Sonntagsfreuden

Gestern war so ein richtig toller Tag. So ein „Schwuppdiwupp“-Tag, wo Dir alles leicht fällt, wo alles ein bisschen sonniger erscheint. Ein Tag, an dem sogar die Kinder spüren, dass es heute nicht lohnt, sich alle fünf Minuten in die Haare zu kriegen und alle irgendwie eine Spur lockerer sind als sonst.

Dieser Tag begann wie immer am Wochenende um kurz nach sechs mit einem müden Mäuschen, das aus den Federn in meine Arme kroch, sich an mich schmiegte und leise „Bu“ flüsterte. Wir schlichen uns dann nach unten auf die Couch, wo wir im Halbdunkel eine Dreiviertelstunde vor uns hin stillten und dösten.

Irgendwann verkündete die kleine Madam: „Fertig!“ und dann begann der eigentliche Morgen. Wir machten uns was zu trinken, ich stellte Dinkelbrezelchen zum Knabbern für die Minis hin, damit sie die Zeit bis zum Familienfrühstück um neun gut gelaunt und ohne Magenknurren hinter sich bringen konnten.

Dann schaltete ich irgendwann auf Aufforderung der Kleinen den Fernseher an – ja, ich gebe zu, am Wochenende ist morgens das TV-Gerät unser Babysitter. Das wird so mancher schlimm finden, aber ich weiß keine andere Lösung, wie ich noch zu einer Mütze Schlaf kommen soll, die ich aber einfach dringend brauche. Ich schnorchelte dann also auf der Couch vor mich hin, ab und an unterbrochen von einem „Mama, zu Ende, vorspulen bitte!“  (wir nehmen das Morgenprogramm von KIKA und SuperRTL auf und so können die Kids gucken, wozu sie Lust haben und müssen nicht blöde Werbung oder Inhalte, die sie gar nicht interessieren, konsumieren). So gegen halbneun stand ich auf und richtete das Frühstück. Die Maus half sehr engagiert und niedlich mit.

Gegen Neun gab es dann wie immer Sonntagsfrühstück mit besonderen Schmankerln wie z.B. Schokoaufstrich für die Kids (das gibt’s wochentags bei uns nicht).

Der Vormittag lief wie meistens so locker-dümplend vor sich hin, alle sind im Schlafanzug und machen, wozu sie Lust haben (oder wozu sie von den Kids genötigt werden 😉 ) : Bücher (vor)lesen, Spiele spielen, LEGO bauen die Kleinen (oder eben auch die Großen…) und iPadGucken, Lesen, Bloggen etc. die Großen.

Gegen Mittag rafften wir Eltern uns dann auf und richteten ein Picknick her, zogen uns und die Kids an, holten die Räder heraus und machten uns auf den Weg zum Drachenfest im Riemer Park.

Das Wetter war bombig, wunderschöne Herbstsonne und blauer, schäfchenbewölkter Himmel:

Der Himmel war voller Drachen – kleine, große, einfache und kunstvolle.

Ein besonders schönes Exemplar

Der Kurze entschied, kaum, dass wir angekommen waren: „Hunger! Wir picknicken! Da oben!“ Also marschierte die ganze Truppe den Rodelhügel hinauf, wir breiteten unsere Picknickdecke aus und schmausten und guckten und spielten „Ich sehe was, was Du nicht siehst!“.

Brotzeit!

Das Drachenfest von oben gesehen

Nach dem Essen rannten wir den Berg wieder runter, was für sich allein schon eine Riesengaudi war, und machten uns ans Entdecken des Fests. Da gab es Drachen-, Windhosen- und Bumerang-Workshops, eine gemütliche Pausenecke mit Liegestühlen und viele viele Bewegungsspiele für die Kinder.

Da wir alle nicht so Lust hatten, ewig an etwas zu basteln, vergnügten wir uns anderweitig:

Da wurde gerutscht…..

…und gehüpft,…

…noch mehr gehüpft…

…Kugelbahn gebaut…

…und auf Schildkröten geritten.

