iOrnament – eine coole Kreativ-App für die ganze Familie

Letzte Woche bin ich per Zufall über eine tolle App für iPhone / iPad gestolpert. Sie ist nicht mehr wirklich neu, deshalb entschuldigt, wenn ihr sie schon kennen solltet, aber ich bin so begeistert von ihr, dass ich sie hier kurz vorstellen möchte: iOrnament

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Das Grundprinzip: Erstellen von ornamentalen Mustern auf der Grundlage verschiedener Raster. Die App ist unglaublich variabel, da man Pinselarten, -dicke, Deckkraft, Helligkeit , Schärfe, sogar den Zoomfaktor und die Ausrichtung und natürlich auch Farben recht frei wählen kann. Zudem lassen sich auch nach dem Erstellen noch die Rasterarten wechseln und so entstehen oft ungeahnte Muster, die man sich selber so nie ausgedacht hätte.

Ein paar Anfänger-Beispiele von mir:

Sieht fast aus wie Wachsbatik...

Sieht fast aus wie Wachsbatik…

Es gibt auch runde Grundraster

Es gibt auch runde Grundraster…

...und eine Art "Leuchteffekt"

…und eine Art „Leuchteffekt“

Sechseckiges Grundraster

Sechseckiges Grundraster

Das Schöne daran: Jeder bekommt tolle Ergebnisse – vom Kleinkind bis zum Künstler hat jeder seine Aha-Erlebnisse und Freude an der Kreativität. Als unser Kurzer noch kein Jahr alt war, gab es eine ähnliche, nur viel einfachere Software mal online – und auch er hatte schon viel Spaß an den bunten Linien, die da vor ihm erschienen, wenn er auf die Maus haute! 😉

Hier gehts zum App-Trailer.

Wenn ihr oder eure Kinder gerne malt, dann schaut doch mal rein! Es lohnt sich! 🙂

Ich überlege auch schon, die App für unsere Schul-iPads anzuschaffen, teuer ist sie nicht und es gibt auch eine abgespeckte Gratisversion. Zusätzlich zum Malerlebnis gibt es nämlich sogar noch Theorie dazu – ein bisschen Mathematik, die hinter dem Ganzen steckt, optisch schön aufbereitet und ansprechend zu lesen.

Mini-Basteltipp: Glitzerringe aus Tesa

Gestern hatte unser Erstklässler eine tolle Bastelidee: aus einem Streifen Tesa und ein paar Glitzersteinen kann man ganz einfach einen edlen Glitzerring herstellen:

Und das braucht man dazu:

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Tesa, Schere, Glitzersteine oder -karton

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Als erstes einfach einen Streifen Tesa abrupfen und mit der Klebefläche nach oben auf den Tisch legen.

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Nach Belieben mit Glitzersteinen bekleben (nur nicht zu viele, sonst wird der Ring zu groß!)

Dann die Enden kürzen - an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Dann die Enden kürzen – an einer Seite ganz abschneiden, an der anderen ein Stück überstehen lassen.

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Nun einfach zusammenfügen, und: Voilá!

Geht ganz einfach und die Kids finden die Ringe tooooll! Sogar die Maus konnte das ganz alleine basteln.

Der kurze mit Glitzerring

Der Kurze mit Glitzerring

Die beringte Maushand.

Die beringte Maushand.

Kann ich mir auch als tolle kleine Bastelei zum Beispiel für einen Prinzessinnengeburtstsag o.ä. vorstellen! Die quadratischen Glitzerkartonstücke habe ich mal irgendwo in einem Riesenbeutel bestellt…. leider weiß ich nicht mehr, wo. Ist schon ein Jahr her…. Einfach mal googlen unter Dekosteine / Dekoaufkleber oder so.

Ironman im Kinderzimmer

Letzten Samstag waren wir unterwegs und unser Kurzer zeigte sich schwerst beeindruckt von der lebensgroßen Ironman-Figur, die da im „Mars-Venus-Medien-Market“ rumstand:

Sind sie nicht cooool?!

Sind sie nicht cooool?!

