Wozu so eine Zwangsdiät gut ist

Nun esse ich ja seit guten zwei Wochen zwangsweise diabetikergerecht. Zu Beginn schien mir diese Aufgabe fast über den Kopf zu wachsen, denn es ist nicht einfach, ein Mittagessen auf denTisch zu bringen, das zum einen in überschaubarer Zeit zubereitet ist, zum anderen den Kindern schmeckt UND mir/meiner Situation gerecht wird.

Inzwischen sehe ich das ganz anders. Ich habe recht gut heraus, was / welche Nahrungsmittelkombis ich gut vertrage und tausche Zutaten, die die Kids ablehnen, einfach gegen akzeptierte Alternativen aus. So gibt’s, wenn ich mir ein Stück Lachs gönne, einfach noch ein paar Fischstäbchen dazu oder ich mache zwei Gemüse, den Fenchel für mich, die Karotten für die Kinder usw. Das ist definitiv ein Mehraufwand, aber es geht besser, als ich gedacht habe – und, was mir viel wichtiger ist – ich betreibe ihn GERNE, einfach, weil es mir Spaß macht und gut tut, endlich mal wieder zu essen, was MIR schmeckt! Im Laufe der Woche ging mir nämlich auf, dass ich in den letzten Jahren viel zu viel Rücksicht auf die Kinder genommen habe. In den letzten 10 Tagen habe ich mindestens 5 Gemüsesorten zu mir genommen, die ich nur noch aus der Auslage im Supermarkt kannte…. Und es tut so verdammt gut! Die Kinder würden den aktuellen Zustand wohl anders beschreiben, die sind eher „not amused“, aber das ist mir echt gerade mal komplett egal!  😉

Auch wenn sie das sicher nicht nachvollziehen können, denke ich, dass sie dadurch auch wieder die große Chance bekommen, andere  Geschmäcker auszuprobieren und vielleicht, vielleicht ja so nach 5-10 mal „nur einen Bissen probieren“ womöglich am einen oder anderen Menübestandteil doch Gefallen finden werden. Wer weiß… Es ist auf jeden Fall sicher besser, als immer nur zwischen Karotte und Brokkoli zu wechseln, da wird man ja bekloppt auf die Dauer….!

Ich für meinen Teil jedenfalls habe an meiner Ernährungsumstellung einen solchen großen Gefallen gefunden, dass ich sie ganz sicher auch nach der Schwangerschaft beibehalten werde. Endlich wieder so richtig gesund und vitalstoff-strotzend essen, njam, das ist so fein! Und noch dazu fühle ich mich um so vieles besser! Mir geht’s so gut wie seit Ewigkeiten nicht. Das möcht ich nicht mehr hergeben! Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte! Mein Mann zieht zum Glück mit, das ist schon die halbe Miete…

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Alles dreht sich um die Werte

…zumindest in meinem Leben und in den letzten Tagen…  Gestern war ich bei meiner Internistin und sie gibt mir jetzt noch bis nächsten Mi Zeit, um die Werte alleine durch die Ernährung in den Griff zu bekommen. Falls sie bis dahin noch nicht perfekt sind, muss ich Insulin spritzen.

Mein Nüchternwert war heute morgen zum ersten Mal unterhalb der Toleranzgrenze, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ich führe das darauf zurück, dass ich den auf vielen Ernährungsplänen empfohlenen „Abendsnack“ (so gegen 21:00/21:30 Uhr) weglasse und stattdessen nur zwei Tassen Kräutertee schlürfe.

Leider hat mir nun das Frühstück wieder einen zu hohen Wert beschert – 164 liegt definitiv viel zu weit über der Grenze  von 140 – und ich weiß nicht mal genau, woran es lag. Vielleicht die Vollkornbreze? Zu viel Frischkäse? Muss ich meinen großen Pott Milchkaffee, den ich morgens so liebe, doch auf einen  Normkaffee „abspecken“ ? Hmm. Noch habe ich eine Woche Zeit, um es hinzubekommen. Aber es ist echt ne Wissenschaft für sich. Puh. Alles nur für Dich, Madämsche!

So viel zu tun, so viel erlebt

Ich komme zur Zeit überhaupt nicht mehr dazu, hier irgendwas zu schreiben, es ist einfach zu viel los! Ständig brennt es irgendwo (Auto kaputt, Kindergeburtstag wg. Teilnehmermangel umplanen, pipapo…) und zu alledem habe ich letzte Woche Di auch noch den SS-Diabetes-Schnelltest beim Doc „nicht bestanden“ und musste deshalb noch den langen Test hintenan schieben. Der brachte ans Licht, dass ich tatsächlich einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt habe! 😦

Auf den Telefonanruf hin, dass beim Schnelltest was nicht stimmt, habe ich sofort komplett meine Ernährung angepasst und so schaut es jetzt, wo ich seit zwei Tagen ein Blutzucker-Messgerät habe, relativ gut aus. Nur der Nüchternwert ist noch etwas zu hoch, die anderen nach den Hauptmahlzeiten sind unterhalb der Toleranzgrenze und somit ok.

