Des Krimis zweiter Teil – diesmal sogar mit Leiche

Leider hat die Geschichte mit der Abgabe der Datei in der Druckerei am Donnerstag doch noch kein Ende gefunden. Denn der Träger unserer Kita wollte, obwohl sie alle Texte schon zur Korrektur hatten, bevor ich sie eingebaut habe, das fertige Stück nochmal sehen, bevor es in den Druck geht.

Und damit begann das Elend. Aus Gründen massiver Fehlkommunikation zwischen verschiedenen Beteiligten wurde mir nie mitgeteilt, dass oben genannter Träger ein Farbkonzept hat, dem alle Publikationen unterliegen und dass das Logo des Trägers auf der Titelseite zu erscheinen hat. Zu dem erwähnten Farbkonzept kann ich nur sagen, dass es schlichtweg grauenvoll ist – mein Bruder vermutete schon, dass der hauseigene Grafiker vormals wohl eher Metzger war, oder „Optiker – und wegen Berufsunfähigkeit aufhören musste.“ 😉

Nun, lange Rede, kurzer Sinn – zu einem niedlichen Foto in Gelb- und Grüntönen sollte ich nun ein Titelblatt in Blau und Rot erstellen. *würg*

Sehr, sehr schweren Herzens entfernte ich also mein wunderbares Deckblatt und ersetzte es durch ein undurchdachtes, hässliches Konglomerat an Farben, Formen und Schriften. Es sieht jetzt nicht nur ein wenig wie ein billiger Werbeprospekt aus.

Mein Farbkonzept im Inneren der Festschrift fiel natürlich ebenfalls dem Corporate Design des Trägers zum Opfer. Fröhliche, kindgerechte Farben, erledigt von einem Schreibtisch-täter, der auf die hauseigene Optik bestand.

Ich hätte es nicht Krimi nennen sollen. Vielleicht hätte es dann auch keine Fast-Leiche gegeben. Ich bin jedenfalls traurig. Mein Baby hat die Korrektur zwar überlebt, aber jetzt sieht es eher wie ein Zombie aus. 😦

Medien-Frust

Irgendwie bläht mich zur Zeit ziemlich viel an….. ich habe überhaupt keinen Nerv mehr auf mein „soziales Netzwerk“, das mich seit dem letzten Update vor 16 Tagen völlig ohne irgendeinen Kommentar gelassen hat, auch keinen Nerv auf blöde, sinnentleerte Fernsehsendungen oder das Lesen der gefühlt Drei-Millionsten-Nachricht aus dieser Welt, an der ich eh nix ändern kann. Und trotzdem hänge ich vor der Kiste, vor der großen wie vor der kleinen. Und DAS nervt mich noch viel mehr. Am liebsten würde ich sämtliche neue Medien mal eine Weile weglassen – vielleicht ausgenommen das Bloggen und richtiges „Arbeiten“ (also Termine verwalten, wichtige Mails verfassen etc.). Und bekomme es doch nicht auf die Reihe. Abends bin ich so müde, dass ich mich kaum noch zu irgendwas aufraffen kann und hänge dann doch wieder am Kabel. Und das auch noch viel zu lange, bis Mitternacht. Was zur Folge hat, dass ich auch noch weiterhin zu wenig Schlaf bekomme – und wieder müde bin – Teufelskreis….Bäh. Mag mich grade selber nicht. 😦

Murphy’s Law….

…at it’s best:

Da hat man EINMAL im Jahr kein Auto, weil der Gatte damit unterwegs ist (Dienstwagen kaputt), dann ruft der Große mit martialischen Bauchschmerzen aus der Schule an, ich soll ihn abholen. Schnell organisiere ich einen Fahrdienst in der Nachbarschaft. Zuhause angekommen krümmt sich das Kind eine weitere halbe Stunde lang vor Schmerzen und bedeutet mir, dass es so weh tue, dass er nicht mal mehr jammern könne – dann würde es noch mehr weh tun. Kein Arzt hat Dienst, einen Notdienst gibt es nicht. Die Dame am Fon sagt: packen sie ihn ins Auto und fahren sie ins Krankenhaus!
Also rufe ich meinen Mann an, er macht es daraufhin am Dienstort hyperwichtig und kommt schnell heim. 30 Minuten später, als er endlich da ist…. sind die Bauchschmerzen „fast wieder weg“ … AAAAH!

Da stimm‘ ich doch gleich in Frau Gminggmanggs Streitgesang mit ein!

Dichtung und Wahrheit #1 – Bio-Kaisergemüse vom Penny

Heute Mittag musste ich schnell irgend ein Essen improvisieren, da ich aufgrund der Krankheit unserer Mauseline nicht, wie ursprünglich geplant, zum Großeinkauf starten konnte. Also kramte ich in meinen Bio-Fixen und entdeckte noch zwei Packungen „Brokkoli-Gratin“. Alles andere wäre mit Fleisch gewesen und rohes Fleisch kaufe ich grundsätzlich nicht beim Discounter, da gruselts mich.

