.h. 75% der Mädchen in ihrem Alter sind im Schnitt kleiner als sie, 25% sind größer. Damit gehört sie bis dato zu den eher „Großen“. Nur ihr Köpfchen ist klein, ist auch ewas nach unten gerutscht auf den Perzentilen, aber nur minimal. Bei der Geburt lag sie knapp über, nun knapp unter der 50% Linie. Aber das können durchaus auch Messfehler sein… mit so einem windigen Maßband an einem lebhaften Babykopf zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen, ist sicher nicht leicht! 😀

Auch mit dem restlichen Gebaren der kleinen Dame war der Doc zufrieden. Köpfchen halten, in Bauchlage aufstützen, Körperspannung halten, Gegenstände greifen, mit dem Blick verfolgen, brabbeln etc., alles paletti. Schön, das.

Ich bin ja wie gesagt nicht so zahlenversessen und war deshalb nun selber gespannt auf die Daten, da ich ja sonst immer nur meinem Augenmaß und meinem Gefühl vertraue.

Geimpft wurde sie auch, die ganze Palette: 6-fach-Impfung plus Pneumokokken. Nur die neue Rotaviren-Impfung habe ich mal weggelassen. Haben die anderen auch nicht und ich denke nicht, dass das unbedingt sein muss. Aber Impfen ist ja eh ein heikles Thema, bei dem immer wieder die Gemüter hochkochen. Ich für mich habe jedenfalls entschieden, dass ich meine Kinder gegen die gängigen empfohlenenen Krankheiten impfen lasse, nur wenige lasse ich weg wie eben den Rotavirus und bei den Großen die Meningitis. Denn der Typ, der hier geimpft wird, ist beileibe nicht der, der am häufigsten auftaucht in Deutschland, sondern der Typ, der in England vorherrscht.  Deshalb halte ich das für unsinnig.

Nun schläft sie und verdaut den Immunschub. Mal sehen, ob sie fiebern wird. Bisher haben meine Kids das Impfen immer recht gut vertragen. Schau‘ mer mal. 🙂

So. Nun isses offiziell.

Heute war ich in der Klinik und habe mit dem Doc geredet. Er war (natürlich!) angetan von unserer Entscheidung, nun doch einen geplanten Schnitt machen zu lassen. Ganz wohl ist mir immer noch nicht dabei, aber ich versuche, mich zu entspannen und mir zu sagen, dass unsere Mauseline nicht die einzige ist, die so auf die Welt kommt/kam und dass die anderen ja auch nicht alle ein Supertrauma davongetragen haben….

Der angesetzte Termin ist Donnerstag kommende Woche, also der 24.6.10. Das ist 6 Tage vor ET, mir wäre der Freitag lieber gewesen, aber der ging organisatorisch nicht. Sollte die Madam einen anderen Geburtstermin wünschen, muss sie sich nun also früher herausbequemen, ansonsten wird sie im Laufe dieses denkwürdigen Vormittags das Licht dieser Welt erblicken.

Puh. Ein komisches Gefühl! Zum einen freu‘ ich mich total, weil ich nun also weiß, dass ich in spätestens 9 Tagen unser Mäusel im Arm halten werde, zum anderen ist und bleibt da immer noch dieses doofe und unangenehme Gefühl, korrigierend in einen eigentlich natürlichen Ablauf einzugreifen. Aber leider klappt es ja bei mir sowieso nicht ganz natürlich.

Naja, was solls. Wird schon alles werden.

Vorsorge 36+4

Gestern beim Doc: Jetzt hatte ich doch in den letzten Wochen sooo viele Wehen, und auch welche, die so richtig „schön“ weh taten, und der MuMu ist (leider) immer noch gaanz fest zu. Grmzz. Naja, bei den beiden anderen war das auch so, da stand er wirklich bis kurz vorher wie eine Eins. Am wichtigsten ist, dass es der Mauseline gut geht. Sie ist ein bisschen kleiner als der Durchschnitt, was den Doc im Hinblick auf den Diabetes natürlich erfreut, mich aber schon wieder verunsichert hat… ein Gutteil der gemessenen Werte bezieht sich auf SSW 34, also etwa 14 Tage „hinterher“, obwohl sie immer zeitgerecht entwickelt war bisher. Auf meine Nachfrage, ob das von der Diät kommen könnte, meinte er nur, das denke er nicht und ich solle mir keine Sorgen machen, das wäre völlig ok so. Auch Plazenta und Nabelschnur wären vollkommen i.O. Ich mach mir trotzdem welche…. 😦  Hoffentlich passt alles!!!