Als dann alles mal ausprobiert und vieles auch für gut befunden wurde („Mama, so eine Kugelbahn will ich auch vom Christkind!“ / „Mama, ich brauch mal den Fotoapparat, ich will den Pogostick fotografieren, so einen will ich auch haben!“), schwangen wir uns wieder auf und in die Gefährte (der Große war mit seinem Riesenkettcar untwerwegs – es beeindruckt mich immer wieder, welche Strecken er damit zurück legt!) und es ging weiter zum Spielplatz, der ebenfalls in dem ehemaligen BUGA-Gelände liegt und sehr schöne, vielfältige und z.T. auch ungewöhnliche Spielmöglichkeiten bietet.

Die Maus durfte für diesen Weg auf dem Zweitsitz des Kettcars mitfahren, dafür bekam der Kleine den Fotoapparat in die Hand und durfte aus dem Anhänger heraus fotografieren:

Blick aus dem Anhänger

Auf dem Spielplatz wurde dann gleich wieder Energie freigesetzt, was das Zeug hält:

Die Rohrrutsche rückwärts hinunter für die Jungs…..

…die kleinere Rutsche vorwärts für die Mädels….

…und dann klettern….

…klettern…

…klettern!

Gegen vier traten wir mit drei müden Kriegern die Heimfahrt an. Zuhause war danach noch Haareschneiden für die beiden Kleinen und Badewanne für alle drei angesagt. Lief aber alles ohne größere Terroranfälle, wunderbar!

Leider mussten mein Mann und ich abends noch packen, weil er blöde fünf Tage lang auf Dienstreise ist – der Arme musste heute morgen schon um 4:30 Uhr aufstehen und um 5:30 Uhr aus dem Haus….. 😦

Trotzdem war es ein insgesamt gesehen wunderschöner Sonntag, an den ich mich noch lange und gerne erinnern werde.

Football mit den Munich Cowboys

Am Freitagabend waren der Göttergatte und ich im Kino und bekamen dort von einer Truppe Cheerleader fünf Freikarten für das letzte Spiel der Saison der „Munich Cowboys“ am Samstag, also gestern, geschenkt.

Und da wir eh schon immer mal ein Footballspiel live sehen wollten, ergriffen wir spontan die Chance, packten alle Racker und uns selber wetterfest ein und fuhren gemeinsam mit dem Papa und dem besten Freund des Großen los – allerdings nicht zusammen, da wir nicht alle in unser Auto passten, also machte sich eine Abordnung per ÖPNV auf den Weg.

Begrüßung und Spieleröffnung

Das Wetter spielte zum Glück mit und es regnete nicht. Die Kids hatten viel Spaß, weil sie sich gut frei bewegen konnten – wir waren nicht auf der Tribüne, sondern unten direkt am Spielfeld.

Die Munich Cowboys beim Briefing – keine Ahnung, wie man das beim Football wirklich nennt

Ein Spieler beim Training – toll fotografisch eingefangen vom Papa des Großen

Aufgrund der anwesenden kleinen Kinder konnte ich dem Spiel zwar nicht ununterbrochen aufmerksam folgen, aber es machte trotzdem viel Spaß, dem Gerangel auf dem Grün zuzusehen! Die Munich Cowboys spielten gegen die Allgäu Comets und klar waren wir natürlich für unseren „Heimatverein“. 😉

Was für ein Durcheinander! Beeindruckend, dass dabei noch ein Spiel nach klaren Regeln möglich ist…

Hier sechs der sieben Ausflügler – der siebte stand hinter der Kamera

Alles in allem war es ein wirklich netter, wiederholenswerter Ausflug! Ach ja, und die Cowboys haben ihr Spiel übrigens gewonnen und sind damit ihrem Ziel, in der kommenden Saison in der ersten Liga weiterspielen zu können, einen entscheidenden Schritt näher gekommen. So wie ich das gestern verstanden habe, kommt es jetzt noch auf den Ausgang des Rückspiels im Allgäu an…

Besuch bei den Großeltern

Die „Sendepause“ in der letzten Woche hatte einen Grund: Wir waren unterwegs! Leider ohne meinen Mann, der (noch) keinen Urlaub hat. Deshalb bin ich mit den Kindern kurzerhand zu meinen Eltern in den Schwarzwald gefahren und habe mich dort ein wenig von „Muttern“ verwöhnen lassen – morgens an einen gedeckten Frühstückstisch setzen, mal kein Mittagessen kochen, die Kinder das eine oder andere Mal abgenommen bekommen – das alles und natürlich auch die schönen Gespräche mit meinen Eltern – hat  dazu beigetragen, dass ich mich wirklich ein wenig erholen konnte.

