Abenteuer-Tag – für uns die tollste Art des Familienausflugs!

Zu dem wunderbaren Abenteuer-Tag, den wir vorgestern miteinander verbracht haben, gibt es eine kleine Vorgeschichte: Irgendwann diese Woche war so ein Tag, an dem wir viel rumgestresst und irgendwie nichts Schönes gemacht hatten. Unzufriedenheit machte sich in mir breit und als die Kleinen dann abends genauso unzufrieden und zappelig im Wohnzimmer rumhampelten, schlug ich ihnen spontan vor, einen „Dunkelspaziergang“ mit ihnen zu machen. Wir zogen uns also an, die Maus nahm zur Sicherheit noch eine Taschenlampe mit und los gings. 12957213944_acda8db46f_b

Abmachung war, dass an jeder möglichen Abzweigung abwechselnd ein anderer die Richtung angeben durfte. Diese Abmachung führte uns dann zum Discounter in der Nähe, wo sich die beiden erst mal mit zugegebenermaßen nicht sehr gesundem Wegproviant versorgten. 😉 Aber zu Abenteuern gehören eben auch nicht alltägliche Details… 12956413385_1d8308cb5b_b

Mit Hilfe unseres Erstklässlers rechneten wir aus, ob das mitgenommene Geld reichen würde und verglichen Preise und Inhaltsmengen. Nach dem eigenständigen Bezahlen ging es weiter munter und im ZickZack im Ort umher. Der Maus wurde es zwischendurch mulmig, in der Dunkelheit auf unbekannten Wegen zu wandeln, aber der Kurze und ich ermutigten sie, mit uns weiterzugehen. Später folgte auf den Hunger der Durst und ich übernahm die Führung zur nächsten Wasserquelle (=Tanke). Dort angekommen entdeckten wir bei der Freiwilligen Feuerwehr nebenan noch reges Treiben und guckten dort ein Weilchen zu. 12957317774_8875ea1387_b

Kleines Highlight am Ende unseres nächtlichen Kurztrips: Der Mann an der Tankstellenkasse hörte unseren Ausführungen über den Grund unseres Besuchs interessiert zu, verschwand kurz und kam daraufhin noch mit einigen Schätzen für meine zwei Abenteurer zurück, die er großzügig an sie verschenkte. 12957469344_5d06865be0_b

Daraufhin riefen wir dann kurzerhand das Papataxi, weil die zwei Kleinen doch inzwischen recht erschöpft schienen und zu Hause auch recht schnell und brav in ihre Betten fielen.

Dieser spontane Mini-Ausflug (den wir in dieser Art sicher wiederholen werden) brachte uns auf den Gedanken, einen ganzen langen Tag so ins Blaue hinein zu verbringen, was wir vorgestern mit durchschlagendem Erfolg in die Tat umgesetzt haben: Wir frühstückten, bestückten unsere Rucksäcke mit Getränken, Brotzeit und Erste-Hilfe-Täschlein (das wir natürlich nicht brauchten, WEIL wir es dabei hatten! 😉 ) , liefen zum S-Bahnhof, kauften eine Familien-Tages-Netzkarte und fuhren einfach drauflos. 13013958295_4d9a9c1ffc_b

Alle waren sehr gespannt darauf, was uns der Tag bescheren würde. Kein Laut des Unmuts kam über die Lippen der Kinder, von denen sonst immer mindestens einer schon zu Beginn eines Tagesausflugs meuterte und das anvisierte Ziel als miese Idee ablehnte. 13018157655_f34cec15ed_b

Die S-Bahnfahrt verlief komplett entspannt – kein stressiges „Auf-die-Ansagen-Hören“, damit man nur ja rechtzeitig alles wieder zusammenraffen konnte, kein unruhiges „Wann-sind-wir-da-Gezappel“ seitens der Kinder, nur gespannte Vorfreude und ein lustvolles In-Sich-Hineinhören, ob man noch fahren oder schon aussteigen möchte. Den Zeitpunkt des Ausstiegs entschieden wir demokratisch – bei fünf Leuten ne tolle Sache, da es nie ein Patt geben kann. 😉 An der uns unbekannten Haltestelle orientierten wir uns erst mal und dann ging es nach dem auf dem Dunkelspaziergang erprobten Prinzip weiter – an jeder Weggabelung durfte ein anderes Familienmitglied den weiteren Weg entscheiden. 13017784745_771eefb0c1_b

Dabei achteten wir viel mehr auf unsere Umgebung als sonst, wenn wir mit einem Ziel im Hinterkopf unterwegs sind. Die Kinder bewunderten riesige Bahnanlagen… 13018060433_678959d8da_b

seltsame Schaufensterauslagen… 13017531314_7ff55c6f3d_b

die riesigen Waschmaschinen (und den Hund) in einem Waschsalon… 12993763805_f8947cfd3f_b

und die vielen verschiedenen Frühblüher, die schon überall ihre bunten Köpfchen aus der Erde strecken.

