Lunchboxes & more

Neulich des Nachts, als ich aus irgendwelchen kindertechnischen Gründen mal wieder versuchte, zurück in den Schlaf zu finden, kam mir die Erleuchtung!

Ich werde der Maus ab September an den Tagen, an denen ich mittags arbeite, keine warmen (bzw. warm zu machenden) Mittagessen mitgeben, sondern klassische Lunchboxen mit allerlei leckerem Schnickschnack, die satt & Spaß machen.

So erspare ich mir langwierige Vorbereitungen und dem Kind abgestandene, durchweichte Fertigmenüs.

Da ich zwar einen riesigen Unterschrank voller Kunststoff-Küchengadgets besitze, da aber natürlich immer noch nicht „das Richtige“ dabei ist, musste ich umgehend eine Bestellung beim Bentoshop tätigen. *hust* 😉

Und die wurde mir heute geliefert:

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Viele viele bunte Gadgets!

Zuerst einmal war ich auf der Suche nach der ultimativen Lunchbox – es gibt so viele tolle, aber manche sind einfach zu groß für meine Belange, bei manchen lässt sich der Inhalt nicht gut trennen etc.

Nun habe ich, wie ihr oben sehen könnt, zwei verschiedene Exemplare bestellt: Zum ersten die Easylunchbox (allerdings gleich in drei Versionen, damit wir auch gerüstet sind, wenn wir mal mit allen drei Kindern unterwegs sind):

Grün für den Großen, Gelb für den Kurzen und Pink für die Maus

Grün für den Großen, Gelb für den Kurzen und Pink für die Maus

Mir gefiel die Aussage in der Beschreibung „Den Easylunchboxes sieht man an, dass eine Mutter von drei Kindern sie entwickelt hat.“ Klingt nach einer Sache für uns! 😀 …wobei sie sicher auch für alle anderen eine gute Idee sind!

Die Fächer sind wirklich dicht abschließend unterteilt, so dass die eingepackten Cracker am nächsten Morgen noch kross sind und nicht von den Apfelschnitzen im anderen Abteil aufgeweicht wurden.

Von der Größe her finde ich sie auch gut für ein Kinderlunch – nicht zu klein, nicht zu riesig. Wie nützlich sie sich im alltäglichen Gebrauch erweisen, wird sich in Zukunft zeigen.

Die „Drei Kinder“-Sache zeigt sich auch in der optionalen Kühltasche, in die genau drei der Lunchboxen hineinpassen:

Passgenau - und dadurch auch gut isoliert

Passgenau – und dadurch auch gut isoliert

Die zweite Lunchboxart, die ich bestellt habe, ist für ein Kindergartenkind eigentlich fast zu groß, aber ich fand sie einfach so genial, dass ich mir dachte, ich lass lieber ein bisschen was leer, habe dafür aber alle Features, die ich brauche. Sie heißt Rubbish-free Lunchbox und kommt aus Australien:

Hier in geöffnetem Zustand

Hier in geöffnetem Zustand

Ins mittlere Fach, das waagrecht teilbar ist, passen z.B. ein oder zwei klassische Sandwiches (aber auch Salat, andere belegte Brote, kalte Fleischbällchen etc.) – oder man legt einen Kühlakku ins untere Fach, im linken Container befinden sich zwei dicht schließende Behälter, die auch Flüssiges wie Joghurt oder Salatsoße beherbergen können, rechts kann man zwei kleine oder ein großes Snackfach befüllen.

Die äußeren Deckel lassen sich zum Reinigen entfernen, die bunten Miniboxendeckel sind ebenfalls lose, so passt das Dingens auch gut in die Spülmaschine.

Hier sieht man noch mal die Variabilität ganz gut:

Die Trenneinsätze sind herausnehmbar

Die Trenneinsätze sind herausnehmbar

Der Große wird ab nächster Woche für 5 Tage auf einem Abenteuerspielplatz sein Unwesen treiben, da werde ich diese Box gleich mal testen – ich bin schon ganz gespannt drauf, weil ich sie als echt genial empfinde!

Ein paar süße Zubehörteile mussten natürlich auch sein – die Maus soll schließlich die Tage, an denen es „nur“ Brotzeit gibt, als positiv empfinden:

Mini-Sandwichcutter mit Tiergesichtstempeln

Mini-Sandwichcutter mit Tiergesichtstempeln

So macht man aus einem Riesensandwich vier kleine handliche für Kinderhände, die zudem noch niedliche Gesichter tragen.

