Steuerflucht für Einsteiger

Der Kurze hat sich mit diversen Geschmeiden meinerseits behängt und stolziert damit durch die Gegend: „Ich bin ein gaaanz Reicher! Guck!“ (hält mir seinen meinen fetten Ring unter die Nase.)

Ich bin nicht ganz so begeistert davon, dass meine Ringe und Armbänder bald sicher irgendwo in einer Ecke landen, nur nicht da, wo sie eigentlich hingehören. Also fordere ich spielerisch: “ Los, gib mir den Schmuck! Du musst Steuern zahlen!“

Daraufhin der Kurze im Brustton der Überzeugung: „Nein!! Ich wohn hier nicht!!“

😀

Mein Freund Entro

Der Kurze kam grad aus der Schule heim – mit einer Überraschung. In WTG haben sie ihren „Kuschelwuschel“ mit nach Hause bekommen, ein kleines Wesen aus Wolle und Holzperlen.

Fröhlich und stolz zeigt er mir sein Machwerk und erzählt nebenbei:

„Undweißdumama, wie meiner heißt?“

„Nein, wie denn?“

Der Kurze nennt daraufhin stolz seinen eigenen vollen Namen – mit erstem und zweitem Vornamen sowie seinem Nachnamen.

„….uuund der vom Q. heißt…“ (Nennt dessen vollständigen Namen – wieder mit zweitem Vornamen.)

„….und weißt du, wie der vom Sebästschen heißt?“ (Sebästschen heißt eigentlich anders, aber sein Name wird ebenfalls englisch ausgesprochen, denn Sebästschens Papa ist Brite.)

„Nein?“

„Der heißt Sebästschen Entro Higgins!“

– – – ????

Naaaa?! Wer weiß, wie der kleine Mann wirklich mit dem zweiten Vornamen heißt?

PS: Das Ganze erinnert mich ein wenig an die Geschichte vom zweijährigen Pirschelbär, der sich dann später als „Pierre-Gilbert“ herausstellte… Gnihihihi!!! 😀

Schlimme Träume

Unsere Kinder wissen, dass sie jederzeit nachts zu uns kommen dürfen, wenn sie etwas plagt – zum Beispiel ein schlimmer Traum. In den letzten Jahren habe ich da ja schon so einige Stories mitten in der Nacht zu hören bekommen  – von Hexen, die einen verzaubern, von bösen Tieren, die einen beißen wollten und so weiter….

Aber das abgefahrenste Setting kam doch vom Kurzen neulich:

„Mama, ich war Gemüse und ein Mann hat mich in einen Topf geschmissen und den Deckel drauf gemacht. Da war die Luft so heiß drin, ich konnte gar nicht mehr atmen!“

😀

Was es alles gibt…..

PS: Im Stillen hat er mir anvertraut, dass er des öfteren nachts aufwacht und sich einfach einen Traum ausdenkt, dann rüberschleicht und ihn der neugierigen Mama präsentiert, damit er sich dann gemütlich ankuscheln und weiterschlafen kann! Tse. 😀

Seiner Aussage nach gilt as aber nicht für die oben genannte Geschichte!

Abenteuer-Tag – für uns die tollste Art des Familienausflugs!

Zu dem wunderbaren Abenteuer-Tag, den wir vorgestern miteinander verbracht haben, gibt es eine kleine Vorgeschichte: Irgendwann diese Woche war so ein Tag, an dem wir viel rumgestresst und irgendwie nichts Schönes gemacht hatten. Unzufriedenheit machte sich in mir breit und als die Kleinen dann abends genauso unzufrieden und zappelig im Wohnzimmer rumhampelten, schlug ich ihnen spontan vor, einen „Dunkelspaziergang“ mit ihnen zu machen. Wir zogen uns also an, die Maus nahm zur Sicherheit noch eine Taschenlampe mit und los gings. 12957213944_acda8db46f_b

Abmachung war, dass an jeder möglichen Abzweigung abwechselnd ein anderer die Richtung angeben durfte. Diese Abmachung führte uns dann zum Discounter in der Nähe, wo sich die beiden erst mal mit zugegebenermaßen nicht sehr gesundem Wegproviant versorgten. 😉 Aber zu Abenteuern gehören eben auch nicht alltägliche Details… 12956413385_1d8308cb5b_b

