Huch! – Die Maus ist 23 Monate alt

Hier kommt nun also der allerletzte Monatsbericht, den ich schreiben werde. In vier Wochen ist ja schon Geburtstag und obwohl ich diesen Bericht schon im Vorfeld zusammengestellt habe, habe ich natürlich vergessen, ihn gestern zu posten.

So furchtbar viel Neues gibt es nicht zu berichten – man ahnt schon, dass die „Schnellentwicklung“ der ersten zwei Jahre jetzt langsam zur Ruhe kommt.

Meine Lieblingsvokabeln:

  • Wooow! (Lieblingswort!)
  • Guck mal! (wird zur Zeit seeehr oft verwendet ;-))
  • Mann, Mann, Mann! (wenn sie wegen irgendwas enttäuscht ist)
  • M-hm! (anstelle von „Ja“)
  • Habem! (Bedeutet „Kein Problem!“ und wir bekommen es zu hören, wenn wir sie um die Erledigung irgendeiner Kleinigkeit gebeten haben ^^)

Sie stellt immer mehr Fragen (indem sie die Stimme am Ende der Phrase hebt. Neulich in der S-Bahn entsponn sich folgender Dialog:

Dame: „Ja, du bist ja eine Süße! Wie heißt du denn?“

Maus: „[Mausname]!“

Dame: „Aha, [….], schöner Name!“

Maus (interessiert): „Heißt?“

Dame: „Ich? Ich heiße ….“

Maus (ganz bedächtig): „Aha!“

Hihi. Total nett.

Sie er- und beklettert das große Gerüst am Spielplatz inzwischen ganz alleine. Inclusive Leitern, Hänge- und Wackelbrücke und Rutsche. Ich schwitze immer ein wenig, wenn sie über die Wackelbrücke geht, aber bisher (Toi,Toi,Toi!) ist sie noch nie hingefallen!

Unser Klettergerüst – kein aktuelles, aber ein einigermaßen informatives Foto

Am letzten Wochenende war die Maus zum ersten Mal im Kino. Niemals hätte ich gedacht, dass es möglich oder sinnvoll ist, mit einem noch nicht mal zwei Jahre alten Kind dorthin zu gehen. Aber so kann man sich täuschen. Es ist, wie alles im Leben, situationsbedigt. Wir waren in einem Oktonauten-Kurzfilm, ein kindgerechter Stoff in einer Länge, die ich auch für absolut ok halte. Der Kurze liebt die Oktonauten, er ist ja auch im Fasching als ein solcher gegangen, und die Maus kennt sie, dadurch bedingt natürlich auch. Sie hätte uns wahrscheinlich nie verziehen, wenn wir sie nicht mitgenommen hätten! 😉 Und was soll ich sagen? Sie war super! Hat den Film angeguckt, nebenher Puffreis und Chips verdrückt, an ihrer Trinkflasche genuckelt und gut war. Mit dem Großen hätte ich das niemals tun können oder wollen. Aber so ändern sich die Zeiten….

Es vergeht weiterhin kein Tag, an dem der Göttergatte und ich uns nicht ansehen und uns gegenseitig versichern, dass dieses kleine Mädel das Niedlichste ist, was uns nach den zwei Jungs hat passieren können, wie dankbar wir dafür sind, dass wir sie haben durften und dass sie gesund und munter ist.

Es ist wirklich wunderschön für mich, noch ein Mädel bekommen zu haben. Ich schwelge in Kleidchen, Schühchen, Kettchen und Spängchen und entdecke Mädels-Spielsachen, für die ich als Kind sonstwas getan hätte.  Und ich habe das Glück, dass meine Maus das auch mitmacht, bzw. selber Spaß dran hat.

Nicht dass jetzt jemand denkt, dass ich sie andauernd nur in „Glitzer und Rüsch“ verpacke! So ist das gar nicht. Sie kraxelt auch in zerrissenen Jeans vom Bruder und Turnschuhen durch den Dreck,versucht, Bäume zu erklettern, spielt mit ihren Brüdern „Latenfiff“ (Piratenschiff) und „Obota“ (Roboter).  Aber es ist eben schön, auch das „andere“ zu haben. Das, was es in meinem bisherigen Mamaleben so nicht gab. * glücklich seufz*

Und es kommt noch was anderes dazu. Ich nehme dadurch auch meine eigene weibliche Seite wieder mehr wahr. In den letzten Jahren war ich immer pragmatischer und praktisch orientierter geworden, was mein Äußeres anbelangt. Und jetzt habe ich auch wieder Spaß daran, eine Kette oder einen Ring zu tragen, mich hübsch zu machen und was Nettes anzuziehen.