An einer anderen Ecke stiegen wir in eine Tram ein – wieder demokratisch entschieden – und viele Stationen und Blicke nach draußen später wieder aus.

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Irgendwann stellte mein Mann bei einem Blick auf GoogleMaps fest, dass wir uns ganz in der Nähe von Schloss Nymphenburg befanden. Die Mehrheit wollte hin und so gings in einem Gelenkbus (Ui!) noch näher ran, dann über den Umweg eines kleinen Spielplatzes erst mal zum Mittagessen – zu einem tollen Italiener, den wir wohl auf andere Art niemals entdeckt hätten.

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13018971054_8eecea93ea_b 13019322595_dc4b72a972_b 13019395525_808cce758e_bAuf dem Weg zum Italiener kamen wir an einem weiteren tollen Spielplatz vorbei, der gleich als nächstes Ziel nach dem Essen festgelegt wurde:

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Es wurden Bekanntschaften geschlossen, alle drei Kinder spielten sehr intensiv und hatten viel Spaß und wir Eltern konnten ein wenig in der Sonne chillen und mit anderen Eltern und Großeltern ein Pläuschchen halten. Der Große schoss von verschiedensten Stellen aus mit seinem Smartphone Fotos von uns, schickte sie uns per Whatsapp und wir mussten raten, von wo aus er fotografiert hatte – Paparazzispiel, hihi! 😉

Stunden später enterten wir dann den Schlosspark, studierten den Lageplan, spazierten durch die weitläufige Anlage, genossen weiter die Frühlingssonne, die Kinder fanden Stöcke und stocherten in Pfützen. Hier hörten wir zum ersten (und eigentlich einzigen Mal) von den beiden Kleinen Gejammer a la „mir tun die Füüüße weeeh!“ oder „Iiich kaaaannn nicht meeehr…“, dem Großen hingegen gefiel es sehr und er betonte mehrmals, dass er gerne nochmal wiederkommen wolle, wenn die Blätter an den Bäumen grün seien.

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Hinter der Schlossanlage liegt das „Schlosscafe im Palmenhaus“, in dem wir einen gemütlichen Tisch ergatterten. Die Kinder ließen sich ein Eis schmecken, zu dem es sogar richtig tolle Gadgets gab, unter anderem auch so einen „Springgummi“, ein halbkugelförmiges Etwas, das man umstülpen und auf den Boden legen kann und das dann umploppt und hoch in die Luft hüpft.

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Nach dem Eis schlenderten wir ganz gemütlich bis zur nächsten Trambahnhaltestelle, fütterten unterwegs noch ein paar Gänse mit unseren Brot(zeit)resten und fuhren müde und zufrieden nach Hause.

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Die Kinder vertrieben sich die Fahrzeit mit „Schnick-Schnack-Schnuck“-Spielen und waren wirklich gut gelaunt:

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Das war ein wunderschöner, spannender, fast komplett unstressiger Tagesausflug und wir freuen uns jetzt schon auf unseren nächsten Abenteuertag! Fazit: Absolut weiterempfehlenswert! 😀

Schlaft, Kindlein schlaft….schlaft jetzt, verflixt nochmal!

Gerade neulich habe ich mal wieder einen Blogbeitrag über Kinderschlaf gelesen. Diejenige Mama welche hatte so gar keine Probleme mit dem Schlaf ihrer Kinder. Zumindest keine dramatischen. Das übliche halt.

Bei uns herrscht hingegen im Moment wieder ziemliches Drama, leider. Wir hatten schon Phasen, in denen hier recht gut und friedlich ein- und durchgeschlafen wurde. Aber diese scheinen mir endlose Nächte her zu sein….