Meine Hebi hat heute gemeint, ich soll mir echt keinen Kopf machen! Das wär vollkommen ok und je später in der SS, desto größer die Abweichungen beim Messen. Stimmt ja alles, weiß ich. Trotzdem wars mir mulmig. Und heute beim CTG hatte die Maus einen ziemlich hohen Puls, obwohl ich echt genug getrunken hatte… komisch. Ich glaub, ich muss doch noch mal die Hebamme mit meinem Telefonat nerven und nachhaken. Doofe Schwangeren-Panik, menno!

Ein Hammertag

Mann. Ich bin echt fertisch, ey!

Heute morgen ging es schon damit los, dass unser Großer, der heute mit dem Zug zum Papa fahren sollte, weil der mit ihm zur DTM auf den Hockenheimring möchte, seine Schulter nicht mehr rühren konnte. „Aua!“, jammerte er, als ich ihm ratlos Beinwell draufschmierte und dann stellte sich raus, dass er nicht mal den Schulranzen schultern konnte.

Also schwang ich mich kurzerhand im Schlafanzug ins Auto, betete, mir möge keine Panne dazwischenkommen, und fuhr den Invaliden zur Schule. Wir hatten ausgemacht, dass er sich abholen lässt, sollte es nicht besser werden, dass er in diesem Falle aber auch nicht wegfahren kann.

Zum Glück sind zur Zeit meine Schwiegereltern anwesend, die mir helfen, das Mausezimmer vorzubereiten. So musste ich wenigstens nicht auch noch den Kurzen mitschleppen. Wieder zurück hängte ich mich erst mal ans Telefon, um sowohl den Vater des Kindes als auch meinen Mann (der auch direkt von der Dienstreise aus sich an den Wochenendtrip anschließen wollte) darüber zu informieren, dass das ganze womöglich ins Wasser fällt…

Fünf oder sechs Telefonate später stand dann fest, dass der Große auf jeden Fall fahren sollte und die drei Männer dann bei meinen Eltern noch einen Zwischenstopp einlegen. Mein Vater ist nämlich Orthopäde und Osteopath, also folglich die beste Adresse bei verhakten Schultern… 🙂

Der Vormittag ging wie nix rum mit Packen, Wochenendeinkauf und Koch-Orgie. Kurz vor Eins dann den Kochlöffel an die Schwiegerma übergeben, wieder ins Auto, den Großen von der Schule geholt und mittaggegessen. Die Schulter  knarzte nur noch wenig und die Reise konnte losgehen.

Zum Glück (!!!) ließ sich der Kleine dazu überreden, Zuhause zu bleiben und eine Runde „Pingu“ anzuschauen, während ich mit dem Großen gen Bahnhof aufbrach. Nach der S-Bahnfahrt dort angekommen stellte sich raus, dass der Zug von einem anderen Gleis fahren sollte – so ungefähr das, das am weitesten von der S-Bahn entfernt liegt. Aber zum Glück hatten wir genügend Zeit eingeplant.

Da wir aufgrund der Gleisänderung nicht wussten, wo der reservierte Sitzplatz zum Stehen kommen würde, platzierten wir uns in der Mitte des Bahnsteigs und fanden dann auch gleich den betreffenden Wagen Nummer 36. Ich bugsierte den Sohnemann ins Wageninnere, wir fanden auch den Sitzplatz und nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alles stimmt, verabschiedete ich mich und ging vor dem Aussteigen noch schnell auf die Zugtoilette.

Als ich dann wirklich aussteigen wollte, fiel mir ein, dass ich noch vergessen hatte, meinem Sprössling einen Notgroschen einzustecken und lief noch einmal zum Platz zurück. Inzwischen waren es nur noch ca. 3 Minuten bis zur Abfahrt.

Und mein Sohn war WEG! Eine unsägliche Person, die mir kurz zuvor schon negativ aufgefallen war, weil sie sich in dem komplett vollen Zug darüber beschwert hatte, dass ihr jemand im Weg stand, sagte mir ins Gesicht, dass sie ihn aus dem Wagen herauskomplimentiert habe, weil er im falschen Wagen säße. Das sei 26, nicht 36.

Ich war fassungslos! Auch wenn es stimmte – die Irren von der Bahn hatten kurz nach unserem Einstieg die Wagennummerierungen verändert – man kann doch einen alleinreisenden Neunjährigen nicht kurz vor der Abfahrt aus dem Zug scheuchen, nur weil er auf dem  falschen Platz sitzt!!!!!!!!