So. Das war’s für heute. Und auf geht’s in die Zielgerade auf den zweiten Geburtstag! *freu*

Die Maus ist 22 Monate alt

Die Maus ist zur Zeit eine für ihre Verhältnisse eher stimmungsmäßig etwas angeschlagene kleine Madame, was aber bei ihr nicht wirklich viel Stress bedeutet – sie ist nur nicht immer gut gelaunt, sondern nur noch meistens. Und sie ist ein klein wenig anhänglicher als sonst. Ich führe das auf die Eckzähne zurück, die zur Zeit alle schieben. Außerdem eilt sie mal wieder mit Riesensprüngen in ihrer Entwicklung voran. Und sie wächst, was man vor allem an ihrem sehr gesunden Appetit ablesen kann.

Motorisch hat sie wieder einen Sprung gemacht:

Sie hat in den letzten vier Wochen super Laufrad fahren gelernt und saust sogar schon (mit Mamas Hand am Schlafittchen – nur so zur Sicherheit) den kleinen Hügel im Park damit herunter.

An Ostern hat sie uns damit überrascht, die drei Stufen im Wohnzimmer meiner Eltern freihand und im Eilschritt rauf und runter zu spazieren, ohne auch nur einmal zu stürzen.

Gestern waren wir Eis essen und sie hat ihren kleinen Becher mit einer Kugel Schokoeis brav auf einer Bank sitzend vertilgt, ohne dass ich auch nur einmal hätte eingreifen müssen. (Diese Sorte hätte ich aus Gründen den Jungs in dem Alter nie gekauft! Die bekamen immer Vanille, das färbt nicht so…) Letztlich hatte sie einen kleinen braunen Fleck am Revers ihrer Weste, das wars auch schon. Ich bin beeindruckt!

Auf dem Spielplatz sauste sie die selber erklommene kleine Rutsche herunter und im Schwung über deren unteres Ende hinweg, den Flug elegant mit den Füßen zum Stand abfangend, ohne ein einziges Mal dabei umzukippen. Auch hier wieder Erstaunen meinerseits.

Auch sprachlich geht es im Moment wieder voran:

Sie erzählt jetzt schon richtige kleine „Geschichten“.

Zum Beispiel: „Maus raufgehen, [Bruder] Ssimma bielen. Mama mitkommen, [Bruder] beese aus, Maus daurig!“ (Sollte heißen: Mama, ich möchte mit [B] in seinem Zimmer spielen. Komm bitte mit, er schimpft immer, wenn ich ins Zimmer komme, das macht mich traurig!)

Oder: „Maus [Bruder] Ssimma Ssug spielt! Ooben! Leine Ssug fahrt! Feanedienung! Maus Baas habt!“ (Ich hab mit meinem großen Bruder in seinem Zimmer oben Zug gespielt und habe ihn ganz alleine mit der Fernbedienung fahren lassen! Das hat Spaß gemacht!)

Gesundheitlich geht es ihr um vieles besser, seit wir tatsächlich komplett auf Weizen verzichten. Mein Vater hatte das letzten Herbst diagnostiziert und inzwischen ist ihre Haut wirklich sehr schön geworden, keine Pickelchen mehr, das Rauhe, Pergamentartige ist auch verschwunden und sie kratzt sich fast gar nicht mehr, sprich, die Haut juckt wohl auch nicht mehr. Lustigerweise ist auch meine Haut besser geworden, ich habe wohl jahrelang eine Weizenunverträglichkeit gehabt und wusste es bloß nicht….! Zum Glück haben wir einen alnatura in der Nähe, da gibt es von der Nudel über Kekse bis zum Blätterteig wirklich alles aus Dinkel, Brot sowieso. Einzig gefüllte Teigwaren vermisse ich im Speiseplan. Angeschmälzte Maultaschen oder leckere Tortellini fehlen mir, das ist schade. Und zum Selbermachen fehlt mir im Moment echt der Drive…