Mit Hilfe unseres Erstklässlers rechneten wir aus, ob das mitgenommene Geld reichen würde und verglichen Preise und Inhaltsmengen. Nach dem eigenständigen Bezahlen ging es weiter munter und im ZickZack im Ort umher. Der Maus wurde es zwischendurch mulmig, in der Dunkelheit auf unbekannten Wegen zu wandeln, aber der Kurze und ich ermutigten sie, mit uns weiterzugehen. Später folgte auf den Hunger der Durst und ich übernahm die Führung zur nächsten Wasserquelle (=Tanke). Dort angekommen entdeckten wir bei der Freiwilligen Feuerwehr nebenan noch reges Treiben und guckten dort ein Weilchen zu. 12957317774_8875ea1387_b

Kleines Highlight am Ende unseres nächtlichen Kurztrips: Der Mann an der Tankstellenkasse hörte unseren Ausführungen über den Grund unseres Besuchs interessiert zu, verschwand kurz und kam daraufhin noch mit einigen Schätzen für meine zwei Abenteurer zurück, die er großzügig an sie verschenkte. 12957469344_5d06865be0_b

Daraufhin riefen wir dann kurzerhand das Papataxi, weil die zwei Kleinen doch inzwischen recht erschöpft schienen und zu Hause auch recht schnell und brav in ihre Betten fielen.

Dieser spontane Mini-Ausflug (den wir in dieser Art sicher wiederholen werden) brachte uns auf den Gedanken, einen ganzen langen Tag so ins Blaue hinein zu verbringen, was wir vorgestern mit durchschlagendem Erfolg in die Tat umgesetzt haben: Wir frühstückten, bestückten unsere Rucksäcke mit Getränken, Brotzeit und Erste-Hilfe-Täschlein (das wir natürlich nicht brauchten, WEIL wir es dabei hatten! 😉 ) , liefen zum S-Bahnhof, kauften eine Familien-Tages-Netzkarte und fuhren einfach drauflos. 13013958295_4d9a9c1ffc_b

Alle waren sehr gespannt darauf, was uns der Tag bescheren würde. Kein Laut des Unmuts kam über die Lippen der Kinder, von denen sonst immer mindestens einer schon zu Beginn eines Tagesausflugs meuterte und das anvisierte Ziel als miese Idee ablehnte. 13018157655_f34cec15ed_b

Die S-Bahnfahrt verlief komplett entspannt – kein stressiges „Auf-die-Ansagen-Hören“, damit man nur ja rechtzeitig alles wieder zusammenraffen konnte, kein unruhiges „Wann-sind-wir-da-Gezappel“ seitens der Kinder, nur gespannte Vorfreude und ein lustvolles In-Sich-Hineinhören, ob man noch fahren oder schon aussteigen möchte. Den Zeitpunkt des Ausstiegs entschieden wir demokratisch – bei fünf Leuten ne tolle Sache, da es nie ein Patt geben kann. 😉 An der uns unbekannten Haltestelle orientierten wir uns erst mal und dann ging es nach dem auf dem Dunkelspaziergang erprobten Prinzip weiter – an jeder Weggabelung durfte ein anderes Familienmitglied den weiteren Weg entscheiden. 13017784745_771eefb0c1_b

Dabei achteten wir viel mehr auf unsere Umgebung als sonst, wenn wir mit einem Ziel im Hinterkopf unterwegs sind. Die Kinder bewunderten riesige Bahnanlagen… 13018060433_678959d8da_b

seltsame Schaufensterauslagen… 13017531314_7ff55c6f3d_b

die riesigen Waschmaschinen (und den Hund) in einem Waschsalon… 12993763805_f8947cfd3f_b

und die vielen verschiedenen Frühblüher, die schon überall ihre bunten Köpfchen aus der Erde strecken.

An einer anderen Ecke stiegen wir in eine Tram ein – wieder demokratisch entschieden – und viele Stationen und Blicke nach draußen später wieder aus.

13018577184_32b5f3383e_b

Irgendwann stellte mein Mann bei einem Blick auf GoogleMaps fest, dass wir uns ganz in der Nähe von Schloss Nymphenburg befanden. Die Mehrheit wollte hin und so gings in einem Gelenkbus (Ui!) noch näher ran, dann über den Umweg eines kleinen Spielplatzes erst mal zum Mittagessen – zu einem tollen Italiener, den wir wohl auf andere Art niemals entdeckt hätten.

