Ins Netz gegangen #6 – Männer erleben Geburtswehen

Gefunden bei Jademond und für absolut weiter-teilenswert befunden:

Zwei niederländische junge Männer begeben sich zum Zwecke einer Geburtswehen-Simulation in ein Geburtshaus. Dort bekommen sie mithilfe eines elektrischen Geräts und auf den Bauch aufgebrachter Klebepads geburtswehen-ähnliche Kontraktionen und Schmerzen – immer stärker werdend, wellenartig und mit minutenlangen Verschnaufpausen. Das ganze ist für 2 Stunden angesetzt (Haha, so wenig?!). Wie sie sich dabei schlagen und was sie dabei empfinden, solltet ihr Euch wirklich ansehen.

Was meint ihr? Eine sinnvolle Erfahrung für Männer? Oder Quatsch?

Baby-Shopping

Nein, leider nicht für mich. Sondern für eine liebe Nachbarin, die letzten Samstag ihr kleines Nesthäkchen zur Welt gebracht hat.

Ich war lange unterwegs, um etwas wirklich Schönes zu finden, was ich zur Zeit nicht leicht finde, da ja auch vieles schon weggekauft ist und die Herbstware noch nicht in den Regalen liegt. Also entschloss ich mich, etwas für den kommenden Sommer zu besorgen, in Gr. 80.

Das Muschelmuster des Kleidchens in den maritimen Farben finde ich wunderschön!

Als ich über dieses Kleidchen stolperte, wusste ich, das ist es! Es erinnert mich vom Muster her an japanisches Wachspapier, was gut passt, da die Mama des kleinen Bündels Japanerin ist. Auf der Suche nach weiteren passenden Teilen stach mir das kleine cremeweiße Blüten-Haarband ins Auge. Das schlichte, kuschligweiche Jäckchen und die Leggins machen den Look perfekt.

…und so sieht alles zusammen aus

Das Ensemble (das ich übrigens von A-Z beim Kleiderschweden erstanden habe) gefällt mir so gut, dass ich es schon fast schade finde, dass es für mein Mädchen viel zu klein ist.

Ich alte Perfektionistin musste dann natürlich auch noch die passende Verpackung generieren und das kam dabei heraus:

Das Geschenk, ebenfalls in Blau und Cremeweiß, mit maritimer Deko

Schöne Geschenke auszusuchen, sie kreativ zu verpacken und dann zu übergeben, das habe ich schon immer geliebt. Dass das Geschenk zum Beschenkten passt, sei es, weil es wirklich seinem Geschmack entspricht, weil es zu seinen Hobbies passt oder aus welchem Grund auch immer, war mir immer schon wichtiger als alles andere. Auch wichtiger als der Preis. Ich habe schon Dinge verschenkt, die quasi nichts gekostet haben, aber auch Dinge, die sehr teuer waren. Am schönsten ist einfach, die leuchtenden Augen des Beschenkten zu sehen und zu wissen – Jepp, auf den Punkt getroffen! 😀

Mittsommernacht

In der Mittsommernacht vor zwei Jahren hast du dich auf den Weg gemacht. Ich wusste zuerst nicht, wie mir geschieht, war ich doch so sicher, dass ich dich drei Tage später in den Armen halten würde – am geplanten Kaiserschnitttermin.

Dieser Termin, der mir so im Magen lag, weil nicht ich entscheiden wollte. Die Entscheidung sollte bei dir liegen….

Es dauerte drei, vier sehr starke Wehen, bis ich gewahr wurde, welchen Plan du im Schilde führtest.

Ein paar Stunden später, am ersten Sommermorgen des Jahres, lag ich, beseelt von deinem kleinen, fast nackten Körperchen eine lange, unbestimmte Zeit mit dir zusammen. Du warst so eng an mich gekuschelt unter der wärmenden Decke, dass kein Quentchen Luft mehr dazwischengepasst hätte.

Du mein kleines Mittsommernachtswunder! In guten sechs Stunden wirst du zwei Jahre alt sein. Ich liebe Dich!

Kurzes Lebenszeichen

Eigentlich gäbe es so viel zu erzählen… aber ich habe schlichtweg keine Lust dazu! Nur ganz kurz: Seit Sonntag sind wir Damen wieder Zuhause, es geht uns beiden wunderbar gut und die Mauseline, deren Namen der Herr Gemahl nun ja hier mal eben hochoffiziell verkündet hat (Ähem. Auf unserem anonymen Blog…;-)) ist das niedlichste Wesen auf Gottes Erdboden. Natürlich. So wie alle frisch geschlüpften Menschlein eben. 🙂

Einen herzlichen Dank an alle Gratulantinnen – und ja, ihr habt recht: ich bin sehr froh, dass die kleine Maus sich ihren Geburtstermin nun doch selber ausgesucht hat!

Wenn ich wieder ein wenig zu mir gekommen bin, gibt es den Geburtsbericht und all so was.

Countdown – übermorgen geht’s ab in die Klinik!

Schluck! Mein Zustand wechselt stündlich zwischen total aufgeregt, freudig-erwartend, grottenmüde, geschäftig oder panisch mit Fluchtgedanken. Es ist doch komplett anders, zu wissen, wann es losgeht! Ich kann nicht sagen, dass es besser oder schlimmer wäre, aber es ist einfach vollkommen „anders“.

Häufig fühle ich mich in diesen Tagen sehr müde und erschöpft. Mein Körper sammelt Kraft und holt sich alle Ruhe, die er brauchen kann. Ich schlafe zu allen möglichen (und unmöglichen) Gelegenheiten ein.

In manchen Augenblicken bekomme ich einfach einen Heidenrespekt vor dem, was da kommt – es ist etwas anderes, im Geburtsverlauf gesagt zu bekommen „Es geht nichts mehr, wir müssen schnippeln!“ , als freiwillig zur Tür hereinzuspazieren und von sich aus zu verkünden: „Na, dann holt mal das Skalpell!“…

Zu anderen Zeiten freue ich mich einfach ganz viel sehr und arg auf unsere Mauseline und kann es kaum erwarten, sie in den Armen halten zu dürfen. Versuche mir vorzustellen, wie sie wohl aussieht, wie sie duftet, sich anhört, wie sie sich anfühlt, wie winzig und federleicht sie sein wird im Vergleich zu meinen großen Jungs…

Dann wieder würde ich am liebsten alles abblasen. Würde anrufen und der Klinik und dem Rest der Welt verkünden: „Ihr könnt mich mal, ich warte! Bis die Mauseline ganz von alleine herauskommen will!“  Wenn das nicht alle Planungen wieder über den Haufen werfen würde, zig Leute beträfe, die dann doch wieder ungewiss in den Startlöchern sitzen und bangen würden, dann wäre das im Moment genau das, wonach mir wäre.

Und die meiste Zeit habe ich einfach gar keine Luft, um über all das nachzudenken, sondern wirble durch die Gegend, um alles noch in Ordnung zu bringen, bevor es losgeht. Schnell noch die abgelaufenen Bücher der Kinder in die Bücherei, Betten frisch beziehen, putzen, schrubben, Vorräte auffüllen….

Meine Güte, welch Achterbahnfahrt! Ich bin leicht angestrengt. Und der Zeiger auf der Uhr rückt unaufhörlich vor, lässt die Stunden und Tage dahinschmelzen. Das Ziel vor Augen.