Maus in Aktion:

So langsam geht es auch Richtung Trotzphase. Die Episoden mit deutlichem Ärger über unliebsame Entscheidungen meinerseits nehmen langsam aber sicher zu und der Ärger wird auch deutlicher und heftiger geäußert. Puh, und das, wo der Kurze sich immer noch bzw. immer wieder mal im Trotz austobt… Nunja, auch das wird irgendwann vorbei gehen. 😉

Das ist so das Wesentliche in Kürze. Noch ein Monatsbericht, dann kommt schon der zweite Geburtstag und das wars dann mit den Monatsberichten. Für immer. Wie seltsam, wie traurig. Im Moment weint mein Mutterherz sehr und ein Baby fehlt. Mein Bauch sehnt sich nach zarten Tritten und der Vorfreude auf alles, was dem folgt. Leider, leider ist der Zug abgefahren und ich muss mich damit abfinden. Leicht ist es nicht. Ich bin oft traurig deswegen und träume auch viel davon. Neulich habe ich geträumt, dass ich mit Vierlingen (!!!) schwanger bin. Und ich ertappe mich dabei, wie ich insgeheim hoffe, eine der wenigen (3 von 1000) zu sein, die trotz Sterilisation schwanger wurden. Auch wenn mein Verstand sehr genau weiß, welches Risiko das wäre, wie erschöpft mein Körper ist und wie schwer mir ein erneutes erstes Babyjahr fallen würde. Ach ja….

Die Maus ist schon läääängst 21 Monate alt!

Vor ganzen vier Tagen, am 22.3., war die Maus 21 Monate alt. Also „Eindreiviertel“. Und sie wird jeden Tag niedlicher! Sie ist so ein wunderbares kleines Persönchen, dass mir quasi ununterbrochen ganz schwumselig ist vor lauter Liebe! Wie sie genau ist? Hm. Sie ist….

  • cool. Also echt cool. Nicht obercool oder saucool, sondern einfach nur umwerfend cool.
  • stark. Innerlich stark. Nicht mit Berserkerwucht wie der kleine große Bruder, sondern eher so felsmäßig.
  • selbstbewusst. Auf eine unglaublich beeindruckende Art und Weise. Charismatisch irgendwie.
  • gefühl-voll. Sie kann ihre Gefühle jetzt schon wahrnehmen und ausdrücken. „Maus daurig!“ „Maus voh!“…
  • offen. Sie geht auf fremde Menschen so selbstverständlich und sicher zu und unterhält sich mit ihnen, als wäre sie nicht knappe Zwei, sondern Zweiundzwanzig. Erstaunlich und sehr sehr herzig.
  • fröhlich. Sie lacht viel und freut sich an so vielem. Und sie ist ein echter Spaßvogel.
  • positiv. Ein wandelndes kleines Pluszeichen. Also echt. Weltumarmend.
  • verständnisvoll. Sie wartet. Sie hilft. Ohne Murren. Toll.
  • mitfühlend.Vorgestern, ein kleinerer „Unfall“, an dem sie „schuld“ war, hat sich ereignet: „Oma Aua Ohr! Maus klemmt! Entschuldigung!“
  • liebevoll. „Lieb!“, sagt sie immer wieder zu uns, mal zum einen, mal zum anderen….
  • zärtlich. ….und streicht dann ganz vorsichtig über die Wange des geliebten Menschen.
  • clever. Abschauen, nachmachen. Lösungen finden. Stühle rucken, ausprobieren, experimentieren. Solz sein auf das eigene Können.
  • mutig. Rutschen, klettern, schaukeln, wippen. Springen, rennen, hüpfen. Alles mit Wucht. und mit Begeisterung.
  • voller Vertrauen. Allein sein, sich von anderen Menschen betreuen lassen, die Mama gehen lassen. Im untrüglichen Wissen, dass sie wiederkommen wird.