Lustige Tier - Foodpicks

Lustige Tier – Foodpicks…

…zum Aufspießen von Fingerfood wie z.B. Kirschtomaten, Mozzarellabällchen, Fleischbällchen etc.

Und zu guter Letzt mussten auch noch ein paar Food-Divider her. Diese hier sind aus Silikon, d.h. wiederverwendbar. Man legt sie zwischen Nahrungsmittel in einer Box, die sich nicht vermischen sollen, z.B. Käsewürfel und Obstschnitze etc.

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Silikon-Food-Divider im klassischen Gras-Style

Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass ich mir selber damit auch die Angst vor der ganzen Ernährungschaos-plus-Job-Geschichte genommen habe. Jetzt freu ich mich schon drauf, der Maus zum ersten Mal eine Lunchbox kreieren zu dürfen! 🙂

Kita-Essen: Gemüsestäbchen

Heute gab es in der Kita Gemüsestäbchen mit Kartoffelbrei und Kräuterquark. Da es Gemüsestäbchen natürlich nicht mit Dinkelpanade zu kaufen gibt, googelte ich gestern Abend ein Rezept, das ich an die kindlichen Essgewohnheiten anpassen konnte, und machte mich heute ans Werk. Hier das Rezept zum Nachkochen:

Man braucht Kartoffeln, Schalotten und Gemüse nach Gusto. Kartoffeln schälen und würfeln, im Dampf weichgaren. Währenddessen Gemüse putzen und richtig miniklein würfeln. Ich habe Karotten, Petersilienwurzeln, Blumenkohl sowie rote und gelbe Paprika genommen. Dazu eine Schalotte für die Würze. Es passt aber auch z.B. Brokkoli und Kürbis gut dazu.

Gemüse und Kartoffeln sollten von der Menge her etwa 1:1 sein, ich habe meines allerdings nicht gewogen, sondern nur Pi mal Daumen gemacht. Ich hatte drei große Kartoffeln, eine große Karotte, zwei mittelgroße Röschen Blumenkohl, eine Petersilienwurzel und je 1/3 – 1/2 Paprika. Die Menge hat für ca. 25 Stäbchen gereicht.

Die Kartoffeln werden durchgepresst oder gestampft, wenn sie fertig sind. Dann Parmesan nach Gusto draufreiben, das gibt einen würzigen Geschmack.

Stampfkartoffeln mit Parmesan

Stampfkartoffeln mit Parmesan

Die Mini-Gemüsewürfel in einer Pfanne mit etwas Öl ca. 7 Minuten dünsten. Ich habe zwischendurch auch mal für eine Weile den Deckel aufgelegt, damit alles schön durchgart.

Brutzelnde Gemüsewürfelchen

Brutzelnde Gemüsewürfelchen

Nach dem Garen die Würfel gut mit Salz, Pfeffer, Kerbel, Majoran und Thymian (oder auch anderen Kräutern, wie es beliebt) würzen und alles mit den Kartoffeln und dem Parmesan vermengen. Dabei ein Eigelb zugeben.

Alles vermischen - plusEigelb

Alles vermischen – plus Eigelb

Gegebenenfalls noch nachwürzen (bei mir fehlte zuerst noch ein wenig Salz) und die Masse, wenn sie gut vermischt ist, auf ein Backpapier stürzen. Mit den Händen (am besten mit Latexhandschuhen, dann klebt nichts!) ein kompaktes, flaches Rechteck formen.

Die Masse als Rechteck

Die Masse als Rechteck

…und nun zuschneiden. Ich habe mich von der Größe an die klassischen Fischstäbchen gehalten:

Mit einem großen Messer geht es am einfachsten

Mit einem großen Messer geht es am einfachsten

Nun klassisch panieren: Zuerst in Mehl wenden, dann in verquirltem, mit Salz und Pfeffer gewürztem Ei, zuletzt in Paniermehl. Ich habe Dinkelpaniermehl genommen, aber ganz normales geht natürlich auch. Vorsicht, die Stäbchen sind recht weich. Am besten geht es, wenn man immer mit beiden Händen arbeitet. Mir ist so kein einziges durchgebrochen.

