10WBC – meine Erfahrungen nach der ersten Woche

10 Weeks Body Change, das ist das Programm nach dem ich zur Zeit lebe und von dem ich Euch ja hier schon erzählt habe. Nach der ersten Woche möchte ich nun gerne meine ersten Erfahrungen mit Euch teilen.

Es gibt massenweise Positives zu berichten, aber auch ein paar Dinge, die mir negativ aufgefallen sind. Zuerst allerdings mal die guten Seiten:

  • alle Rezeptvorschläge, die ich bis jetzt ausprobiert habe, gehen sehr schnell zu kochen, ich bin für eine Mahlzeit maximal 15-20 Minuten beschäftigt
  • man benötigt (fast) keine Dinge, die nicht in einem normalen Supermarkt zu bekommen wären
  • die Mahlzeiten schmecken superlecker und zumindest mich machen die angegebenen Portionen absolut satt (es wäre aber auch kein Problem, die Portionen zu vergrößern, denn es gibt (fast) keine Mengenbeschränkungen im Konzept)
  • im Netz kursieren viele Seiten mit weiteren Rezepten von anderen Teilnehmern, zum Beispiel hier oder hier
  • für Leute, die nicht ohne Brot können, gibt es Möglichkeiten, aus Kichererbsenmehl ein Eiweißbrot zu backen, das man dann zu den Mahlzeiten verputzen kann. Ich brauche das allerdings nicht, denn die Rezepte beinhalten fast immer ein kurzgebratenes Gemüse wie Karotten oder Champignons, an denen man gut was zu kauen hat. Das ersetzt das „Brotgefühl“ sehr gut. Dazu auch gleich noch ein Tipp (falls sich jemand entschließt, auch 10WBC zu beginnen): Schneidet Euer Gemüse nicht zu klein oder zu dünn, macht schöne große Stücke, an denen ihr genug zu kauen habt. Das trägt ungemein zum Sättigungseffekt bei. Gerade bei Gemüsen wie Karotten, Chamignons oder Zucchini ist das sehr wichtig.
  • ich habe absolut keine Heißhungerattacken während der 6 Tage, an denen ich mich danach ernähre – die hatte ich allerdings gestern, an meinem Loadday!
  • der Loadday erlaubt alles, was sonst verboten ist, das bedeutet, man muss auf absolut nichts ewig verzichten – es dauert maximal 6 Tage, bis man es essen darf. So lässt es sich wirklich gut durchhalten
  • der Erfolg nach 5 Tagen spricht absolut für sich: ich habe von Mo-Sa sage und schreibe DREI KOMMA ACHT KILO verloren! Und das tatsächlich auch an Fett, denn alle meine Maße haben sich verringert, auch Hüft- und Oberschenkelumfang, die nichts mit der Menge der Nahrung, die sich im Bauch befindet, zu tun haben
  • Ich fühle mich wunderbar, voller Elan und entgegen meiner Befürchtungen habe ich trotz massenhaften Hülsenfrüchte-Konsums kaum mit Blähungen zu kämpfen – ich glaube, die kommen im „normalen“ Leben viel mehr von Brot und Zucker!

Allerdings gibt es auch ein paar wenige Dinge, die ich nicht so gut finde:

  • der Aufbau der Internetseiten ist höllenschlecht. Sie sind unübersichtlich und unklar gestaltet, man kann auf den ersten Blick nicht erkennen, unter welchen optischen Fitzeln sich Links befinden und unter welchen nicht, muss also drauflosrätseln
  • Schon das Anmelden gestaltete sich schwierig. Ich brauchte Ewigkeiten, bis ich herausfand, wie ich auf die konkrete Anmeldeseite gelange. Das kann ich absolut nicht verstehen, denn ich glaube, dass an diesem Punkt schon massig Leute wieder aufgeben…. (Wobei, vielleicht ist es ja Absicht. Vielleicht wollen sie ja nur hochmotivierte Teilnehmer.. ;-))
  • Die Rezeptsammlung ist nett, aber für 10 Wochen doch etwas mager. Sehr viel kommt nämlich in der Zeit nicht dazu. Aber dieses Manko lässt sich wie gesagt durch die anderen Seiten im Netz ausgleichen. Begründet liegt diese kleine Auswahl allerdings im Konzept selber, das propagiert, man soll die Rezepte häufig wiederholen, weil das angeblich den Gewöhnungseffekt (und damit den Abnehmeffekt) steigert.