So ist sie, die Maus. Und sicher noch viel mehr, das mir jetzt gar nicht einfällt. Und damit ist sie ganz anders, als ihre Brüder. Die haben teilweise ähnliche, teilweise komplett andere Qualitäten. Ein ganz eigenständiges Persönchen eben. Und sehr, sehr meine Tochter. Verrückt ist das. Die Jungs ähneln unglaublich ihren Vätern, die Maus ist mein kleines Mädel. Mir so nah, fast wie mein Spiegelbild.

Und sonst so?

Inzwischen hat sie 11 Zähne! Der achte Schneidezahn ist endlich durchgebrochen und drei Backenzähne. Der vierte ist auf dem Weg. Endlich! Ohne Backenzähne ist so vieles nicht richtig essbar…

Seit einer Woche öffnet sie Türen. Sehr stolz. Und zu sehr ungünstigen Augenblicken. Puh.

Sie versucht mit Inbrunst, mit Messer und Gabel zu essen und wird stocksauer, wenn es nicht klappt oder ihr jemand dabei helfen will.

Sie hat sich neulich beim selbständigen Befeuchten ihres eigenen Putzlappens zum ersten Mal ein wenig an heißem Wasser verbrüht. War nicht soo schlimm, aber eine gute Lehre.

Sie liebt die Bühne. Je mehr Publikum, desto besser.

Sie trinkt immer noch „Bu“. Sehr gerne. Mal sehen wie lange noch…

Jetzt fällt mir spontan nichts mehr ein. Und es ist kurz vor elf. Also verabschiede ich mich hiermit! Gute Nacht!

Die Maus ist 20 Monate alt!

Wow! Nun hat sie eine „2“ vorne! 😀 Obwohl Kind Nummer 3, verblüfft es mich doch immer wieder aufs Neue, wie schnell die Kiddies groß werden… Hier der aktuelle Stand der Dinge:

Die kleine Madame hat inzwischen ganz klar für sich entdeckt, was man mit im Raum herumgeschobenen Stühlen alles anstellen kann. Diesen Vorteil hat keiner meiner Jungs so klar für sich ausgenutzt wie unser Mädel. Sie holt sich aus dem Wasserhahn alleine was zu Trinken, sie schaltet Lichter ein und aus, schaut mir beim Kochen zu, füttert selbständig unsere Rennmäuse – und das alles dank flink herbeigeschobener Stühle.

Neuerungen gibt es auch (mal wieder) beim Thema Schlaf. Nachdem sie jetzt ein halbes Jahr lang wirklich gut ein- und durchschlief (ich oder ein anderer Erwachsener blieb ca. 10-15 Minuten bei ihr, bis sie weg war), waren die letzten 6-8 Wochen plötzlich sehr anstrengend geworden. Sie dachte sich immer kompliziertere Rituale aus, wollte unbedingt meine Hand halten beim Einschlafen, dann nach einer Weile meckerte sie auch daran herum, die Hand war zu kalt, ich hatte sie „falsch“ ins Bett gelegt usw… außerdem klammerte sie sich regelrecht daran, und die Angst, dass ich sie ja irgenwann wegziehen würde, ließ sie nur noch schlecht und nach langer Zeit einschlafen. Also musste sich was ändern.

Ich grübelte mindestens einen Monat lang. Dann hatte ich die Lösung: Unser Kurzer mag zur Zeit auch nicht gerne allein schlafen (Monster-Angst-Alter!). Also räumten wir vor zwei Wochen in einer Hauruck-Aktion beide Kinderzimmer so um, dass die beiden Betten im Mauszimmer direkt nebeneinander stehen und die Lücke, die das Bett des Kurzen hinterlassen hat, nun von einer großen Matratze samt vielen Kissen gefüllt und in eine gemütliche Leseecke (in der aber im Moment auch der Große nächtigt) verwandelt wurde. Bis auf weniges hat alles wieder einen guten Platz gefunden, ein paar Dinge müssen jetzt noch abschließend von der  provisorischen zur durchdachten Änderung variiert werden, aber prinzipiell passt es gut so.

Der erste Abend war grauenvoll (ich hatte vor, beide Kinder gemeinsam ins Bett zu bringen). Die Maus schrie panisch, weil alles so fremd war, der Kurze wurde ganz hektisch vom Geschrei seiner Schwester. Also trennte ich die beiden kurzerhand und brachte dann erst mal die Kleine zur Ruhe und dann zum Schlafen. Dann legte ich den Kurzen in sein Bett und konnte über unsere Infrarot-Cam beobachten, wie er ganz zart und vorsichtig seine kleine schlafende Schwester berührte und streichelte und ununterbrochen anguckte. Er brauchte eine Dreiviertelstunde, bis er endlich schlief. Es war unendlich niedlich, die beiden so zu sehen.

