Warum eigentlich immer ich?

Seit ich mit Slow Carb begonnen habe, geht es mir blendend – ich fühle mich fit, satt und zufrieden, glücklich. Bis auf eine Sache. Leider.

Meine Haut neigt zu Ekzemen und ich bin insgesamt so ein Typ Mensch, der irgendwie bei den Allergien zu laut „Hier!“ geschrien hat. 😦 Nun, leider explodierten seitdem so einige Stellen an meiner Haut – und es wurden immer mehr. Irgendwas „Nahrungsmittel-technisches“ hatte ich sowieso im Verdacht und war also gestern beim Arzt. Bei einem neuen Arzt, der mich noch nie gesehen hatte und erstmal eine ausführliche Anamnese durchführte. Tjoa, und der mich dadurch an etwas erinnerte, das ich weit, weit weggeschoben hatte. So weit, dass ich meine Ekzeme nicht damit in Zusammenhang gebracht hatte.

Ich leide seit meiner Jugend an einer sehr starken Nickelallergie. Begonnen hatte es mit dem üblichen Symptom: Hautausschlag bei Kontakt mit Jeansknöpfen, Modeschmuck etc. Die Kontaktallergie verschlimmerte sich über die Jahre so sehr, dass eine Ärztin bei einem – mal wieder – durchgeführten allgemeinen Allergietest angesichts der Reaktion meiner Haut auf Nickel die Hände über dem Kopf zusammenschlug – die Haut unter dem Nickelplättchen hatte sich nach 24 Stunden regelrecht aufgelöst – es war ein nässendes, juckendes Loch drunter entstanden, als ob mein Körper vor dem Plättchen fliehen hätte wollen… 😦

Als ich 19 Jahre alt war, verliebte ich mich in einen exzessiven Schwarzteetrinker. Ich trank den natürlich gerne mit – und wunderte mich, warum ich nach ca. einem halben Jahr so extrem drauf reagierte. Ich bekam Hitzwallungen, Herzjagen, Schweißausbrüche und mehr und machte fortan einen Riesenbogen um schwarzen Tee, wobei ich damals eigentlich noch das Teein bzw. Koffein im Verdacht hatte und somit auch das Kaffeetrinken sein ließ. Irgendwann, das war schon wieder ein paar Jahre später, klärte mich jemand darüber auf, dass auch Nahrungsmittel Nickel enthalten können und dass es durchaus Leute gibt, die darauf mit solchen und weiteren Symptomen reagieren. Schwarzer Tee ist einer der „Delinquenten“.

Daraufhin machte ich mich kundig und hielt für ein paar Jahre ein nickelarme Diät ein. Dadurch sank der Nickelspiegel im Köper und irgendwann stellte ich fest, dass ich eigentlich alles wieder essen konnte, ohne dass es mir was ausmachte. Und ich vergaß das mit dem Nickel allmählich.

In den letzten Jahren bekam ich zunehmend Ekzeme, die irgendwie mit dem Essen zusammenzuhängen schienen.Es hielt sich allerdings noch in Grenzen. Mit Sälbchen kurierte ich die paar wenigen Stellen immer mal wieder weg. Aber es wurde langsam immer schlimmer. Ich habe es lange versucht zu ignorieren, sei es aus Zeitmangel, aus Nicht-Beachtung meiner eigenen Bedürfnisse oder warum auch immer.

Naja, und seit ich Slow Carb mache, ist mein Haut geradezu explodiert. Plötzlich erschienen Stellen an den Beinen, unterm Arm, vor ein paar Wochen sogar im Gesicht. Und da hörte endgültig der Spaß für mich auf….

Man kann es sich schon denken… auf Deutsch gesagt: So ziemlich das meiste von dem, was ich gerade zu mir nehme, enthält das Spurenelement Nickel. Und vieles davon nicht gerade wenig.

Gestern war ich extrem gefrustet. Ich sah meinen wunderbaren Weg mit Slow Carb schon eiskalt den Bach runtergehen, denn ganz wesentliche Bestandteile wie Hülsenfrüchte und Nüsse sind einfach bei Nickelallergie ein absolutes No Go.

Inzwischen habe ich mich einigermaßen beruhigt, viel recherchiert, eine Nähwerttabelle mit Nickelwerten bestellt und sehe ein wenig klarer. Es wird sicher nicht einfach, aber ich möchte unbedingt an dieser Ernährungsform festhalten. Zumindest so lange, bis ich mein Gewicht auf ein im wahrsten Sinne des Wortes „erträgliches“ Maß reduziert habe. Also werde ich mich auf ein deutlich kleineres Nahrungsmittelangebot einstellen müssen, denn all die Rezepte mit Hülsenfrüchten und Nüssen, die ich so liebe (Quiche mit Kichererbsenboden, Enchiladas, Falafel, Chili con Carne, mein Notfallkuchen…) kann ich schlichtweg knicken. Die einzige Hülsenfrucht, die Nickel in nur einem einigermaßen erträglichen Maße enthält, ist die grüne Gartenbohne. Es ist zwar auch welcher drin, aber ich denke, es müsste gehen, wenn ich mich ausschließlich darauf beschränke, ansonsten auf wirkliche Vermeidung von nickelhaltigen Speisen achte und auch die Menge an Bohnen, die ich pro Tag verzehre, so klein halte, dass ich gerade so genügend satt werde davon.