Alles in allem kann ich das Konzept trotz der paar Punkte absolut empfehlen. Es kostet 79 Euro für die 10 Wochen und man hat eine vier Wochen lange „Geld-zurück-Garantie“, kann es also bedenkenlos einfach mal ausprobieren. Irgendein Teilnehmer hat wohl mal ausgerechnet, dass die 79 Euro umgerechnet so viel sind wie 1 Euro pro Tag plus 9 Euro Anmeldegebühr, was m.E. wirklich nicht überteuert ist.

Wer jetzt auch Lust bekommen hat, kann hier direkt starten!

Zum Abschluss und zum Antörnen noch ein paar neue Fotos ;-):

Thai-Shrimps - unfassbar lecker!

Thai-Shrimps – unfassbar lecker!

Omelette mit Räucherlachs - ein Gedicht!

Omelette mit Räucherlachs – ein Gedicht!

Bloggen mit der WordPress-App

Zur Zeit bin ich darauf angewiesen, mit dem iPad zu bloggen, da ich meinen Laptop durch das letzte Ubuntu-Update irgendwie gehimmelt habe. Mein Liebster ist zum Glück grade dran und setzt ihn mir neu auf.
Leider lässt sich mit der App von WordPress nur sehr rudimentär bloggen, so kann ich zum Beispiel keine Fotos mitten in den Text einbauen, sondern nur ganz oben oder unten drunter. Außerdem lassen sich die Fotos nicht untertiteln.
Deshalb bitte nicht wundern, dass die Artikel hier zur Zeit weder den gewohnten Standard haben, noch die gewohnte Häufigkeit….
Mein Laptop sollte aber spätestens Montag wieder laufen, dann wird es wieder besser.

Mein Standpunkt #4 – Zweierlei Maß?

Gerade bei stern TV gesehen: Eine Diskussion über Homöopathie. Ob Homöopathie ein geniales Behandlungskonzept oder kompletter Humbug ist, das will ich hier gar nicht erörtern.
Etwas anderes stößt mir viel mehr auf, nämlich die Art und Weise wie Kritiker hier argumentieren:
Gegner der Homöopathie sind, wie auch bei anderen nicht schulmedizinischen Therapie- oder Diagnoseformen, meist Verfechter der evidenzbasierten Medizin, sprich, nur was in groß angelegten Studien bewiesen wurde, wirkt auch. Sämtliche andere Erfahrungswerte gelten nicht. Und das wurde auch bei stern TV von den beiden kritisch eingestellten Diskussionspartnern gefordert.
Soweit, so gut.
Als nun in der Sendung die Vorsitzende des Zentralvereins der Homöopathischen Ärzte, Cornelia Bajic, in die Diskussion einschob, dass solche Studien in der Tat existieren und auch bewiesen haben, dass Homöopathie über einen Placebo-Effekt hinaus Wirksamkeit hat, holte Dr. Christian Weymeyr, einer der Kritiker, aus und sagte Folgendes:
„Besondere Behauptungen verlangen nach besonderen Beweisen. Und eine Behauptung, dass ein wirkstofffreies Kügelchen tatsächlich eine Heilung bewirken kann, ist so ungeheuerlich, dass die Studien, mit ihren Fehlern, die sie auch immer haben können, auf keinen Fall ausreichen, um diese Behauptung zu belegen oder zu widerlegen.“
So eine Argumentation macht mich sprachlos…
Das ist doch lächerlich: „Los, bring Beweise!“ – „Hier sind sie.“ – „Nein, gilt nicht, Du musst das noch besser beweisen.“
Hallo?
Herr Dr. Weymeyr macht sich durch solche Forderungen in meinen Augen unglaubwürdig.
Was aber meiner Meinung nach hinter all dem steht und letztendlich Auslöser für derlei schale Argumentationsketten ist, ist etwas gänzlich anderes, nämlich eine subjektive Sicht der Wirklichkeit und große Angst davor, diese unter Umständen revidieren zu müssen.
Das Nicht-Anerkennen anderer Sichtweisen macht uns in so vielen Bereichen das Leben schwer, sei es in der Medizin, aber auch in der Religion, was kulturelle Unterschiede angeht oder teilweise noch viel banaler, in Sachen Mode, Lebensweise, Essverhalten usw.
Wenn ich von etwas persönlich nichts halte, muss ich es ja im Regelfall nicht in mein Leben integrieren, ich kann es einfach bleiben lassen. Aber ich muss auch nicht an allen Ecken und Enden über die anderen herziehen, nur damit ich meine eigene Einstellung damit in ein besseres Licht rücke oder womöglich irgendwen „missionieren“ kann.
Toleranz ist das Zauberwort.
Wobei Herr Weymeyr mit großer Wahrscheinlichkeit in dem Buch, das er ebenfalls zum Thema veröffentlicht hat, auch kritisiert, dass mit Homöopathie viel Geld verdient wird. Und das, obwohl es ja in seinen Augen wirkungslos ist, und somit der arme Patient übers Ohr gehauen wird.
Dabei gebe ich zu bedenken, dass wir alle mündige Bürger sind, die in einem Wirtschaftssystem leben, das auf Angebot und Nachfrage basiert. Wo also keine Nachfrage, da kein Angebot. Wer würde denn noch homöopathische Mittel kaufen, wenn a) sie nie wirken würden und wenn b) die Schulmedizin alle Probleme mit ihren Therapien lösen könnte?