13018824905_36bf111211_b
13018971054_8eecea93ea_b 13019322595_dc4b72a972_b 13019395525_808cce758e_bAuf dem Weg zum Italiener kamen wir an einem weiteren tollen Spielplatz vorbei, der gleich als nächstes Ziel nach dem Essen festgelegt wurde:

13021031143_36a4d90151_b 13021037665_d0b3ae9002_b

Es wurden Bekanntschaften geschlossen, alle drei Kinder spielten sehr intensiv und hatten viel Spaß und wir Eltern konnten ein wenig in der Sonne chillen und mit anderen Eltern und Großeltern ein Pläuschchen halten. Der Große schoss von verschiedensten Stellen aus mit seinem Smartphone Fotos von uns, schickte sie uns per Whatsapp und wir mussten raten, von wo aus er fotografiert hatte – Paparazzispiel, hihi! 😉

Stunden später enterten wir dann den Schlosspark, studierten den Lageplan, spazierten durch die weitläufige Anlage, genossen weiter die Frühlingssonne, die Kinder fanden Stöcke und stocherten in Pfützen. Hier hörten wir zum ersten (und eigentlich einzigen Mal) von den beiden Kleinen Gejammer a la „mir tun die Füüüße weeeh!“ oder „Iiich kaaaannn nicht meeehr…“, dem Großen hingegen gefiel es sehr und er betonte mehrmals, dass er gerne nochmal wiederkommen wolle, wenn die Blätter an den Bäumen grün seien.

13021812924_3a59182c53_b 13022085253_78e42ca1e0_b 13022197284_20e77207cd_b 13022311643_5b3400600b_b 13022556524_707edfa503_b

Hinter der Schlossanlage liegt das „Schlosscafe im Palmenhaus“, in dem wir einen gemütlichen Tisch ergatterten. Die Kinder ließen sich ein Eis schmecken, zu dem es sogar richtig tolle Gadgets gab, unter anderem auch so einen „Springgummi“, ein halbkugelförmiges Etwas, das man umstülpen und auf den Boden legen kann und das dann umploppt und hoch in die Luft hüpft.

13024208195_6bcdf6950e_b

Nach dem Eis schlenderten wir ganz gemütlich bis zur nächsten Trambahnhaltestelle, fütterten unterwegs noch ein paar Gänse mit unseren Brot(zeit)resten und fuhren müde und zufrieden nach Hause.

13025093933_2e82284ebd_b 13025057875_c1538db3ab_b 13025498704_878fd17f5b_b

Die Kinder vertrieben sich die Fahrzeit mit „Schnick-Schnack-Schnuck“-Spielen und waren wirklich gut gelaunt:

13025731194_7e033f6c46_b

Das war ein wunderschöner, spannender, fast komplett unstressiger Tagesausflug und wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Abenteuertag! Fazit: Absolut weiterempfehlenswert! 😀

Schlaft, Kindlein schlaft….schlaft jetzt, verflixt nochmal!

Gerade neulich habe ich mal wieder einen Blogbeitrag über Kinderschlaf gelesen. Diejenige Mama welche hatte so gar keine Probleme mit dem Schlaf ihrer Kinder. Zumindest keine dramatischen. Das übliche halt.

Bei uns herrscht hingegen im Moment wieder ziemliches Drama, leider. Wir hatten schon Phasen, in denen hier recht gut und friedlich ein- und durchgeschlafen wurde. Aber diese scheinen mir endlose Nächte her zu sein….

Und so hatte alles begonnen: Irgendwann letzten Herbst hatte sich der Göttergatte aus Krankheitsgründen ins Arbeitszimmer in Quarantäne begeben. Die Kinder hatten das Ehebett schneller okkupiert, als wir „Husch!“ sagen konnten. Und so lagen sie da, jede Nacht. Entweder gleich von Anfang an oder eben ab „irgendwann zwischendrin“.

An Durchschlafen meinerseits war nicht mehr zu denken. Wanderungen von Bett zu Bett, Pipi, Durst, Träume, etc. hielten mich wach.  Der Göttergatte schnarchte derweil friedlich im Arbeitszimmer.