Auch auf dem Heimweg redete er ununterbrochen von dem Aufsteller und als wir dann daheim waren, erklärte er mir, er brauche „fünfzig Papiere“, denn er wolle „die alle zusammenkleben, und selber so eine Figur bauen. “

Ich erklärte ihm dann, dass man aus normalem Papier so eine Figur nicht bauen könne und zeigte ihm über Google, was Pappaufsteller sind – und dass wir durchaus so einen „Ironman-Pappaufsteller“ in seiner Größe für sein Zimmer basteln könnten.

Gesagt, getan.

Zuerst klebten wir ne Menge DIN A 4 Papiere zusammen, dann legte sich der kleine Herr in passender Pose drauf und ich umrandete ihn. Die Einzeichnung der Details überließ er dann lieber mir… 😉 Ich zog mir also passende Illustrationen aus dem Netz und zeichnete einen knuffigen kleinen Ironman aufs Papier:

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Rechts die Hand des Kurzen zum Größenvergleich

Kaum war ich fertig, fiel der Filius mit seinen Buntstiften über das riesige Blatt her. Sein bester Freund half ihm beim Anmalen und sie waren erstaunlich flink! Die letzten Reste malte unser Sohnemann am Sonntagfrüh noch aus und schon konnte es mit dem Projekt weitergehen.

Los geht's....

Los geht’s….

...Halbzeit!...

…Halbzeit!…

...und fertig! Dann grob ausschneiden.....

…und fertig! Dann grob ausschneiden…..

…und auf einen grooooßen Pappkarton aufkleben. Ich hab das ganz banal mit Klebestift gemacht. Ging gut.

Umzugskarton. Passte gut.

Umzugskarton. Musste nur ein kleines bissi stückeln…

Danach ging’s ans genaue Zuschneiden – ich habe eine große Schneidematte untergelegt und mit einem guten Cutter gearbeitet:

Den Cutter gab es letztes Jahr mal beim Kaffeeröster.

Den Cutter gab es letztes Jahr mal beim Kaffeeröster.

Im Anschluss die ganze Chose umdrehen und die Stellen verstärken, an denen sich im Karton Falze oder Schlitze befinden:

Damit der Gutste nicht zusammenklappt...!

Damit der Gutste nicht zusammenklappt…!

Eigentlich hatte ich vor, dann noch so eine Art „Aufsteller“ hinten anzubringen, kam dann aber auf die Idee, den Reaktor vorne in der Brust auszuschneiden, mit Butterbrotpapier zu hinterkleben und die Figur an dem Deckenfluter im Kinderzimmer zu befestigen, der auch noch eine bewegliche Leseleuchte integriert hat:

Die Leseleuchte lässt den Reaktor erstrahlen!

Die Leseleuchte lässt den Reaktor erstrahlen…

Der Kurze ist begeistert von seinem neuen Beschützer!

…und der Kurze ist begeistert von seinem neuen Beschützer!

 

 

 

Fazit: Hat allen Beteiligten viiiel Spaß gemacht und schaut doch Klasse aus, oder?“ 😀

Ein Unterwasserkostüm für die Maus – Teil 2

Heute war der große Tag – besagtes Unterwasserfest in der Kita sollte steigen! Deshalb gab es im Hause Kugelhoch gestern nochmal rege Betriebsamkeit – das Kostüm musste ja noch fertiggestellt werden!

Wie wir den Hut hergestellt haben, zeigte ich Euch ja schon in diesem Beitrag.

Einiges Kopfzerbrechen kostete mich dieser Hut im Anschluss noch – wie um alles in der Welt sollte ich ihn am Kopf meiner Tochter befestigen?! Anno Dunnemal hatte ich meinen eigenen Quallenhut mit breiten Bändern festgezurrt, aber das schien mir bei einem dreijährigen Mädchen nicht nur unpraktikabel sondern auch gefährlich.