Mixed Movies

Heute war die ganze „Extended Family“, also sechs Leute, im Kino, allerdings in drei verschiedenen Filmen.

Der Göttergatte hat sich mit dem Kurzen zusammen „Madagascar 3“ angesehen, der Große war mit seinem Pa in „Skyfall“ (*neid*!) und ich bin mit der Maus in „Der kleine Rabe Socke“ gegangen. War irgendwie cool, dass so jedes Kind den Film zu sehen bekam, den es am liebsten sehen wollte.

Für die Maus wäre ja eh nichts anderes in Frage gekommen, der Große war vor zwei Wochen schon mit seinem besten Freund in „Madagascar 3“, also war diese Lösung die beste, die ging. Die Filme liefen auch einigermaßen parallel an, so konnten wir alle zusammen losziehen.

Der „Rabe Socke“-Film war nett. Gut zu verstehende Dialoge, genug, aber nicht zu viel Spannung. Ich würde den Film für kinoerfahrene Drei- bis Siebenjährige empfehlen, er geht aber auch durchaus als „Einsteigerfilm“ durch, wenn das Kind nicht zu ängstlich ist. Ein paar etwas spannendere Szenen kommen schon vor, aber es passiert nichts schlimmes, alles geht immer gut aus und zwischendurch wird bewusst mit witzigen Szenen und einem „Mutmach-Lied“ immer wieder Spannung rausgenommen, damit es auch für die Kleinsten erträglich bleibt.

Dass die Maus ihn schon mit knapp 2 1/2 Jahren anschauen durfte, liegt an den besonderen Umständen: Zum einen wollte sie auch unbedingt mit ihren Brüdern mit ins Kino, zum anderen ist sie schon kinoerfahren, desweiteren hat sie bereits einen großen Wort- und Sprachschatz, kann der Filmhandlung also folgen, und außerdem ist sie sehr gelassen, die spannenden Szenen machten ihr keine Probleme.

Was mir gar nicht gefiel, war der Umgang des ausgewählten Kinos mit seinen jüngsten Kunden. Da gab es einige Punkte, die mir sehr aufstießen und die mich wohl davon abhalten werden, dieses Kino nochmals mit kleinen Kindern zu besuchen:

  • Die Toiletten im Foyer waren abgeschlossen. Die einzige Möglichkeit, mit dem Kind nochmals vor der Vorstellung aufs Klo zu gehen bestand darin, entweder samt Popcorntüte und Limoflasche die Toiletten beim Kinosaal aufzusuchen oder erst mühselig seinen Platz zu finden, die Snacks dort abzustellen und dann wieder rauszustiefeln.
  • Vor dem Film liefen 20(!) Minuten Werbung. Ein kleines Kind ist schon völlig überfordert mit den Eindrücken, bevor der Film überhaupt begonnen hat. Da wir das so nicht gewohnt waren, hatten wir auch die Möglichkeit verpasst, den Kinosaal überhaupt erst danach aufzusuchen
  • Nicht genug, dass überhaupt Werbung lief, es kam auch noch vollkommen ungeeignete. Da sah man Projektile durch die Gegend schießen, es kamen Polizisten und Tatort-ähnliche Szenen vor, Panzer fuhren durch die Gegend, es schrie ein Säugling in einer sterilen Klinikumgebung, ein Junge stand traurig vor dem Grab seiner Eltern und eine Atombombe detonierte. Hallo????? Das ist to-tal daneben!