Mann, zuerst hat es mich echt gebeutelt, ich hatte solche Angst, dass das Ganze der kleinen Maus schon irgendwie geschadet hat! Aber jetzt hoff ich mal, dass bis jetzt alles ok ist und ich das Problem so gut in den Griff bekomme, dass nichts weiter passiert.

Die Ernährungsumstellung macht mir weniger Probleme als gedacht, im Prinzip bin ich froh, dass ich dadurch gezwungen bin, mich gescheiter zu ernähren. Über die Ostertage habe ich echt angefangen so viel Mist zu essen, ich hatte schon ein total schlechtes Gewissen! Lauter Kuchen, Schoki, Süßigkeiten – furchtbar, echt!

Jetzt muss ich halt mal abwarten, wie es sich alles weiter entwickelt. Am Di habe ich wieder einen Termin bei meiner Internistin, da will sie die bis dahin gesammelten Werte mit mir besprechen und ggf. weitere Maßnahmen ergreifen. Ich hoffe nur, dass sie mich nicht dazu zwingt, Broteinheiten zu messen, das ist sooo stressig! Miss mal Mengen ab, wenn du für die Familie kochen musst und nicht ständig die Extrawurst essen willst… 😦

Interessant ist, dass ich mich in den letzten Wochen auch extrem müde gefühlt habe. Ich habe es dann auf schlechte Nächte, auf das Wetter und auf sonstwas geschoben – heute weiß ich, das kam vom zu hohen Blutzuckerspiegel! Seit ich anders esse, geht es mir diesbezüglich viel besser, ich bin wieder deutlich leistungsfähiger, wacher, agiler! Zum Glück, denn es stehen insgesamt noch fast vier Wochen ohne meinen Mann an, Wochen in denen er von So oder Mo bis Fr weg ist und ich alleine mit allem klarkommen muss. Davor ist mir trotz der Besserung doch etwas mulmig, vor allem, weil die letzten Wochen so spät liegen, er ist Anfang bis Mitte Juni weg und Ende Juni ist ja schon Termin!

Ach ja, die Sache mit dem Stillen

Gerade wird wieder viel übers Stillen geschrieben – bei Kassiopeia und Frau Miez zum Beispiel – und da kommen bei mir natürlich auch wieder eine Menge Gedanken hoch, die ich nun gerne „zu Papier“ bringen möchte.

Ich habe bereits zwei Kinder gestillt, es kam für mich damals nichts anderes in Frage und es hat zum Glück auch geklappt. Beide 6 Monate voll und den Großen dann bis zum 9. Lebensmonat, den Kleinen sogar fast bis zu seinem 2. Geburtstag. Auch das dritte möchte ich stillen, und ich habe inzwischen so viel drüber gelernt, dass ich weiß, dass es eine ganz zentrale Sache gibt, die Stillen überhaupt erst möglich macht – und das ist Gelassenheit.

Das schreibt sich so schön hin und jede(r) weiß, dass es sich viel viel einfacher liest, als es ist. Gelassen bleiben, auch wenn mal etwas nicht so läuft, ist eine große Tugend, die erst mal erlernt sein will.

Ich erinnere mich noch ganz genau an die Stillzeit mit meinem Großen, damals noch Stillen nach Zeitplan, nicht mehr so streng wie anno dazumal, aber doch so einigermaßen regelmäßig. Was dazu führte, dass der Knopf seine Schübe natürlich nicht ausleben konnte, ich nicht merkte, dass er mehr braucht und prompt das gefürchtete Grauen über uns hereinbrach: die Milch langte plötzlich nicht mehr. Ich war panisch, begann ihn vor und nach dem Stillen zu wiegen, fühlte mich wie der komplette Versager und meine damals größte Angst hing wie ein Damoklesschwert über uns – Fertigmilch!!! All diese Gedanken führten nur zu kompletter Verkrampfung meinerseits und daraus resultierend natürlich dem weiteren Wegbleiben von Milch. Erst das Stillen im Halbschlaf in der Nacht, ohne Stress, weil zu müde zum Stressen, zeigte mir, dass es doch noch klappt und ließ mich durchhalten.