Einen kleinen Teil habe ich direkt ausgebacken, den Großteil aber zum Einfrieren vorbereitet. Am besten zuerst in Dosen oder auf Brettchen mit Abstand einschichten und ca. 5 Stunden vorfrosten, dann kann man sie in Säckchen oder Dosen umfüllen und später portionsweise entnehmen.

Die panierten Stäbchen zum Vorfrosten vorbereitet

Die panierten Stäbchen, vorbereitet zum Vorfrosten

Sie ließen sich wunderbar in der Pfanne ausbacken, keine Ahnung wie sie im Ofen werden, aber das müsste eigentlich auch gehen.

Brutzelnd in der Pfanne

In der Pfanne brutzelnde Stäbchen

Und so sah das fertige Menü für meine Tochter aus, das ich heute mittag frisch und warm in die Kita gebracht habe:

Beim ersten Mal ne Menge Aufwand, aber ich habe nun 20 Stäbchen in der Truhe...

Beim ersten Mal ne Menge Aufwand, aber ich habe nun 20 Stäbchen in der Truhe…

Essen kochen, Essen kochen, Essen kochen….

Nun habe ich einen Monat Kita für beide Kleinen mit eigener Verpflegung hinter mir. Am Anfang machte es mir gehörig Angst, dann lief es besser, aber inzwischen merke ich, dass ich den Standard, den ich mir wünsche, so nicht halten kann. Meine Tage sind randvoll mit Essen planen, Essen einkaufen, Essen zubereiten. Es bleibt kaum noch Zeit für anderes. Es ist  ja nicht nur so, dass ich die Essen für die Kita quasi wie im Gourmet-Restaurant aus frischen Zutaten komplett selber herstellen muss, sondern das gilt ja auch für jede andere Mahlzeit hier Zuhause unter der Woche und am Wochenende.

Tiefkühlpizza? Fehlanzeige! Fruchtjoghurt? Nein! Gnocchi aus dem Kühlregal? Keine Chance! Fertige Nudelsauce? Nee! Und so weiter, und so fort….

Erschwerend kommt dazu, dass z.B. die Kinder aufgrund ihrer Fruktoseintoleranz lieber ausgemahlenes Getreide zu sich nehmen sollen, ich aber aufgrund meines leichten Diabetes auf jeden Fall Vollkornprodukte. Beim Brot ist das noch relativ einfach, da kaufe ich einfach immer zwei verschiedene und friere je die Hälfte kurzzeitig ein. Aber bei den Nudeln, bei Gebäck und allem anderen wird es schon schwierig. Eigentlich müsste ich immer alles doppelt kochen und backen, aber das übersteigt meine Zeit und Kraft völlig. Also koche ich doch meist „passend“ für die Kinder und habe deshalb des öfteren mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel und der damit einhergehenden bleiernen Müdigkeit zu kämpfen.

Nicht zuletzt deswegen, aber auch insgesamt gesehen muss ich mich aber nach den Kindergartenferien davon verabschieden, für die Kleinen immer „optisch das Gleiche“ zu kochen wie das Menü ihrer Freunde in der Kita. Ich werde alles vereinfachen müssen, weniger kompliziert und auch weniger umfangreich planen müssen.

Dann gibt es eben kein „Seelachsfilet natur mit Senfsoße, Gemüse und Kräuterkartoffeln, Dessert: Kuchen“ sondern stattdessen sowas wie „Würstchen mit Kartoffelbrei und Brokkoli, Dessert: Schokoquark“.

Es tut mir so leid für die Kinder, auch weil ich mir wünschen würde, dass sie von der Vielfalt der angebotenen Speisen profitieren und einen guten, umfangreichen Geschmack entwickeln könnten.

Aber das Schlimmste ist: auch so ist mir absolut schleierhaft, wie ich diese Ackerei mit meinem Job, den ich im September anfangen soll, vereinbaren kann. Im Moment stehe ich von Sonntag bis Donnerstag ununterbrochen jeden Abend von ca. 20:30 Uhr bis 22:30 Uhr  in der Küche – und dann müsste ich dieselbige eigentlich noch aufräumen….

