Countdown – übermorgen geht’s ab in die Klinik!

Schluck! Mein Zustand wechselt stündlich zwischen total aufgeregt, freudig-erwartend, grottenmüde, geschäftig oder panisch mit Fluchtgedanken. Es ist doch komplett anders, zu wissen, wann es losgeht! Ich kann nicht sagen, dass es besser oder schlimmer wäre, aber es ist einfach vollkommen „anders“.

Häufig fühle ich mich in diesen Tagen sehr müde und erschöpft. Mein Körper sammelt Kraft und holt sich alle Ruhe, die er brauchen kann. Ich schlafe zu allen möglichen (und unmöglichen) Gelegenheiten ein.

In manchen Augenblicken bekomme ich einfach einen Heidenrespekt vor dem, was da kommt – es ist etwas anderes, im Geburtsverlauf gesagt zu bekommen „Es geht nichts mehr, wir müssen schnippeln!“ , als freiwillig zur Tür hereinzuspazieren und von sich aus zu verkünden: „Na, dann holt mal das Skalpell!“…

Zu anderen Zeiten freue ich mich einfach ganz viel sehr und arg auf unsere Mauseline und kann es kaum erwarten, sie in den Armen halten zu dürfen. Versuche mir vorzustellen, wie sie wohl aussieht, wie sie duftet, sich anhört, wie sie sich anfühlt, wie winzig und federleicht sie sein wird im Vergleich zu meinen großen Jungs…

Dann wieder würde ich am liebsten alles abblasen. Würde anrufen und der Klinik und dem Rest der Welt verkünden: „Ihr könnt mich mal, ich warte! Bis die Mauseline ganz von alleine herauskommen will!“  Wenn das nicht alle Planungen wieder über den Haufen werfen würde, zig Leute beträfe, die dann doch wieder ungewiss in den Startlöchern sitzen und bangen würden, dann wäre das im Moment genau das, wonach mir wäre.

Und die meiste Zeit habe ich einfach gar keine Luft, um über all das nachzudenken, sondern wirble durch die Gegend, um alles noch in Ordnung zu bringen, bevor es losgeht. Schnell noch die abgelaufenen Bücher der Kinder in die Bücherei, Betten frisch beziehen, putzen, schrubben, Vorräte auffüllen….

Meine Güte, welch Achterbahnfahrt! Ich bin leicht angestrengt. Und der Zeiger auf der Uhr rückt unaufhörlich vor, lässt die Stunden und Tage dahinschmelzen. Das Ziel vor Augen.

Vorsorge 36+4

Gestern beim Doc: Jetzt hatte ich doch in den letzten Wochen sooo viele Wehen, und auch welche, die so richtig „schön“ weh taten, und der MuMu ist (leider) immer noch gaanz fest zu. Grmzz. Naja, bei den beiden anderen war das auch so, da stand er wirklich bis kurz vorher wie eine Eins. Am wichtigsten ist, dass es der Mauseline gut geht. Sie ist ein bisschen kleiner als der Durchschnitt, was den Doc im Hinblick auf den Diabetes natürlich erfreut, mich aber schon wieder verunsichert hat… ein Gutteil der gemessenen Werte bezieht sich auf SSW 34, also etwa 14 Tage „hinterher“, obwohl sie immer zeitgerecht entwickelt war bisher. Auf meine Nachfrage, ob das von der Diät kommen könnte, meinte er nur, das denke er nicht und ich solle mir keine Sorgen machen, das wäre völlig ok so. Auch Plazenta und Nabelschnur wären vollkommen i.O. Ich mach mir trotzdem welche…. 😦  Hoffentlich passt alles!!!

Meine Hebi hat heute gemeint, ich soll mir echt keinen Kopf machen! Das wär vollkommen ok und je später in der SS, desto größer die Abweichungen beim Messen. Stimmt ja alles, weiß ich. Trotzdem wars mir mulmig. Und heute beim CTG hatte die Maus einen ziemlich hohen Puls, obwohl ich echt genug getrunken hatte… komisch. Ich glaub, ich muss doch noch mal die Hebamme mit meinem Telefonat nerven und nachhaken. Doofe Schwangeren-Panik, menno!