Ab sofort brachte ich zuerst die Maus ins Bett und der Kurze schlüpft nun später dazu. Nach bereits fünf bis sechs Tagen klappte das sehr gut. Das mit dem gemeinsam Einschlafen führen wir dann später ein, wenn sie sich an die Schlafsituation erst mal so richtig gewöhnt haben.

Aber etwas anderes habe ich noch geändert. Am 3. Tag nahm ich die Maus vor dem Schlafengehen auf den Schoß und erklärte ihr, dass wir jetzt ab sofort ohne „Han“ (Hand) schlafen gehen. Ich bleibe bei ihr, lege mich vor ihr Bett auf eine Matratze, aber sie schläft alleine ein. (Sie sieht mich auch nicht, hört nur, dass ich da bin). Am ersten Abend Protest, am zweiten kaum, am dritten Abend noch mal Aufbegehren, seitdem klappt es hervorragend. Sie kuschelt sich ein, sagt noch mal „Nach!“ (gute Nacht) und schläft dann sehr schnell ein. Uff! 🙂 Und sobald die beiden dann gemeinsam ins Bett gehen, werde ich mich ganz zurückziehen, dann hätten wir das auch geschafft. So zumindest der Plan.

Das Schönste: Es läuft bereits manchmal genau so, wie ich mir es für die Zukunft erträumt habe: Neulich wachte die Maus auf, weinte kurz, dann hörte ich durchs Babyfon ein Murmeln vom großen Bruder, ein kurzes Murmeln von der Maus und beide waren ruhig, schliefen wieder ein.

Das neue Bett-Doppel wurde von beiden vom ersten Tag an total geliebt. Neulich hat der Kurze Piratenschiff darin gespielt, die Maus wollte mitspielen und wurde kurzerhand zum Matrosen erkoren. Ich bastelte den beiden dann noch aus zwei im Sommer von draußen hereingeschleppten Ästen und einem Kissenbezug ein Segel und band es ans „Schiff“. Soviel zur Schlafsituation.

Ansonsten stehen weiterhin Rollenspiele hoch im Kurs (Mama ist das Baby, die Maus ist die Mama oder  Die Maus ist der Arzt und untersucht die ganze Familie etc.) Was sie zur Zeit sehr gerne macht, ist Putzen. Sie will ständig einen Putzlappen haben, macht ihn dann nass, wringt ihn (mehr oder minder gut 😉 ) aus und begibt sich dann an die Arbeit. Alles wird auf diese Art geputzt – von der Tischplatte bis zur Matratze. 😀 Und beim Kochen will sie auch ganz unbedingt helfen. So viel wie möglich will sie selber machen und ist auch entsprechend sauer, wenn es mal nicht geht, sei es, weil es zu gefährlich ist oder sie es einfach noch nicht kann (z.B. Socken anziehen).

Sehr niedlich: Die Maus „zaubert“ liebend gerne Dinge unter einer Decke her und wieder weg –  natürlich mit den entsprechenden Beschwörungsformeln: „Semme-lamma-lumme-lim! Kaaba-biede-bus!“ 😀

Und jetzt bewegt sie sich mit Riesenschritten auf den zweiten Geburtstag zu… noch 4 Monate. Und es ist zu merken, sie wird wirklich immer „zweijähriger“, wenn man das so sagen kann. Unglaublich. Mein Baby…. Das letzte. So schade…. Machmal bin ich so traurig, dass es nicht noch mehr sein können. 😦

Die Maus war am Wochenende 19 Monate alt

Waaah! Ich komm immer mehr ins Hintertreffen mit den Monatsberichten…. aber nicht mehr lange, ich schreibe sie ja nur bis zum 2. Geburtstag… und der kommt in Riesenschritten näher.