Was hingegen gut lief, zumindest aus Kindersicht, war das Einschlafen. Naja, relativ gut. Die Maus macht uns ja, seit sie zwei wurde, jeden Abend Stress, weil sie nicht schlafen gehen will. Das Ritual wurde immer weiter ausgedehnt, bis wir schließlich bei Lesen, Kuscheln, Singen und dann am Bett sitzen, bis sie eingeschlafen ist, angekommen waren, was durchaus eine volle Stunde in Anspruch nehmen konnte. Ein volle Stunde, die ich mir weder täglich Zeit nehmen kann, noch will. Ich habe drei Kinder. Ich kann nicht für eines alleine eine Stunde Abendritual einplanen.

Genauso aufwändig war die Einschlaferei beim Kurzen. Zum besseren Verständnis verweise ich mal auf diesen Artikel.

Nunja, das Ende vom Lied: Der Göttergatte verkündete neulich, die Ära „Papa ist ausgewandert“ sei nun beendet, er wolle wieder in seinem eigenen Bett schlafen und die Kinder sollen, bitteschön, wieder in ihren eigenen Betten nächtigen.

Alleine im eigenen Zimmer ein- und durchschlafen – diese Aussicht fanden die Kleinen nicht toll, deshalb baten sie sich aus, wenigstens gemeinsam im Zimmer des Kurzen schlafen zu dürfen. Kein Problem, unters Hochbett wurde wieder die kleine Matratze gelegt und beide hatten Platz genug.

Leider ging das nur am allerersten Abend wirklich gut. Denn im gleichen Zuge kürzten wir auch das Abendritual für die Maus deutlich ab – mit der Begründung, sie sei ja nun nicht mehr alleine, also müssten wir Großen auch nicht mehr ewig daneben sitzen bleiben.

Der Maus passt das aber gar nicht. Sie jammert und lamentiert jeden Abend mindestens ca. 15-20 Minuten, manchmal auch eine halbe Stunde lang, herum und zieht sämtliche Register, um nicht schlafen zu müssen. Hunger, Durst, Pipi, Angst – alles wird herangezogen, was dazu taugt, noch mal aus dem Bett zu flüchten.

Ehrlich gesagt, ich habe jeden Abend ein schlechtes Gewissen, fühle mich als Rabenmutter, weshalb das Geschrei mich auch mehr stresst, als es objektiv müsste.

Trotzdem will ich nicht in alte Muster zurückfallen. Mit meinen Kindern kann man sowas schlecht ausdiskutieren. Die wollen am liebsten alles. Am liebsten soll Mama die ganze Nacht mit im Bett liegen. Und im Idealfall noch in doppelter Ausführung, damit nur ja keiner teilen muss.

Das kann und will ich aber nicht leisten. Meine Kräfte sind nach jetzt fast 13 Jahren Muttersein wirklich aufgezehrt und ich brauche auch mal Abstand und vor allem ruhigen Schlaf. Das alles mögen für mich Argumente sein, für die Kinder sind sie das natürlich nicht.

Ich sehe im Moment aber keine andere Lösung als die aktuelle. Denn eines muss gesagt sein: Seit sie wieder in ihren eigenen Betten und ohne „Beobachtung“ unsererseits einschlafen, schlafen sie auch wieder durch. Meistens. Und deshalb hoffe ich natürlich jeden Abend aufs Neue, dass die Maus sich irgendwann einkriegt und doch noch mal gerne oder wenigstens ohne Drama schlafen geht.

Wenn es absolut gut wäre, sobald ich mich dazulege, würde ich ja noch eher schwach werden, aber weit gefehlt – je mehr ich ihr gebe, desto mehr fordert sie ein. Und wenn ich dann beim Maximum angekommen bin (ganz nah bei ihr liegen und kuscheln, bis sie schläft), macht sie das keinen Deut ruhiger. Dann mäkelt sie eben an anderen Dingen rum. Fazit: Sie. Will. Nicht. Schlafen. Punkt.

Ist aber gleichzeitig todmüde, kreischt und schreit nur noch, wenn wir sie länger auflassen. Ist also auch keine Option.

Es ist anstrengend.

Ich hoffe, es ändert sich bald, auf welche Weise auch immer. Seufz.