Und so hatte alles begonnen: Irgendwann letzten Herbst hatte sich der Göttergatte aus Krankheitsgründen ins Arbeitszimmer in Quarantäne begeben. Die Kinder hatten das Ehebett schneller okkupiert, als wir „Husch!“ sagen konnten. Und so lagen sie da, jede Nacht. Entweder gleich von Anfang an oder eben ab „irgendwann zwischendrin“.

An Durchschlafen meinerseits war nicht mehr zu denken. Wanderungen von Bett zu Bett, Pipi, Durst, Träume, etc. hielten mich wach.  Der Göttergatte schnarchte derweil friedlich im Arbeitszimmer.

Was hingegen gut lief, zumindest aus Kindersicht, war das Einschlafen. Naja, relativ gut. Die Maus macht uns ja, seit sie zwei wurde, jeden Abend Stress, weil sie nicht schlafen gehen will. Das Ritual wurde immer weiter ausgedehnt, bis wir schließlich bei Lesen, Kuscheln, Singen und dann am Bett sitzen, bis sie eingeschlafen ist, angekommen waren, was durchaus eine volle Stunde in Anspruch nehmen konnte. Ein volle Stunde, die ich mir weder täglich Zeit nehmen kann, noch will. Ich habe drei Kinder. Ich kann nicht für eines alleine eine Stunde Abendritual einplanen.

Genauso aufwändig war die Einschlaferei beim Kurzen. Zum besseren Verständnis verweise ich mal auf diesen Artikel.

Nunja, das Ende vom Lied: Der Göttergatte verkündete neulich, die Ära „Papa ist ausgewandert“ sei nun beendet, er wolle wieder in seinem eigenen Bett schlafen und die Kinder sollen, bitteschön, wieder in ihren eigenen Betten nächtigen.

Alleine im eigenen Zimmer ein- und durchschlafen – diese Aussicht fanden die Kleinen nicht toll, deshalb baten sie sich aus, wenigstens gemeinsam im Zimmer des Kurzen schlafen zu dürfen. Kein Problem, unters Hochbett wurde wieder die kleine Matratze gelegt und beide hatten Platz genug.

Leider ging das nur am allerersten Abend wirklich gut. Denn im gleichen Zuge kürzten wir auch das Abendritual für die Maus deutlich ab – mit der Begründung, sie sei ja nun nicht mehr alleine, also müssten wir Großen auch nicht mehr ewig daneben sitzen bleiben.

Der Maus passt das aber gar nicht. Sie jammert und lamentiert jeden Abend mindestens ca. 15-20 Minuten, manchmal auch eine halbe Stunde lang, herum und zieht sämtliche Register, um nicht schlafen zu müssen. Hunger, Durst, Pipi, Angst – alles wird herangezogen, was dazu taugt, noch mal aus dem Bett zu flüchten.

Ehrlich gesagt, ich habe jeden Abend ein schlechtes Gewissen, fühle mich als Rabenmutter, weshalb das Geschrei mich auch mehr stresst, als es objektiv müsste.

Trotzdem will ich nicht in alte Muster zurückfallen. Mit meinen Kindern kann man sowas schlecht ausdiskutieren. Die wollen am liebsten alles. Am liebsten soll Mama die ganze Nacht mit im Bett liegen. Und im Idealfall noch in doppelter Ausführung, damit nur ja keiner teilen muss.

Das kann und will ich aber nicht leisten. Meine Kräfte sind nach jetzt fast 13 Jahren Muttersein wirklich aufgezehrt und ich brauche auch mal Abstand und vor allem ruhigen Schlaf. Das alles mögen für mich Argumente sein, für die Kinder sind sie das natürlich nicht.

Ich sehe im Moment aber keine andere Lösung als die aktuelle. Denn eines muss gesagt sein: Seit sie wieder in ihren eigenen Betten und ohne „Beobachtung“ unsererseits einschlafen, schlafen sie auch wieder durch. Meistens. Und deshalb hoffe ich natürlich jeden Abend aufs Neue, dass die Maus sich irgendwann einkriegt und doch noch mal gerne oder wenigstens ohne Drama schlafen geht.

Wenn es absolut gut wäre, sobald ich mich dazulege, würde ich ja noch eher schwach werden, aber weit gefehlt – je mehr ich ihr gebe, desto mehr fordert sie ein. Und wenn ich dann beim Maximum angekommen bin (ganz nah bei ihr liegen und kuscheln, bis sie schläft), macht sie das keinen Deut ruhiger. Dann mäkelt sie eben an anderen Dingen rum. Fazit: Sie. Will. Nicht. Schlafen. Punkt.