Wesentliche Neuerung. Endlich kommen weitere Zähne. Ich bin ja jetzt langsam echt froh, wenn sie endlich mal gescheit kauen kann. Auf allen vier Kauleisten befinden sich dicke Knubbel, die wohl irgendwann demnächst durchbrechen und die ersten Backenzähne freilegen werden. Heute wieder mal aus selbigem Grunde knatschige Megasabbermaus, aber da müssen wir eben alle durch. 😉

Draußen werden alle vorbeikommenden Menschen genau in Augenschein genommen und dann kategorisiert: „Kau!“ (Frau) „Mann!“ „Kind!“ Manchmal sogar „Meechen!“ oder „Jume!“. Dann werden sie noch genau angeguckt und letztlich wird zufrieden festgestellt: „Mitze auf!“ „Ssal an!“ „Jacke an!“ Ab und zu auch „Bille auf!“

Ansonsten hat sich gar nicht soo viel getan in den letzten vier Wochen. Sie ist und bleibt einfach ganz wunderbar. Sie hat ein so unkompliziertes, gradliniges, fröhliches und offenes Wesen, dass es einfach eine pure Freude ist, den Tag mit ihr zu verbringen. Und einerseits freue ich mich darüber, dass sie schon so groß ist und bald auch in den Kindergarten gehen darf, andererseits werde ich manchmal ganz wehmütig und stelle fest, dass ich ihre Anwesenheit sicher vermissen werde….

Hier kommen – eigentlich mehr aus archivarischen Gründen – noch ein paar Vokabeln Mausianisch:

Miesil – Müsli

Hogig – Honig

Kisse – Kirsche

Doos – Toast

Wüwen – Würstchen

funnen – gefunden

gessen – vergessen

Tuuum – Turm

Kinnagadn – Kindergarten

Aabitt – Arbeit

Eibett – iPad

Bule – Blume

Atee! – Elefant (soll wohl „töröö!“ heißen  :-D)

Ist ein Wort zu kompliziert, wird auch gerne mal der Anfang desselben einfach durch ein „A“ ersetzt:

A-fiiin – Delfin

A-siiin – Medizin

A-Giiin – McQueen

A-dian – reparieren

Und sie versucht sich immer wieder mit Inbrunst an komplizierteren, zusammengesetzten Worten oder Zweiwortsätzen:

Mäuse futtan, Buch lesen, ‚ego bauen, Sonnebille

Die Maus war an Weihnachten 1 1/2 Jahre alt….

… genauer gesagt am 22.12., also zwei Tage vor Heilig Abend. Und da hatte ich alle Hände voll zu tun. Deshalb kommt der Monatsbericht dieses Mal um zwei Wochen verspätet.

Ach ja, wo soll ich beginnen? Unsere kleine große Maus! Sie ist jetzt wirklich wirklich ein richtiges Mädel. Sie spielt, alleine und mit ihren Brüdern, mit uns und der Baysitterin. Sie füttert ihre Puppen, kocht Essen, schneidet Holzkuchen aus dem Kaufladen vom Christkind klein, um ihn dem nächstbesten anzubieten: „Da, Papa! Kuuchen! Kisse dauf!“ (Kirschen drauf). „Essen, hmmmm!“

Sie guckt ihren großen Brüdern zu und spielt dann auch Auto, LEGO, Rakete, Piraten. Am liebsten ist es ihr, wenn viiiel los ist. Am Sonntag waren wieder mal fünf Kinder hier – der beste Freund des Großen und der beste Freund des Kurzen kamen zum Spielen. Es waren herrliche Stunden, alle saßen im Wohnzimmer auf dem Boden und bauten an einer riesigen LEGOduplo-Anlage. Die Maus mittendrin und überglücklich.

Und das ist das tollste: Sie spricht inzwischen wie ein Buch. Sätze um Sätze sprudeln aus ihr heraus, Verben und Adjektive, Pronomen und was noch alles haben Einzug gehalten in ihren Sprachschatz.