Ich sehe einfach nicht, wie und wann ich da auch noch Unterricht vorbereiten, Tests korrigieren oder Kunstarbeiten benoten soll. Vormittags bin ich bis ca. 8:45 Uhr mit den Kids beschäftigt, Ich stehe um halbsieben auf, mache sämtliche Brotzeiten fertig, bereite das Frühstück vor, ziehe die Kinder und mich an und bringe sie dann gegen 8:20 Uhr in den Kindergarten. Bis ich beide abgeliefert habe und auch die ganzen Essensboxen an ihre vielen Plätze verteilt habe (das Mittagessen des Kurzen muss z.B. in einen anderen Kühlschrank in einem anderen Zimmer als die Nachmittagsbrotzeit…), vergeht locker eine halbe Stunde.

Bis dahin habe ich selber noch nicht mal einen Kaffee getrunken, geschweige denn was gegessen. Das hole ich dann nach, also ist es kurz nach neun, bis ich loslegen kann. Dann bleiben mir ca. 3 1/2 Stunden, in denen ich Hausarbeit erledigen kann. Spätestens gegen halbeins muss ich mit dem Mittagessen loslegen, denn um viertel nach eins kommt der Große aus der Schule heim. Wir essen und nach einer kurzen Verschnaufpause mache ich mich um ca. 13:50 Uhr auf den Weg, um die Maus von der Kita abzuholen.

Nachmittags schaffe ich so gut wie nichts mehr im Haushalt, die Kinder halten mich auf Trab, oder ich  bin mit ihnen unterwegs – Spielplatz, Turnen, Freunde treffen usw.

Zwei Fragen treiben mich um:

  1. Wann um alles in der Welt muss ich aufstehen, wenn ich zudem noch duschen will und um acht Uhr bereits in der Schule vor der Klasse stehen muss? Nach meinen Berechnungen wäre das irgendwann zwischen 5:00 Uhr und 5:15 Uhr. Und das, nachdem mein Feierabend gegen 23:00 Uhr begonnen hat…. !
  2. Wie soll ich an den 2-3 Tagen, an denen ich nicht unterrichte, in den jeweils übrigen 3 1/2 Stunden sämtlichen Haushalt erledigen, einkaufen gehen UND den Unterricht vor- und nachbereiten????

Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das überleben soll….

Kita-Essen, Tag 7

Juhu! Heute konnte ich zum ersten Mal auf Eingefrorenes zurückgreifen, nämlich die Hackbällchen. Morgen gibts in der Kita „Hackbällchen in Tomatensoße mit Reis und gemischtem Salat“. Und man stelle sich vor: Es ist gerade mal viertel vor zehn und ich bin bereits fertig mit allem.

Reis aufsetzen, Sößlein anrühren (leider eher ein Sahne-Tomaten-Sößlein, da in Sahne keine Fruktose drin ist, aber nicht minder lecker), die aufgetauten Hackbällchen aus dem Kühlschrank holen, Salat waschen, Salatsoße anmachen, alles in die verschiedenen Behälter füllen – fertig! Hurra!

Tadaa! – Links das Mausessen, rechts das Essen des Kurzen. v.u.n.o: Hackbällchen in Tomatensoße mit Reis, Brotzeit in der bunten Box, Salat, Salatsoße

So langsam wird es echt besser. Ich bekomme mehr Routine und es beginnt, mir Spaß zu machen. Mein Großer leistet mir oft noch Gesellschaft beim Kochen und so haben wir jeden Abend sehr nette Gespräche. Manchmal muss ich ihn zu einem Redepäuschen überreden, wenn ich gerade kreativ werden muss (z.B. beim Abschmecken der Soße), aber ansonsten ist es sehr schön, nicht alleine da zu stehen.

Hier mein aktueller Wochenplan:

Wochenplan vom 9.-13.7.12

Gestern gab’s in der Kita Gemüsestäbchen – optisch wie Fischstäbchen, aber mit Gemüse gefüllt. Da ich sowas nicht ohne viel Aufwand hinbekomme, kam ich auf die Idee, stattdessen Kartoffelpuffer mit Gemüse aufzupeppen. Letztendlich habe ich dann für die Maus Karotte, Erbsen und Mais rein, der Kurze bekam Kartoffel pur, da ist mal wieder weniger Fruktose drin.

Spannend werden noch die Topfenpalatschinken. Sowas hab ich noch nie gemacht, ich traue mir aber inzwischen problemlos zu, ein klassisches Rezept passend umzuwandeln. Auf dem Speiseplan der Kita sind sie mit Beerensoße angegeben, aber das geht ja nun nicht, also gibts bei uns Schokosoße. 🙂

Wochenplan 2. – 6.7.2012

Mein neuer Wochenplan von Jako-O, anonymisiert mit meiner Lieblingskette 🙂

Ich habe mir vom Familienbelieferer schlechthin einen wiederbeschriftbaren Wochenplan kommen lassen, damit ich den Überblick behalte, was abends zu kochen und morgens alles herzurichten ist. Werde ihn noch lochen und mit Schnur versehen, so dass ich ihn aufhängen und bei Bedarf zum Neubeschriften wieder abnehmen kann.