Also besorgte ich breite Gummilitze, maß Länge und Breite des kleinen Kopfes ab und stach mit einer spitzen Schere zwei passende Löcher in unseren bunten Hut:

Durch die Löcher zog ich das Band und verknotete es außen. Um die unschönen Gummiknoten zu verdecken, modellierte ich einfach mit übriger Gipsbinde „Warzen“ darüber – und gleich noch ein paar mehr dazu:

12908446975_7b3e68773d_bNach dem Trocknen wurden diese wieder mit Wasserfarben und der tatkräftigen Unterstützung meiner Tochter bemalt. Schlussendlich arbeiteten wir noch mit buntem Glitzerkleber etwas Schimmer auf den Hut:

12911439584_13069a83e3_bDer Hut hielt zwar, rutschte aber auf dem kleinen Kopf hin- und her. Also musste noch eine bessere Lösung her. Ich grübelte ein Weilchen und kam dann darauf, dass man eine Art „gepolsterten Kranz“ in den Hut einbauen müsste. Gesagt, geten: Ich stopfte ein paar alte, einzelne Babysocken mit Füllwatte aus, fügte die Einzelteile mit Heißkleber zusammen und klebte den so entstandenen Kranz in den Hut. Funktioniert prächtig! 😀

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Ein passendes Röckchen aus den bestellten Stoffen nähte mir eine liebe Bekannte. Ich hätte das wohl alleine auch geschafft, aber sicher nicht so professionell und vor allem nicht bis heute! 😉  Deshalb war ich über diese Unterstützung sehr froh!

Und so sah das Gesamtkunstwerk  heute morgen aus:

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Ein Unterwasserkostüm für die Maus – Teil 1

Neulich wurde das diesjährige Faschingsthema in der Kita der Maus bekannt gegeben: „Unterwasserwelt“. Dazu muss man sagen, dass in unserer Kita immer gaaanz ausführlich Fasching gefeiert wird: Am Schmutzigen Donnerstag kommen alle Kinder und ErzieherInnen im Schlafanzug und „wecken“ den Fasching mit einer superlauten Kreisch- Brüll- und Schepper-Polonaise durch das ganze Haus. Am Freitag und Dienstag können alle verkleidet kommen, wie sie wollen und am Montag gibt es das Mottofest mit riesigem Buffett, Gesang, Tanz und Spielen. Klar kann da ebenfalls jedes Kind kommen, wie es möchte, aber ich fand es immer schon schön, mit meinen Sprösslingen ein Kostüm eigens zu diesem Anlass anzufertigen – einfach auch, weil dann der Blick ein wenig von den allgegenwärtigen Rittern, Piraten, Feen und Prinzessinnen weggewendet wird.

Also stellte sich dieses Jahr die Frage: Als welcher Meeresbewohner geht die Maus? Ich hatte da seehr schnell eine Idee, da ich Anno Dunnemal im Studium zu einer Semester-Motto-Fete schon einmal ein ähnliches Kostüm getragen hatte und mir der Gedanke gefiel, dass die Maus nun auch – als QUALLE – gehen würde. 😀

Mit einem kurzen Klick auf Onkel Google konnte sich meine Tochter ebenfalls schnell mit dem Gedanken anfreunden, so ein schwereloses, feenhaft zartes Wesen darzustellen. Zumal ich wirklich keine Lust hatte, ihr irgend so ein Meerjungfrauen- Dingsda zu bestellen, von dem wir sicherlich in 14 Tagen diverse Varianten zu Gesicht bekommen werden.

Und so weit sind wir inzwischen mit unserem Kostüm:

Als erstes habe ich Gipsbinden besorgt und in handliche streifen geschnippelt....

Als erstes habe ich Gipsbinden besorgt und in handliche Streifen geschnippelt….

..diese habe ich in ca. 3-4 Schichten auf eine in Frischhaltefolie eingepackte Bastschale gepackt...

..diese habe ich in ca. 3-4 Schichten auf eine in Frischhaltefolie eingepackte Bastschale gepackt.

Als derGips fest wurde, habe ich die Schele entfernt, alles gut trocknen lassen und danach den unteren Rand mit einer Schere begradigt

Als der Gips fest wurde, habe ich die Schale entfernt, alles gut trocknen lassen und danach den unteren Rand mit einer Schere begradigt.

Diesen "Quallenhut" haben wir gemeinsam mit Wasserfarben bemalt...

Diesen „Quallenhut“ haben wir gemeinsam mit Wasserfarben bemalt…

...bis er bunt in den verschiedensten Tönen schillerte.