Wäre mir nicht mein Sohn so viel wichtiger gewesen, ich glaube, ich hätte die Frau schier umgebracht…. Aber so lief ich panisch wieder zum Ausgang, rief laut nach meinem Sohn und rannte so schnell ich konnte Richtung Bahnhofshalle zurück, um ihn zu finden. Da klingelte mein Handy und mein Großer war dran – komplett panisch! Ich versuchte, ihn zu beruhigen und schrie ihm dann durch sein panisches Geschrei hindurch zu, er solle sofort wieder einsteigen. Während des Ganzen rannte ich weiter. Ein Zugbegleiter, den ich um Hilfe bat, meinte nur hoheitsvoll, der Zug würde um „acht nach“ losfahren.  (egal, was bis dahin mit meinem Sohn wäre…) Zum Glück fand ich ihn kurz darauf, beruhigte ihn und bugsierte ihn schnell in den richtigen Wagen. Kiene Minute später fuhr der Zug los.

Die ganze Aktion war die reine Hölle gewesen! Und mir gings so richtig dreckig. Ich sank auf eine Wartebank nieder, rang nach Luft und mein Bauch tat höllisch weh. Auch nach ein paar Minuten Ruhe blieb die Kugel bretthart und drin herrschte Grabesstille.

Ich hatte so eine Angst! Komplett neben mir wankte ich zur S-Bahn und rief dann meinen Mann an, weil es einfach nicht besser wurde. Der dirigierte mich von Ferne sofort zum nächsten Taxistand und befahl mir, mich umgehend in die nächste Frauenklinik zu begeben.

Im Taxi wurde ich endlich ruhiger, entspannte etwas und endlich spürte ich auch die Maus wieder. Gott sei Dank!  Ein weiterer Schock war dann die Nachricht, dass inzwischen mein Großer Zuhause angerufen hatte und meine Schwiegerma in ihrer eigenen Panik den kopflosen Fehler gemacht hatte, ihm brühwarm zu erzählen, dass ich fürchterliche Bauchschmerzen hätte und auf dem Weg in die Klinik sei. Einem Neunjährigen, der gerade eine zweieinhalbstündige Bahnfahrt vor sich hat! Aaaah! Ich legte sofort auf und rief den Großen an, um ihn (schon wieder!!!) zu beruhigen. Mann Mann Mann.

Im Krankenhaus musste ich ungefähr eine Viertelstunde warten, irgendwie genoss ich die vertraute Kreißsaalatmosphäre und schwelgte in Erinnerungen an die Geburt unseres Kleinen, die hier stattgefunden hatte. Ich entspannte weiter. Das CTG, das dann geschrieben wurde, zeigte, dass es der Madam absolut gut geht und auch keine weiteren Wehen mehr aufgetreten waren. Uff!

Gegen sechs Uhr abends war ich dann endlich wieder Zuhause. Ich bin total gerädert und wenn ich nur eine Treppe steige, wird der Bauch gleich wieder hart. Deshalb begebe ich mich jetzt umgehend in die Badewanne und dann sofort ins Bett!

Der Große ist übrigens inzwischen wohlbehalten mitsamt Stief- und leiblichem Papa bei meinen Eltern angekommen. Heieiei, was für ein Tag!!!!!

Alles dreht sich um die Werte

…zumindest in meinem Leben und in den letzten Tagen…  Gestern war ich bei meiner Internistin und sie gibt mir jetzt noch bis nächsten Mi Zeit, um die Werte alleine durch die Ernährung in den Griff zu bekommen. Falls sie bis dahin noch nicht perfekt sind, muss ich Insulin spritzen.

Mein Nüchternwert war heute morgen zum ersten Mal unterhalb der Toleranzgrenze, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ich führe das darauf zurück, dass ich den auf vielen Ernährungsplänen empfohlenen „Abendsnack“ (so gegen 21:00/21:30 Uhr) weglasse und stattdessen nur zwei Tassen Kräutertee schlürfe.

Leider hat mir nun das Frühstück wieder einen zu hohen Wert beschert – 164 liegt definitiv viel zu weit über der Grenze  von 140 – und ich weiß nicht mal genau, woran es lag. Vielleicht die Vollkornbreze? Zu viel Frischkäse? Muss ich meinen großen Pott Milchkaffee, den ich morgens so liebe, doch auf einen  Normkaffee „abspecken“ ? Hmm. Noch habe ich eine Woche Zeit, um es hinzubekommen. Aber es ist echt ne Wissenschaft für sich. Puh. Alles nur für Dich, Madämsche!

