Ich könnte singen und tanzen und springen….

…so hab ich mich heute gefreut! Niemals nicht hätte ich gedacht, dass mich diese Nachricht so umwerfen würde. Aber es ist so. Ich laufe durch die Gegend, grinse breit vor mich hin und muss alle Viertelstunde wieder mal ein paar Glückstränen weinen. Das ist fast wie frisch verliebt sein….  

…in meine kleine Tochter! Unfassbar! Hier seht ihr unsere niedliche kleine Maus. Ich hab den Gedanken die ganze Schwangerschaft nicht an mich rangelassen, weil ich auf gar keinen Fall irgendwie enttäuscht sein wollte, wenn es noch ein kleiner Junge wird. Aber als die Ärztin heute beim großen Ultraschall zwischen die Beinchen „leuchtete“ und das Nichts, das dort war, mit den Worten „Das ist ganz eindeutig ein Mädchen!“ kommentierte, schossen mir sofort die Tränen in die Augen. Es haute mich echt weg. Ich freu mich so, ich freu mich so!!! Ich bin komplett high…. Und hier gibt’s noch ein niedliches Stupsnäschen-Profil zum Gucken:

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Nackenfaltenmessung in der 12.SSW

Heute war der langersehnte Termin, an dem nun also festgestellt werden sollte, ob unser kleinstes Knöpflein zumindest mal so rein optisch gesehen gesund und munter ist.

Ich hatte einen ziemlichen Respekt vor dem Termin, weil ich einfach einen Mordsschiss davor hatte, dass ein Gendefekt vorliegen könnte, weil ich halt nicht mehr die Jüngste bin. Ich habe mich viel mit der Möglichkeit beschäftigt, dass das Kind womöglich nicht gesund sein könnte und was ich, respektive wir, dann machen würden. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Es war uns trotzdem schnell klar, dass wir es uns und unserer Familie nicht wirklich zutrauen, ein schwer behindertes Kind zu haben und deshalb die möglichen Untersuchungen durchführen lassen wollen. Bevor jetzt gleich einer schreit: Ja, ich weiß, auch alle noch so tollen Untersuchungen können einen nicht davor schützen, dass doch noch irgendwas passiert. Aber es macht für mich doch einen Unterschied, bei einem bereits frühen Befund eine Entscheidung treffen zu können oder eben mit einer unabänderbaren Tatsache nach der Geburt konfrontiert zu sein.

Was mir viel mehr Probleme bereitet (hat), ist das Thema Trisomie 21. Ich kenne Menschen mit Downsyndrom und habe mich auch in jeder Schwangerschaft mit dem Thema beschäftigt. Außerdem lese ich sporadisch auf der Ohrenkuss-Seite. Ohrenkuss ist ein Magazin, in dem Down-Menschen Artikel schreiben. D.h., mir ist schlichtweg klar, dass ein Mensch mit dem Downsyndrom fraglos und absolut das Recht auf sein durchaus lebenswertes Leben hat und ich mich nicht einfach  hinstellen und sagen kann „Och nö, Mann, is mir echt zu stressig grad!“ Und genau das bereitet mir große Probleme, davor habe ich ganz einfach einen Mordsrespekt.

Da nun aber heute bei dem Ultraschall zumindest mal rein physisch nichts an unserem Murkelchen auf irgendeine Fehlbildung oder Auffälligkeit hinwies, gehe ich jetzt einfach mal optimistisch davon aus, dass es gesund ist. Und damit fällt mir ein Riesenstein vom Herzen!

Es hat mich in den letzten Wochen und Monaten innerlich so geplagt, dass ich mich nicht richtig traute, mich auf unser Kleinstes emotional ganz einzulassen. Das lag an den großen Ängsten, die ich hatte, soviel verstand ich. Trotzdem fühlte ich mich mies, weil ich merkte, wie ich die Schwangerschaft oft innerlich von mir schob und einfach nicht dran dachte bzw. unter der Übelkeit umso mehr litt, weil die Vorfreude fehlte, die sie erträglicher macht.

Heute hat sich das sehr geändert. Ich weiß, dass ich immer noch nicht sicher sein kann, dass alles in Ordnung ist, trotzdem scheinen mich die positiven Ergebnisse heute soweit zu beruhigen, dass ich mein Herz endlich richtig öffnen kann für das kleine Leben, das ich in mir trage.