Was zum Schmunzeln zum Jahresende

Die Maus weist ihren großen Bruder an, das Spiel aufzuräumen, das sie gerade gespielt haben. Auf seine Nachfrage,warum er das denn nun machen soll, antwortet sie überlegen:“Weil ich Darth Vader bin!“
😀

Beim Frühstück. Die Maus klappt einen kleinen Rest ihres Nut.ella-Croissants zusammen und postuliert:“Guck mal, wie eine Mussel unter dem Meer…mit Kackwuast innen drin!“
😛

Der Kurze wirft mir seine Schlafanzughose zu, damit ich sie ihm umdrehen kann. Ich fange sie. Daraufhin kommt anerkennend: „Hey, Mama, ganz gut gefangen für so ne alte Frau!“
:-O

Ich erzähle beim Frühstück von einem nervigen Alptraum, in dem seltsame Prüfungen, verpasste Abgabetermine und hektische Versuche, die eigenen Fehler noch rechtzeitig auszubügeln, die Atmosphäre bestimmt hatten.

Daraufhin meint unser Fast-Teenager trocken: „Für dich ist das ein Alptraum, Mama, für mich ist es Realität!“

Tjoa. 😉

Der Weltraum – unendliche Weiten…

…wir schreiben das Jahr 2013 und Frau Kugelhoch ist krankgeschrieben, was ihr endlich die nötige Zeit beschert, um so einiges an Logbucheinträgen nachzureichen. In einer Zeitschleife namens „Unterrichtsvorbereitung“ gefangen, war es ihr bis dato nicht möglich, über die Einrichtung des neuen „Große-Jungs-Zimmers“ für ihren Schulanfänger zu berichten, was sie allerdings heute aus ihrem Stasisfeld in der Krankenstation heraus nachholen wird:

Bis in die diesjährigen Sommerferien hinein sah besagtes Zimmer folgendermaßen aus:

Kleinkindgerechte warme Farben: Gelb und Orange

Kleinkindgerechte warme Farben: Gelb und Orange

Halbhoch gelb gestrichene Wände mit einer süßen Bärenbordüre und vom großen Bruder zur Geburt gemalten Bildern, in der Ecke am Fenster eine überquellende Verkleidungskiste, Regale voller Kruscht, der doch zum Großteil nicht mehr benutzt wurde – und eine ziemlich wilde Schlafecke, in der wechselweise ein bis drei Kinder nächtigten.

Nach ein paar Gesprächen mit dem Besitzer dieser vier Wände, der ja innerhalb von 14 Tagen nicht nur eingeschult wurde, sondern auch noch seinen 6. Geburtstag feierte, einigten wir uns darauf, dass ich ihm zum Anlass dieser wichtigen Ereignisse sein Zimmer neu gestalten würde. Seine Wahl fiel auf das Thema „Weltraum“.

Das Werkeln begann in der vorletzten Sommerferienwoche, in der die Maus bereits wieder in den Kindergarten ging und die Jungs tagsüber beim Zirkusworkshop untergebracht waren – übrigens eine tolle Erfahrung, über die es womöglich noch einen Extraartikel geben wird!

Frau Kugelhoch begab sich mit Stift und Zettel in kreative Versenkung, zeichnete, grübelte, googelte und schrieb Materiallisten. Bestellte und suchte Baumärkte heim. Und dann gings los.

Aus Gelb wurde Blau – und aus Blau, Weiß und einem Spritzer Schwarz mixte ich ein perfekt zum neuen Hochbett passendes „Raumschiffsilbergrau“:

Aus Gelb wurde Blau - und aus Blau, Weiß und einem Spritzer Schwarz mixte ich ein perfektes Raumschiffsilbergrau

Und das kam dabei heraus:

Fotor1206100826

Eindeutig nicht mehr so warm… aber eben auch eindeutig besser passend zu unserem kleinen großen Mann! 🙂 Außerdem fein ausgemistet und neu sortiert. Der Verkleidungskram verschwindet nun in einer größeren Holzschublade im IVAR-Regal, ein kleiner Schülerschreibtisch mit „Chefsessel“ hält Einzug, passende Details wie eine Schreibunterlage mit Sonnensystem, StarWars Poster und Astronautenwimpelkette runden das Ambiente ab. Die Bordüre gibts hier – Raumschiffe und Sterne leuchten im Dunkeln leicht nach.