…bis er bunt in den verschiedensten Tönen schillerte.

Dann ging es daran, die vorab besorgten Stoffstücke in passenden Farben zuzuschneiden:

Dann ging es daran, die vorab besorgten Stoffstücke in passenden Farben zuzuschneiden:

80 cm lange und ca 5-6 cm breite "Tentakel" entstanden...

80 cm lange und ca 5-6 cm breite „Tentakel“ entstanden…

...in den verschiedensten Farben und unter tatkräftiger Mithilfe der  Maus!

…in den verschiedensten Farben und unter tatkräftiger Mithilfe der Maus!

Die so entstandenen Streifen....

Die so entstandenen Streifen….

...klebten wir abwechselnd auf einen langen Streifen Gewebeband...

…klebten wir abwechselnd auf einen langen Streifen Gewebeband…

...bis sie eine Art bunten "Streifenvorhang" ergaben.

…bis sie eine Art bunten „Streifenvorhang“ ergaben.

Ich klebte den Streifen nun im Hut fest (am besten noch mit Heißkleber nachfixieren!) Und ließ vorne einen Schlitz frei, damit die kleine Meeresbewohnerin auch sehen kann, wo sie hinschwimmen möchte:

Meine kleine Qualle mit ihrem bunten Hut!

Meine kleine Qualle mit ihrem bunten Hut!

In den kommenden Tagen steht noch folgendes an:

  • Hutgummi befestigen
  • aus dem restlichen Stoff ein passendes Röckchen nähen
  • passendes Shirt und Strumpfhose aus dem Schrank holen
  • ggf. noch etwas Schminke fürs Gesicht raussuchen

Ich werde auf jeden Fall berichten, wie ich weitergemacht habe und auch zeigen, wie unser keiner „Jellyfish“ letztlich aussieht. Und was gibts dieses Jahr bei Euch so?

(Was bin ich froh, dass Nr. 2 heuer als „Ironman“ gehen möchte – und ich das nun wirklich nicht selber machen kann! Wurde also bestellt und wird schon heftigst bespielt…. meine kreativen Kapazitäten haben schließlich auch ihre Grenzen! :-D)

Der Weltraum – unendliche Weiten…

…wir schreiben das Jahr 2013 und Frau Kugelhoch ist krankgeschrieben, was ihr endlich die nötige Zeit beschert, um so einiges an Logbucheinträgen nachzureichen. In einer Zeitschleife namens „Unterrichtsvorbereitung“ gefangen, war es ihr bis dato nicht möglich, über die Einrichtung des neuen „Große-Jungs-Zimmers“ für ihren Schulanfänger zu berichten, was sie allerdings heute aus ihrem Stasisfeld in der Krankenstation heraus nachholen wird:

Bis in die diesjährigen Sommerferien hinein sah besagtes Zimmer folgendermaßen aus:

Kleinkindgerechte warme Farben: Gelb und Orange

Kleinkindgerechte warme Farben: Gelb und Orange

Halbhoch gelb gestrichene Wände mit einer süßen Bärenbordüre und vom großen Bruder zur Geburt gemalten Bildern, in der Ecke am Fenster eine überquellende Verkleidungskiste, Regale voller Kruscht, der doch zum Großteil nicht mehr benutzt wurde – und eine ziemlich wilde Schlafecke, in der wechselweise ein bis drei Kinder nächtigten.

Nach ein paar Gesprächen mit dem Besitzer dieser vier Wände, der ja innerhalb von 14 Tagen nicht nur eingeschult wurde, sondern auch noch seinen 6. Geburtstag feierte, einigten wir uns darauf, dass ich ihm zum Anlass dieser wichtigen Ereignisse sein Zimmer neu gestalten würde. Seine Wahl fiel auf das Thema „Weltraum“.

Das Werkeln begann in der vorletzten Sommerferienwoche, in der die Maus bereits wieder in den Kindergarten ging und die Jungs tagsüber beim Zirkusworkshop untergebracht waren – übrigens eine tolle Erfahrung, über die es womöglich noch einen Extraartikel geben wird!