Ich habe vor, ihn jede Woche zu fotografieren um mir so bei Bedarf die Ideen wieder herholen zu können.

Übrigens: Der Große (und auch der Rest der Familie) trinkt zur Zeit am liebsten eisgekühlten Roibusch „Zitrone-Orange“, aromatisiert mit einem Schuss Limettensaft und etwas Steviapulver. Schmeckt sehr lecker – fast wie Eistee Zitrone, nur ohne Koffein und ohne Zucker!

Kita-Essen, Tag 3

Seit Montag koche ich nun für die beiden Kleinen das Kita- Essen. Bis jetzt gestaltet sich das Ganze doch sehr, sehr zeitaufwändig und anstrengend. Ich bin fast jeden Abend bis elf in der Küche und falle dann gegen zwanzig vor zwölf völlig erledigt, aber überdreht und angespannt ins Bett und brauche ewig, um einzuschlafen. Am nächsten Morgen bin ich dann komplett gerädert.

Und ohne die Unterstützung meines Mannes hätte ich die letzten Tage überhaupt nicht überlebt….

Naja, vielleicht muss ich es so nehmen, wie einen neuen Job. Da denkt man auch die ersten Wochen, man schafft es niemals und plötzlich gewöhnt man sich an die neue Situation, die Dinge laufen flüssiger und es passt.

Den Plan von letzter Woche habe ich dann doch noch mal komplett umgeschmissen, weil ich mir am Montag die Speisekarte der Kita kopiert habe und mich einfach wohler fühle, wenn die Kids wenigstens ungefähr das Gleiche zu essen haben, wie ihre Spielkameraden.

Diese Verfahrensweise hat Vor- und Nachteile.

Zum einen muss ich mir nicht viele Gedanken um eine ausgewogene Ernährung und genügend Abwechslung machen, das besorgt schon der Kita-Koch für mich. Außerdem ist es interessant, auch mal ein neues Rezept kinderkompatibel zu gestalten. Heute z.B. backe ich eine Donauwelle, aus Dinkelmehl, und mit Stevia und Johannisbeeren anstatt Sauerkirschen. Den Schokoguss mache ich aus fruktosefreier Schokolade. Bin echt mal gespannt, wie es schmeckt! Donauwelle gibts morgen in der Kita als Nachtisch und ich hatte einfach die fixe Idee, dass meine Kids auch in den Genuss eines Stückels Donauwelle kommen sollten….

Nachteil dieses Ansatzes ist eben, dass ich mir (wie heute mit der Donauwelle) natürlich ne Menge mehr Arbeit aufhalse, als wenn ich ihnen z.B. einfach stattdessen ein paar Stevia-Dinkel-Waffeln rausgebacken und mitgegeben hätte.

Trotzdem will ich es einfach probieren. Ich würde es gerne schaffen, ihnen ein zumindest optisch gleichwertiges Essen zu bieten.

Es kann ja auch nur besser werden. Denn ich habe in dieser Woche neben den Essen für Montag bis Mittwoch immerhin schon für weitere fünf Tage Bolognesesoße, für ebenso viele Tage Hackfleischbällchen und Bratensoße und für wenigstens noch  ein weiteres Mal Gemüseauflauf eingefroren.

Wenn sich die Rezepte also zu wiederholen beginnen, bin ich auf der sicheren Seite und muss nur immer rechtzeitig wieder für Nachschub sorgen.

Zwei weitere Vorteile hat die Sache überigens auch noch… für mein eigenes Mittagessen muss ich nur noch wenig Aufwand betreiben und weil ich mir so viele Gedanken wegen der Nachmittags-Brotzeit des Kurzen und des zweiten Frühstücks der Maus mache, profitiert auch unser Großer – der jetzt nicht immer nur ein langweiliges Pausenbrot bekommt, sondern auch etwas abwechslungsreichere Auswahl.

Trotz allem hoffe ich sehr, dass es demnächst weniger stressig werden wird. Ansonsten kann ich das so nicht durchhalten….