Also flugs die Maus in den Kinderwagen gepackt und schnell rübergelaufen zum Penny um die Ecke. Der TK-Bio-Brokkoli war aus, also griff ich zum Bio-Kaisergmüse:

So schaut das Kaisergemüse auf der Packung aus

Ach, auch gut, dachte ich mir, viel Brokkoli, ein paar Karotten und dazu der Blumenkohl, das schmeckt sicher auch lecker! Denn eigentlich mag ich keine TK-Karotten, die mach ich wenn, dann immer frisch. Zuhause dann die Ernüchterung:

...und so kommt es dann aus der Packung!

Von den auf der Tüte angegebenen 750 g Gemüse waren exakt 43 g Brokkoli. Dafür 382 g Blumenkohl in zum Teil monströsen Stücken, von wegen mundgerecht, und 335 g Karotten. Die traurigen 43 g Brokkoli waren auch noch Abfallstücke – das meiste Stiele, dazwischen ein, zwei angegammelte Röschen:

Bäh... 😦

Fazit: die Tüte so zu bebildern, ist eine einzige Frechheit! Der Auflauf war aber trotzdem ganz lecker, nur eben (fast) ohne Brokkoli.

Darf man auf ein Kind sauer sein

…das in den letzten sechs Tagen nur zwei Nächte  durchgeschlafen hat und in den anderen entweder mitten in der Nacht 1 1/2 Stunden wach lag oder ab ca. halbvier einfach komplett wach war?

Ich weiß genau, dass er nichts dafür kann. Ich bin aber inzwischen einfach so gerädert, dass ich mich nicht mehr im Griff habe und beginne, ihn anzumotzen. Ich fühl mich schlecht dabei, aber ich kanns nicht mehr zurückhalten. Ich bin sooo übermüdet, dass ich tagsüber im Haushalt fast nichts mehr auf die Reihe bekomme, was mich noch zusätzlich aus der Fassung bringt.

Als ich heute um kurz nach fünf in der Küche stand, um ein Wärmsäckchen in der Mikrowelle herzurichten, überkam mich angesichts des totalen Chaos das kalte Grauen. Da steh ich, bin komplett fertig und weiß, wenn ich nachher „aufstehe“ (haha), darf ich erst mal mindestens eine Dreiviertelstunde investieren, bevor ich überhaupt das Frühstück herrichten kann. Ich könnt heulen! Nein, ich heule wirklich.

Gestern Abend war ich (mal wieder) so fertig, dass ich es einfach nicht geschafft habe, die Reste der Käsespätzle-Orgie zu beseitigen. Jetzt sitz ich hier und alles ist getränkt vom abgestandenen Geruch angebratener Zwiebeln und dem scharfen Essigdunst des stehengebliebenen Salatrests….bäh! 😦

Ach Mann! Und dann soll man auch noch eine liebe Mama sein. Ich weiß schlichtweg nicht, was ich in vier Monaten machen soll, wenn unsere Tochter da ist und mich nachts braucht. Ich kann mich doch nicht zweiteilen! Aus Erfahrung weiß ich, dass ich mit dem Schlafentzug des ersten Jahres einigermaßen klarkomme. Natürlich bin ich dann auch übermüdet und meine Leistungsfähigkeit im Haushalt leidet, aber ich kann gelassener damit umgehen, weil ich nicht auch noch sauer bin auf das Knöpfelchen. Aber auf einen 2 1/2 jährigen, der ja immer mal wieder zwischendurch super schläft, da lad‘ ich leider ab und zu meinen Frust ab. Obwohl er objektiv betrachtet natürlich auch nichts dafür kann. Er ist ja nicht absichtlich wach…

*seufz* 😦

[edit] Irgendwann gegen sieben bin ich total erschöpft auf unserer Couch eingenickt, nachdem ich dem kleinen Herrn ein Buch vorgelesen hatte. Zum Glück ließ er mich weiterdösen. Im Halbschlaf hörte ich irgendwann meinen Mann reden – Hurra! Ablösung! – und fiel in einen tiefen, komaähnlichen Schlaf. Um zwanzig vor Neun wurde ich dann wieder wach. Und mein Mann begrüßte mich mit den Worten: „Schatz, ich hab die Küche aufgeräumt und jetzt mach ich grad Frühstück!“ Oh mein Gott, war ich froh!

Die nächste Viertelstunde brannte es zwar schon wieder an allen Ecken, weil der Große mit seinem Papa kurz darauf schon zur Kirche aufbrechen musste, aber keine einzige Hose und kein einziges Shirt mehr im Schrank hatte, also musste ich schnell runter in den Keller sprinten und eine Garnitur Klamotten aufbügeln. Auch eines der Dinge, die diese Woche einfach liegen geblieben sind…. Als ich dann am Bügelbrett stand, hörte ich von oben den Kleinen auf die Aufforderung, zum Frühstücken zu kommen, verkünden: „Ich hab nen Stinki!“. Also schnell noch zwei Stockwerke nach oben hecheln, um die Sauerei zu beseitigen. Dann konnte auch ich mich an den Frühstückstisch setzen… an den gedeckten Tisch, auf dem bereits meine Lieblingstasse voller wunderbarem Milchkaffee bereitstand. Das tat sooooo gut!!!! Danke, liebster Gefährte! 🙂