  • „Putzen, Mama! Beesen!“
  • „Kalt! Bitte Mama, Decke haben!“
  • „Hunger! Käsebot essen!“
  • Bei der Vorbeifahrt an der Schule des Großen: „[Brudername] Ssuule! [Mausname] gooß, Ssule!“
  • Sehr niedlich: Wenn sie ein Bussi bekommt, sagt sie „Danke, lieb!“
  • Von den Cars-Autos ihres Bruders liebt sie besonders „Huck“, „Degging“ und „Finn Missai“ 🙂
  • und und und…

Was immer sie sagen will, sagt sie. Das macht sie einfach sehr „groß“. Sie beginnt auch „Ich!“ zu rufen und weiß dann, dass sie selber damit gemeint ist. Und wenn sie nicht bekommt, was sie will, kann ihr auch schon mal ein „Ach Mann!“ entfahren. Passiert etwas, heißt es „Ojeee!“

Sie trinkt immer noch gerne zwischendurch einen Schluck Muttermilch, weiß aber, dass ich davon nicht mehr immer so begeistert bin und kommt deshalb meist mit einem zuckersüßen, gewinnenden Lächeln auf mich zu, wartet dann, bis ich sie auch anschmachte, und fragt dann ganz leise und mit verschämt-verschmitztem Augenaufschlag: „Buu?“ Das ist sooo niedlich, dass ich ihr das bis jetzt meist einfach nicht verweigern kann und will. Im Frühjahr, wenn wir wieder mehr rausgehen (wo es grundsätzlich und schon lange keinen „Bu“ mehr gibt) werde ich dann mal endgültig einen Schlussstrich ziehen.

Was ich sehr klasse finde, ist, wie gut sie schon warten kann. Keine Ahnung, ob ich darüber schon mal geschrieben habe, aber das beeindruckt mich sehr. Die Jungs waren und sind ungeduldige Gesellen. Aber die Maus – wow! Sie kommt und möchte etwas, ich sage: „Ja klar, Maus, warte kurz, ich mach das hier/XY noch schnell fertig / geh noch schnell auf die Toilette oder was auch immer, dann bekommst du was zu Trinken / helfe ich dir / lese ich dir ein Buch vor etc.“ und sie sagt: „Ja!“, stellt sich hin und wartet. Ganz einfach. Ohne Geschrei, ohne Gejammer, ohne Genöle. Wunderbar!

Keine Ahnung, was sonst noch so „neu“ ist. Ich kann einfach nur sagen, dass sie ganz allerliebst und wunderbar ist und mein Mann und ich uns täglich daran freuen, dass wir zu unseren zwei Jungs auch noch unser Mädel haben. Und – unfassbar – in ein paar Monaten feiert sie ihren zweiten Geburtstag. Wahnsinn. Wo bleibt die Zeit?

[Edit:] Ach ja, und sie hilft! Sie hilft den Tisch decken, sie hilft Wäsche falten (oder zumindest reicht sie mir jedes Wäscheteil einzeln an), sie hilft putzen, sie hilft aufräumen. Es ist total niedlich, wie stolz sie ist, wenn sie helfen kann. Und sie versucht morgens immer, ihrem kleinen großen Bruder, beim Anziehen zu helfen. Ganz mütterlich macht sie ihm die Socken auseinander und versucht auch schon, sie an die Füße zu bekommen, was allerdings noch nicht klappt. Sich selber an- und ausziehen, das probiert sie auch schon mit Inbrunst aus – Reiß- und Klettverschlüsse werden da geöffnet oder geschlossen, die Schuhe an die Füße gehalten, in der Hoffnung, der kleine Fuß möge da irgendwie reinschlupfen, die Mütze und der Schal werden schon ganz selbstverständlich an- und ausgezogen und so weiter. Es ist richtig zu sehen, wie sehr die kleine Madame selbständig sein möchte. Und sie probiert es immer und immer wieder. Sehr geduldig, sehr ausdauernd. Beeindruckend. Die Jungs haben da beide viel schneller aufgegeben und sich lieber von Mama bedienen lassen…. 😉

Spät, aber doch: Die Maus ist 17 Monate alt!

Es ist schon fünf Tage her und ich komm einfach nicht dazu, den Monatsbericht zu schreiben. Ich hab noch nicht mal in den letzten Wochen schon so nebenher Facts gesammelt, wie ich das sonst öfters mal getan habe. Aber ich möchte trotzdem versuchen, ein kleinwenig von dem festzuhalten, was unsere Maus zur Zeit gerade so umtreibt und wie sie sich macht.