Jetzt ist es so weit….

…ab Montag sind die beiden Kleinen nicht mehr im Kita-Essensabo. Es ist einfach nicht mehr tragbar – wir zahlen 80 Euro pro Kind dafür, dass sie nie dort frühstücken, der Kurze ca. 60% und die Maus mindestens 95% der Mittagessen nicht mitessen können und die Nachmittags-Brotzeit auch noch von uns ersetzt werden muss, da sie meist aus Obst besteht.

Zur Erinnerung: beide Kinder leiden an Fructose-Intoleranz  (der Kurze schlimmer als die Maus) und die Maus hat zusätzlich eine wirklich üble Weizenallergie – schon bei kleinsten Mengen muss sie sich blutig kratzen, weil alles so juckt. 😦

Von der Kita ist null Entgegenkommen da. Keine Kapazitäten / Geld / Zeit usw. Also muss ich selber ran.

Heute habe ich mich hingesetzt und erst mal alle Hauptmahlzeiten aufgeschrieben, die die Kids mögen und essen dürfen. Dann habe ich sie sortiert nach

  • einfrierbaren
  • einfrierbaren plus schnell zu ergänzenden
  • am Vorabend zubereitbaren
  • nur frisch zubereitbaren

Mahlzeiten. Ich plane nun, jede Woche 2-3 Mahlzeiten aus der Gefriertruhe zu bestreiten bzw. wieder frisch zu kochen und einzufrieren, 1-2 Mahlzeiten am Abend vorher oder am selben Tag frisch zu kochen und ab und an 1 Mahlzeit als kalte Brotzeit mitzugeben.

Die ersten Wochen werden sicher sehr sehr stressig (und auch teuer!), da ich mir ja erst mal einen gewissen Tiefkühl-Vorrat erkochen muss.

Die Nachmittagsbrotzeit variiere ich je nach Gusto und ein wenig im Kontrast zum Mittagessen. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ein Kind mittags genug isst (z.B. weil es das betreffende Essen nicht sooo sehr mag), gebe ich lieber etwas mehr Brotzeit mit.

In der kommenden Woche wird es folgende Essen geben:

MO – Dinkelspaghetti mit Bolognese und Reibekäse (die Bolognese koche ich in Riesenportion und friere dann ein)

Joghurt mit Crunchys

DI –  Fleischpflanzerl mit Kartoffelpüree und Bratensoße (die Fleischpflanzerl in Mengen zum ***)

süße Dinkelwaffeln

MI – Brokkoliauflauf (wieder in Großportion zum ***)

Wurstbrot mit Gurkenscheiben

DO – Kartoffelsuppe mit Würsteln und Brot (Suppe zum ***)

Schokoquark

FR – Paprika-Putengeschnetzeltes mit Reis (Geschnetzeltes zum ***)

Miniwiener, Babybel und Dinkelbrezelchen

Ich werde wohl kaum zu irgendwas anderem kommen in dieser ersten Woche – und auch in den zwei bis drei darauf folgenden. Denn ich möchte gerne einen ca. 4-wöchigen Turnus etablieren, in dem ich die Menüfolge wiederhole. Die armen Kids können ja nicht ständig das Gleiche essen..

Ich muss alles selber kochen, backen und anrühren, auch solche Dinge wie die Dinkelwaffeln oder den Schokoquark, da kein Haushaltszucker drin sein darf. Das ist eine Menge Arbeit!

Im Vorfeld habe ich schon Mikrowellengeschirr besorgt, das in Fächer unterteilt ist und in dem ich die Mahlzeiten ordentlich in die Kita transportieren kann. Auch für Joghurt etc. gibt es jetzt Döschen. Wichtig erscheint mir, dass ich immer die selben benutze, damit der Wiedererkennungswert für die Kids und die Erzieherinnen gegeben ist. (Unsere Kinder sind ja nicht die einzigen, deren besonderes Essen im Kühlschrank gelagert wird.)

Ich habe eine Heidenangst vor dieser Aufgabe – denn eigentlich sollten diese Wochen dafür reserviert sein, mein Arbeitszimmer wieder „auszumotten“, damit ich im September einen guten Wiedereinstieg hinlegen kann. Im August ist die Kita geschlossen und mein Mann beruflich unterwegs – mit drei Kindern Zuhause – wie soll ich da was vorbereiten????