Oje…

Ich schreib irgendwie nix mehr… die Wochen sind so voll, ich bin langsam einfach „schreibmüde“ geworden, kam gar nicht mehr hinterher vor lauter Action. Und dann hatte sich irgendwann so viel angestaut, dass ich das Blog lieber ignoriert habe, als mich dran zu machen.

Aber jetzt möcht ich doch wieder weiterberichten.

Mir geht’s erstaunlich gut dafür, dass ich spätestens in guten vier Wochen entbinden werde. Ich schlafe noch ganz gut, der Rücken ziept nur ganz wenig und Haushalt und Kinder bekomm ich noch relativ gut auf die Reihe. Klar wirds schwieriger, klar lass ich alles etwas langsamer und lockerer angehen, aber im Großen und Ganzen passt es doch, darüber bin ich echt froh!

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das in meinem Alter noch so wuppe. Eigentlich sogar besser als in den ersten zwei Schwangerschaften. Die Akupunktur-Fähigkeiten meiner Hebamme tragen da massiv dazu bei. Meine Wassereinlagerungen halten sich absolut in Grenzen und Sodbrennen bekomm ich nur, wenn ich mal einen Termin sausen lassen muss. Echt spitze!

Vorgestern hatte ich zum ersten Mal regelmäßige und auch schmerzhafte Wehen, ich dachte schon, die Maus will jetzt schon raus. Zum Glück waren es aber wohl nur Senkwehen, denn in der Badewanne waren sie dann wie weggeblasen. Zum Glück, denn noch wäre die Kleine ein Frühchen. Noch ein paar Tage, dann komm ich in die 37. Woche, dann schaut es auch wieder anders aus. Allerdings ist dann mein Mann für drei Wochen jeweils von Mo-Fr weg auf Dienstreise und das liegt mir doch sehr im Magen! Hoffentlich bleibt die Maus noch drin bis zur 39. Woche! Ich fände es sehr, sehr schade, wenn er bei der Geburt seiner Tochter nicht dabei sein könnte!

Auf jeden Fall habe ich einen Notfallplan, kann auf gute Freundinnen zurückgreifen und packe gerade die Kliniktasche. Nur zur Sicherheit!

Ansonsten freu ich mich jetzt schon wie irre auf unser Mäuschen! Sie ist schon so groß, manchmal ist der Bauch ganz schief und sie beult ein Knie raus, das ist immer noch genauso beeindruckend wie in den beiden anderen Schwangerschaften, es „menschelt“ einfach schon so sehr da drin in meinem Bauch! Das Zimmer ist auch so gut wie fertig, demnächst mach ich dann noch mal Fotos.

Ein Hammertag

Mann. Ich bin echt fertisch, ey!

Heute morgen ging es schon damit los, dass unser Großer, der heute mit dem Zug zum Papa fahren sollte, weil der mit ihm zur DTM auf den Hockenheimring möchte, seine Schulter nicht mehr rühren konnte. „Aua!“, jammerte er, als ich ihm ratlos Beinwell draufschmierte und dann stellte sich raus, dass er nicht mal den Schulranzen schultern konnte.

Also schwang ich mich kurzerhand im Schlafanzug ins Auto, betete, mir möge keine Panne dazwischenkommen, und fuhr den Invaliden zur Schule. Wir hatten ausgemacht, dass er sich abholen lässt, sollte es nicht besser werden, dass er in diesem Falle aber auch nicht wegfahren kann.