Frau Kugelhoch begab sich mit Stift und Zettel in kreative Versenkung, zeichnete, grübelte, googelte und schrieb Materiallisten. Bestellte und suchte Baumärkte heim. Und dann gings los.

Aus Gelb wurde Blau – und aus Blau, Weiß und einem Spritzer Schwarz mixte ich ein perfekt zum neuen Hochbett passendes „Raumschiffsilbergrau“:

Aus Gelb wurde Blau - und aus Blau, Weiß und einem Spritzer Schwarz mixte ich ein perfektes Raumschiffsilbergrau

Und das kam dabei heraus:

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Eindeutig nicht mehr so warm… aber eben auch eindeutig besser passend zu unserem kleinen großen Mann! 🙂 Außerdem fein ausgemistet und neu sortiert. Der Verkleidungskram verschwindet nun in einer größeren Holzschublade im IVAR-Regal, ein kleiner Schülerschreibtisch mit „Chefsessel“ hält Einzug, passende Details wie eine Schreibunterlage mit Sonnensystem, StarWars Poster und Astronautenwimpelkette runden das Ambiente ab. Die Bordüre gibts hier – Raumschiffe und Sterne leuchten im Dunkeln leicht nach.

Highlight (und so viel Arbeit, dass ich fast einen Nervenzusammenbruch erlitten hätte) ist das Raumschiff-Hochbett, das ich an Wand und Decke improvisiert habe:

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Diese „Raumschiffkanzel“ wurde in den ersten Wochen quasi ununterbrochen bespielt – und wird auch jetzt noch öfter zum Spielen als zum Drinschlafen benutzt, was man auch am fehlenden Bettzeug erahnen kann. 😉

Fotor1206103554Hier ein paar meiner Wandmalereien. Maschinenanzeigen, Warnschilder, Sprechfunk und viele, viele „Gnöbbsche“ für alles mögliche. Inspirieren lassen habe ich mich durch aus dem Netz gezogene Abbildungen der Spaceshuttle-Cockpits.

Fotor1206104430Die „Flachbildschirme“ bestehen aus billigen Holzrahmen vom Möbelschweden, die ich silbern angesprüht und mit passenden Illustrationen aus dem Netz bestückt habe. Man beachte das „Firmenlogo“ des Herstellers der Herstellerin – ALX 😉

Die Laserschwertlampe mit Wechsellicht und Fernbedienung habe ich ebenso in der virtuellen Mall der Onlineshops entdeckt wie den günstigen Hulahoop-Reifen, der silbern angesprüht eigentlich das runde „Fenster“ zum Weltraum bilden sollte. Aus Zeitmangel wurde er nicht mehr angedübelt und liegt seitdem immer noch bei mir im Arbeitszimmer, leider.

39_Aufnahmen-2164Vor ein paar Wochen haben wir das coole Plakat, das man bei myPoster.de bestellen kann, letztlich einfach mit Reißnägeln angepinnt. Das Tolle ist, dass man ein beliebiges Foto hochladen und dann beliebig zuschneiden lassen kann. Wir haben also unser Wunschposter gleich als perfekten, von den Maßen her passenden Kreis geliefert bekommen.

Was leider auch noch fehlt, ist meine Deckenleuchten-Eigenkration, die ich aus einer runden Sperrholzplatte und diesen tollen Planeten machen möchte:

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Das Planeten-Mobile hatten wir am Geburtstag gleich noch als Über-dem-Tisch-Deko genutzt. Die Erde hängt nicht etwa höher, weil wir uns für was besseres halten, sondern weil sie abgefallen und notdürftig wieder aufgehängt worden war. 😉 Bestellen kann man das Planetensystem z.B. hier. Auch diese netten Kugeln leuchten übrigens nachts.

