Neuland für unseren Schulanfänger

Mein Vorschulkind war heute zum ersten Mal bei einem Volkshochschulkurs – ganz alleine unter sechs etwa gleichaltrigen Jungs zum Experimentieren zum Thema „Alles was schwimmt“.

Er wollte gerne hin, also habe ich ihn vor ein paar Wochen angemeldet. Zum Glück kenne ich ihn und war nicht überrascht, als er heute verkündete, er wolle „da nicht hin“. Er kneift gerne im letzten Augenblick, sei es, weil gerade etwas anderes spannender ist oder weil ihn dann doch der Mut verlässt – was er aber nie offen zugeben würde. 😉

Er geht regelmäßig zwei Mal die Woche ins Kinderturnen, und obwohl er hier Kinder, Trainer und Umgebung inzwischen gut kennt, versucht er doch meistens aufs Neue, aus verschiedensten Gründen wegzubleiben. Hinterher war’s dann immer „Toll!“…

Ich habe so meine Art, wie ich ihn in solchen Situationen zum Hingehen bewege und als wir schließlich gestern im Kursraum ankamen, versteckte sich mein ansonsten so selbstbewusst und dominant wirkendes Kind hinter meinen Beinen und lugte nur ganz verstohlen hinter meiner Jacke vor. Wenn ich ihn zum Hinsetzen aufmuntern wollte, klammerte er sich an mir fest.

Daraufhin habe ich mit ihm gemeinsam den Raum nochmal verlassen und in Ruhe und unter vier Augen mit ihm gesprochen. Habe ihm versichert, dass die Kursleiterin meine Telefonnummer hat und mich jederzeit herholen kann, wenn es ihm nicht gut geht. Habe ihn bestärkt, dass er es kann, ihn daran erinnert, wie begeistert er von dem Thema war, als wir es im Programm entdeckt hatten. Habe ihn aufmunternd angelächelt und liebevoll gedrückt.

Nach ein paar Minuten kam er dann wieder mit mir hinein, ich half ihm, seine Sachen zu verstauen und begleitete ihn zu seinem Sitzplatz. Dann verabschiedete ich mich und er winkte mir noch hinterher – inzwischen mit leicht zuversichtlichem Blick.

Zwei Stunden später holte ich ihn wieder ab. Er stand an seinem Platz, war ganz vertieft in das Floß, das er gebaut hatte und murmelte zur Begrüßung nur was von „…war super!“ Dann zeigte er mir begeistert, was sie alles gemacht hatten und erklärte mir stolz, dass er heute gelernt hätte, dass Öl nie unter Wasser sein könne.

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Korkenfloß und Experimentierglas mit drei flüssigenPhasen (Wasser, Sirup, Öl)

Ich war so glücklich! Er hat wieder einen neuen Meilenstein gemeistert. Mein kleiner Klammerbär, mein Baby, das nie von meinem Arm wollte, war ganz alleine zwei Stunden in einer fremden Umgebung bei einer fremden Kursleiterin und unter (fast ausschließlich) fremden Kindern – und er hat sich getraut, er hat es geschafft. mehr noch: Er hatte Spaß!

Ich bin sehr stolz auf ihn.

Stolzer Sohn, stolze Eltern!

Gerade war unser Kleiner zum ersten Mal ganz alleine beim Einkaufen. Wir haben einen Supermarkt gleich hier in der Nähe, für den er nur einmal eine gut einsehbare Nebenstraße überqueren muss. Toastbrot wollte er kaufen gehen, und es hat (wie erwartet) super geklappt.

So niedlich war er, als er überaus stolz mit seiner kleinen Einkaufstasche, dem Toastbrot, dem Restgeld und natürlich dem Bon wieder hier aufkreuzte.

Unglaublich, wie groß er schon ist. Bald kommt er in die Schule. Ich platze vor Stolz. 🙂

Der "Beweis-Bon" für einen weiteren Schritt in ein selbständiges Leben

Der „Beweis-Bon“ für einen weiteren Schritt in ein selbständiges Leben

Der Kleine ist 5 Jahre und 4 Monate alt. 

Ab morgen geht es in den Kindergarten!

Es ist so weit: ab morgen geht unsere Maus endlich auch in den Kindi. Seit Monaten muss ich sie quasi „mit Gewalt“ aus der Einrichtung zerren, wenn wir morgens den goßen Bruder dort abgegeben haben. Die Jungs sind jeweils erst mit drei Jahren in den Kindergarten gekommen, aber die Maus ist so versessen darauf (und auch von ihrer Persönlichkeit und von der Entwicklung her m.E. bestens geeignet), dass wir uns dieses Mal anders entschieden haben.

Traditionell gibt es in unserer Familie zu diesem Ereignis eine „Kinditüte“. In der Tüte befindet sich  – ganz wie in einer Schultüte – ein wenig Spielzeug, ein Buch und ein paar Süßigkeiten. Die Tüte ist natürlich viel kleiner, als eine Schultüte. Und außen an der Tüte hängt ein Maskottchen, das das Kind in den Kindergarten begleiten wird und dort an der Garderobe hängend auf es aufpasst. Bei unserem Großen war das ein Pferdchen, beim Kurzen eine Biene und bei der Maus ist es nun ein Marienkäfer:

Marienkäfer sind die Lieblingstiere der Maus 😀

Viele Gefühle treiben mich um….