Ist aber gleichzeitig todmüde, kreischt und schreit nur noch, wenn wir sie länger auflassen. Ist also auch keine Option.

Es ist anstrengend.

Ich hoffe, es ändert sich bald, auf welche Weise auch immer. Seufz.

Was zum Schmunzeln zum Jahresende

Die Maus weist ihren großen Bruder an, das Spiel aufzuräumen, das sie gerade gespielt haben. Auf seine Nachfrage,warum er das denn nun machen soll, antwortet sie überlegen:“Weil ich Darth Vader bin!“
😀

Beim Frühstück. Die Maus klappt einen kleinen Rest ihres Nut.ella-Croissants zusammen und postuliert:“Guck mal, wie eine Mussel unter dem Meer…mit Kackwuast innen drin!“
😛

Der Kurze wirft mir seine Schlafanzughose zu, damit ich sie ihm umdrehen kann. Ich fange sie. Daraufhin kommt anerkennend: „Hey, Mama, ganz gut gefangen für so ne alte Frau!“
:-O

Ich erzähle beim Frühstück von einem nervigen Alptraum, in dem seltsame Prüfungen, verpasste Abgabetermine und hektische Versuche, die eigenen Fehler noch rechtzeitig auszubügeln, die Atmosphäre bestimmt hatten.

Daraufhin meint unser Fast-Teenager trocken: „Für dich ist das ein Alptraum, Mama, für mich ist es Realität!“

Tjoa. 😉

Sankt Maus

Die Maus hat heute im Wohnzimmer die liegengelassene Ritterrüstung vom kleinen großen Bruder gefunden.
Angezogen, losgespielt: „Mama, ich bin ein Ritter!“
Auf einmal stellt sie fest:“Du keine Kleider anhast!“ Ah, also bin ich der Bettler. Flugs teilt Sankt Maus also die Kuscheldecke ihren Mantel mit dem Schwert und überläßt mir armem „nackten“ Bettler selbige.
Kurz darauf werde ich gleich noch eingeladen: „Du kannst mitkommen zu meinem Haus! Ich in der Straße Nummer Hundertneunzig wohn!“
Wir reiten also durch Schnee und Wind und Zuhause angekommen kocht mir Sankt Maus gleich mal eine warme Kartoffelsuppe. Als es dann ins Bett geht, kümmert er sich weiter äußerst fürsorglich um mich: „Ich mich zu Dir leg, dann du keine Angst haben musst!“

Ferienzeit ist Auszeit

Auszeit vom Alltag, Auszeit vom üblichen Familienwahnsinn – jeder auf seine Art.

Der Große ist für eine Woche beim Papa, besucht mit ihm seine Großeltern und darf für ein paar Tage unsere Hauptstadt entdecken. Berlin alleine mit dem Papa – cool!

Die Kleinen durften stattdessen für zwei Nächte die Papa-Oma und den Papa-Opa in Straubing besuchen – inclusive Gäubodenvolksfest bis einem schwindlig ist. 😀 Das war absolute Premiere, die beiden waren noch nie über Nacht so weit weg – der Kurze hat zwar schon ein paar Mal bei Freunden übernachtet, aber noch nie alleine bei Oma und Opa, die Maus war noch überhaupt nie woanders als bei uns. Und was soll ich sagen? Es hat ganz vorzüglich geklappt, die Großeltern waren begeistert von ihren lieben Enkelkindern und alle vier hatten viel Spaß miteinander.

Super Volksfestwetter!

Riesenradfahren bei super Volksfestwetter…

...Eis und andere Leckereien genießen...

…Eis und andere Leckereien genießen…

...und Karussellfahren, bis es langweilig wird!

…und Karussellfahren, bis es langweilig wird!

Für uns Eltern bedeutete das ebenfalls eine wunderbare Auszeit – Auszeit vom Elternsein nämlich, für wunderbare 48 Stunden. 🙂

Romantisches Abendessen beim Mexikaner...

Romantisches Abendessen beim Mexikaner…

Eine gemütliche, ruhige Verdauungsrunde im abendlichen Englischen Garten...

