Die Tage sind …äh… werden gezählt

Heute Morgen hat sich unser Kurzer einen Abstreichkalender für seine restlichen Kindergartentage geschrieben:

Noch zweieinhalb Wochen, dann isses rum...

Noch zweieinhalb Wochen, dann isses rum…

Netterweise hat er mit dem Beginn der laufenden Woche begonnen und den gestrigen sowie den heutigen Tag schon durchgestrichen. Einerseits finde ich es superniedlich, andererseits macht mich diese Liste leicht wehmütig… Wieder geht eine Ära zu Ende.

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Danke sagen

Heute habe ich kleine Dankeschön-Päckchen für die Erzieherinnen in unserem Kindergarten zusammengestellt. Sie haben mit meinen Kindern ständig einen erhöhten Aufwand wegen der Nahrungsmittelunverträglichkeiten, deshalb möchte ich ihren Einsatz extra mit einer Aufmerksamkeit würdigen.

Da ich im Moment nicht viel Zeit habe, selber zu backen oder zu basteln, habe ich einfach kleine Tütchen zusammengestellt, die Körper und Seele ein wenig verwöhnen:

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Und das ist drin:

  • ein kleine Tube Balea Handcreme mit Kamille
  • eine Minigröße alverde Duschgel mit Olive
  • zwei Tütchen Roibuschtee von alnatura („Glückstee“ und „Momente der Entspannung“)
  • ein kleiner Schoko-Weihnachtsmann
  • drei Schokokugeln

An jedes Tütchen habe ich noch einen weihnachtlichen Holzanhänger gebunden. Insgesamt kommt ein Tütchen auf ca. 2.- bis 2,50 Euro Wert. Das ist nicht die Welt, aber es geht mir vor allem darum, ihnen zu zeigen, dass ich Ihren Einsatz würdige und ihnen dafür danke. Ich möchte sie ja nicht bestechen… 😉

Bis auf die Schoki, die ich noch von Nikolaus übrig hatte, habe ich übrigens alles (auch die Tütchen und das Band) mal eben beim Drogeriemarkt meines Vertrauens besorgt, war also gar kein großer Aufwand. Warum ich das erwähne? Einfach nur, um zu zeigen, dass man auch ohne viel Aufhebens jemandem eine kleine Freude machen kann. Dazu muss man weder ein Bastelgenie, noch ein Krösus sein – es geht ganz einfach!

Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Leutchen im Kopf, denen ihr eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen wollt – und vielleicht konnte Euch diese Idee ein wenig inspirieren. Ich würde mich auch sehr über weitere Ideen oder alternative „Füll-Vorschläge“ in den Kommentaren freuen!

Hört das denn niemals auf?

Ich bin gerade komplett gefrustet. Es geht um die Situation in der Kindertagesstätte meiner beiden Kleinen.

Seit unser Kurzer von gut zwei Jahren dort angefangen hat, ist eine Erzieherin nach der anderen gegangen und hat schmerzende Löcher hinterlassen. Auch diesen Sommer, nachdem alle dachten, jetzt wird es besser, verließen gleich drei Erzieher gleichzeitig die beiden Gruppen, die sehr nah und offen waren und in denen sich unser Kurzer letztendlich doch noch heimisch fühlte.

Dann ein Neuanfang diesen September. Alles klang gut. Der Elternabend war vielversprechend. Aber leider weit gefehlt. Eine der gerade erst neu eingearbeiteten Kräfte schmeißt hin und verlässt zum 1.11. die Gruppe.

Reaktion meines Kindes: ein Bild voller Herzchen und Sonnen, das er ihr zum Abschied schenken wollte. Und das, wo er sonst nur Laserschwerter schwingende Finstermänner zeichnet….

Mir als Mutter zwirbeln sich schneidende Fäden ums Herz und mir wird ganz weh.

Aber auch das ist noch nicht genug. Gerade checke ich meine Mails, bevor ich schlafen gehen will und was muss ich lesen? Die langjährige Erzieherin, die schon den Kurzen zu Beginn betreut hat und nun die Gruppe der Maus leitet, verlässt zum Ende des Jahres die Einrichtung.

Bäm.