Motorisch hat sie mich letzte Woche total verblüfft, als sie beim Möbelschweden die kleine Treppe, die zum Spielrondell im Kantinenbereich führt, selbständig, freihändig und ohne zu fallen rauf und auch wieder runterlief – und das gleich zig Mal, nachdem sie gemerkt hatte, wie sehr mich das beeindruckt! 😉

Immer mehr finden Rollenspiele Einzug in ihren Tagesablauf. Sie „stillt“ ihre Babypuppen, geht  mit dem Kinderwagen und Taschen bepackt „einkaufen“, „putzt“ ständig irgendwo mit Tüchern rum, kocht Tee und serviert Toast in ihrer Spielküche und verarztet uns liebend gerne mit dem Doktorkoffer, wobei sie neben dem Abhören mit dem Stethoskop und dem Fiebermessen im Ohr vor allem das Spritzenverabreichen liebt („Piek!“). So passt mein Plan, ihr zu Weihnachten einen Kaufladen zu schenken, meines Erachtens wunderbar.

Andererseits habe ich aber auch das Gefühl, dass ihr tagsüber häufig langweilig ist, weil sie aus vielen ihrer Spielsachen einfach „rausgewachsen“, aber für andere Dinge ihrer großen Brüder noch zu klein ist. So beschäftigt sie sich zur Zeit viel damit, einfach alles herauszureißen und auf dem Boden zu verteilen und leider auch damit, Bücher zu zerstören. 😦  Ich kann aber zum einen nicht ständig mit ihr spielen, zum anderen kann und will ich ihr auch nicht jetzt so kurz vor Weihnachten neue Sachen kaufen. Also heißt es halt Aufpassen, ggf. Sachen wegnehmen und Aufräumen, Aufräumen, Aufräumen.

Sie spricht immer mehr und immer deutlicher, langsam reihen sich auch immer mehr Wörter aneinander. „Papa Bille, Gagi Bille, Nies Bille nein!“ zum Beispiel. Oder „Mama, Kidah Tick! Aua!“, wobei sie sich beim lautmalerischen „Tick!“ symbolisch auf den Kopf haute und mir so erzählte, dass irgendwelche Kinder in der Kindergartengruppe ihres Bruders sie wohl geschubst oder gehauen hatten, als sie dort spielte, während ich beim Basteln für den Adventsbasar half.

Sie schläft abends inzwischen wirklich ohne Stillen ein und kann so endlich auch vom Papa oder (noch zu beweisend) der Babysitterin ins Bett gebracht werden. Morgens stille ich sie noch, sie wacht zur Zeit sehr sehr früh auf (fast immer zwischen fünf und halbsechs) und so erschummle ich mir noch ein halbes Stündchen Ruhezeit. Obwohl ich es eigentlich lieber lassen würde. Aber zum einen hole ich mir so wie gesagt noch eine Verlängerung der Morgenruhe und zum anderen hat sie immer noch nur 6 Zähne, was bedeutet, dass sie immer wieder unter Zahnungsbeschwerden leidet und das Nuckeln ihr so sehr hilft, dass ich es ihr jetzt auch nicht entziehen möchte….  Sie nimmt jetzt auch ab und zu wenigstens den Schnuller, das hilft schon einiges. Das ging mir mit dem Kurzen auch so, dass ich ihm den so spät noch „angewöhnen“ musste (es ging aber, er hatte ihn z.B. nie zum Schlafen), einfach um ihm auch eine Alternative zum Stillen anbieten zu können.

Sie will in vielen Dingen einfach am allerliebsten auch schon groß sein. Sie beobachtet ihre Brüder ganz genau und was die haben/ machen, das will sie auch. Ich bringe sie zur Zeit nur unter Protest in ihr Hochstühlchen, kann ihr nur unter Protest einen Latz anziehen, sie will essen, was die anderen haben und spielen, was die anderen spielen. Was dazu führt, dass sie z.B. ein glühender „Lightning McQueen“-Fan ist! 😀

So, jetzt ist es zehn nach elf und ich geh ins Bett! Genug erzählt von unserer niedlichen kleinen Maus, die sooo schnell schon sooo groß geworden ist! Kaum zu glauben, dass sie an Weihnachten schon 1 1/2 Jahre alt sein wird!