…eine gemütliche, ruhige Verdauungsrunde im abendlichen Englischen Garten…

...Kino mit witzigen Sprüchen in gewohntem Klang...

…Kino mit witzigen Sprüchen in gewohntem Klang…

Dann Bettchen und am kommenden Tag:

...ein spätes Frühstück in lauschiger Antmosphäre...

…ein spätes Frühstück in lauschiger Atmosphäre…

...mit hausgemachtem Frischkäse und knusprigen Semmeln...

…mit hausgemachtem Frischkäse und knusprigen Semmeln…

...und dann absolute Entspannung in der Therme Bad Aibling...

…und dann absolute Entspannung in der Therme Bad Aibling…

…mit stundenlangem Treibenlassen in der „Sinneskuppel“, ausgedehnten Sonnenbädern mit Lektüre, einer laaaangen und wohltuenden Paarmassage in der „Beautykuppel“ und…

...leckeren Spezereien im angegliederten Restaurantbereich.

…leckeren Spezereien im angegliederten Restaurantbereich.

Es war extrem wenig los, ich glaube, den ganzen Tag waren insgesamt bloß 50 Leute da – davon exakt ein Kind, das wir nur einmal von Ferne sahen. 🙂

Den Abend haben wir dann noch Zuhause ausklingen lassen und nach einer weiteren absolut ungestörten Nacht machten wir uns am späten Vormittag auf, um unsere Racker wieder in Empfang zu nehmen, natürlich nicht, ohne selber noch eine Runde auf dem Volksfest zu drehen und Omas selbstgebackene Kuchen zu genießen.

Ferienzeit ist Auszeit – für jeden auf seine Art.

Lunchboxes & more

Neulich des Nachts, als ich aus irgendwelchen kindertechnischen Gründen mal wieder versuchte, zurück in den Schlaf zu finden, kam mir die Erleuchtung!

Ich werde der Maus ab September an den Tagen, an denen ich mittags arbeite, keine warmen (bzw. warm zu machenden) Mittagessen mitgeben, sondern klassische Lunchboxen mit allerlei leckerem Schnickschnack, die satt & Spaß machen.

So erspare ich mir langwierige Vorbereitungen und dem Kind abgestandene, durchweichte Fertigmenüs.

Da ich zwar einen riesigen Unterschrank voller Kunststoff-Küchengadgets besitze, da aber natürlich immer noch nicht „das Richtige“ dabei ist, musste ich umgehend eine Bestellung beim Bentoshop tätigen. *hust* 😉

Und die wurde mir heute geliefert:

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Viele viele bunte Gadgets!

Zuerst einmal war ich auf der Suche nach der ultimativen Lunchbox – es gibt so viele tolle, aber manche sind einfach zu groß für meine Belange, bei manchen lässt sich der Inhalt nicht gut trennen etc.

Nun habe ich, wie ihr oben sehen könnt, zwei verschiedene Exemplare bestellt: Zum ersten die Easylunchbox (allerdings gleich in drei Versionen, damit wir auch gerüstet sind, wenn wir mal mit allen drei Kindern unterwegs sind):

Grün für den Großen, Gelb für den Kurzen und Pink für die Maus

Grün für den Großen, Gelb für den Kurzen und Pink für die Maus

Mir gefiel die Aussage in der Beschreibung „Den Easylunchboxes sieht man an, dass eine Mutter von drei Kindern sie entwickelt hat.“ Klingt nach einer Sache für uns! 😀 …wobei sie sicher auch für alle anderen eine gute Idee sind!

Die Fächer sind wirklich dicht abschließend unterteilt, so dass die eingepackten Cracker am nächsten Morgen noch kross sind und nicht von den Apfelschnitzen im anderen Abteil aufgeweicht wurden.

Von der Größe her finde ich sie auch gut für ein Kinderlunch – nicht zu klein, nicht zu riesig. Wie nützlich sie sich im alltäglichen Gebrauch erweisen, wird sich in Zukunft zeigen.