Ich mag das nicht mehr. Langsam frage ich mich, was wir unseren Kindern eigentlich antun. Der Grund, warum ich nie die Option eines Au Pairs überdacht habe, war, dass ich meinen Kindern ersparen wollte, einen Menschen gehen lassen zu müssen, an den sie sich ein Jahr lang gewöhnt haben, den sie mögen, vielleicht sogar lieb haben.

Aber das, was in dieser Kita abläuft ist eine hässliche, potenzierte Persiflage dieses Problems. Das haben meine Kinder nicht verdient!

Ich bin traurig und wütend und fühle mich komplett hilflos.

Maus in der Kita – Lagebericht

Die Maus ist jetzt die 5. Woche in der Kita und heute hatten wir den ersten Abschied ohne Tränen! „Düss Mama!“ sagte sie und drückte mir ein Bussi auf. Dann ging sie Murmeln spielen.

Und das ausgerechnet heute, wo sie zum ersten Mal dort schläft…. das gibt bestimmt wieder einen Rückschritt. So schade.

Ich bin sehr aufgeregt, wie das wohl für sie sein wird mit dem Mittagsschlaf. Bei mir macht sie jedenfalls immer Terror und will nicht schlafen, bäumt sich auf und brüllt. Aber ohne schafft sie es einfach noch nicht. Ich habe es ein paar Mal probiert, aber dann ist sie abends ab fünf so übermüdet, dass sie nur noch rumjammert.

Ich muss sie dann „sanft zu ihrem Glück zwingen“, indem ich sie im Arm halte und summe. Nach ca. 3-5 Minuten Gezeter und Gezupfe fügt sie sich in ihr Schicksal, gähnt, kuschelt sich ein und schläft in meinem Arm ein. Ich kann sie dann problemlos in ihr Bett legen und dort schläft sie dann ca. 1 1/2 bis 2 Stunden tief und fest weiter.

Wie das in der Kita gehen soll ist mir schleierhaft…. puuuh. Die Erzieherin meinte schon, ich soll mir keinen Kopf machen, alle Eingewöhnungskinder brüllen die ersten drei Tege rum, bis sie sich an die neuen Umstände gewöhnt haben.

Im Kopf weiß ich es – sie hat ja alles, ihr Kuscheltier, ihr Kissen, die anderen Kinder sind da, die Erzieherin, zu der sie ein gutes Verhältnis hat. Mein Herz blutet trotzdem. Das ist ja etwas völlig Neues für mich. Keiner der beiden Jungs machte noch Mittagsschlaf, als sie mit gut 3 Jahren in die Kita kamen.

Raaah! Zum Glück muss ich heut viel putzen. Das tu‘ ich eh immer, wenn ich überschüssige Emotionen loswerden muss. 😉

Jetzt ist es so weit….

…ab Montag sind die beiden Kleinen nicht mehr im Kita-Essensabo. Es ist einfach nicht mehr tragbar – wir zahlen 80 Euro pro Kind dafür, dass sie nie dort frühstücken, der Kurze ca. 60% und die Maus mindestens 95% der Mittagessen nicht mitessen können und die Nachmittags-Brotzeit auch noch von uns ersetzt werden muss, da sie meist aus Obst besteht.

Zur Erinnerung: beide Kinder leiden an Fructose-Intoleranz  (der Kurze schlimmer als die Maus) und die Maus hat zusätzlich eine wirklich üble Weizenallergie – schon bei kleinsten Mengen muss sie sich blutig kratzen, weil alles so juckt. 😦

Von der Kita ist null Entgegenkommen da. Keine Kapazitäten / Geld / Zeit usw. Also muss ich selber ran.

Heute habe ich mich hingesetzt und erst mal alle Hauptmahlzeiten aufgeschrieben, die die Kids mögen und essen dürfen. Dann habe ich sie sortiert nach

  • einfrierbaren
  • einfrierbaren plus schnell zu ergänzenden
  • am Vorabend zubereitbaren
  • nur frisch zubereitbaren

Mahlzeiten. Ich plane nun, jede Woche 2-3 Mahlzeiten aus der Gefriertruhe zu bestreiten bzw. wieder frisch zu kochen und einzufrieren, 1-2 Mahlzeiten am Abend vorher oder am selben Tag frisch zu kochen und ab und an 1 Mahlzeit als kalte Brotzeit mitzugeben.