Das Wetter war gut – leicht bewölkt, nicht zu heiß – so dass wir an drei der fünf Nachmittage etwas unternommen haben. Am Mittwoch waren wir zuerst auf einem netten Waldspielplatz mit Seilbahn, Rutsche, Schaukeln und Klettertunnel.

Seilbahn für die Jungs – sogar der Kurze schund sich, um den schweren Teller wieder zum Anfang zurückzuziehen

Die Maus hingegen war fasziniert von dem kurzen „Tunnel“, durch den sie sich zuerst nicht durchtraute, dann aber kaum noch wieder herauszubekommen war

Nachdem wir den Waldspielplatz verlassen hatten, fuhren wir noch kurz bei einem anderen Spielplatz vorbei, den wir auf dem Weg zwischen den Bäumen erspäht hatten. Dieser entpuppte sich als wunderschön und großzügig angelegter Wasserspielplatz direkt an einer Flussquelle, die sich ein paar hundert Meter weiter in den riesigen Stausee „Erzgrube“ ergießt.

Die Maus am Wasser

Leider hatten wir weder Sandspielzeug noch Badesachen dabei, so blieben wir nur ca. eine gute halbe Stunde, in der der Kurze es schaffte, komplett ins Wasser zu fallen. Zum Glück war es warm und der Heimweg nicht weit. 😀

Die Kinder bekam ich nur mit dem Versprechen dort weg, gleich am nächsten Tag noch einmal herzukommen. Meine Ma hatte anderweitig zu tun, so fuhr ich also tags darauf alleine mit meinen drei Rabauken los. Zuerst hatte ich ein wenig Bedenken, dass es in Stress ausarten könnte, aber der Spielplatz ist so genial angelegt, dass es überhaupt kein Problem darstellte.

Der langgezogene Spielplatz ist in drei unterschiedliche Bereiche gegliedert, die so deutlich voneinander abgegrenzt sind, dass man seinen Kindern auch sehr gut sagen kann: „Schau, hier darfst du alleine spielen und da gehst du bitte nur mit Mama (oder mit dem großen Bruder) hin.“

Ganz oben ist ein flacher Bereich mit vielen kleinen flachen Rinnsalen, dort können die Kleinsten wunderbar spielen.

…aber auch die Großen haben Spaß daran, z.B. „Boote“ dort entlangdümpeln zu lassen

Daran anschließend folgt ein Abhang, an dem das Wasser in ausgehölten Baumstämmen und kleinen Wasserfällen herunterströmt. Die Baumstämme haben kleine Wehre, so dass man das Wasser auch gut stauen kann.

Der abschüssige Bereich für die Größeren

Das Wasser sammelt sich in einem etwa knietiefen Tümpel, an dem kleine „Sprungbretter“ angebracht sind und der große Äste bzw. kleine Stämme beherbergt, die man herumziehen und z.B. Brücken damit bauen kann.

Der Tümpel

Dieser Tümpel mündet in ein Bächlein, das unter einer Brücke hindurch und wieder in einen flacheren, mit vielen vielen runden Kieseln ausgelegten Bereich hineinfließt, um dann schlussendlich unter einem hölzrnen Turm hindurch sich in den großen Stausee zu ergießen.

Links im Bild die Brücke – und das ganze in einer atemberaubend idyllischen Umgebung

Ich habe mich mit der Maus die meiste Zeit im oberen, flachen Bereich aufgehalten. Zuerst kochte sie Suppe und „fütterte“ mich dann damit.

Matschepampe!

Dort hat sie auch schnell einen Spielkameraden gefunden, der ein Dreivierteljahr älter war als sie, und es war quasi „Liebe auf den ersten Blick“ 😉 Zuerst rannten sie wie die aufgescheuchten Hühner im Gras herum und lachten sich dabei krumm und schief, dann spielten sie „Bauchvergleich“ 😀

Bauchvergleich!