Highlight (und so viel Arbeit, dass ich fast einen Nervenzusammenbruch erlitten hätte) ist das Raumschiff-Hochbett, das ich an Wand und Decke improvisiert habe:

40_Aufnahmen-2165

Diese „Raumschiffkanzel“ wurde in den ersten Wochen quasi ununterbrochen bespielt – und wird auch jetzt noch öfter zum Spielen als zum Drinschlafen benutzt, was man auch am fehlenden Bettzeug erahnen kann. 😉

Fotor1206103554Hier ein paar meiner Wandmalereien. Maschinenanzeigen, Warnschilder, Sprechfunk und viele, viele „Gnöbbsche“ für alles mögliche. Inspirieren lassen habe ich mich durch aus dem Netz gezogene Abbildungen der Spaceshuttle-Cockpits.

Fotor1206104430Die „Flachbildschirme“ bestehen aus billigen Holzrahmen vom Möbelschweden, die ich silbern angesprüht und mit passenden Illustrationen aus dem Netz bestückt habe. Man beachte das „Firmenlogo“ des Herstellers der Herstellerin – ALX 😉

Die Laserschwertlampe mit Wechsellicht und Fernbedienung habe ich ebenso in der virtuellen Mall der Onlineshops entdeckt wie den günstigen Hulahoop-Reifen, der silbern angesprüht eigentlich das runde „Fenster“ zum Weltraum bilden sollte. Aus Zeitmangel wurde er nicht mehr angedübelt und liegt seitdem immer noch bei mir im Arbeitszimmer, leider.

39_Aufnahmen-2164Vor ein paar Wochen haben wir das coole Plakat, das man bei myPoster.de bestellen kann, letztlich einfach mit Reißnägeln angepinnt. Das Tolle ist, dass man ein beliebiges Foto hochladen und dann beliebig zuschneiden lassen kann. Wir haben also unser Wunschposter gleich als perfekten, von den Maßen her passenden Kreis geliefert bekommen.

Was leider auch noch fehlt, ist meine Deckenleuchten-Eigenkration, die ich aus einer runden Sperrholzplatte und diesen tollen Planeten machen möchte:

11235249793_5592a0df31_o

Das Planeten-Mobile hatten wir am Geburtstag gleich noch als Über-dem-Tisch-Deko genutzt. Die Erde hängt nicht etwa höher, weil wir uns für was besseres halten, sondern weil sie abgefallen und notdürftig wieder aufgehängt worden war. 😉 Bestellen kann man das Planetensystem z.B. hier. Auch diese netten Kugeln leuchten übrigens nachts.

Alles in allem war es ein Haufen Arbeit, den ich im Hauruckverfahren durchgezogen habe – und hat sehr viel Spaß gemacht! Der Kurze liebt sein neues Zimmer sehr und hält sich oft und gerne darin auf. Das freut mich natürlich umso mehr! 🙂 ❤

Noch drei Tage….

…dann geht die Schule los – natürlich für den Großen, aber auch für unseren Kurzen und für mich! In den letzten Wochen war es sehr still hier. Ich habe gewerkelt, was das Zeug hält. Arbeitszimmer und Großenzimmer haben den Platz getauscht. Der Kurze bekam sein Zimmer neu gestaltet. Dazu gibt es in der kommenden Woche aber noch einen Extra-Artikel. Und ich habe die Schultüte des Kurzen nach seinen Wünschen gestaltet, Füllstoff besorgt und sie heute Abend fertiggestellt.
Auch wenn es nur ein paar nicht besonders hochwertige Handyfotos davon gibt, möchte ich sie euch trotzdem gerne zeigen, die „Grüne-Leuchte-Superhelden-Tüte“:

20130910-002809.jpg

20130910-003143.jpg

20130910-003152.jpg
Rechts habe ich noch seinen Namen angebracht, aber den musste ich hier unkenntlich machen. Alle Details sind aus Moosgummi ausgeschnitten und beklebt oder beschriftet.
Waaaah, noch immer so viel zu tun! Mal sehen, wann ich hier wieder zum Schreiben komme… bis hoffentlich bald, Ihr Lieben!