Die ersten Wochen werden sicher sehr sehr stressig (und auch teuer!), da ich mir ja erst mal einen gewissen Tiefkühl-Vorrat erkochen muss.

Die Nachmittagsbrotzeit variiere ich je nach Gusto und ein wenig im Kontrast zum Mittagessen. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Kind mittags genug isst (z.B. weil es das betreffende Essen nicht sooo sehr mag), gebe ich lieber etwas mehr Brotzeit mit.

In der kommenden Woche wird es folgende Essen geben:

MO – Dinkelspaghetti mit Bolognese und Reibekäse (die Bolognese koche ich in Riesenportion und friere dann ein)

Joghurt mit Crunchys

DI –  Fleischpflanzerl mit Kartoffelpüree und Bratensoße (die Fleischpflanzerl in Mengen zum ***)

süße Dinkelwaffeln

MI – Brokkoliauflauf (wieder in Großportion zum ***)

Wurstbrot mit Gurkenscheiben

DO – Kartoffelsuppe mit Würsteln und Brot (Suppe zum ***)

Schokoquark

FR – Paprika-Putengeschnetzeltes mit Reis (Geschnetzeltes zum ***)

Miniwiener, Babybel und Dinkelbrezelchen

Ich werde wohl kaum zu irgendwas anderem kommen in dieser ersten Woche – und auch in den zwei bis drei darauf folgenden. Denn ich möchte gerne einen ca. 4-wöchigen Turnus etablieren, in dem ich die Menüfolge wiederhole. Die armen Kids können ja nicht ständig das Gleiche essen..

Ich muss alles selber kochen, backen und anrühren, auch solche Dinge wie die Dinkelwaffeln oder den Schokoquark, da kein Haushaltszucker drin sein darf. Das ist eine Menge Arbeit!

Im Vorfeld habe ich schon Mikrowellengeschirr besorgt, das in Fächer unterteilt ist und in dem ich die Mahlzeiten ordentlich in die Kita transportieren kann. Auch für Joghurt etc. gibt es jetzt Döschen. Wichtig erscheint mir, dass ich immer die selben benutze, damit der Wiedererkennungswert für die Kids und die Erzieherinnen gegeben ist. (Unsere Kinder sind ja nicht die einzigen, deren besonderes Essen im Kühlschrank gelagert wird.)

Ich habe eine Heidenangst vor dieser Aufgabe – denn eigentlich sollten diese Wochen dafür reserviert sein, mein Arbeitszimmer wieder „auszumotten“, damit ich im September einen guten Wiedereinstieg hinlegen kann. Im August ist die Kita geschlossen und mein Mann beruflich unterwegs – mit drei Kindern Zuhause – wie soll ich da was vorbereiten????

Maus im Kindergarten – ein Lagebericht

Heute ist Tag 3 – erfahrungsgemäß einer der schlechteren Tage bei der Eingewöhnung.

Trotzdem kann ich nur Gutes berichten! Die Maus redet nachmittags so gut wie nicht vom Kindi, schläft abends gut ein und nachts gut durch, ist also m.E. zumindest bisher  nicht durch die neuen Erfahrungen in irgendeiner Weise belastet.

Gestern Abend hatten wir beim Wickeln ein kurzes Gespräch, als ich von mir aus den Kindi erwähnte und sie darauf hin antwortete: „Nein Kindergarten gehen! Maus weint!“ Ich erklärte ihr, wie dato schon den Jungs, dass es ganz normal wäre, das sie ab und zu weinen müsse, und dass das am Anfang mehr wäre und dann irgendwann weniger werden und verschwinden würde. Sie hörte mir aufmerksam zu und schien dadurch echt beruhigt zu sein. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, da die Kinder spüren, dass ihre Gefühle in Ordnung sind und das Vertrauen haben, dass sie sie überwinden werden.

Heute morgen dann absolut keine Probleme, wenn meinerseits der Kindergarten erwähnt wurde. Sie ließ sich brav anziehen, wir frühstückten gemeinsam, auch Gummistiefel und Jacke wurden freudig angelegt, um zur Kita loszustarten. Keine Probleme auf dem Weg dorthin, auch nicht drin. Wir gaben den Großen in seiner Gruppe ab, liefen dann hinunter zur Regenbogengruppe der Maus und sie entledigte sich ohne Zetern oder Murren ihrer Klamotten, zog die Hausschuhe an und lief freudig in die Gruppe. Erzieherin begrüßen, dann gleich mal aus dem geöffneten Fenster gucken, das so toll niedrig angebracht ist, dass auch echte Zwerge rausschauen können.