Zum Glück sind zur Zeit meine Schwiegereltern anwesend, die mir helfen, das Mausezimmer vorzubereiten. So musste ich wenigstens nicht auch noch den Kurzen mitschleppen. Wieder zurück hängte ich mich erst mal ans Telefon, um sowohl den Vater des Kindes als auch meinen Mann (der auch direkt von der Dienstreise aus sich an den Wochenendtrip anschließen wollte) darüber zu informieren, dass das ganze womöglich ins Wasser fällt…

Fünf oder sechs Telefonate später stand dann fest, dass der Große auf jeden Fall fahren sollte und die drei Männer dann bei meinen Eltern noch einen Zwischenstopp einlegen. Mein Vater ist nämlich Orthopäde und Osteopath, also folglich die beste Adresse bei verhakten Schultern… 🙂

Der Vormittag ging wie nix rum mit Packen, Wochenendeinkauf und Koch-Orgie. Kurz vor Eins dann den Kochlöffel an die Schwiegerma übergeben, wieder ins Auto, den Großen von der Schule geholt und mittaggegessen. Die Schulter  knarzte nur noch wenig und die Reise konnte losgehen.

Zum Glück (!!!) ließ sich der Kleine dazu überreden, Zuhause zu bleiben und eine Runde „Pingu“ anzuschauen, während ich mit dem Großen gen Bahnhof aufbrach. Nach der S-Bahnfahrt dort angekommen stellte sich raus, dass der Zug von einem anderen Gleis fahren sollte – so ungefähr das, das am weitesten von der S-Bahn entfernt liegt. Aber zum Glück hatten wir genügend Zeit eingeplant.

Da wir aufgrund der Gleisänderung nicht wussten, wo der reservierte Sitzplatz zum Stehen kommen würde, platzierten wir uns in der Mitte des Bahnsteigs und fanden dann auch gleich den betreffenden Wagen Nummer 36. Ich bugsierte den Sohnemann ins Wageninnere, wir fanden auch den Sitzplatz und nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alles stimmt, verabschiedete ich mich und ging vor dem Aussteigen noch schnell auf die Zugtoilette.

Als ich dann wirklich aussteigen wollte, fiel mir ein, dass ich noch vergessen hatte, meinem Sprössling einen Notgroschen einzustecken und lief noch einmal zum Platz zurück. Inzwischen waren es nur noch ca. 3 Minuten bis zur Abfahrt.

Und mein Sohn war WEG! Eine unsägliche Person, die mir kurz zuvor schon negativ aufgefallen war, weil sie sich in dem komplett vollen Zug darüber beschwert hatte, dass ihr jemand im Weg stand, sagte mir ins Gesicht, dass sie ihn aus dem Wagen herauskomplimentiert habe, weil er im falschen Wagen säße. Das sei 26, nicht 36.

Ich war fassungslos! Auch wenn es stimmte – die Irren von der Bahn hatten kurz nach unserem Einstieg die Wagennummerierungen verändert – man kann doch einen alleinreisenden Neunjährigen nicht kurz vor der Abfahrt aus dem Zug scheuchen, nur weil er auf dem  falschen Platz sitzt!!!!!!!!

Wäre mir nicht mein Sohn so viel wichtiger gewesen, ich glaube, ich hätte die Frau schier umgebracht…. Aber so lief ich panisch wieder zum Ausgang, rief laut nach meinem Sohn und rannte so schnell ich konnte Richtung Bahnhofshalle zurück, um ihn zu finden. Da klingelte mein Handy und mein Großer war dran – komplett panisch! Ich versuchte, ihn zu beruhigen und schrie ihm dann durch sein panisches Geschrei hindurch zu, er solle sofort wieder einsteigen. Während des Ganzen rannte ich weiter. Ein Zugbegleiter, den ich um Hilfe bat, meinte nur hoheitsvoll, der Zug würde um „acht nach“ losfahren.  (egal, was bis dahin mit meinem Sohn wäre…) Zum Glück fand ich ihn kurz darauf, beruhigte ihn und bugsierte ihn schnell in den richtigen Wagen. Kiene Minute später fuhr der Zug los.

Die ganze Aktion war die reine Hölle gewesen! Und mir gings so richtig dreckig. Ich sank auf eine Wartebank nieder, rang nach Luft und mein Bauch tat höllisch weh. Auch nach ein paar Minuten Ruhe blieb die Kugel bretthart und drin herrschte Grabesstille.