Eine Mitstreiterin hat mich auch auf die Idee gebracht, doch stattdessen Milchprodukte mit einzubauen. Ich bin zwar nicht wirklich begeistert davon, weil sie eben Kohlenhydrate enthalten, aber irgendwo muss ich ja einen gangbaren Kompromiss finden. Tim Ferriss, der „Begründer“ von Slow Carb, erlaubt in seinem Konzept z.B. Hüttenkäse.

Es gibt also Mittel und Wege, trotz Nickel-Desaster weiterhin am Ball zu bleiben. Was mich aber kollossal nervt, ist die Tatsache, dass ich nun schon wieder eine neue „Diät“ kochen muss, mir wieder neue Rezepte ausdenken muss, wieder einer mehr am Tisch sitzt, der dies und das nicht essen darf…. Es ist zum Mäusemelken! 

Warum eigentlich immer ich? 😦

 

Slow Carb – schlaue Ersatzgerichte

Heute möchte ich Euch mal zeigen, wie man slow carb-konforme Gerichte backen und köcheln kann, die normale Kohlenhydratbomben wirklich gut & lecker nachahmen.

Oft fehlen mir die klassischen „Sättigungsbeilagen“ (haha…) und auch das Brot zum Frühstück gar nicht, aber ab und zu ist einem eben doch mal danach – und für solche Fälle gibt’s tolle Schummelgerichte. 🙂

1. Beispiel: Brot zum Frühstück

Manchmal mag ich kein Rühr- Spiegel- oder sonstiges Ei sehen, dann mach‘ ich mir ein schnelles Brot in der Mikrowelle:

Mikrowellenbrot mit Rucola-Streich, gekochtem Schinken, Tomatenpesto und Schnittlauch

Mikrowellenbrot mit Rucola-Streich, gekochtem Schinken, Tomatenpesto und Schnittlauch

Geht ganz einfach: 2-3 EL gemahlene Mandeln, 1 Ei, 1 EL weiche Butter, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, Gewürze nach Gusto (Ich tu‘ Koriander rein,ein typisches Brotgewürz). Mit einer Gabel alles gut vermischen, auf einen flachen Teller gießen und offen in der Mikrowelle auf 750 Watt 2 Minuten “backen”.

2. Beispiel: Ein Nudelgericht zum Mittagessen

Spaghetti Bolognese-Fan? Kein Problem! Einfach die Nudeln durch Glasnudeln aus Mungbohnenstärke ersetzen. Die sind erlaubt und schmecken mit der Soße wirklich kaum anders, als normale Nudeln.

Lecker! Bolognese mit Hack, Karotten und Erbsen, dazu etwas Parmesan

Lecker! Bolognese mit Hack, Karotten und Erbsen, dazu etwas Parmesan

3. Beispiel: Lust auf Süßes? Kaffeeklatsch-Termin?

Der Schoko-Notfallkuchen, für den ich neulich schon mal das Rezept gepostet hatte, ist absolut genial. Sieht aus wie Kuchen, schmeckt wie Kuchen. Ist aber kein Kuchen. Hihi^^

Yummie!

Yummie!

Ihr seht also – die angstgeweiteten Augen angesichts der Regel „kein Zucker, kein Brot, keine Nudeln, kein Reis…etc.“ kann man getrost wieder entspannen. Alles halb so wild.

🙂

Schon wieder so lange nichts gebloggt….

Fast zwei Wochen Stille – es ist nichts Dramatisches passiert, aber es war auch irgendwie so viel los, dass ich einfach keine Zeit gefunden habe (und mir vor allem die Energie dazu fehlte), Neues zu berichten.

Mir selber ging es jetzt eine ganze Weile lang ziemlich schlecht. Ich fühlte mich nur noch schlapp, müde, kraftlos, deprimiert. Richtig krank war ich nicht, aber „gesund“ fühlt sich definitiv anders an. Ich grübelte herum, wo die Gründe dafür liegen konnten. Und kam auf den Verdacht, dass sich mal wieder zu viel „Candida Albicans“ in meinem Körper herumtreibt. Dafür bin ich anfällig und der macht genau das mit mir – ich fühle mich elend. Also beschloss ich Anfang der vergangenen Woche, die Reißleine zu ziehen und verzichte seitdem fast völlig auf Zucker. Ich mache zwar keine „klassische“ Candida-Diät, d.h. ich esse weiterhin Brot mit Hefe und auch ab und an Obst, aber ich verzichte auf die totalen Zuckerbomben wie Marmelade, Süßigkeiten aller Art, Kekse, Kuchen, Fruchtjoghurts und vor allem auch Saftschorlen. Am Dienstag habe ich damit begonnen und fühlte mich bereits am zweiten Tag schon deutlich besser. Positiver Nebeneffekt des Ganzen – eine leichte Gewichtsabnahme. Ich muss nicht wirklich hungern, aber unterm Strich spare ich doch eine deutliche Menge an Kalorien ein. Und leider hatte sich die Völlerei der Advents- und Weihnachtszeit  mal wieder mit ein paar weiteren Kilos an meinen Hüften festgesetzt. Als ich im Januar feststellen musste, dass nun auch die zweitgrößten Jeans meiner Kollektion, die von 42 bis 48 reicht (also die 46er) knapp wurden, wurde mir ganz angst und bange…. 😦

