Doofe Übergangszeit

Meine beiden Jungs haben es ja schon lange hinter sich, aber die Maus steckt gerade mittendrin – in der Phase, in der der Mittagsschlaf total abgelehnt wird, sie auch um die Mittagsschlafzeit nicht mehr (bzw. noch nicht) müde ist, aber leider leider eben noch nicht bis abends wirklich durchhält.

Meine Jungs haben tagsüber in dem Alter gar nicht mehr so lange geschlafen – maximal eine Stunde, eher weniger. Da ist das dann an dem Punkt, an dem sie das nicht mehr wollten, gar nicht soo sehr ins Gewicht gefallen. Aber die Maus schläft, wenn sie denn nun mal schläft, locker 1 1/2 bis 2 Stunden. Und die fehlen ihr dann natürlich am Nachmittag.

An solchen Tagen ist sie spätestens gegen vier, halbfünf so müde, dass so gut wie gar nichts mehr geht. Entweder sie schläft uns dann trotz aller Wachhaltversuche trotzdem so zwischen fünf und sechs ein oder wir schaffen es, sie durchzuziehen. Dann ist sie aber irgendwann so übermüdet, dass sie nur noch brüllt und tobt und letztendlich auch nicht mehr in Ruhe ins Bett zu bringen ist.

Im ersteren Fall schläft sie dann durch bis irgendwann zwischen vier und fünf Uhr in der Früh und ist dann nicht mehr zum Weiterschlafen zu bewegen. Ächz!

Im zweiteren Falle ist einfach die Zeit am Abend zu nix mehr gut und das Gebrüll ist sehr anstrengend. Auch ist sie dann am kommenden Tag irgendwie durch den Wind.

Ich habe schon so einiges probiert, aber ich komme einfach auf keinen grünen Zweig, wie ich das mit dem Schlafen im Moment handhaben soll.

Tagsüber ist sie einfach nicht mehr zum Schlafen zu bewegen, sie „hummelt“ und wurstelt die ganze Zeit im Bett herum, nur damit sie ja nicht zur Ruhe kommt, geschweige denn einschläft. Leider hat sie die letzte Woche in der Kita ebenso schlecht bzw. auch gar nicht geschlafen. 😦  Sie macht auch mittags einfach keinen müden Eindruck. Sie gähnt nicht, reibt sich nicht die Augen, ist nicht weinerlich, gar nichts.

Hat irgendjemand eine Idee, wie wir diese doofe Übergangszeit einigermaßen gut rumbringen können, ohne dass sämtliche Rhythmen dabei den Bach runtergehen?

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Frau Kugelhochs Tipps für junge Eltern – Tipp #12

Uhr als Nachtlicht

Alle Eltern stolpern zeitweise Nacht für Nacht durch den dunklen Flur in die Kinderzimmer jammernder, weinender, rufender Sprösslinge. Oft genug ist es mir passiert, dass ich, aufgeweckt aus dem Tiefschlaf, vergaß, vorher noch schnell einen Blick auf die Uhr zu werfen, damit ich mir die entsprechende Strategie auf dem Weg ins nächste Zimmer zurechtlegen konnte – „Pschhhht, weiterschlafen…“, „Komm mit, wir kuscheln noch in meinem Bett“ oder „Guten Morgen!“…

Am schlimmsten jedoch war die Nacht, in der ich im Tran die Zeiger meines Weckers verwechselte und mein jammerndes Kind bereits fröhlich auf der Wickelkommode morgenfertig machte, als mein Mann leicht verwirrt zur Tür reinschaute und meinte: „Äääh, was TUST du da? Es ist zwanzig vor drei!“ – „Upps! Nicht viertel nach sieben???“

Das sollte mir nie wieder passieren! Also schaffte ich Abhilfe in Form des Time Blocks, einer quaderförmigen Uhr, die mit LEDs digital die Zeit anzeigt. Ich plazierte sie an  einer gut einsehbaren Stelle im Flur und die Vorteile wurden von Nacht zu Nacht deutlicher:

  • Digital angezeigte Zeit kann nicht mehr „verwechselt“ werden. 3:32 ist 3:32 und nicht viertel nach sechs! 😉
  • Das Leuchten der Ziffern ersetzt gleichzeitig ein Nachtlicht – alles ist gut erkennbar und Bekanntschaften zwischen nackten Halbschlaffüßen und fiesen kleinen Legosteinchen können weitestgehend vermieden werden
  • Die Ziffern sind so groß, dass ich sie sogar ohne Brille erkennen kann – und ich bin wirklich übelst kurzsichtig! 🙂

Alles in allem eine durchweg empfehlenswerte Anschaffung!