Dazu beigetragen hat natürlich auch das Begucken unseres Knöpfchens per Super-Mega-Edel-Ultraschall, ab und zu sogar in 4D, also in 3D-Action. Unser Mini war sehr aktiv, hat mit den Händchen gefuchtelt, gestrampelt was das Zeug hält und Purzelbäume geschlagen. Das war so niedlich und mir wurde ganz warm ums Herz, als ich es da so fröhlich vor sich hin turnen sah. Der Doc hatte es natürlich nicht so leicht und musste den Knopf mit seinem Ultraschallkopf regelrecht „verfolgen“, um überhaupt aussagekräftige Bilder zu bekommen. Aber das war eher lustig als ärgerlich und sorgte dafür, dass wir fast eine Stunde lang „Babyfernsehen“ genießen durften, bis alle Untersuchungen abgeschlossen waren.

Und ganz nebenbei hat der Doc noch eine vorsichtige Prognose auf das Geschlecht des kleinen Knopfes gewagt. Bis die sich bestätigt oder entkräftet hat, werde ich aber hier nichts verraten. 🙂

Update…

Ich habe zur Zeit überhaupt keinen Nerv, was zu schreiben, irgendwie wäre es doch bloß andauernd „Mir ist sooooo schleeeecht!!!“ und „Ich bin soooo müüüüde!!!!“

Deshalb hier nur kurz das Aktuellste:

Die Kids sind beide wieder gesund, mich hat es zum Glück nicht erwischt, zumindest nicht deutlich. Lustigerweise habe ich gerade in meinem alten SS-Tagebuch von der zweiten Schwangerschaft entdeckt, dass der Große exakt zum selbigen Zeitpunkt (38. Tag) ebenfalls einen fieberhaften Infekt hatte, der aber auch an mir vorbeiging.

Das Knöpfchen wächst und gedeiht, oder soll ich lieber sagen, das „Böhnchen“ ? 😀 Es ist inzwischen knappe 2cm „groß“, also doppelt so groß wie vor 14 Tagen.

Meine Schwiegerleute sind am Freitag abgereist und haben wieder mal ganze Arbeit geleistet! Der Bügelberg ist auf „Normal Null“ angekommen, sämtliche Glühbirnen funktionieren wieder, wir haben nun endlich eine „richtige“ Lampe im Bad, das Bett vom Kleinen knarzt endlich nicht mehr, lose Regalbretter sind wieder fest und ich bin stolze Besitzerin eines wunderschönen Hängekorbes für Obst und Gemüse in der Küche. Außerdem wurden noch Böden gewischt und Fenster geputzt, dass es eine wahre Freude ist.

Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne diese Engel täte!

Des weiteren waren übers Wochenende mein Bruder und Freundin bei uns, hat Laune gemacht, wir waren abends beim Afghanen ums Eck, war lecker und lustig!

Unser Kleiner überascht mich zur Zeit mit immer krasseren Satzkonstruktionen wie z.B. „Dass nicht alle Latzis haben, das versteh ich nicht, Mama!“ oder „Doch, du sollst aber mit mir spielen, weil mir so langweilig ist, Mama!“ und ähnliches. Oberheftig, der Knopf ist doch gerade erst gute zwei Jahre alt! Wo führt das noch hin? Mit fünf wird er dann wohl Schillers Glocke rezitieren…..

Und, OMG, in SECHS Tagen ist ERSTER ADVENT! Ich bin sowas von hintendran, das ist der Hammer! Weihnachtsgeschenke? Fehlanzeige! Adventskalender? Ach ja… da war doch was! Weihnachtskarten? Öhm…. wie lange dauert noch mal das Drucken?

Eieiei, und das total verquere Wetter tut sein Übriges dazu, dass mir sowas von nicht weihnachtlich zumute ist.

Hurra, das Herzchen schlägt!

Heute war der heißersehnte nächste Termin beim Doc, der mir nun endlich das zeigte, wonach ich mich in den letzten Wochen so gesehnt hatte: dieses kleine verheißungsvolle Flackern in der Ecke einer dunklen Blase….

US 7.SSW Es gibt wenige Dinge in meinem Leben, die mich so mitnehmen, wie dieser Augenblick. Es ist der erste Anblick des im wahrsten Sinne des Wortes pulsierenden Lebens in mir. Heute hat er mir die Tränen in die Augen getrieben und mich zu einem stillen aber nicht weniger jubelnden „1000-Dank“-Gebet gebracht, das ich in Gedanken nach oben schickte. Ich freu‘ mich so, dass wir diese erste Hürde im Leben jedes Menschen genommen haben und hoffe sehr, sehr, sehr, dass es jetzt genauso positiv weitergeht.

Jetzt wird das Menschlein für mich so viel greifbarer, so viel menschlicher. Vom Zellhaufen zum herzchen-schlagenden Minimenschlein. Schön ist das. Seufz.

Wünscht uns weiterhin Glück!