Also gehe ich nun dagegen an und es tut mir sehr gut. Ich hoffe nur, dass ich es dieses Mal etwas disziplinierter durchhalte als letztes Jahr, als ich schon mal versuchte, von diesem grässlichen Gewicht herunterzukommen.

Seit drei bis vier Tagen fühle ich mich nun wie schon erwähnt wieder viel energetischer und bekomme auch wieder viel mehr erledigt. Ich hoffe, dass sich das ab sofort auch wieder in der Menge der Blogartikel niederschlagen wird…

 

Leckereien und Erkenntnisse des Tages

Da der Große ja gerade unterwegs ist und dieser Fisch regelrecht verabscheut (leider!), haben wir uns heute mal wieder eines unserer Leibgerichte gegönnt: Wildlachsfilets, mariniert in Limettensaft, gewürzt mit Salz und Pfeffer, angebraten in der Pfanne mit Bandnudeln, Brokkoliröschen und leichter Sauce Hollandaise. Soooo lecker! 😀

Feinifein!

Für mich gab’s allerdings nur wenig Nudeln wegen der Sache mit den Kohlehydraten. Es ging mir dann auch wie vermutet relativ gut nach diesem Essen. Nachmittags habe ich dann noch Melone satt für alle serviert. Die war ebenfalls sehr lecker, ich habe sie aber tatsächlich „gemerkt“ – wohl wegen der vielen Fruktose.

Die ganze Melone war ruckzuck weg!

Mist, also doch wieder am Abgrund zum Diabetes. 😦 Leider habe ich nämlich all die Kilos, die ich im Frühjahr abgespeckt habe, wieder drauf. Ich bin mir sicher, wenn ich die wieder weghätte, würde es mir wieder gut gehen. Ich schwanke einfach grad so an der „Gesund-oder-Krank“-Grenze rum. Also doch wieder disziplinierter sein. Na gut. Wohler fühl ich mich ja doch ohne die Pfunde. Ich war schon ganz schön gefrustet, als die Waage wieder da stand, wo ich angefangen hatte…

Gewichtiges: Zwischenbericht #2

Die letzten zwei Wochen war es zäh – meine Ma war zu Besuch und brachte Kuchen mit, dann wurde ich ab und an schwach und vergriff mich an Schokolade und Gummibären der Kinder. Nie viel, aber doch nicht nur einmal. Aber jetzt ist es endlich geschafft: die 90kg-Marke ist durchbrochen und ich wiege nun 89 komma nochwas Kilo. Letzte Woche war ich schon mal so weit, aber dann ging es wieder ein wenig nach oben, um dann so ziemlich auf der Grenze zu stocken.

Ich hab mir so meine Gedanken gemacht, wie ich mich selber belohnen möchte. Ganz am Ziel (also bei 80 kg oder drunter) steht natürlich Klamottenshopping an. Darauf freu ich mich schon total, weil ich mir in den letzten 1 1/2 Jahren außer Umstandsmode und ein, zwei „schicken“ Teilen für Taufe und Kommunion eigentlich nichts geleistet habe. Aber diese Teile haben eben leider Zeltcharakter und darauf hab ich nun wirklich absolut keinen Bock mehr.

Es gibt aber zwei Zwischenziele, für die ich mich gerne belohnen würde. Das eine war die schreckliche 90, die ich ja nun geschafft habe, das andere wird die Minus-1o-Kilo Grenze sein, die bei 86 kg liegt. Gerade habe ich eine Weile die Maus wieder in den Schlaf geschuckelt und mir überlegt, dass ich mir gerne eine Fußpflege leisten würde. Mann, meine Füße sehen echt verboten aus, jetzt nach dem Winter und so vernachlässigt durch all die vielen sonstigen Aufgaben. Und der Sommer naht…. so kann ich jedenfalls auf gar keinen Fall schöne Sommerschuhe tragen! *gargs*

Zum zweiten Zwischenziel könnten ja dann die passenden Schuhe folgen 😀

Na, mal den Mann fragen, was der so dazu meint. Schließlich ist er zur Zeit der alleinige Brötchenverdiener….

Ich freu mich jedenfalls sehr über die bereits verlorenen Kilos! Und bin sehr motiviert für den zweiten Teil des Vorhabens. 🙂