Time Block - gibts in verschiedenen LED-Farben von weiß über blau bis rot

Zum Heulen

Gerade die Tage hat eine Bloggerin so treffend darüber geschrieben, dass sie ihre Kinder ab und zu gerne mal aussetzen würde, gleich nachdem sie sie vom Kindergarten geholt hat… ich glaube es war Katja von 24sieben. Habe gerade keinen Nerv, es nachzuprüfen oder gar einen Link zu setzen.

Denn mich k…t es gerade auch gewaltig an. Ich bin seit undenklichen Zeiten nicht mehr abends weggewesen. Bis vor guten vier Wochen ging es eh nicht, weil ich ja nachts noch gestillt habe und seitdem hatte es sich einfach noch nicht ergeben.

Nun wäre heute sozusagen „Premiere“ gewesen – nichts Wildes, nur ein gemütliches Abschlussessen des Elternbeirats unserer Kita. Nichts desto Trotz hatte ich mich wirklich drauf gefreut – in Ruhe essen! – Erwachsenengespräche! – mal nicht zuständig sein!

Tjoa. Und nun. Der Kurze ist noch angeschlagen, die Kleine krank. Und wie der Teufel will, schläft keiner von beiden. Bis jetzt nicht. Der Kurze nicht, obwohl er seit einer geschlagenen Stunde im Bett liegt und die Maus nicht, weiß der Geier warum. Sie schreit und schreit und schreit, egal ob jemand bei ihr ist oder nicht. Schmerzen können es schier nicht sein, weil ich ihr zum Schlafen ein Fieberzäpfchen gegeben habe. ISie hat die Tage jetzt sehr viel gestillt tagsüber, einfach weil sie so schlecht beeieinander war. Vielleicht ist es das. Sie langt ständig nach meiner Brust und ist stocksauer, wenn ich ihr erkläre, dass der Bu.si nachts leer sei.

Grmpf. Die anderen sitzen jetzt seit einer Dreiviertelstunde gemütlich beisammen, essen was Leckeres (ich habe HUNGER!) und ratschen. Ich sitze hier, bin gerade von meinem Mann abgelöst worden und ärgere mich schwarz. Ich kann ihn auch mit dieser Situation nicht alleine lassen. Außerdem würde mein Kleiner ausflippen, wenn er mitkriegen würde,dass ich gegangen bin. Der kann das bis heute kaum ab.

Nun werden wir uns halt ablösen und ich schmier mir ne Stulle. Es ist doch so zum Heulen! 😦

[Edit:] Der Kurze ist gegen 21:45 endlich eingeschlafen, die Maus um 23:15 !!!! Die Nacht war mehr als bescheiden. Die Maus hat heute Durchfall. Gestern vormittag hatte sie übrigens im Sandkasten aus einem Sandförmchen ein gut abgestandenes Sand-Regenwassergebräu gesüffelt…. *seufz*

Nerven behalten

Unser Kurzer kostet mich zur Zeit eine Menge Nerven. Nachdem er in den Monaten vor Weihnachten immer aggressiver wurde und ich dieses Verhalten als Überforderung seinerseits durch seine eigenen Trotzphase, durch die neue Familiensituation sowie durch die neuen Erfahrungen im Kindergartenalltag identifiziert hatte, entschloss ich mich, ihn nachts (und eben auch wieder abends – ich liege bei ihm, bis er schläft) ganz nah zu mir, d.h. in mein Bett zu holen. Diese Entscheidung kostete mich einiges an über die Jahre gewonnener Freiheit, verfehlte aber ihr Ziel nicht – er wurde wieder ruhiger, sicherer, entspannter.