So viel zu tun, so viel erlebt

Ich komme zur Zeit überhaupt nicht mehr dazu, hier irgendwas zu schreiben, es ist einfach zu viel los! Ständig brennt es irgendwo (Auto kaputt, Kindergeburtstag wg. Teilnehmermangel umplanen, pipapo…) und zu alledem habe ich letzte Woche Di auch noch den SS-Diabetes-Schnelltest beim Doc „nicht bestanden“ und musste deshalb noch den langen Test hintenan schieben. Der brachte ans Licht, dass ich tatsächlich einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt habe! 😦

Auf den Telefonanruf hin, dass beim Schnelltest was nicht stimmt, habe ich sofort komplett meine Ernährung angepasst und so schaut es jetzt, wo ich seit zwei Tagen ein Blutzucker-Messgerät habe, relativ gut aus. Nur der Nüchternwert ist noch etwas zu hoch, die anderen nach den Hauptmahlzeiten sind unterhalb der Toleranzgrenze und somit ok.

Mann, zuerst hat es mich echt gebeutelt, ich hatte solche Angst, dass das Ganze der kleinen Maus schon irgendwie geschadet hat! Aber jetzt hoff ich mal, dass bis jetzt alles ok ist und ich das Problem so gut in den Griff bekomme, dass nichts weiter passiert.

Die Ernährungsumstellung macht mir weniger Probleme als gedacht, im Prinzip bin ich froh, dass ich dadurch gezwungen bin, mich gescheiter zu ernähren. Über die Ostertage habe ich echt angefangen so viel Mist zu essen, ich hatte schon ein total schlechtes Gewissen! Lauter Kuchen, Schoki, Süßigkeiten – furchtbar, echt!

Jetzt muss ich halt mal abwarten, wie es sich alles weiter entwickelt. Am Di habe ich wieder einen Termin bei meiner Internistin, da will sie die bis dahin gesammelten Werte mit mir besprechen und ggf. weitere Maßnahmen ergreifen. Ich hoffe nur, dass sie mich nicht dazu zwingt, Broteinheiten zu messen, das ist sooo stressig! Miss mal Mengen ab, wenn du für die Familie kochen musst und nicht ständig die Extrawurst essen willst… 😦

Interessant ist, dass ich mich in den letzten Wochen auch extrem müde gefühlt habe. Ich habe es dann auf schlechte Nächte, auf das Wetter und auf sonstwas geschoben – heute weiß ich, das kam vom zu hohen Blutzuckerspiegel! Seit ich anders esse, geht es mir diesbezüglich viel besser, ich bin wieder deutlich leistungsfähiger, wacher, agiler! Zum Glück, denn es stehen insgesamt noch fast vier Wochen ohne meinen Mann an, Wochen in denen er von So oder Mo bis Fr weg ist und ich alleine mit allem klarkommen muss. Davor ist mir trotz der Besserung doch etwas mulmig, vor allem, weil die letzten Wochen so spät liegen, er ist Anfang bis Mitte Juni weg und Ende Juni ist ja schon Termin!

Schwangerschafts-Update

Gestern war ich mal wieder beim Doc. Alles paletti, auch der MuMu, der nun zum ersten Mal getastet wurde, ist schön hoch und geschlossen. Sonst gibt’s eigentlich nichts weltbewegend Neues zu berichten… Auf einen Ultraschall habe ich freiwillig verzichtet, hatte ja erst vor 2 1/2 Wochen den tollen beim Screening.

Heute habe ich dann noch meiner Hebamme einen Besuch abgestattet. Sie macht mir Akupunktur gegen die Wassereinlagerungen, was wirklich etwas nützt! Da die Maus sich heute so verdächtig ruhig hält, habe ich sie noch gebeten, mal eben nach den Herztönen zu horchen – und als sie so auf meiner Kugel rumsuchte, bekam sie gleich ein paar Tritte verpasst, hihi! Also, auch alles ok. Ich glaube, sie liegt nur irgendwie komisch. Es drückt so im Bauch, als ob sich ein verschluckter Zweig schräg zwischen Blase und Rippen eingekeilt hätte…. Sehr „bequem“ – und führt gleichzeitig zu Übelkeit und Blasenschwäche…. na fein. Dreh dich rum, Madämsche! BitteBitte!