Alles in allem ein wunderbarer Nachmittag an einem wunderbaren, sehr zu empfehlenden Ort. Wen es interessiert, der Wasserspielplatz befindet sich im Nordschwarzwald, und zwar  hier, am westlichen Ende des Stausees „Erzgrube“.

Am darauffolgenden Tag waren wir noch Schuhe fürs kommende Schul- und Kindergartenjahr kaufen (das ist doch wesentlich einfacher, wenn man noch jemanden, sprich meine Ma, mit dabei hat) und danach ging es nach Nagold in die Fußgängerzone zum Eisessen. Dort in der Nähe steht auch ein wunderschöner Brunnen, den Fantasietiere aus Bronze bevölkern, die extra so gestaltet sind, dass Kinder sich draufsetzen können, wie auf ein Karussell-Holzpferdchen. Leider ging mir an dieser Stelle der Akku des Fotoapparates leer, was ich sehr schade fand.

Urlaubstipp für Familien

Spät aber doch möchte ich von unserer Urlaubswoche in den Pfingstferien berichten. Ursprünglich bestand der Plan, mit Frau Dekogöttin und Familie im Sommer 14 Tage lang in Italien Urlaub zu machen, was dann aber leider durch bereits im Dezember letzten Jahres stark ausgebuchte Orte, die uns interessiert hätten, zunichte gemacht wurde. Also beschlossen wir, stattdessen in den Pfingstferien nur eine Woche und auch nicht weit weg, d.h. im eigenen Land, Urlaub zu machen.

Irgendwie wusste ich nicht so recht, wo mit der Suche anfangen und so setzte ich einfach mal auf dem Gesichtsbuch einen Hilferuf ab. Meine Hoffnung war, dass mir irgendeine Freundin mit Familie einen heißen Tipp geben könnte. Lustigerweise kam der entscheidende Tipp dann von einer kinderlosen Freundin, die zu dem Zeitpunkt krankheitsbedingt viel Freizeit hatte und sich so einfach mal für mich dahinterklemmte. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle für diesen Einsatz! 🙂

Unseren Urlaub verbrachten wir hier: In einem Familien-Feriendorf der Diözese Rottenburg mitten im Schwarzwald. Vorteile gab es haufenweise:

  • Ein riesiges, wunderschön bewachsenes und teilweise sogar bewaldetes Gelände, auf dem KEIN Auto fahren darf. Einen Parkplatz gibt es am Haupteingang und von da ab gibt es nur noch Handkarren fürs Gepäck, Fahrräder dürfen auf dem Gelände fahren und das wars.
  • Toll angelegte Kinderspielbereiche – ein großer Spielplatz mit Schaukeln, Rutsche, Wippen, Sandkästen und Klettergerüsten / ein Wasserspielplatz / zwei weitere Sandkästen mit Rutsche / eine Nestschaukel / ein Fußballplatz / ein Volleyballplatz und eine Menge noch zwischendrin verstreute Spielanreize wie ein umgestürzter Baum zum Klettern, Weidenhöhlen zum Verstecken usw.
  • ein sehr schön ausgestattetes Kleinkind-Spielzimmer mit Bällebad, Bauklötzen, Kuschelbereich, Büchern, Maltisch und vielen anderen schönen, wertigen Spielsachen. Zweimal in der Woche wird eine Krabbelgruppe angeboten, zu allen anderen Zeiten kann man sich den Schlüssel ausleihen und das Zimmer selber nutzen.
  • es gibt einen sehr schön angelegten, großen Grillplatz, den man selber nutzen kann und der – wie die Spielplätze auch – zum Bekanntschaften schließen taugt 🙂
  • im hinteren Teil der Speiseräume befindet sich eine Bibliothek mit einer Menge Bücher für jedes Alter, die man sich auch ausleihen darf, im Kindergarten gibt es haufenweise Brettspiele, die ebenso ausgeliehen werden dürfen
  • Kinder-Animation in den Schulferien täglich außer Sonntag und Mittwoch in drei Gruppen getrennt: Kindergartenalter / Grundschulalter / Teenager. Die Kindergartenkinder haben sogar einen richtigen „Kindergarten“. Eines der Ferienhäuser wurde dafür genutzt. Spiel- und Malecke, Bücher, Verkleidungskisten und vieles mehr sind dort vorhanden. Die Animation ist vormittags von 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr für die Kleinsten und für die Älteren gibt es auch nachmittags und abends immer wieder Angebote.
  • Mittagessen ist (außer mittwochs) inclusive, das entlastet die Mamas doch sehr. 🙂 Es gibt ein einfaches, aber immer kindgerechtes Essen und für die nötigen Vitamine gibt es täglich eine große Salatbar mit 8-10 verschiedenen Rohkostsalaten und Kartoffelsalat. Bei uns gab es z.B. an einem Tag verschiedene Pastagerichte, an einem anderen Tag zweierlei Geschnetzeltes mit verschiedenen Beilagen usw. Ein Nachtisch (Eis, Pudding) ist auch immer mit dabei – und alles in Buffetform und jeder kann essen, bis er satt ist.
  • Die Ferienhäuser sind sauber, zweckmäßig und doch freundlich eingerichtet. In unserem zweistöckigen Haus (Haustyp B) gab es drei vollwertige Doppelzimmer, je eine Toilette auf jedem Stockwerk, in den oberen Zimmern noch Waschbecken, im EG weiterhin ein Bad mit großer Dusche und einen großen Wohn-Essraum mit Küchenzeile, großem Esstisch und Sitzecke. Dazu eine voll ausgestattete Terrasse mit Gartentisch, Gartenstühlen und zwei Liegestühlen. Es gibt KEINE Spülmaschine und KEINEN Backofen, was man aber auch nicht wirklich braucht, zumal es ja mittags eh immer was Warmes gibt. Entgegen der Übersichtszeichnung im Netz liegt die Treppe nicht im Wohnraum, sondern im Flurbereich, so dass das Haus auch mit Krabbelkindern oder Laufanfängern nicht zum Alptraum werden kann. Ein Kinderbettchen ist in jedem Haus vorhanden, ein Hochstühlchen kann man sich ausleihen.
  • In der näheren und weiteren Umgebung finden sich eine Menge toller Ausflugsziele wie Schwimm- und Freibäder, Spielplätze, Museen, eine Modellbahnausstellung, lauschige nette Örtchen mit malerischen alten Häusern, Erlebnisparks, massig Wandermöglichkeiten mit schönen Zielen u.v.m. Am besten schaut man sich den Link „Ziele in der Umgebung“ auf der Seite an.
  • Für die 1,20 Euro Kurtaxe p.P. pro Tag bekommt man die sogenannte KONUS Karte, die einem das kostenlose Nutzen fast sämtlicher öffentlicher Verkehrsmitttel in ganz Baden-Württemberg sowie Ermäßigungen in vielen Einrichtungen ermöglicht!
Negative Punkte gibt es kaum. Vielleicht zwei Dinge – zum einen dunkelten die Vorhänge in den Zimmern entgegen der Aussage der Sekretärin leider so gut wie gar nicht ab,so dass ich einen Gutteil der mitgebrachten Handtücher (die muss man selber mitbringen, Bettwäsche hingegen wird gestellt) dafür benutzen musste, die Zimmer der Kinder wenigstens einigermaßen dunkel zu kriegen. Und zum anderen gibt es halt im Schwarzwald keine Gutwettergarantie wie beispielsweise im mediterranen Raum. Aber wen das nicht weiter stört – ich fand es nicht schlimm, es hat bei uns zwar immer wieder mal geregnet, aber zwischendrin wars auch immer wieder schön – der findet hier einen wirklich tollen Urlaubsort mit Kindern, und das zu einem m.E. unschlagbaren Preis! Die Preise sind in zwei Kategorien geteilt, so dass Geringverdiener diesen Urlaub sogar noch günstiger bekommen, aber auch für uns lohnte sich diese Woche sehr. Alles oben Genannte inclusive haben wir für diese 7 Tage nämlich nur rund 700 Euro gezahlt! Wenn man das mal mit den Preisen in Kinder- und Familienhotels, die ein ähnliches Angebot haben, vergleicht, dann weiß man, was man spart.
Und das Frühstück und Abendessen selber herzurichten, fand ich persönlich jetzt nicht so anstrengend. Das sind eh die Mahlzeiten, wo jeder so seine „Favourites“ hat und sich aus den riesigen Buffets der Hotelanbieter eh meistens die selben Sachen rauspickt – zahlen darf man dann eher für das prinzipiell große Angebot.
Alles in allem hatten wir einen Superurlaub dort und werden sicher nicht das letzte Mal dort gewesen sein!