Nachdem der Sturm über den Jahreswechsel etwas abgeebbt war und ich die wiedergewonnene entspannte Atmosphäre genoss, rollt nun eine neue Welle an – er beginnt, dieses neue Schlafritual infrage zu stellen und probiert aus, in wie weit er sich mit eigenen Wünschen durchsetzen kann.

Begonnen hatte es vor ein paar Wochen mit „Ich habe Hunger“, kurz bevor er ins Bett sollte. Dem kam ich zuvor, indem ich ihn immer kurz vor dem eigentlichen Gang ins Bad noch einmal von mir aus fragte und er die Möglichkeit bekam, ggf. noch etwas zu sich zu nehmen. Nun hat er vor ein paar Tagen vom großen Bruder gehört, dass der vor dem Schlafengehen noch liest. Also will er das nun auch. Wir lesen sowieso, und zwar vor dem Schlafengehen im Wohnzimmer. Denn im Kinderzimmer geht es nicht, da schläft ja schon die Maus im Bett gleich nebenan. Er wird aber fuchsteufelswild und will das unbedingt. Bis jetzt habe ich noch keine Lösung gefunden, die allen gerecht wird, bin aber noch am Grübeln. Irgendwo ist es ja gut, wenn er wieder selbständiger wird, andererseits muss (und vor allem kann) ich nicht allen Ideen nachgeben.

Also hatten wir  die letzten Tage wieder heftige Diskussionen. Letztendlich geht es nämlich darum, dass er einfach nicht ins Bett will. Er ist aber hundemüde und braucht den Schlaf auch. Länger auflassen bringt leider gar nichts, habe ich schon probiert.

So auch heute. Er spackte in der Dunkelheit neben mir rum und versuchte es mit allem, was ihm einfiel. Hunger, gar nicht müde, zu heiß, zu kalt, Hemd nass gelutscht, Akrobatik statt liegen…. usw. 😉

Als ich merkte, wie ich selber schon Aggressionen bekam, startete ich mein Gedankenkino:

Der Kurze feiert seinen 18. Geburtstag. Alle sitzen um den Tisch, sind fröhlich. Er ist zu einem hübschen jungen Mann herangewachsen. Ich schaue ihn an, lache und sage: „Mensch, weißt du noch, du hast uns als kleines Kind manchmal den letzten Nerv gekostet mit deinem unglaublichen Dickschädel! (alle lachen). Dann erzähle ich die eine oder andere Anekdote und schließe meine kleine Rede mit den Worten „Ich bin mir sicher, dass du es mit deinem Dickschädel noch ganz weit bringen kannst im Leben, wenn du ihn richtig einsetzt!“

Unglaublich, was diese innere Distanz alles auslösen kann. Ich hatte meinen kleinen Rebellen sofort wieder ganz lieb und konnte gelassen bei ihm sein und ihn seine kleinen Kämpfe kämpfen lassen. Mit liebevoller Konsequenz.

Ich kann nicht mehr

Seit Monaten gibt es kaum  noch Schlaf für mich. Heute Nacht der Gipfel: Ich habe ÜBERHAUPT KEIN AUGE zugemacht. Es ist nicht mal nur die Maus, nein, es ist vor allem der Kleine, der alle zwei bis drei Tage ab drei, halbvier wach ist und nicht mehr einschläft, egal, was ich tue. Er ist todmüde, grantig, gähnt, das volle Programm. Aber Schlaf? Fehlanzeige.

Auszug aus Wikipedia:

Schlafentzug als Folter

Dauerhafter Schlafmangel führt zu körperlichen Beschwerden (beispielsweise erhöhte InfektanfälligkeitKopfschmerzen) und zu psychischen Problemen (beispielsweise Denkstörungen,MüdigkeitHalluzinationenReizbarkeit). Dauerhafter methodischer Schlafentzug wird daher auch als Methode der Folter unter anderem dazu eingesetzt, um klares Denken des Opfers zu unterbinden und um den Willen sowie die Widerstandskraft des Opfers zu brechen und so beispielsweise Aussagen zu erpressen.