Ich hatte so eine Angst! Komplett neben mir wankte ich zur S-Bahn und rief dann meinen Mann an, weil es einfach nicht besser wurde. Der dirigierte mich von Ferne sofort zum nächsten Taxistand und befahl mir, mich umgehend in die nächste Frauenklinik zu begeben.

Im Taxi wurde ich endlich ruhiger, entspannte etwas und endlich spürte ich auch die Maus wieder. Gott sei Dank!  Ein weiterer Schock war dann die Nachricht, dass inzwischen mein Großer Zuhause angerufen hatte und meine Schwiegerma in ihrer eigenen Panik den kopflosen Fehler gemacht hatte, ihm brühwarm zu erzählen, dass ich fürchterliche Bauchschmerzen hätte und auf dem Weg in die Klinik sei. Einem Neunjährigen, der gerade eine zweieinhalbstündige Bahnfahrt vor sich hat! Aaaah! Ich legte sofort auf und rief den Großen an, um ihn (schon wieder!!!) zu beruhigen. Mann Mann Mann.

Im Krankenhaus musste ich ungefähr eine Viertelstunde warten, irgendwie genoss ich die vertraute Kreißsaalatmosphäre und schwelgte in Erinnerungen an die Geburt unseres Kleinen, die hier stattgefunden hatte. Ich entspannte weiter. Das CTG, das dann geschrieben wurde, zeigte, dass es der Madam absolut gut geht und auch keine weiteren Wehen mehr aufgetreten waren. Uff!

Gegen sechs Uhr abends war ich dann endlich wieder Zuhause. Ich bin total gerädert und wenn ich nur eine Treppe steige, wird der Bauch gleich wieder hart. Deshalb begebe ich mich jetzt umgehend in die Badewanne und dann sofort ins Bett!

Der Große ist übrigens inzwischen wohlbehalten mitsamt Stief- und leiblichem Papa bei meinen Eltern angekommen. Heieiei, was für ein Tag!!!!!

Alles dreht sich um die Werte

…zumindest in meinem Leben und in den letzten Tagen…  Gestern war ich bei meiner Internistin und sie gibt mir jetzt noch bis nächsten Mi Zeit, um die Werte alleine durch die Ernährung in den Griff zu bekommen. Falls sie bis dahin noch nicht perfekt sind, muss ich Insulin spritzen.

Mein Nüchternwert war heute morgen zum ersten Mal unterhalb der Toleranzgrenze, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ich führe das darauf zurück, dass ich den auf vielen Ernährungsplänen empfohlenen „Abendsnack“ (so gegen 21:00/21:30 Uhr) weglasse und stattdessen nur zwei Tassen Kräutertee schlürfe.

Leider hat mir nun das Frühstück wieder einen zu hohen Wert beschert – 164 liegt definitiv viel zu weit über der Grenze  von 140 – und ich weiß nicht mal genau, woran es lag. Vielleicht die Vollkornbreze? Zu viel Frischkäse? Muss ich meinen großen Pott Milchkaffee, den ich morgens so liebe, doch auf einen  Normkaffee „abspecken“ ? Hmm. Noch habe ich eine Woche Zeit, um es hinzubekommen. Aber es ist echt ne Wissenschaft für sich. Puh. Alles nur für Dich, Madämsche!

Sherlock-Mama ermittelt

Gerade habe ich eine meiner alten Handtaschen ausgeräumt, die bei unserem Umzug vor 2 Jahren in irgend einer Umzugskiste verschollen waren und die ich vor ein paar Wochen bei der Suche nach Umstandsklamotten zufällig wiederentdeckt habe.

Inhalt: Tempotaschentücher, Kuli, alter Zettelkram, eine Haarklammer, eine halbe Rolle Hustenbonbons, eine kleine Zündholzschachtel und:

ein fast leeres Blisterpack Magnesiumkapseln sowie ein angefangenes Blisterpack Rennie gegen Sodbrennen.

Fazit: Diese Tasche habe ich definitiv zuletzt in meiner zweiten Schwangerschaft benutzt! Hihi!^^