Die Ferienhäuser - das linke war unseres, das rechte der "Kindergarten" 🙂

Der Blick aus unserem Schlafzimmerfenster - beeindruckendes Naturschauspiel bei jedem Wetter!

Die Küchenzeile, absolut ausreichend ausgestattet - vielleicht mit Ausnahme der winzigen Kaffeetassen!

Die Sitzecke - mit zwei noch müden Gesellen im Schlafanzug

Rottweil - ein sehr hübsches Städtchen in der Nähe

Rottweil ist einfach herrlich bunt!

Ich könnte jetzt noch so eine Menge erzählen – über Rottweil, über unsere Unternehmungen, über die wundervolle Zeit, die wir miteinander verbracht haben, aber leider reicht meine Zeit dafür im Moment nicht aus. Vielleicht schaffe ich es ja in den kommenden Tagen noch, das eine oder andere nachzureichen.

Fern der Heimat

Nach ellenlangem Gepacke in den letzten Tagen ging es gestern Mittag endlich los in den wohlverdienten Urlaub. Wir sind seit gestern Abend bei meinen Eltern zu Besuch und werden am Samstag weiterfahren in ein Familienferiendorf in der Nähe, wo wir eine Woche lang mit Frau Dekogöttin und Familie (ihr kleinerer Sohn ist der allerbeste Freund unseres Kurzen) ausspannen werden.

Hier bei meinen Eltern ist es eigentlich wunderschön, aber mit einem (fast) einjährigen  Laufekind ist es halt so gut wie nirgends wirklich entspannend. Einer von uns muss nonstop ein wachsames Auge auf die Maus haben, weil es vor unkompatiblen Ecken nur so wimmelt – angefangen mit den 3 Treppenstufen zwischen Ess- und Wohnbereich über viele offene Regale und niedrige Tischchen mit allerlei interessanten, aber leider verbotenen Dingen bis hin zum Gartenteich neben der Terasse.

Trotzdem tut es gut, hier zu sein. Die Oma liest dem Kurzen stundenlang Bücher vor – auch mal morgens um sechs, wenns sein muss. Der Große sitzt halbe Tage lang mit einem selbergebauten LEGO-Gefährt im Gebüsch und spielt „Dschungel“. Den anderen halben Tag spielt er mit seinem Bruder LEGO oder Auto oder sie fahren draußen mit Roller und Laufrad durch die Gegend. Die Maus läuft. Und läuft. Und läuft. Hier umso mehr, weil nochmal doppelt so viel Platz ist wie bei uns. Mein Mann und ich genießen die Auszeiten zwischendurch, sich mal mitten am Tag ins Bett legen und ne Stunde schlafen zu können oder auch in Büchern oder Zeitschriften schmökern zu können, weil keine Haushaltsaufgaben im Nacken drücken und natürlich auch das „sich einfach an den Tisch setzen können“ wenn das Essen fertig ist.

Ich bin aber auch schon gespannt auf unser Ferienhaus am Samstag. Schließlich ist es ein Familien-Feriendorf und es gibt so wunderbare Sachen wie ein Treppengitter an der Treppe zu den Schlafzimmern, Spielplätze noch und nöcher, Natur zu Hauf, Mittagessen im Haupthaus, einer alten Villa, inclusive und das ganze auf einem abgeschlossenen Gelände, auf dem keine Autos fahren dürfen.

Ich geh jetzt mal davon aus, dass das zumindest bezüglich der Maus noch einen Tic entspannender wird als hier. Hoffe ich jedenfalls. 😉 Bericht folgt, sobald wir dort sind.