Die „Drei Kinder“-Sache zeigt sich auch in der optionalen Kühltasche, in die genau drei der Lunchboxen hineinpassen:

Passgenau - und dadurch auch gut isoliert

Passgenau – und dadurch auch gut isoliert

Die zweite Lunchboxart, die ich bestellt habe, ist für ein Kindergartenkind eigentlich fast zu groß, aber ich fand sie einfach so genial, dass ich mir dachte, ich lass lieber ein bisschen was leer, habe dafür aber alle Features, die ich brauche. Sie heißt Rubbish-free Lunchbox und kommt aus Australien:

Hier in geöffnetem Zustand

Hier in geöffnetem Zustand

Ins mittlere Fach, das waagrecht teilbar ist, passen z.B. ein oder zwei klassische Sandwiches (aber auch Salat, andere belegte Brote, kalte Fleischbällchen etc.) – oder man legt einen Kühlakku ins untere Fach, im linken Container befinden sich zwei dicht schließende Behälter, die auch Flüssiges wie Joghurt oder Salatsoße beherbergen können, rechts kann man zwei kleine oder ein großes Snackfach befüllen.

Die äußeren Deckel lassen sich zum Reinigen entfernen, die bunten Miniboxendeckel sind ebenfalls lose, so passt das Dingens auch gut in die Spülmaschine.

Hier sieht man noch mal die Variabilität ganz gut:

Die Trenneinsätze sind herausnehmbar

Die Trenneinsätze sind herausnehmbar

Der Große wird ab nächster Woche für 5 Tage auf einem Abenteuerspielplatz sein Unwesen treiben, da werde ich diese Box gleich mal testen – ich bin schon ganz gespannt drauf, weil ich sie als echt genial empfinde!

Ein paar süße Zubehörteile mussten natürlich auch sein – die Maus soll schließlich die Tage, an denen es „nur“ Brotzeit gibt, als positiv empfinden:

Mini-Sandwichcutter mit Tiergesichtstempeln

Mini-Sandwichcutter mit Tiergesichtstempeln

So macht man aus einem Riesensandwich vier kleine handliche für Kinderhände, die zudem noch niedliche Gesichter tragen.

Lustige Tier - Foodpicks

Lustige Tier – Foodpicks…

…zum Aufspießen von Fingerfood wie z.B. Kirschtomaten, Mozzarellabällchen, Fleischbällchen etc.

Und zu guter Letzt mussten auch noch ein paar Food-Divider her. Diese hier sind aus Silikon, d.h. wiederverwendbar. Man legt sie zwischen Nahrungsmittel in einer Box, die sich nicht vermischen sollen, z.B. Käsewürfel und Obstschnitze etc.

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Silikon-Food-Divider im klassischen Gras-Style

Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass ich mir selber damit auch die Angst vor der ganzen Ernährungschaos-plus-Job-Geschichte genommen habe. Jetzt freu ich mich schon drauf, der Maus zum ersten Mal eine Lunchbox kreieren zu dürfen! 🙂

O-Ton Maus

Letzten Donnerstag durfte die Maus zum ersten Mal mit ihrem Bruder zum Kinderturnen mitgehen. „Da brauchen wir deine Turnschuhe!“, sagte ich, und lief mit ihrem Rucksäckchen in der Hand durch die Gegend, „und eine Turnhose, ein Turnhemd und auch noch was zu Trinken…“
Ganz konzentriert hörte mir die Maus zu, blickte auf den Esstisch, zog ihre eigenen Schlüsse aus dem eben Gesagten und fragte im Brustton der Überzeugung: „….und wo ist mein Turnlöffel?“
😀

Heute waren wir mit den Kindern an einem sehr schönen Badeweiher in der Nähe von Dingolfing, wo wir uns mit meinen Schwiegereltern getroffen haben.
Auf dem Rückweg fragte ich in den Fond: „Uund, wem hat’s gefallen ?“, woraufhin der Kurze sofort „Mir!“ rief, der Große mal wieder ein mäkeliges „Halb Ja und halb Nein“ von sich gab und die Maus uns ganz genau aufklärte: „Das Im Wasser sein hat mir gefallen, aber das Rausgehen hat mir gar nicht gefallen!“
😀

Bretter.. äh Hölzchen, die die Welt bedeuten

In der letzten Zeit hat es mich immer mehr angenervt, dass die Kids oft keine Lust hatten, im Haushalt mitzuhelfen.

„Das hab ich aber nicht gemacht!“ , „Neiiin, keine Lust!“ oder „Menno, immer ich!“ waren noch die harmlosesten Kommentare, die ich immer wieder zu hören bekam, wenn ich eines der Kinder um Mithilfe bat.