Heute kommt mir das alles ziemlich lächerlich vor, bei unserem Zweiten war ich sehr viel gelassener und ließ mich nicht verunsichern, nicht einschüchtern und vor allem auch nicht von eigenen Ansprüchen unter Druck setzen. Sollte es klappen, würde es klappen, wenn nicht, dann nicht, nahm ich mir vor. Zudem war mir von Anfang an klar, sollte die Milch mal nicht (mehr) reichen, bekommt der kleine Herr eben zwischendurch mal ein Fläschchen. Punkt. In den ersten Tagen habe ich auch wirklich etwas zugefüttert, da ich per Kaiserschnitt entbinden musste und in diesem Falle der Milcheinschuss einfach länger auf sich warten lässt. Das machte mir nichts aus, ich wusste ja, sie wird noch kommen. Ich wusste aber auch, ich will nicht, dass der kleine Mann vor Hunger weinen muss. Und alles wurde gut. Lustigerweise hatte ich in dieser zweiten Stillzeit niemals zu wenig Milch, und ich führe das auf zwei Umstände zurück: zum einen auf meine absolute Gelassenheit und zum anderen auf das Stillen nach Bedarf.

Und trotzdem habe ich bezüglich unseres dritten Kindes wieder andere Vorstellungen. Ich war nämlich mit Kind Nr. 2 mit einem kompletten Bu.senfeti.schisten gesegnet, der wohl heute noch an meiner Brust hängen würde, hätte ich nicht selber die Initiative ergriffen und ihn von seinem ersten Geburtstag an schrittweise aktiv entwöhnt. Dieser Prozess dauerte bis eine Woche vor seinem zweiten Geburtstag, er war langwierig und verlangte auch mir einiges ab, auch weil ich den Anspruch hatte, ihn so zu entwöhnen, dass er kein „Verlust-Trauma“ davontragen würde. Es hat geklappt, darauf bin ich stolz. Trotzdem war mir schon in den ersten Tagen meiner dritten Schwangerschaft klar, dass ich so einen Marathon nicht mehr schaffen und auch gar nicht mehr wollen würde.

Ein paar Dinge möchte ich nun im Sommer in der „dritten Runde“ anders machen:

  • ich möchte versuchen, so ein „Mittelding“ zwischen sturem Zeitplan und völliger Bedarfsorientierung zu finden, denn es wäre mir schon wichtig, mir durch das Wissen, dass ich erst wieder in ca. x Stunden „gefragt“ bin, ein klein wenig mehr Freiheit zu sichern
  • ich möchte versuchen, unser Kind von Anfang an auch an das Trinken aus einem Fläschchen zu gewöhnen, im Idealfall gefüllt mit Muttermilch, aber ich werde auch nicht den „Idealistentod“ sterben, wenn es Fertigmilch ist. Dadurch erhoffe ich mir ebenfalls ein wenig mehr Freiheit und auch das Wissen, dass das Kind auch dann nicht „verhungern“ bzw. sich mit Unbekanntem quälen muss, wenn ich aus welchen Gründen auch immer mal nicht stillen kann oder will
  • Ich möchte früher mit dem Abstillen beginnen, denn noch mal zwei volle Jahre Stillen möchte ich auf gar keinen Fall

Tja. So sieht das im Moment aus. Aber wie ich schon bei Kind Nr.2 erfahren musste, werde ich diese Rechnung nicht ohne den Wirt machen können. 🙂 Ob es also so oder ganz anders laufen wird, steht (noch) in den Sternen. Eins weiß ich jedoch genau: wie auch immer es laufen wird, das Hauptkriterium wird bleiben: was ist für alle Beteiligten das Beste? Und genau das werde ich dann nach bestem Wissen und Gewissen tun. Ganz gelassen. Hoffe ich doch. 🙂

Salat kreativ

Was macht man, wenn man als schwangere Mama Appetit auf gaanz viel Salat hat, aber mit einer Familie von pingeligen Salatkaschperln gesegnet ist? (Na gut, mein Mann nicht, aber die Kinder und auch der Papa unseres Großen… ooweeh! ;-))

Ganz einfach, man richtet ein Salatbuffet an, sogar mit zwei verschiedenen Dressings (Balsamico und Joghurt):

Njam, lecker war’s! Und es hat so tatsächlich JEDER Salat gegessen! Mein Mann und ich von allem, der Rest eben nur so pick-pick und trotzdem sicherlich mehr, als wenn ich alles in eine Schüssel geworfen hätte… ;-)

Hormone oder Kalorien?

Seit heute morgen um halbfünf ist mir schlecht. Ich weiß allerdings nicht, ob es von der Schwangerschaft kommt oder von der oberleckeren, aber total fettig-schweren Riesenportion Kässpätzle mit Zwiebeln und Feldsalat, die ich mir gestern abend reingezogen habe. 😉