Alles in allem war es ein Haufen Arbeit, den ich im Hauruckverfahren durchgezogen habe – und hat sehr viel Spaß gemacht! Der Kurze liebt sein neues Zimmer sehr und hält sich oft und gerne darin auf. Das freut mich natürlich umso mehr! 🙂 ❤

Ferienzeit ist Kreativzeit

Die Schulferien haben bei uns ja letzte Woche schon begonnen – der Kindergarten hat bis morgen noch geöffnet. So richtig mit dem Ferienmodus wollten wir also eigentlich erst am Freitag beginnen, da unser Großer die ganze letzte Woche auf dem jährlichen Abenteuerspielplatz beim Hüttenbauen unterwegs und somit ebenfalls „außer Haus“ war:

Der riesige Bau der vom Großen und seinen Freunden

Der riesige Bau der vom Großen und seinen Freunden – die jahrelange Erfahrung ist deutlich sichtbar!

Zwei stolze Bauherren auf der Aussichtsplattform

Zwei stolze Bauherren auf der Aussichtsplattform

Nun ist uns aber gestern Abend unser Mittelkind mit erhöhter Temperatur und Kopfschmerzen zusammengeklappt. Meine Nacht war mehr als bescheiden und als wir allesamt gegen zwanzig nach acht aus den Federn krochen, beschloss ich, die Ferien bereits heute beginnen zu lassen. Bedeutet, die Maus geht genau wie ihr kränkelnder großer Bruder nun die letzten beiden Tage auch nicht mehr in den Kindergarten.

Ist ja schon lustig, wenn man auf anderen Blogs von der Einschulung und dem Kindergartenbeginn der Stöppkes liest und hier gerade mal eine Woche Schulferien hinter uns liegen. Deutschland ist ein gar seltsames Land… 😉

Heute also kreatives Laissez-faire unter den Kids:

Vormittagsbeschäftigung Straßenmalfarbe – hier entdeckt und für gut befunden!

Schnell gemacht, bringt ne Menge Spaß!

Schnell hergestellt, bringt ne Menge Spaß!

Leider hatten wir keine rote Lebensmittelfarbe mehr, nur noch rote Zuckerschrift. Die war aber so wenig färbend, dass man das zarte Rosa im Ergebnis kaum erkennen konnte. Die anderen Farben hingegen sind mit flüssiger Lebensmittelfarbe eingefärbt und machen gut was her.

Cool finde ich mal wieder die abstrakten Gemälde unserer Maus:

Das würd ich mir glatt noch irgendwo aufhängen...

Das würd ich mir glatt noch irgendwo aufhängen…

Die Farben lassen sich in Gläsern mit Deckel auch gut aufheben und später weiter benutzen. Fünf Minuten Anrührzeit und ein paar Euro Fuffzich Materialgeld gegen eine gute Dreiviertelstunde beschäftigte Kinder empfinde ich als einen durchaus gelungenen Deal! 😉

Heute Nachmittag kamen dann die Fruchtgummis zum Einsatz, die ein überraschender, lieber Besuch aus meiner Vergangenheit am Wochenanfang für die Kinder mitgebracht hatte. Danke Tabitha für die tolle Idee!

Süßigkeiten mit Kreativfaktor finde ich cool!

Süßigkeiten mit Kreativfaktor finde ich cool!

Und so hangeln wir uns durch den Tag, ich erledige nebenher so das Übliche (Küche, Wäsche…) und spüre doch, dass es eine Erleichterung in den Alltag bringt, wenn keine Verpflichtungen einen aus dem Haus jagen – auch wenn dafür alle drei Kinder den ganzen Tag hier sind.

Ferienzeit – Hurra! 🙂

Bretter.. äh Hölzchen, die die Welt bedeuten

In der letzten Zeit hat es mich immer mehr angenervt, dass die Kids oft keine Lust hatten, im Haushalt mitzuhelfen.

„Das hab ich aber nicht gemacht!“ , „Neiiin, keine Lust!“ oder „Menno, immer ich!“ waren noch die harmlosesten Kommentare, die ich immer wieder zu hören bekam, wenn ich eines der Kinder um Mithilfe bat.

Es gab so ein paar Dinge, die gut liefen, wie z.B. dass der Große täglich die Spülmaschine ausräumt oder mittwochs nur zusätzliche Medienzeit eingeräumt wird, wenn vorher das eigene Zimmer aufgeräumt wurde.

Anderes wurde nur sporadisch oder eben nur unter Gemaule, Gejammer, Genöle oder mit schierem Druck erledigt.