Es gab so ein paar Dinge, die gut liefen, wie z.B. dass der Große täglich die Spülmaschine ausräumt oder mittwochs nur zusätzliche Medienzeit eingeräumt wird, wenn vorher das eigene Zimmer aufgeräumt wurde.

Anderes wurde nur sporadisch oder eben nur unter Gemaule, Gejammer, Genöle oder mit schierem Druck erledigt.

Also musste eine Lösung her. Ich erinnerte mich dunkel daran, einmal irgendwo in den Weiten des Netzes eine Sammlung von Haushaltsaufgaben für Kinder gesehen zu haben, die auf Mundspatel geschrieben waren. Diese Idee gefiel mir gut, weil es immer schön ist, etwas anfassen und „besitzen“ zu können.

Und das ist daraus entstanden:

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Oben in der Mitte: der Aufgabenpool. Vorne die Becher der Kids mit bereits erledigten Aufgaben

Zuerst sammelte ich Aufgaben. Viele kleine, die schnell erledigt sind. Dann markierte ich, welche davon von welchem Kind bewältigt werden können. Manche kan nur der Große schaffen, manche sind so einfach, dass ich sie nur für die beiden Kleinen „freigegeben“ habe, manche sind für alle machbar. Auf den Hölzchen machte ich diese Einteilung mit Farbmarkierungen sichtbar: Grün für den Großen, Blau für den Kurzen und Pink für die Maus:

Links: Zähler (mache Aufgaben zählen für 2) / Mitte: Beschriftung und passendes Symbol / Rechts: Farbmarkierungen

Links: Zähler (manche größeren Aufgaben zählen für 2) / Mitte: Beschriftung und passendes Symbol / Rechts: Farbmarkierungen

Jedes Kind hat von Montag bis Samstagmittag Zeit, sein vorgegebenes Pensum zu erledigen. Manche Aufgaben kann man irgendwann in dieser Zeit erledigen, andere sind an bestimmte Zeiten gebunden.

Wieviele Aufgaben erledigt werden müssen, ergibt sich aus dem Lebensalter – je Jahr zwei Aufgaben pro Woche. Das bedeutet, dass zum aktuellen Zeitpunkt die Maus 6 Aufgaben, der Kurze 10 und der Große 24 in der Woche zu erledigen hat. Ich finde diese Einteilung gut, da so auch deutlich wird, dass mit steigendem Alter nicht nur die Rechte (z.B. länger aufbleiben, länger draußenbleiben, mehr Taschengeld bekommen..) mehr werden, sondern auch die Verpflichtungen.

Das klingt viel? Jede dieser Aufgaben dauert zwischen 3 und 10 Minuten, würde ich mal schätzen. Also im Schnitt so ca. 5 Minuten. Das sind für unseren 12jährigen also ca. 2 Stunden Mitarbeit im Haushalt pro Woche. Ich finde, das ist nicht zuviel verlangt. Der Kurze hilft eine gute Dreiviertelstunde und die Maus eine halbe Stunde, wenn man es zusammenzählt. Belehrt mich eines Besseren, aber das finde ich nicht übertrieben.

Beispiele für Aufgaben gefällig?

  • eine Tür putzen
  • ein Waschbecken putzen
  • ein Zimmer saugen
  • den Papiermüll wegbringen
  • das Sofa aufräumen und ordentlich machen
  • eine Spielecke aufräumen (z.B. den Kaufladen)
  • einmal die Spülmaschine ausräumen
  • eine IKEA-Tüte voll Wäsche in den Keller bringen
  • den Couchtisch aufräumen
  • die Schuhe im Flur aufräumen
  • frisch gewaschene Handtücher zusammenlegen
  • den Garten gießen
  • ….

Und was gibt’s für die Mitarbeit? Ganz einfach, wer seine Pflichten erledigt hat, bekommt auch sein Recht auf Medien am Wochenende. 🙂

Bei uns gibt es nämlich nur samstags und sonntags (und mittwochs, falls das Zimmer aufgeräumt wurde!) je eine halbe Stunde / eine Stunde / 2 Stunden „Medienzeit“ je nach Kind. Ab sofort gilt: Nur wer die erforderliche Anzahl Hölzchen im Becher hat, bekommt auch seine Medienzeit.