Erst, als ich mich von ihr verabschieden wollte, kamen die Tränen. Vollkommen verständlich und auch erwarteterweise. Ich brachte sie dann in die Arme der Erzieherin, sie krallte sich noch kurz an mir fest, ich versichterte ihr, dass ich sie ja nachher wieder abholen käme und – schwupps – war ich draußen. Im Augenblick des Loslassens und auch wenn sie zwischendrin mal einen Hänger hat, können die beiden Erzieherinnen sie gut und schnell wieder beruhigen. Das freut mich, denn das bedeutet, dass sie Vertrauen hat und sich grundsätzlich dort wohlfühlt.

All das zusammengenommen zeigt mir, dass  die Eingewöhnung erstaunlich gut läuft. Ich hatte mich von Anfang an dagegen entschieden, noch stundenweise mit ihr in der Gruppe zu bleiben, da sie das weder von unserem Kurzen noch von der Betreuung im Urlaub her kennt. Ich bin mir sicher, dass sie das eher verunsichert hätte, als dass es etwas nützen würde. Eher so im Sinne „Was? Die Mama bleibt da? Na, dann muss das aber eine Herausforderung sein hier…!“

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich weiß, dass auch schlechtere Tage kommen werden, aber auch das ist komplett normal. Wir Großen haben ja auch nicht jedenTag Bock auf unseren Arbeitsalltag…. 😉

Ab morgen geht es in den Kindergarten!

Es ist so weit: ab morgen geht unsere Maus endlich auch in den Kindi. Seit Monaten muss ich sie quasi „mit Gewalt“ aus der Einrichtung zerren, wenn wir morgens den goßen Bruder dort abgegeben haben. Die Jungs sind jeweils erst mit drei Jahren in den Kindergarten gekommen, aber die Maus ist so versessen darauf (und auch von ihrer Persönlichkeit und von der Entwicklung her m.E. bestens geeignet), dass wir uns dieses Mal anders entschieden haben.

Traditionell gibt es in unserer Familie zu diesem Ereignis eine „Kinditüte“. In der Tüte befindet sich  – ganz wie in einer Schultüte – ein wenig Spielzeug, ein Buch und ein paar Süßigkeiten. Die Tüte ist natürlich viel kleiner, als eine Schultüte. Und außen an der Tüte hängt ein Maskottchen, das das Kind in den Kindergarten begleiten wird und dort an der Garderobe hängend auf es aufpasst. Bei unserem Großen war das ein Pferdchen, beim Kurzen eine Biene und bei der Maus ist es nun ein Marienkäfer:

Marienkäfer sind die Lieblingstiere der Maus 😀

Viele Gefühle treiben mich um….

Zum einen freue ich mich für die kleine Madame und auch für mich – eine neue Freiheit bricht an! Seit bald fünf Jahren war ich nun nicht alleine Zuhause, sondern hatte immer ein Kleinkind an meiner Seite. Und nun ist das vorbei. Ich habe zwar unheimlich viel zu erledigen, was in diesen Jahren liegen geblieben ist, aber natürlich werde ich mir auch mal die eine oder andere Pause gönnen, zum Beispiel ein ausgiebiges Frühstück mit meinem Göttergatten, wenn er im Homeoffice ist. 🙂

Zum anderen bin ich natürlich auch wehmütig. Eine Ära geht zu Ende!

Und ich bin ein wenig ängstlich, was ihre Kindizeit angeht. Die Zeiten sind nicht gut für Kinder in Tagesstätten. Es fehlen Erzieherinnen, der Wechsel ist enorm hoch, da kommt einfach keine Kontinuität zustande! Wobei ich mir sicher bin, dass sie das besser wegstecken wird, als unser Kurzer, der zur Zeit mal wieder überhaupt nicht gerne in die Kita geht und den Stress durch üble Aggressionen abreagiert…. 😦

Ich hoffe jedenfalls das beste für sie und ich bin mir sicher, dass ihr das alles viel Spaß machen wird!