Also musste eine Lösung her. Ich erinnerte mich dunkel daran, einmal irgendwo in den Weiten des Netzes eine Sammlung von Haushaltsaufgaben für Kinder gesehen zu haben, die auf Mundspatel geschrieben waren. Diese Idee gefiel mir gut, weil es immer schön ist, etwas anfassen und „besitzen“ zu können.

Und das ist daraus entstanden:

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Oben in der Mitte: der Aufgabenpool. Vorne die Becher der Kids mit bereits erledigten Aufgaben

Zuerst sammelte ich Aufgaben. Viele kleine, die schnell erledigt sind. Dann markierte ich, welche davon von welchem Kind bewältigt werden können. Manche kan nur der Große schaffen, manche sind so einfach, dass ich sie nur für die beiden Kleinen „freigegeben“ habe, manche sind für alle machbar. Auf den Hölzchen machte ich diese Einteilung mit Farbmarkierungen sichtbar: Grün für den Großen, Blau für den Kurzen und Pink für die Maus:

Links: Zähler (mache Aufgaben zählen für 2) / Mitte: Beschriftung und passendes Symbol / Rechts: Farbmarkierungen

Links: Zähler (manche größeren Aufgaben zählen für 2) / Mitte: Beschriftung und passendes Symbol / Rechts: Farbmarkierungen

Jedes Kind hat von Montag bis Samstagmittag Zeit, sein vorgegebenes Pensum zu erledigen. Manche Aufgaben kann man irgendwann in dieser Zeit erledigen, andere sind an bestimmte Zeiten gebunden.

Wieviele Aufgaben erledigt werden müssen, ergibt sich aus dem Lebensalter – je Jahr zwei Aufgaben pro Woche. Das bedeutet, dass zum aktuellen Zeitpunkt die Maus 6 Aufgaben, der Kurze 10 und der Große 24 in der Woche zu erledigen hat. Ich finde diese Einteilung gut, da so auch deutlich wird, dass mit steigendem Alter nicht nur die Rechte (z.B. länger aufbleiben, länger draußenbleiben, mehr Taschengeld bekommen..) mehr werden, sondern auch die Verpflichtungen.

Das klingt viel? Jede dieser Aufgaben dauert zwischen 3 und 10 Minuten, würde ich mal schätzen. Also im Schnitt so ca. 5 Minuten. Das sind für unseren 12jährigen also ca. 2 Stunden Mitarbeit im Haushalt pro Woche. Ich finde, das ist nicht zuviel verlangt. Der Kurze hilft eine gute Dreiviertelstunde und die Maus eine halbe Stunde, wenn man es zusammenzählt. Belehrt mich eines Besseren, aber das finde ich nicht übertrieben.

Beispiele für Aufgaben gefällig?

  • eine Tür putzen
  • ein Waschbecken putzen
  • ein Zimmer saugen
  • den Papiermüll wegbringen
  • das Sofa aufräumen und ordentlich machen
  • eine Spielecke aufräumen (z.B. den Kaufladen)
  • einmal die Spülmaschine ausräumen
  • eine IKEA-Tüte voll Wäsche in den Keller bringen
  • den Couchtisch aufräumen
  • die Schuhe im Flur aufräumen
  • frisch gewaschene Handtücher zusammenlegen
  • den Garten gießen
  • ….

Und was gibt’s für die Mitarbeit? Ganz einfach, wer seine Pflichten erledigt hat, bekommt auch sein Recht auf Medien am Wochenende. 🙂

Bei uns gibt es nämlich nur samstags und sonntags (und mittwochs, falls das Zimmer aufgeräumt wurde!) je eine halbe Stunde / eine Stunde / 2 Stunden „Medienzeit“ je nach Kind. Ab sofort gilt: Nur wer die erforderliche Anzahl Hölzchen im Becher hat, bekommt auch seine Medienzeit.

Und wer fleißiger war, als gefordert, darf sich am Samstag als Goodie entweder Zusatzzeit, Mama/Papa-Exklusivzeit (5 Min. pro Hölzchen) oder auch 50 ct pro überzähligem Hölzchen abholen.

Meine Erfahrungen bisher? Heute ist Tag 1.