Wen es interessiert: Das Ganze fand im mathäser in München statt. Nicht zu empfehlen. Im CineMaxx am Isartor zum Beispiel läuft sowas gänzlich anders. Da gibt es gar keine Werbung vor dem Film, höchstens ein paar Trailer zu kindgerechten (!) Filmen. Und das wars. Toiletten gibt’s auch. Da kann man hingehen, bevor man sich Popcorn gekauft hat.

Desigual – meine Hassliebe zu dem bunten Label

Ein aktueller Vorfall in Barcelona hat mich mal wieder drauf gestoßen – mein Verhältnis zu dem spanischen Label ist und bleibt gespalten.

Als der erste Shop hier in M aufmachte, war ich fasziniert. Diese Farben! Diese Muster! Das war definitiv mein Laden. Und wie einige von Euch ja auch wissen, wurde es ganz schnell der Laden meines Großen, der inzwischen stolzer Besitzer von vier Desigual-Shirts ist, die er ständig trägt.

Von Anfang an stieß mir allerdings ein wenig die Selbstverliebtheit auf, mit der das Label seinen eigenen Namen auf jedes Kleidungsstück druckt – mal mehr, mal weniger zentral. Ich finde, das müsste gar nicht sein, denn die Teile sind so einzigartig und typisch, dass man sie sowieso erkennt.

Eine zweite Sache ist die Qualität zumindest des ersten Shirts, das wir gekauft haben. Sie ist, sagen wir mal, meines Erachtens nicht dem Preis angemessen. Ein Shirt, das 40-50 Euro kostet, sollte nicht direkt nach dem ersten Waschen schon seine Form verlieren. Die anderen sind ok.

Und nun passierte in Barcelona etwas, das mir ebenfalls aufstieß. In den Desigual-Shops herrscht nämlich ein Fotografier-Verbot. Ich war noch so dämlich und fragte höflich, anstatt einfach drauflos zu knipsen. Und wurde umgehend deutlich darauf hingewiesen, dass es nicht erlaubt sei. Es hängt sogar ein Riesenschild hinter der Kasse mit einer durchgestrichenen Kamera, das hatte ich noch gar nicht gesehen.

Für mich ergibt das keinen Sinn. Will das Label nun unbedingt, dass es von so vielen Leuten wie möglich positiv wahrgenommen wird, worauf ja das penetrante Schriftzug-Platzieren auf den Klamotten hinweisen könnte, oder will es das nicht, denn dieser Artikel über Desigual hätte sicher optisch und inhaltlich anders ausgesehen, wenn ich fotografieren hätte dürfen.

Auch mein Hinweis, dass ich ein Blog habe und darüber schreiben wollte, brachte übrigens nichts.

Trotz allem gefallen mir die Kleider und Accessoires, die Desigual herstellt, sehr gut. Ich liebe diesen Farbenrausch, die bunten Musterkombis, diese lebensbejahende und energiegeladene Ausstrahlung der Produkte.

Hassliebe eben. Naja, der Ausdruck ist zu stark. So wichtig ist mir das auch nicht. Aber ihr wisst, was ich meine. 😉

Mein Standpunkt #2: Oh. Mein. Gott.

Ich bin gerade echt fassungslos. Das müsst ihr Euch ansehen, bzw. durchlesen. Wie oberflächlich und klischeehaft ist das denn? Und welche Eltern geben ihr Kind freiwillig in solch eine Pseudo-Schönheits-Gleichmach-Maschinerie? Es schaudert mich. Immer noch.

Nett ist allerdings, dass es sogar der Autorin des Artikels unbegreiflich ist: „Das glaubt sie offenbar wirklich.“ 😉