Und wer fleißiger war, als gefordert, darf sich am Samstag als Goodie entweder Zusatzzeit, Mama/Papa-Exklusivzeit (5 Min. pro Hölzchen) oder auch 50 ct pro überzähligem Hölzchen abholen.

Meine Erfahrungen bisher? Heute ist Tag 1.

Der Große hat bereits 20 (ZWANZIG!!!!) Aufgaben erledigt. Das hat auch einen konkreten Grund: Er möchte sich so schnell wie möglich einen Kindle kaufen, ihm fehlen aber noch 20 Euro. Und die will er unbedingt diese Woche dazuverdienen. 🙂

Der Kurze hat drei von 10 Aufgaben heute erledigt. Unter anderem war er zum ersten Mal ganz alleine bei den Glascontainern (dafür muss er nicht mal eine große Straße überqueren) und hat Altglas entsorgt. Sein stolzes Gesicht, als er mit der leeren Tüte zurückkam: unbezahlbar! Helfen und sich nützlich fühlen macht nämlich ein gutes Gefühl. Das ist ein schöner Nebeneffekt.

Der Kurze sucht sich seine Aufgaben heraus

Der Kurze sucht sich seine Aufgaben heraus

Die Maus hat den Sinn der Sache noch nicht so wirklich begriffen, sie hat sich zwar begeistert ein paar Aufgabenhölzchen herausgegriffen, aber zuletzt doch lieber damit gespielt. Wahrscheinlich wird ihr der Sinn des Ganzen spätestens am Samstag bewusst werden, wenn die anderen beiden am iPad daddeln oder einen Film gucken dürfen. Wobei ich mir sicher bin, dass die Jungs ihr schon vorher eindrücklich klar machen werden, wie wichtig es ist, mitzuhelfen. 🙂

Für die Maus noch mehr Spielzeug als Aufgabe

Für die Maus noch mehr Spielzeug als Aufgabe

Ggf. mögliche Zusatzmodi:

  • Sollte sich eines der Kinder grob danebenbenehmen und es keine direkt mögliche Konsequenz daraus geben, kann ich den Abzug eines bereits erledigten Strafhölzchens androhen… Doofes Elterndruckmittel, ich weiß, aber auch sowas braucht’s ab und an im Familienalltag
  • Für spontan entstehende Aufgaben, die sich nicht im Pool befinden (wie z.B. etwas einkaufen, mal gründlich das Auto putzen oder Kinderbetreuung der Kleineren durch den Großen), gibt es unbeschriftete, übrige „Bonushölzchen“.

Positive Effekte:

  • Ich merke bereits jetzt, dass der Wert einer Tätigkeit höher geschätzt wird, weil man sie selbst erledigt hat – auch dann, wenn sie später ein anderer erledigen wird. Konkret gesagt: Wer selber mal ein Waschbecken abgeschrubbt hat, wird in Zukunft besser aufpassen, wieviel Zahnpasta er drin festtrocknen lässt, auch dann, wenn es nach ihm womöglich der Bruder putzen wird.
  • Wie schon erwähnt: Der Stolz, eine wirklich wichtige Aufgabe übernommen zu haben, tut jedem hier gut.
  • Die Kinder sehen deutlich, dass ihr Papa und ich mehr Zeit (auch für sie!) haben, wenn sie uns bei den täglichen Aufgaben unterstützen.

Mögliche Negativeffekte:

  • Wie immer bei Bonussystemen könnte es passieren, dass die Kids tendenziell gar nichts mehr tun, ohne dafür ein Hölzchen zu kassieren. Ich hoffe nicht, dass es so weit kommt. Wir werden sehen.

Die Zeit wird zeigen, ob das System so passt, oder ob noch Modifikationen notwendig sind. Ich spüre jedenfalls bereits heute eine deutlich Entlastung meinerseits – zum einen durch die erledigten Aufgaben selber, zum anderen aber auch dadurch, dass das ewige Diskutieren und Gejammer wegfällt. Dass ich jetzt am Anfang noch viel erklären und auch manchmal noch ein wenig helfen muss, macht mir wiederum gar nichts aus, im Gegenteil, es macht mir Spaß, mit dabei zu sein, wie eines meiner Kinder ganz konzentriert bei der Sache ist und eine neue Fähigkeit erlernt.

Und wie löst ihr das mit der Mitarbeit im Haushalt? Was denkt ihr über unser System? Ich freue mich über jede Rückmeldung!