Der Große hat bereits 20 (ZWANZIG!!!!) Aufgaben erledigt. Das hat auch einen konkreten Grund: Er möchte sich so schnell wie möglich einen Kindle kaufen, ihm fehlen aber noch 20 Euro. Und die will er unbedingt diese Woche dazuverdienen. 🙂

Der Kurze hat drei von 10 Aufgaben heute erledigt. Unter anderem war er zum ersten Mal ganz alleine bei den Glascontainern (dafür muss er nicht mal eine große Straße überqueren) und hat Altglas entsorgt. Sein stolzes Gesicht, als er mit der leeren Tüte zurückkam: unbezahlbar! Helfen und sich nützlich fühlen macht nämlich ein gutes Gefühl. Das ist ein schöner Nebeneffekt.

Der Kurze sucht sich seine Aufgaben heraus

Der Kurze sucht sich seine Aufgaben heraus

Die Maus hat den Sinn der Sache noch nicht so wirklich begriffen, sie hat sich zwar begeistert ein paar Aufgabenhölzchen herausgegriffen, aber zuletzt doch lieber damit gespielt. Wahrscheinlich wird ihr der Sinn des Ganzen spätestens am Samstag bewusst werden, wenn die anderen beiden am iPad daddeln oder einen Film gucken dürfen. Wobei ich mir sicher bin, dass die Jungs ihr schon vorher eindrücklich klar machen werden, wie wichtig es ist, mitzuhelfen. 🙂

Für die Maus noch mehr Spielzeug als Aufgabe

Für die Maus noch mehr Spielzeug als Aufgabe

Ggf. mögliche Zusatzmodi:

  • Sollte sich eines der Kinder grob danebenbenehmen und es keine direkt mögliche Konsequenz daraus geben, kann ich den Abzug eines bereits erledigten Strafhölzchens androhen… Doofes Elterndruckmittel, ich weiß, aber auch sowas braucht’s ab und an im Familienalltag
  • Für spontan entstehende Aufgaben, die sich nicht im Pool befinden (wie z.B. etwas einkaufen, mal gründlich das Auto putzen oder Kinderbetreuung der Kleineren durch den Großen), gibt es unbeschriftete, übrige „Bonushölzchen“.

Positive Effekte:

  • Ich merke bereits jetzt, dass der Wert einer Tätigkeit höher geschätzt wird, weil man sie selbst erledigt hat – auch dann, wenn sie später ein anderer erledigen wird. Konkret gesagt: Wer selber mal ein Waschbecken abgeschrubbt hat, wird in Zukunft besser aufpassen, wieviel Zahnpasta er drin festtrocknen lässt, auch dann, wenn es nach ihm womöglich der Bruder putzen wird.
  • Wie schon erwähnt: Der Stolz, eine wirklich wichtige Aufgabe übernommen zu haben, tut jedem hier gut.
  • Die Kinder sehen deutlich, dass ihr Papa und ich mehr Zeit (auch für sie!) haben, wenn sie uns bei den täglichen Aufgaben unterstützen.

Mögliche Negativeffekte:

  • Wie immer bei Bonussystemen könnte es passieren, dass die Kids tendenziell gar nichts mehr tun, ohne dafür ein Hölzchen zu kassieren. Ich hoffe nicht, dass es so weit kommt. Wir werden sehen.

Die Zeit wird zeigen, ob das System so passt, oder ob noch Modifikationen notwendig sind. Ich spüre jedenfalls bereits heute eine deutlich Entlastung meinerseits – zum einen durch die erledigten Aufgaben selber, zum anderen aber auch dadurch, dass das ewige Diskutieren und Gejammer wegfällt. Dass ich jetzt am Anfang noch viel erklären und auch manchmal noch ein wenig helfen muss, macht mir wiederum gar nichts aus, im Gegenteil, es macht mir Spaß, mit dabei zu sein, wie eines meiner Kinder ganz konzentriert bei der Sache ist und eine neue Fähigkeit erlernt.

Und wie löst ihr das mit der Mitarbeit im Haushalt? Was denkt ihr über unser System? Ich freue mich über jede Rückmeldung!