Im alten Kaiserreich China diente der Schlafentzug über Tage und Wochen dazu, Schwerverbrecher hinzurichten. Durch Schlagen, Schmerzreize und Kitzeln wurden diese wach gehalten. Nach einigen Tagen bekamen sie Wahnvorstellungen und bald darauf starben sie.

Schlafentzug war beispielsweise in der Sowjetunion oder der DDR eine gängige Praxis bei den Verhören von Verdächtigen, die teilweise wie am Fließband von verschiedenen Personen abwechselnd befragt wurden (diese Folter wird auch in Solschenizyns Archipel Gulag geschildert). Kombiniert mit Einschüchterungen, DrohungenEntzug von Nahrung und Wassersowie qualvollen Körperhaltungen war es ein weit verbreitetes Druckmittel.

In dem von den USA in Guantánamo betriebenen Gefangenenlager wurde häufig versucht, Häftlinge durch Schlafentzug bei Verhören zur Kooperation zu bewegen. Es kamen verschiedene Methoden zum Einsatz[3][4]:

  • Verändern der Wach- und Schlafzeiten, z. B. Verlegung der Schlafzeit auf den Tag
  • Verkürzung der Schlafzeit auf 4 bis 6 Stunden pro Tag über einen mehrwöchigen Zeitraum
  • Zellenverlegungen alle paar Stunden, Tag und Nacht über ein bis zwei Wochen (frequent flyer program genannt)

Schlafentzug wird auch heutzutage noch oft als Foltermethode angewandt, unter anderem weil er keine nachweisbaren körperlichen Spuren beim Opfer hinterlässt und auch psychische Schäden als Folgeschäden schwer nachweisbar sind (sogenannte Weiße Folter).

Müde.

Grausame Nacht gehabt.

  • 23:30 – Todmüde ins Bett gefallen
  • 0:15 – der Große hatte Alpträume, verfrachte ihn zum Kleinen ins Bett
  • 2:15 – die Maus hat Hunger
  • 3:30 – die Maus ist wach. Hellwach.
  • 5:30 – Endlich schläft sie wieder
  • 6:30 – Wecker vom Göttergatten klingelt. Ich darf liegenbleiben!
  • 7:30 – der Kleine wacht auf und hat sofort einen 15minütigen Tobsuchtsanfall von dem die Maus aufwacht.

Erste Aufgabe des Tages:Mann zur S-Bahn fahren, da sein Geschäftswagen kaputt ist und er sonst nicht zum Flughafen kommt. Dafür mich und beide Kinder anziehen, den einen gegen seinen Willen. Dabei festgestellt, dass nun auch die Maus fiebert. 😦

  • 8:30 – beide Kinder in Jacken frickeln. Die Maus wimmert. Schnell noch Nurofen, damit das Fieber nicht unterwegs immer höher steigt.
  • 8:45 – Los gehts.
  • 8:55 – Stau. Wir müssen nicht nur 10 Min. bis zur S-Bahn sondern 30 Min. bis zum Flughafen fahren, weil der Gatte sonst den Flieger verpasst.
  • 9:15 – Ankunft am Flughafen. Bis hierhin sind die Kids wenigstens ruhig gewesen.
  • 9:20 – Der Kleine bekommt den nächsten Anfall, weil ihm zu warm ist. Wir sitzen ja nun auch schon 10 Minuten länger im Auto als geplant. Ich kann nicht anhalten mitten auf der Autobahn, muss ihn auf später vertrösten.
  • 9:35 – Jetzt könnten wir anhalten, er jammert aber nicht mehr. Also fahre ich weiter. Es ist ja nicht mehr weit.
  • 9:36 – Kaum am Parkplatz vorbei zetert er aufs Neue los. Naja, selber schuld, Mama… :/
  • 9:45 – Endlich wieder daheim! Zum Glück ohne weitere Schäden.

Ich bin am Ende. Und jetzt wieder zwei Tage ohne Mann und das mit kranken Kindern. Seufz. Ja, ich jammere. Das darf ich auch mal.

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