Zum einen freue ich mich für die kleine Madame und auch für mich – eine neue Freiheit bricht an! Seit bald fünf Jahren war ich nun nicht alleine Zuhause, sondern hatte immer ein Kleinkind an meiner Seite. Und nun ist das vorbei. Ich habe zwar unheimlich viel zu erledigen, was in diesen Jahren liegen geblieben ist, aber natürlich werde ich mir auch mal die eine oder andere Pause gönnen, zum Beispiel ein ausgiebiges Frühstück mit meinem Göttergatten, wenn er im Homeoffice ist. 🙂

Zum anderen bin ich natürlich auch wehmütig. Eine Ära geht zu Ende!

Und ich bin ein wenig ängstlich, was ihre Kindizeit angeht. Die Zeiten sind nicht gut für Kinder in Tagesstätten. Es fehlen Erzieherinnen, der Wechsel ist enorm hoch, da kommt einfach keine Kontinuität zustande! Wobei ich mir sicher bin, dass sie das besser wegstecken wird, als unser Kurzer, der zur Zeit mal wieder überhaupt nicht gerne in die Kita geht und den Stress durch üble Aggressionen abreagiert…. 😦

Ich hoffe jedenfalls das beste für sie und ich bin mir sicher, dass ihr das alles viel Spaß machen wird!

Unerwartet sentimental…

…war mir heute morgen zumute, nachdem der Bus voller „großer“ Grundschüler, in dem sich auch mein Sohnemann befand, Richtung Schullandheim um die Ecke gebogen war. Plötzlich liefen mir die Tränen runter, womit ich gar nicht gerechnet hatte, war er doch öfter schon mal eine Woche weg, sei es mit dem Papa oder der Oma.

Nach kräftig Tränenwischen und etwas Grübelei meinerseits kam ich darauf, dass diese unerwarteten Gefühle verursacht wurden durch eine Kombi aus „Oh, wie irre! Jetzt ist er schon so groß, dass er ins Schullandheim fährt!“ und „Ogottogottogott, er fährt GANZ ALLEINE fort! Kein Papa, keine Oma, kein Familienmitglied an seiner Seite!“ …auch wenn er das ebenfalls schon mal erlebt hat – nämlich zum Kindergartenabschluss. Damals waren sie drei Tage lang auf einem Bauernhof in der Nähe. Was ich übrigens komplett übertrieben fand. Einmal ganz klassisch im Kindergarten übernachten hätte es wirklich auch getan.

Ist schon aufregend, das alles, auch wenn es faktisch nur vier Tage sind, denn am Freitagvormittag kommen sie schon wieder heim.

RAAAH!

Feuerprobe bestanden

In den letzten Tagen musste ich ein paar Mal zur weinenden Schlafemaus hineingehen und ich hatte eine gehörige Portion Muffe davor – was würde ich tun, wenn sie aus Leibeskräften schreien und nach Milch verlangen würde? Würde ich es aushalten, würde ich stark bleiben können?

Alle Sorgen waren jedoch umsonst. Die Maus kuschelte sich an mich, beruhigte sich schnell und schlief gleich wieder ein. Jedes Mal. Oft langte es auch, sie einfach nur ein wenig am Rücken zu streicheln. So ein Glück! Ich bin so froh, dass sie es jetzt gelernt hat, ohne Br.ust zu schlafen und vor allem einzuschlafen! Heute Nacht z.B. war sie einmal für ca. 20 Minuten wach, hat superniedlich vor sich hin erzählt und ist dann mittendrin sang- und klanglos wieder ins Land der Träume geruscht. Sowas gab es „vorher“ nie. Da musste immer die Mama herhalten und den Weg in den Schlaf weisen.

Ich habe sie auch schon einmal ins Bett gebracht und auch in diesem Falle klappte es, ohne, dass die Maus den Bu.sen vermisst hätte.

Halleluja, ich bin so froh! Morgen muss mein Mann wieder für 5 Tage in den Außendienst, aber ich sehe dem – zumindest was den Mausschlaf angeht – recht gelassen entgegen! Uff!

Zwei Siege in einer Nacht! Hurra!

Nun geht die Maus ja schon seit einer Woche mit dem Papa schlafen und nach anfänglichem „Na guuuut, dann trink ich halt einmal in der Nacht aus dem Fläschel!“ wurde ein „Och nööö, dann lieber gar nix!“. Und so hat sich die Fläschelmacherei recht schnell erledigt und diese Nacht ist sie nur einmal so gegen elf aufgewacht, hat dann schnell weitergeschlafen und sich bis viertel vor acht nicht mehr gemeldet! Das heißt: Tadaaaa! Die erste wirklich durchgeschlafene Nacht von der Maus, dem Göttergatten und mir! Wow! Ich bin so froh, dass ich es endlich gepackt habe!

Und der zweite Sieg kam gänzlich unerwartet: Der Kurze wollte gestern von jetzt auf gleich plötzlich keine Schlafwindel anziehen. Begründung war: „Ich brauch keine Windel mehr, der N. (großer Bruder) braucht ja auch keine!“ Ich habe das Experiment gewagt, obwohl das Bett nicht wirklich für Notfälle präpariert war und was soll ich sagen – es hat wunderbar funktioniert! Ist das nicht toll?!

So werden wir heute nachmittag, wenn der Kurze aus dem Kindergarten kommt, gleich zwei Feste feiern können. Mit Eis und Gaudi im Garten. Hach, ich freu mich!